Beiträge von Gammur

    Mach eine ausschlussdiät. Koche ihm Pferdefleisch und Kartoffeln und schau wie er das verträgt. Nichts anderes erstmal. Keine Zusätze, keine leckerlies, keine kräuter, keine Karotten. Kommt er damit 3-4 Wochen ohne Beschwerden klar, Koch ihm Karotten dazu. Und dann wieder 3-4 Wochen nichts anderes. Pferdefleisch, Karotten, Kartoffeln. Kommt er damit nicht klar, tausche eine der Komponenten gegen eine andere. Dann keine Kartoffeln, sondern evtl Bulgur.

    Hast du dann in ca. 3 Monaten rausgefunden was er verträgt, kannst du dann schauen ob es ein fertigfutter gibt, mit den Komponenten die dein Hund verträgt und dann musst du das mindestens 4-8 Wochen testen. Konsequent. Ohne irgendwas nebenher zu füttern. Am Ende kann völlig unterschiedliches rauskommen, von dein Hund verträgt kein fertigfutter, bis zu es gibt 1 Sorte mit den getesteten Komponenten die dein Hund verträgt und frisst. Und dann musst du dabei bleiben. Kannst dann wenn der Hund irgendwann futtermittelmässig stabil ist in 6-8 Monaten ja mal berichten.

    Lg

    Ich komme ja aus der ähnlichen Region wie @Helfstyna glaube nachbarlandkreis oder übernächster Landkreis und ich kann ebenfalls berichten, dass ich im Verein und beim gassi regelmäßig sehr schwierige auslandshunde treffe. Bis zu der Familie, die praktisch im nirgendwo wohnt, mit allem hätte leben können, nur nicht mit jagdtrieb und sie einen windhundmix aus Spanien vermittelt bekommen haben, mit dem Wortlaut "der jagt nicht".

    Sie haben keinen umzäunten garten, der Hund jagt wie die Seuche und Frauchen hat mir letztes Mal völlig verzweifelt erklärt, dass der Hund gut versichert ist, wenn er denn dann nun irgendwann vors Auto läuft. Sie hat zwei Kinder und sobald die Türe aufgeht, schlüpft der Hund raus und geht jagen.

    Er reißt sich auch los beim gassi und geht jagen und da sie genau am Wald wohnen in einem Mini Dorf, mit einer Straße die vorbei führt, ist der Hund ständig am wildern.

    Klar, dass der Hund im spanischen Tierheim nicht gejagt hat, aber die Familie hat sogar angegeben, keinen starken jagdtrieb und dann bekommen die einen windhundmix vermittelt. Einzäunen geht da nicht. Die Frau hat völlig aufgegeben und wartet nur noch darauf, dass der Hund vors Auto oder dem Jäger vor die Flinte läuft.

    Die orga nimmt den Hund auch nicht zurück und das Tierheim nimmt ihn auch nicht. Hat sie alles probiert. Mir tun alle Beteiligten so leid. Aber der Hund ist tatsächlich eine absolute jagdsau. Sowas habe ich vorher kaum jemals gesehen.

    Oder der Hund aus Griechenland, der an ersthundehalter vermittelt wurde, zu absoluten hundeanfängern, der ständig nach den Leuten schnappt und Angst vor dem eigenen Schatten hat. Besitzer keine Ahnung von Hunden, können den Hund nicht lesen, den Tierarzt hat der Hund nun schon übel gebissen, Maulkorb lässt sich der Hund nicht anlegen. Völlig verfahrene Situation.

    Ich erwähne jetzt nicht den Hund, der nach 3 Monaten Deutschland, das Auto kriechend verlässt und als "ist ein bisschen ängstlich" nach München/Schwabing vermittelt wurde.

    Oder der kangal mix der an eine fußkranke Frau im EG eines Mehrfamilienhauses vermittelt wurde. Mein Fundus an diesen Geschichten ist leider wirklich groß.

