Ich denke der Mann hat den Hund nicht unter Schock sondern sehr bewusst erschossen.
Er kommt nachhause, seine Mutter liegt getötet am Boden, Bisswunden überall, der Hund voll Blut. Ihm ist klar, der Hund war beteiligt, er nimmt sein Gewehr und erschließt den Hund im garten, bevor der Hund noch durch mehr Hände geht, bevor er eingeschläfert wird. Diese Hände könnte er auch verletzen und der Besitzer wollte dem Hund, sich selber das ersparen.
Würde einer meiner Hunde einen Menschen töten, würde ich diesen Hund sofort einschläfern lassen und in Ermangelung eines Waffenscheins müsste ich somit zum Tierarzt.
Natürlich hat der Besitzer das Tier sofort erschossen, bevor Polizei, Notarzt usw. sich in Gefahr begeben hätten und bevor die rechtlichen, bürokratischen und anderen Mühlen den einschläferungsprozess wie bei Chico verzögert, verlangsamt hätten.
Der Hund fand ein gnädigeres Ende, als die alte Dame. Für die Hinterbliebenen tut es mir wieder wahnsinnig leid. Und das dem Hund hier so rasch, so gnädig fast ein Ende gesetzt wurde, wäre Chico damals zu wünschen gewesen. Der Hund hier starb im eigenen Garten, schnell und für ihn unerwartet. Er wurde nicht vorher noch eingesperrt, musste nicht sein Zuhause verlassen, musste keine Schmerzen (könnte er auch gehabt haben) erleiden, wurde nicht durch Facebook getrieben, wurde nicht im Tierheim noch zwischengeparkt, bis der Entschluss bzw. Beschluss zur einschläferung gegeben wurde usw.
Tragisch ist auch diese Geschichte.
Ich denke nicht, dass dem Sohn viel droht. Er hat die Gesellschaft am Ende vor seinem Hund beschützt.
Lg