Beiträge von Gammur

    Ich weiß, dass die allermeisten Polizisten nichts und niemanden (in Deutschland) einfach so gerne erschießen.

    Hier wurde 2,5 Stunden eine Autobahn gesperrt, auf der Tausende Menschen fahren und diese alle in Gefahr geraten hätten können und das wegen EINES Hundes. Es wurde sogar mit Betäubungsgewehr versucht, den Hund zu fangen, es wurde sich mehr als bemüht, den Hund zu sichern, am Ende hat es nicht geklappt und die Entscheidung wurde getroffen den Hund abzuschießen, damit nichts schlimmeres passiert. Ein Hund auf einer Autobahn ist eine riesige Gefahrenquelle. Ja, das tut mir sehr leid für den Hund, aber realistisch gab es doch keine andere Lösung.

    Welches Leben mehr wert ist, spielt für mich hier keine Rolle.

    Der Abschuss des Hundes war am Ende einfach die einzige Möglichkeit um nicht mehr leben zu gefährden.

    Ganz ehrlich, die deutsche Polizei ist ganz sicher nicht schießwütig und versucht vor dem Abschuss duzende andere Möglichkeiten. Manchmal geht es halt nicht anders.

    Lg

    Die Frage ist halt, wie wichtig wäre gute, schnell aufzubauende hütearbeit beim zukünftigen Hund? Bzw. müsste der Hund auf weiten Flächen hüten?

    Es gibt einige AL Aussies die kannst du hütemässig in der enge, in pferchen, Gattern, auf nicht zu großen Arealen nach einiger Arbeit, gut einsetzen. Wofür Aussies eher nicht gemacht sind, riesige outruns, ewig freie Flächen, abstand zum Vieh ist für sie nicht immer ganz einfach. Sie hüten halt, indem sie in den fluchtradius des zu hütenden Viehs eindringen und das eben durch eigene Bewegung dann bewegen.

    in der enge, sind Aussies wirklich gut, machen ordentlich Druck, setzen sich durch, aber in der Weite haben sie, bis auf wenige Ausnahmen wirklich Schwierigkeiten.

    June musste ewig lernen, dass es Vieh gibt, dass es nicht abkann, wenn ein Hund keine 5-10 Meter abstand hält, sondern ihnen praktisch am arsch klebt.

    Ree dagegen musste eher lernen, dass wenn sie im hohen Gras 30 Meter weg liegt und anhütet, sich nichts bewegt, weil sie zu wenig Druck macht und das Vieh sie nicht sehen kann. Auf riesigen bzw. großen Flächen, würde ich immer eher BC,Kelpie, Koolie nehmen. Dafür sind Aussies nicht wirklich gezüchtet worden.

    Lg

    Ich habe mit june ja den perfekten Ranchhund aussie den man sich vorstellen kann. Sie ist leichtfuttrig, fremden Menschen und Hunden ignorant bis ablehnend gegenüber, sie hat starken wach und schutztrieb und ist absolut selbstsicher. Sie hibbelt null Komma null, verliert nie die Kontrolle über Situationen und ist sehr leichtführig. Sie ist ein ernster Hund, der Spaß nur mit mir kennt, sie verlangt angemessenes Verhalten und erzieht Welpen und junghunde unnachgiebig.

    Am Vieh ist sie gut einsetzbar und auch die BH z.b. Ist für june gar kein Problem. Sie ist relativ weich für einen aussie, mobbt gerne schwächere Menschen und Hunde, ist nicht zu unterschätzen und möchte es mir gerne recht machen. Sie ist die Chefin hier unter den Hunden und ist diejenige die schon öfter mal Bisswunden davon getragen hat, zurückziehen kommt in ihrer Welt nicht vor.

    Insgesamt ein grenzgenialer Hund, der mein augenstern ist. Und sie wird dieses Jahr 8 Jahre alt und ich kann kaum glauben, dass sie schon 8 Jahre bei mir ist. Die Zeit mit ihr ist im Flug vergangen. Na ja, beide meiner Aussies sind grundsätzlich sehr robust, wenig krank und insgesamt sehr kostengünstig in der Haltung. Tierarzt sehen sie höchst selten. Gott sei dank.

