Beiträge von Gammur

    Ich denke der Mann hat den Hund nicht unter Schock sondern sehr bewusst erschossen.
    Er kommt nachhause, seine Mutter liegt getötet am Boden, Bisswunden überall, der Hund voll Blut. Ihm ist klar, der Hund war beteiligt, er nimmt sein Gewehr und erschließt den Hund im garten, bevor der Hund noch durch mehr Hände geht, bevor er eingeschläfert wird. Diese Hände könnte er auch verletzen und der Besitzer wollte dem Hund, sich selber das ersparen.

    Würde einer meiner Hunde einen Menschen töten, würde ich diesen Hund sofort einschläfern lassen und in Ermangelung eines Waffenscheins müsste ich somit zum Tierarzt.
    Natürlich hat der Besitzer das Tier sofort erschossen, bevor Polizei, Notarzt usw. sich in Gefahr begeben hätten und bevor die rechtlichen, bürokratischen und anderen Mühlen den einschläferungsprozess wie bei Chico verzögert, verlangsamt hätten.

    Der Hund fand ein gnädigeres Ende, als die alte Dame. Für die Hinterbliebenen tut es mir wieder wahnsinnig leid. Und das dem Hund hier so rasch, so gnädig fast ein Ende gesetzt wurde, wäre Chico damals zu wünschen gewesen. Der Hund hier starb im eigenen Garten, schnell und für ihn unerwartet. Er wurde nicht vorher noch eingesperrt, musste nicht sein Zuhause verlassen, musste keine Schmerzen (könnte er auch gehabt haben) erleiden, wurde nicht durch Facebook getrieben, wurde nicht im Tierheim noch zwischengeparkt, bis der Entschluss bzw. Beschluss zur einschläferung gegeben wurde usw.

    Tragisch ist auch diese Geschichte.

    Ich denke nicht, dass dem Sohn viel droht. Er hat die Gesellschaft am Ende vor seinem Hund beschützt.

    Lg

    Meinem sehr intelligenten Hund, sind Menschen schlicht und einfach egal. Sie braucht sie nicht um ans Ziel zu kommen, im Gegenteil, Menschen stehen ihren Ideen oft im Weg und sind in der ausführung dieser Idee oft eher hinderlich.

    Ich habe ewig um eine Kommunikation mit ihr kämpfen müssen und noch heute lässt sie mich manchmal abblitzen und lässt mich einfach stehen. Nach dem Motto "Püh, in dem Tonfall spricht man nicht mit mir! Ich gehe und mache mein Ding selber!" Und dann steht man da, vorgeführt und manipuliert, von einem intelligenten Hund.
    Ich weiß, wie ich mit ihr umzugehen habe, andere wissen das nicht und finden diesen Hund unnahbar, wild, aufsässig, schwierig und schlicht und ergreifend anstrengend.

    Ich rate dir dich etwas von diesen menschlichen Eigenschaften zu entfernen. Hunde sind keine Menschen und auch keine gescheiterten Kinder. Und die wenigsten Hunde sind dumm. Mein Border Collie junghund hat hier übrigens das simpelste gemüht. Der ist einfach nur total nett, einfach, freundlich, offen, unkompliziert. Besonders Mega schlau ist er auch nicht. Ein toller Hund, der immer zur Kommunikation bereit ist und nur keine Fehler machen will.

    Lg

    Könntest du denn auch damit leben wenn manolo eben unsicher, zurückhaltend mit fremden Menschen, fremden Hunden, fremden Umgebungen bleibt? Wäre es schlimm für dich, wenn Wanderungen, Fahrradausflüge ohne Hund stattfinden müssten? Weil ihn das zu sehr stresst?
    Ich würde mir ehrlich überlegen, ob das ok für mich wäre, wenn manolo nie mit in die Stadt könnte, wenn er nie mit wandern gehen könnte usw.

    Der Kerl hätte ein gutes Zuhause verdient, wie alle tierschutzhunde. Überleg dir, welcher Hund besser zu deinen Vorstellungen passt. Du triffst die richtige Entscheidung

    Lg

    Und diensthunde beissen durchaus auch in andere Körperteile, nicht nur Arme.

    Ich kann ja mal kurz die trigger bei unserem Schäferhund aufzählen, lautes atmen, Bewegungen von armen, Beinen, Rädern und Gegenständen, schreien, das klingeln eines Weckers, Türklingel, kinderlachen, bellen von Hunden, das Wort "hallo" in einer bestimmten Tonlage, anschauen, aufs Bein klopfen, klatschen und noch vieles andere mehr, ließen ihn völlig ausklinken.
    Nicht so schlimm waren, Motorengeräusche, monotone Sprache, ruhiges atmen, flüstern, Staubsauger, Küchengeräte. Diese Dinge brachten ihn nur zum Knurren, schnappen und kurz vorwärts gehen.

