Beiträge von Gammur

    Ich manage untereinander wirklich wenig. Aber ich habe hier auch Kandidaten die gerne mobben oder Schwächen sofort ausnutzen. Ein gasthund hatte hier mal einen epianfall und bis auf meinen aussierüden, wollten die anderen sofort auf die Hündin die zuckend am Boden lag, losgehen und sie kalt machen. Ich habe gerade noch rechtzeitig die Hündinnen im Nacken gegriffen und in den Flur schmeißen können. Die sind auf die alte Hündin losgegangen wie die Feuerwehr.

    Ich bin nicht ständig am managen, aber ich weiß schon, in welchen Momenten ich eingreifen muss. Alleine zuhause kann ich die ohne Stress alle lassen. Die sind sich im Grunde freundschaftlich zugetan. Nur manchmal übertreiben die beiden weiber halt auch. Deren Meinung ist Rüden und jungvolk gehört unterjocht und darf so gerade noch atmend in der Ecke sitzen. Die beiden eigenen Rüden sind so ok, angemeckert werden die allerdings auch öfter mal. Das ist auch nicht dauerhaftes managment oder irgendwie anstrengend, aber die Mädels hier haben ganz klar die Hosen an und wenn die schlechte Laune haben, dann sind die beiden Rüden nicht zu beneiden. Und ja, da greife ich dann auch ein und helfe den Buben.

    Lg

    Ins meiden schicken, kann auch Zirkel durchbrechen und evtl. den Hund in einer kritischen Situation hemmen. Und sorry, für manche Probleme kann man sich nicht ewig Zeit lassen, die in den Griff zu bekommen.

    Ich denke da gerade an einen Fall. Die Frau kann den auslandshund nicht mal ans halsbandgreifen um ihn anzuleinen, oder umzuleinen, ohne das er nach ihr schnappt, sich windet und versucht sie zu beißen und O Ton " wir sind soooo zufrieden mit ihm und lassen ihn jetzt auch ohne Leine laufen! Den Tierarzt mag er hält nicht, aber dass der gebissen wurde, gehört ja zu seinem Beruf! Maulkorb brauchen wir nicht, den mag er nicht und dann beißt er. Aber wir sind so zufrieden mit ihm!"

    Völlige hundanfänger und unser Mantra "bitte packt den Maulkorb drauf!" Wird nicht gemacht. Völlige Fehleinschätzung seitens der Besitzer.

    Lg

    Natürlich wurde früher knurren verboten. Beim Hund meines Vaters aus der Kindheit, kam dann die Peitsche zum Einsatz. Hat das Vieh geknurrt, gab es Saures. Und nein, das war keine Ausnahme. Nur der Hund lebte auf dem Land, draußen in der Scheune. Der musste nicht in die stadt, der musste keine fremden treffen, der musste nicht öffis fahren, der musste nicht im mietsblock in der Innenstadt leben. Somit gab es kaum Schwierigkeiten mit ihm.

    Und wie gesagt, im Paragraph 11 trainerschein, den seit 4-5 Jahren jeder hundetrainer haben muss um gewerblich arbeiten zu dürfen, wird all das von dir verlangte abgefragt und gelernt.

    Da sind Abhandlungen von ganzloser, feddersen Petterson, Animal learn, Bloch usw. drin. Pläne zur Sozialisierung, Entwicklungsphasen, Lerntheorien, Aufbau, usw. Usw.

    Lg

    Ich habe letztes Jahr den trainerschein nach Paragraph 11 gemacht und da sind alle von dir geforderten Themen ausführlich mit drin. Theoretisches Wissen bringt kaum etwas, wenn die Praxis nicht gekonnt wird.

    Ich denke, dass Problem ist so vielschichtig, evtl. ist es auch schlicht und ergreifend so, dass in immer mehr lebensumfelder keine (Raub)Tiere mehr passen. Und weil man dann diese Tiere in nicht passende Umgebungen zwängt und zwingt, passieren eben Katastrophen.