    Lg

    Jemandem der shelties toll findet, ist auf jeden Fall besser mit einem Border Collie beraten. Die sind sich näher, eben beides Briten. Ich verstehe total warum man vorm BC gehörig Respekt hat, hatte ich auch, mein Nevis zeigt ganz wenig stereotypische Verhaltensweisen und lässt sich sehr gut abbrechen, er ist im ganzen soviel einfacher als meine Aussies. Vor allem soviel einfacher auszubilden, zu erziehen, unproblematisch mit anderen Hunden, unproblematisch mit anderen Menschen, sehr sensibel und extrem kritikfähig. Zudem geht er einfach nicht so auf Konfrontationskurs. Er nimmt jede Idee von mir an und versucht immer alles perfekt umzusetzen. Einfach ein weicherer hundetyp als die Aussies.

    Ich mag beide rassen wahnsinnig gerne. Beim Aussie ziehen bei mir aber nur noch AL Hündinnen ein, aber eine solche soll es bei mir immer geben. Geniale allround ranchhunde. Vor allem in Konfliktsituationen.

    Lg

    Ich hab beides bzw. den Vergleich.

    Im großen und Ganzen sind border Collies einfach netter und leichter zu trainieren. Aussies, vor allem aussierüden können ziemliche stinkstiefel sein, die nicht gerade für einknicken oder Pazifismus bekannt sind. Dafür kenne ich keinen Aussie auch keinen AL aussie der stereotypische Verhaltensweisen zeigt. Da neigen sie nicht zu. Vom energielevel sind bei border und aussie jetzt keine großen Unterschiede, aber der border legt halt doch sehr viel mehr wert auf die Meinung seines Menschen, ein aussie hat da seine ganz eigene Meinung und Idee und lässt sich da nicht so gerne reinreden.

    Beide rassen haben ihre vor und Nachteile. Aussies sind oft weniger verträglich, wachen und schützen mehr, haben ihre eigenen Vorstellungen und Ideen und setzen die gerne ungefragt nach vorne um und ein. Dafür neigen sie nicht, zu stereotypischen Verhaltensweisen und sind nicht so sensibel bzw. übersensibel für umweltreize und Geräusche. Zudem sind aussies sehr an einen Menschen gebunden und setzen gelerntes bzw. trainiertes oft nur mit diesem einen Menschen ein und um.

    Border Collies sind im Grunde die einfachereren arbeitshunde. Sie sind viel sensibler, weniger aussenfokussiert, weniger auf Konfrontationen aus. Bei ihnen steht die Arbeit im Vordergrund, nicht der Mensch der sie dabei führt. Sie neigen mehr zu stereotypischen zwangshandlungen, dafür sind sie verträglicher und nachsichtiger mit fremden Hunden und Menschen.

    Aussies sind irgendwie die viel härteren, dickfelligeren Hunde. A La "unerwünschte Kritik gleitet ab, wie von selbst!" Was dem aussie kaum ein Ohren zurück legen abgewinnt, führt beim BC zu sämtlichen Calming Signals und der Hoffnung, dass gleich alles wieder gut wird. Der aussie hingegen hat kaum gemerkt, dass es Ärger gibt/gab.

    Ich mag beide hundetypen wahnsinnig gerne. Beide haben vor und Nachteile. Die Kritikfähigkeit und Sensibilität des BCs empfinde ich als riesigen Vorteil, die Erziehung und zusammenleben echt sehr angenehm macht. Beim aussie empfinde ich die wach und schutzfunktion, das für seinen Menschen/seine Familie durchs Feuer gehen und auch ihre Kompromisslosigkeit als großes Plus. Sie geben ihr letztes Hemd für ihren Menschen/ihre Familie.

