Naja, der Gute war durchs Band pikiert.
Einen Vortrag bekam ich zu hören, dass es fahrlässig wäre Hunde mit Knochen zu füttern, weil Hunde Knochen und Knorpel nicht verwerten können.
Hunde die jahrelang Knochen vertragen haben, sie aufeinmal nicht mehr vertragen.
Es immer wieder zu solchen "Zwischenfällen" kommt.
Und ich somit eigentlich Schuld an Tuckers Zustand habe.
(Ob er sonst was gefressen haben könnte, wollte er gar nicht wissen...)
Auch Markknochen soll ich ihm nicht geben, da er in der Woche 12589542665887 Patienten hat, denen der Knochen am Kiefer stecken bleibt.
Dann bekam ich einen Vortag darüber zu hören, dass Tucker Angst hat.
Und weil Tom auch Angst hatte vor ihm, wurde ich gefragt, ob ich nur "solche" Hunde hätte und weshalb wohl, mit Seitenblick zu mir.
Dann bekam ich zu hören, dass Toms Angst nur das kleinste aller Probleme dieses Hundes wäre.
Wörtlich: "Frau tuundto, der Hund hat ein ganz anderes Problem!"
Mit angefügter Pause und tiefem Blick in meine Augen.
Dann wurde mir noch ausführlich erklärt, dass mein Wunsch von einem reinrassigen Appenzeller wohl die grösste Dummheit wäre, die ich mir bis jetzt ausgedacht hatte...
Das ganze Gespräch, nebst der Behandlung war so, dass ich mir wirklich wie ein unfähiges Schulkind vorkam.
Ich weiss bis jetzt nicht, ob es angebracht gewesen wäre, mich ganz herzlich bei ihm zu bedanken, dass ich ihm mein sauer verdientes Geld in den Rachen werfen darf.
Ach ja, Toms Röntgen vor einigen Wochen verlief nach einem ähnlichen Schema.
wildsurf. Ja, ein durch und durch sympatischer Mensch! 