    Ich mache den Tierschutz nicht schlecht, aber ich wäre schon sehr froh, wenn nur noch über pflegestellen in Deutschland vermittelt werden würde und diese pflegestellen richtig Ahnung haben müssten. Dann könnte viel Elend vermieden werden und diese Bestellungen nach Bild aus dem internetkatalog würden aufhören. Die gehen nämlich tatsächlich öfter schief.

    Lg

    Ich habe einen Hund direkt von einem rumänischen Tierheim. Man konnte mir sagen, dass sie Menschen mag, vor allem Männer, dass sie vor großen Hunden evtl. Angst hat, aber sonst sehr mutig, aufgeschlossen und lustig wäre.

    Genauso war und ist sie auch. Nur vor großen Hunden hat sie null Komma null Angst. Warum sie dann zu meiner Vermieterin gezogen ist, hat den Grund das sie absolut nicht mit dem Auto mitfahren kann. So gar nicht. Und ich fahre mit den Hunden jeden Tag mit dem Auto. Somit musste eine andere Lösung her und jetzt lebt sie hier super glücklich auf dem Grundstück mit meinen Hunden zusammen, liegt im Bett und auf der Couch und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Sie geht kein gassi mehr, muss nicht hören, darf machen was sie will und braucht nicht mehr mit dem Auto mitfahren. Gott sei dank stellt meine Vermieterin keine Ansprüche an ihre Hunde, darum hat das so gut geklappt.

    Danach war ich allerdings kuriert und habe keinen auslandshund mehr gekauft. Meine Ansprüche an den Hund sind einfach zu hoch. Andere hätten gesagt, na ja, dann kann der Hund halt nicht mit dem Auto mitfahren, lasse ich den Hund halt daheim. Das hätte nur bei meinem Leben bedeutet, vormittags Hund 6 Stunden alleine, dann bin ich 1-2 Stunden daheim und dann bin ich wieder 6 Stunden mit den anderen Hunden unterwegs. Dann wäre sie 12 Stunden jeden Tag alleine gewesen, hätte ich für sie nicht schön gefunden.

    So ist es jetzt sehr schön für sie. Und nur das zählt.

    Lg

    Meine letzte Info war, das hunde vor dem Flug keine Beruhigungsmittel bekommen dürfen und nur ohne befördert werden.

    Und die meisten Transporte via Straße, sind nicht klimatisiert und die Hunde dürfen auch nicht aussteigen bzw. gassi geführt werden, bis sie am Ziel ihrer Reise sind. Meist werden die Hunde von einer Box in der sie je nach Strecke teilweise über 24 Stunden saßen, in die nächste Box gesteckt und Empfehlung ist, die Hunde erst zuhause, gesichert rauszulassen.

    Wasser bekommen sie während der Fahrt, Futter soviel ich weiß nicht. Die Fahrer dieser Transporte haben von Hunden keine Ahnung, sprechen oft kaum deutsch oder englisch und werden für das fahren der Fracht bezahlt.

    Stammen die Hunde von Inseln werden sie meist eingeflogen, vom Festland meistens gefahren. Meist sind es übrigens zwei Fahrer, die sich abwechseln, damit den Ruhezeiten genüge getan wird und die Tiere nicht noch länger in den Transportboxen ausharren müssen.

    Lg

    Sage ich ja auch nicht. Der Züchter könnte ihn abholen, hat evtl Kontakte in Deutschland, denen er vertraut, die den Hund erstmal übernehmen können, oder dem Züchter auf halbe Strecke entgegen bringen usw. Nur ob das überhaupt möglich ist, dafür muss der Züchter halt grundlegend informiert werden. Sonst kann er ja gar nichts tun.

    Lg

    Vor allem, weil der Hund ja höchstens 12 Wochen eher 10 Wochen erst bei der neuen Besitzerin leben kann.

    Da er aus Frankreich kommt, konnte er als welpe erst mit frühestens 15 nach Deutschland einreisen. Jetzt ist er 6 Monate alt. Er kann erst ein paar Wochen bei ihr Leben. Schon alleine deshalb würde ich den Züchter kontaktieren, ob er weiß, das einer seiner welpenkäufer, den Hund nach nur wenigen Wochen schon wieder weiterreicht.

    Lg