    Bis du da alle trigger halbwegs neutralisiert hattest, starb der Hund nach 10 Jahren. Und ehrlich, wir haben den mit Maulkorb beerdigt, nichts gehört so zu ihm, wie dieses Ding. Denn niemand wusste, ob nicht doch noch ein verborgener trigger ihn irgendwie zum ausflippen brachte. Und unser Schäferhund hatte nur seinen Ex Besitzer gebissen und im Tierheim einen Hund getötet. Er hat übrigens seinen Ex Besitzer losgelassen, ohne das jemand eingreifen musste.

    Trotzdem im ganzen ein gefährlicher Hund. Evtl. bin ich nach diesen Kindheitserinnerungen auch besonders vorsichtig mit bissigen Hunden.

    Lg

    Murmelchen hat es besser erklärt als ich.

    Hier mussten nachbarn (Mehrzahl) und Polizisten eingreifen, um den Hund unter Kontrolle zu bekommen. Sorry, wenn ich dann davon ausgehe, dass dieser Hund ziemlich gewütet hat. Zudem war nicht eine Person verletzt, sondern zwei oder drei.
    Das ist ein etwas größeres Ausmaß, als wenn ein Hund mal ein Loch macht.

    Und hundebisse tun verdammt weh und der Hund hier, auf den ich mich beziehe, hat nicht wieder aufgehört, sondern erst, als mehrere beherzt eingreifende Personen, Eingriffen.

    Lg

    Weil ein Diensthund eben auch auf Kommando wieder loslässt und zivile Hunde in Deutschland dürfen nicht auf Kommando zubeißen, ausgenommen beim schutzhundesport, aber auch da nicht Zivil scharf gemacht. da ist ein großer Unterschied. Zivil scharfe Hunde dürfen nur Polizei, Zoll, Militär führen. Keine Privatpersonen. Auch keine privaten sicherheitsdienste. (In Deutschland).

    Ich kenne nur einfach die Situation für Hunde mit beissvorfällen im Tierheim. Das ist einfach nicht schön. Oft wird noch 1-2 mal eine Vermittlung probiert, geht meist schief, Hunde kommen zurück nach weiteren Bissen und dann sitzen die bis zum Lebensende in Sicherheitsverwahrung im Tierheim oder werden dann eingeschläfert.

    Ja, mir tut das auch leid, wenn Hunde eingeschläfert werden, weil sie ihre Besitzer oder andere Menschen ins Krankenhaus gebracht haben, nur es gibt kaum Alternativen. Was auch immer an Zucht, Sozialisierung, Genetik, Aufzucht, Erziehung, Habituation falsch gelaufen ist bei den auffällig gewordenen Hunden, hilft bei der sicheren Unterbringung dieser Hunde kaum. Es gibt Plätze für solche Hunde, nur die sind voll, voller als voll.

    Ein Hund, der weil er geärgert wird, sofort gefährlich zubeißt, darf nicht in einer Familie mit Kindern landen. Warnen, Knurren, schnappen, weggehen. Ja, aber sofort die Zähne verletzend einsetzen? Ähm, na ja. Und es ist schlicht weg utopisch Kinder und Hunde immer im Blick zu haben, wenn diese in einem Haushalt leben

    Lg

    Nein, natürlich nicht. Ein Hund der auf Kommando zubeißt, weil er trainiert wird, das gelernt hat, einen Job hat, einen Menschen hat der ihn führen kann, ist doch etwas völlig anderes, als ein privathund, der seine Betreuer/Besitzer plötzlich ins Krankenhaus befördert und von Polizei und Nachbarn mühsam unter Kontrolle gebracht werden muss.

    Und ich weiß von mindestens zwei Polizeihunden letztes Jahr, dass diese, als zu alt für den Polizeidienst, eingeschläfert wurden, weil ihre Hundeführer sie nicht übernehmen konnten und für den Privathaushalt waren sie zu gefährlich bzw. wollte niemand die Verantwortung für eine Vermittlung übernehmen. Waren beides DSH.

    Lg

    Die Gefährlichkeit muss hier dann auch nicht bewiesen werden. Der Hund hat Menschen so gebissen, dass sie ins Krankenhaus mussten. Damit hat der seine "Gefährlichkeit" bewiesen.
    Geschaut werden, kann jetzt nur noch was seine trigger sind, wenn er denn überhaupt noch lebt.

    Lg