    Aber man will ja unbedingt einen Hund, so ein Schäferhund, wie ihn früher Onkel Otto auf dem Bauernhof zum bewachen hatte, soll es sein. Schließlich ist es in der Großstadt ja gefährlich und der Hund schützt dann davor, dass mein Geldbeutel geklaut wird. Das passt bestimmt ganz super. Und hundeerfahrung durch Onkel Ottos Schäferhund habe ich schließlich auch. Aber mit geradem Rücken. Und der passt sich schon an und ich bin ja gut im erziehen und vom Züchter muss nicht sein. Wenn der Hund das von kleinauf kennt, dann fühlt der sich mitten in der Großstadt im Mehrfamilienhaus in der dritten Etage schon wohl. Der passt sich ja an und ich sozialisiere den richtig und dass das bei anderen schiefgeht liegt nur daran, dass die es nicht drauf haben. Aber ich, ich kann das. |)

    Die Natur vom Hund wird oft verkannt. Nein, der süße schnuckieputz Husky sieht unser Baby nicht als Beute an, der kümmert sich nur ganz lieb. Nie würde schnuckieputz irgendjemandem was tun. Man lasse Husky hierbei halb in den Kinderwagen klettern mit starrem Gesichtsausdruck und fixierendem Blick und dabei säuselt Frauchen "ja, du kümmerst dich gut!" Und mir bricht der Angstschweiß aus.

    usw.

    Gründe nur aufs falsche Training zu schieben ist viel zu kurz gedacht. Dann wären früher praktisch alle Hunde gefährlich gewesen, weil da war man nicht zimperlich.

    Lg

    Frage ist ja schlicht auch, die vermittlungschance eines "Beissers" ist ziemlich gering, weil einfach die meisten privaten Umstände bei diesen Hunden nicht passen. (nicht in die Stadt, nicht an Familien mit Kindern, nicht dahin wo viel Besuch kommt, hundeerfahren, am besten singlehaushalt, teilweise dann noch rasseerfahren und problemhunderfahren). Alle die hundesport machen fallen raus, weil entweder vermitteln die Tierheime eh nicht an sie und/oder ein gebrauchter/versauter Hund erschwert nur die Arbeit und "lohnt" den Ärger, die Mühe nicht. Bleiben nur ein paar wenige Idealisten, die geeignet sind, das passende Umfeld haben und immer wieder gefährliche Hunde aufnehmen wollen. Und das sind sehr, sehr, sehr wenige.

    Lg

    Optik spielt eine sehr untergeordnete Rolle bei mir und mit jedem Hund, wird die Rolle noch unwichtiger. Der Typ Hund muss mir liegen und ich weiß welche hundetypen mir liegen. (Gebrauchs und Hütehunde). Da ist mir aussehen egal. Was mir nicht egal ist, ist der pflegeaufwand. Bei mir muss der Hund ohne große Pflege gut auskommen. Somit ist alles mit trimmfell und alles mit Fell zum scheren grundsätzlich raus. Wetterhart ist mir wichtig und ansonsten für Sport und/oder Arbeit geeignet. Ein funktionaler Körperbau, nichts übertypisiertes vom Aussehen her, bitte. So Dinge wie Farbe, ohrenstellung, Zeichnung ist mir völlig egal.

    Lg

    Ich oute mich mal, hier wird nichts, wirklich nichts von den Hunden untereinander geregelt (Ausnahme - Welpenübermut und -erziehung). Ich regele lieber einmal zuviel, als einmal zu wenig. Meistens sind es Kleinigkeiten, aber jeder neu dazukommende Hund macht mindestens einmal den Molli und dann gibt es ein Machtwort, von mir, an alle Beteiligten, unabhängig davon, wer angefangen hat. Hier leben vier Hündinnen, drei davon unkastriert und ich möchte es auf den Fall der Fälle nie ankommen lassen. Und hier gab es bisher auch noch keine "ernsthaften" Auseinandersetzungen (dreimalaufhellesHolzklopf) und ich hoffe sehr, dass das so bleibt!

    und genau darum ist hier keine weitere Hündin zu den vorhandenen bei mir eingezogen. Das war mir zu heikel. Hier leben tagsüber drei Hündinnen zusammen, aber da wollte ich keine weitere fest mit reinsetzen. Darum zog der border Rüde, Model weichei ein. Damit das zwischen den Hunden harmonisch bleibt. Rechnung ist voll aufgegangen.

    Kann absolut verstehen, dass man bei vier Hündinnen lieber den Daumen fest drauf hat. Ist denke ich auch ein muss.

    Lg