    Frage ist immer was man möchte und braucht. Hütemässig sind die meisten BCs unschlagbar, wenn man vor allem einen absoluten tophüter braucht, dann kommen nur BCs, Koolies und Kelpies in frage. Sucht man eher den allround ranchhund, dann ist der Aussie perfekt. Wacht, schützt, hütet, robust, nicht stereotyp,.

    Lg

    Ich habe nur so ganz grobe Kriterien und die sprechen dann für oder gegen eine Hunderasse, und nicht für oder gegen einen Welpen der ausgesuchten Rasse.

    Ehrlicherweise ist mir beim aussehen nur eines wichtig, wenig pflegeaufwand. Nichts was viel gebürstet, gewaschen, getrimmt werden muss, wetterhartes Fell und kein pflegeaufwand. Ansonsten ist mir das Aussehen komplett egal. robust, vom Wesen und Charakter zu mir und den erdachten Sport/Job Aufgaben passend und vom Wesen/Charakter in die hundegruppe passend. Ich will nicht dauerhaft trennen müssen, habe ich keinen Bock drauf.

    Wenn Hudson nicht mehr ist, steht nur fest, dass es wieder ein rüde werden soll. Rassen in der Auswahl sind ziemlich unterschiedlich, aber passen je nachdem wie dann die Umstände sind.

    Border collie, sheltie, Mali, kelpie, DSH und Aussie stehen so auf der Liste.

    Wir werden sehen, wenn es sowei ist, was dann von der erdachten Aufgabe und vom Umfeld am besten passt. Aussehen komplett unterschiedlich, ist mir aber eh Jacke wie Hose. Mein "bester" Hund, ist auch der hässlichste von meinen Hunden, rein äußerlich betrachtet. Vom Wesen/Charakter ist sie meine allerbeste.

    Lg

    Hmm, ich kann den Gedanken rein sachlich ein Stück weit verstehen. Ich arrangiere mich auch mit meinem alten Hudson so weit es geht. Aber ja, das mache ich seit 12 Jahren. Er passt nicht zu mir, ist zu schwierig um ihn in unwissende Hände zu geben und so hat unsere Beziehung und unser Zusammenleben viele Jahre gelitten.

    Im Moment lebe ich mit ihm nach dem Motto "jetzt schaffen wir die letzten Jahre auch noch irgendwie!" Und um lieben geht es da nicht wirklich. Ich liebe meinen dicken, das reicht manchmal halt nicht.

    Das ältere Ehepaar scheint mir allerdings nicht passend. Überlegt euch gut, ob ihr nicht die letzten Jahre auch noch zusammen gehen könnt und wenn nicht, sucht nach dem richtig passenden Zuhause.

    Ich habe entschieden, dass der dicke hier bleibt und sich wenn er geht, Trauer mit Erleichterung mischen darf. Ich bin eine rationale Person, evtl. haben der dicke und ich noch 3-4 Jahre zusammen und die werden so gestaltet, dass sowohl hund als auch ich gut damit leben können.

    Eine Realität aufzuschreiben und zu durchdenken, abzuwägen, dazu Überlegungen einzuholen, finde ich völlig in Ordnung.

    Lg

    Einen Boss gibt es hier schon, mich! Ansonsten gilt, man benimmt sich gebührend und beansprucht nichts für sich, was gerade ein anderer hat. Ein bisschen führend ist hier meine aussiehündin, aber nie eklig dabei. Wegabschneiden, abdrängen, wegnehmen ist hier von mir aus verboten.

    Ich mag keine Kämpfe um irgendwas in der Gruppe.

    Lg

    Hier ist nichts mehr. Dorf war heute morgen um 9 Uhr schon komplett aufgeräumt und sauber. Gasthunde sind alle wieder zuhause. Meine Hunde genießen es, wieder allein zu sein. Es war wie immer, ein ruhiges Silvester mit 40 Minuten knallerei im 3 km entfernten Dorf und dann war es das wieder.

    Damit können alle Hunde super leben.

    Ich hoffe bei euch kehrt jetzt auch wieder Ruhe ein.

    Lg