Beiträge von Gammur

    Ich finde es allerdings auch verkehrt, dass hier im Thread einige pauschal ohne Hintergrundwissen die einschläferung bei dem Fall 'fordern'. Das ist mMn genauso kurzsichtig wie die ganzen 'der Hund kann immer resozialisiert werden' Aussagen auf Facebook.

    Ich fordere das nicht, nur anhand von anderen Möglichkeiten für das Tier, bleibt nicht viel. Wohin mit einem Hund, der Menschen ins Krankenhaus befördert hat? Ist ein ganzes restliches Leben im tierheimzwinger wirklich eine Alternative? In die "freie" Vermittlung geht so ein Hund nicht mehr und Menschen, die auffällig gewordene Hunde übernehmen und mit ihnen auch noch umgehen können und wollen, gibt es nicht wie Sand am Meer und sind zumeist voll bis Unters Dach.

    Kurze Beschreibung wie das Leben eines solchen Hundes in Zukunft aussehen wird, Kontakt zu anderen Menschen und wahrscheinlich Hunden auf ein Minimum beschränkt, damit nichts passieren kann, kein gassi, keine sozialkontakte. Dauerhafte zwingerhaltung. Vermittlung ausgeschlossen. Versicherung nimmt den Hund nicht mehr. Futter wird durch Schlitz am Boden geschoben. Im Klartext, der Hund wird gehalten wie ein Raubtier im Zoo. Und das bei einem Tier, dass in Einzelhaft leidet. Wer stellt sich so ein gutes Leben für einen Hund vor?

    Die meisten Tierheime haben keine Zeit und keine erfahrenen Menschen, die mit einem solchen Hund arbeiten könnten, somit wird der Hund dauerhaft verwahrt.

    In Tierheimen sitzen soviel mehr Hunde, die deutlich kleinere Probleme haben und schon die, haben kaum Chance auf Vermittlung.

    Und auch dann auch noch diese Rasse bzw. Mix. Damit sind ganze Bundesländer raus, aus der Unterbringung des Hundes.

    Lg

    Ich kenne den Film. Ich habe einen Border Collie. Der Border Collie stammt nicht aus Neuseeland und ist ein hütespezialist und koppelgebrauchshund. Wenn du auf Filme stehst, Versuch es mal mit "ein Schweinchen namens Babe" da sieht man eher wofür der Border Collie gezüchtet wird und wurde. :hilfe:
    Der Border Collie stammt aus Großbritannien und auf das gesuchte hier passt er so gar nicht.

    Lg

    Wie gesagt, ich lasse die dann wirklich extrem ackern. 4-6 Stunden jeden Tag sind die dann unterwegs. Gassi, arbeiten, sporteln, joggen. Zwei Wochen meist, dann sind meine Mädels mit den stehtagen durch. Aber in den zwei Wochen ist kein pausetag dazwischen. Da haben die Jungs täglich fett Programm. Auch der alte 11jährige Hudson. Zuhause sind die dann platt.
    Zu müde für Hormone.
    Nach den zwei Wochen fahre ich das Programm wieder runter auf Normalmaß.

    Lg

    Ich habe die letzten Jahre mit intakten Rüden auch festgestellt, wenn ich die Jungs in den Zeiten der Läufigkeit richtig schuften lasse, dann sind die viel gelassener und richtig gehend entspannt, obwohl die Hündinnen im selben Haushalt läufig sind.

    Selbst den alten Hudson lasse ich dann richtig konzentriert ackern, longieren, nasenarbeit, Tiefschnee stapfen über Kilometer, joggen gehen, rally Obi, Senioren agility, clickern usw. ich fahre sein Pensum dann richtig hoch und dann pennt der zuhause wie ein Stein, obwohl um ihn rum die läufigen Mädels hocken. Aber der ist dann fertig. (Natürlich nicht durchgehend, aber eben gut aushaltbar).

    Und mit dem Border habe ich das dieses Jahr bei der Läufigkeit jetzt auch das erste mal gemacht. Der ist jetzt fast 2 Jahre alt und ich muss den körperlich und geistig nicht mehr schonen.

    Bei uns nimmt das wahnsinnig Stress raus und die Jungs genießen es, sich körperlich und geistig richtig auspowern zu können, dann kommen sie mit den Hormonen viel besser klar. Meine Rüden kommen eh gut klar, aber wenn dann noch richtig was zu tun dazu kommt, dann ist es noch entspannter.

    Lg

    Ich habe im Moment einen solchen von dir gewünschten Hund, nenne die Rasse aber nicht und empfehle ich auch nicht. Meine Hündin ist intelligent, schnell, unabhängig und Menschen sind ihr völlig egal. Sie braucht Menschen nicht, kommt selber ans Ziel und macht Dinge wie Türen öffnen, Kühlschränke öffnen, Dosen öffnen, Schraubverschlüsse und Reißverschlüsse öffnen. Schon im Alter von 11 Wochen hatte sie einen Radius von 150 Metern und ich war ihr völlig egal.

    Sie ist so clever, dass sie erst gar nicht mit dir diskutiert, sie knallt dir ihre Idee, Meinung hin und wenn du nicht konform gehst, dreht sie sich um und macht einfach ihr Ding. Absolut unbestechlich übrigens.

    Ich habe Monate gebraucht um sie davon zu überzeugen, dass es ohne mich nicht geht und sie Bitteschön zu kooperieren hat, im Rahmen. Wir haben uns auf einen Kompromiss geeinigt, sie arbeitet mit mir zusammen und ich lasse ihr soweit es geht ihre freie Entscheidung. Ich darf sie anfassen und streicheln, aber sie entscheidet ob, wie lange und überhaupt.

    Kommandos sind eher Empfehlungen an sie und so wahnsinnig spannend, besonders und grenzgenial dieser Hund auch ist, sie macht einem das Leben nicht einfach.

    Was sagte mal jemand zu mir "das schlimmste ist, sie weiß, sie ist uns überlegen und hat uns in der Pfote!"

    Ich bin froh und dankbar dass sie mein Hund ist und das sie mit mir arbeitet und lebt, aber bin auch froh, dass die anderen Hunde zwar auch intelligent, aber nicht solche unabhängigen Individualisten sind.

    Evtl. wäre ein aussie was für dich, oder ein Cattle dog.

    Lg

    Also die viszlas die ich kenne sind alle sehr leichtführig und führerweich. Jagdtrieb ist sehr gut zu kontrollieren und bei den 9 viszlas die ich kenne ist keine jagdsau dabei. Alle können gut nach etwas Training freilaufen und 7 davon sind in einer rettungshundestaffel. Sie sind agil und fit, aber einer gehört z.b. einer sehr aktiven Rentnerin.

    Evtl. wäre hier eine etwas kleinere, leichtere viszla Hündin passend. Wie gesagt, sind nur meine überschaubaren Erfahrungen mit viszlas. Und sind alles sehr freundliche, motivierte und lustige Hunde. Dabei aber nicht so infantil wie Labradore oft sind. Viszlas werden durchaus erwachsen.

    Lg