Ich schreib dir jetzt mal was anderes 
Ich studier auch Lehramt (Gym), modularisiert... somit bleibt uns noch weniger Zeit als den Alten. Ich habe zwei Hunde... und ich schaffe es auch. Den ersten Hund, den wir uns geholt haben, war damals schon 12 Jahre alt, das kann ich nur empfehlen. Der Hund ist schon ziemlich ruhig, man kann trotzdem noch toll kuscheln, hat den Hund um sich, er ist gefestigt, verzeiht mehr. So hart es ist, aber er lebt nicht mehr ewig, man gibt ihm ein neues Zuhause, bindet sich dennoch nicht direkt für 10Jahre.
Dass du trotz Allem natürlich nicht länger als 5-6h weg sein solltest, ist klar.
Geldmäßig muss dir klar sein, dass da viel auf dich zukommen kann. Während unser Opa anfangs einiges verschlungen hat (Tierarzt), sind bei ihm jetzt nur noch Tabletten für ca. 30€ im Monat fällig. Jack (unser Junger) hingegen, ist jede zweite Woche in der Tierklinik. Er ist gerade 2 Jahre alt, hat aber immer wieder was... (öfter) mal was gefressen, was ihm nicht bekommt (Verstopfung oder Schlimmeres), Krallen abgerissen, humpelte, hat sich am Samstag gekloppt und hatte dank null Fell ein Loch in der Lefze... Jack kostet neben Futter und anderen Fixkosten richtig viel Geld. Das legen wir aber zur Seite (ist immer im gleichen Monat wieder weg) oder haben immer jemanden in der Hinterhand, der uns bei größeren Ausgaben helfen könnte.
Faktor Zeit: Tja, ich habe meinen Stundenplan nur auf meine Hunde ausgelegt. Keinen Tag, an dem ich mehr als 3 Vorlesungen am Stück habe (außer Freitag, da kommt mein Freund schon mittags aus der Arbeit), dann teilweise 3h Uni vormittags, zwei Stunden Zeit zum Heimfahren, mit den Hunden raus, ohne eine Sekunde Pause, dann wieder in die Uni. Mir macht es Spaß keine Frage, ich liebe meine Hunde auch, aber es gibt Tage, da bin ich nur noch am Ende... ich hetze eigentlich nur noch durch die Gegend, damit ich zu meinen Vorlesungen kann und die Hunde ausgelastet werden.
Aber mir würde etwas fehlen! Außer Freitags spielt es auch keine Rolle, dass mein Freund auch hier wohnt, weil ich mich ohnehin allein um die beiden kümmern kann. Die Abendrunden geht er mit, am Wochenende auch, aber da bin ich ja auch immer dabei. Manchmal ist es aber auch einfach schön zu sagen-ich mag nicht, geh du... aber wenn er nicht da wäre, dann wäre das halt so.
Ich muss sagen, dass ich meinen Studienalltag trotz Unmengen von Arbeit ganz gut auf die Reihe bekomme, auch mit den Hunden (ich arbeite zudem noch nebenzu). Ich finde es toll, die Hunde als Ablenkung zu haben und es gibt für mich nichts Schöneres, als zwischen zwei anstrengenden Seminaren und einer nervigen Heimfahrt/Rückfahrt mit den beiden rauszugehen und einfach an nichts als die beiden zu denken.
Aber es ist viel...
Wir haben aus einem Grund noch einen jungen Hund - mein Freund und auch ich wollten noch einen Hund, mit dem wir richtig Sport machen können.. wüsste ich nicht, dass er wenn ich im Referendariat bin auch mal mittags heimfahren könnte, wäre Jack nicht hier.
Es ist viel Organisationsaufwand, aber er ist es auch wert... meine Kommilitonen schauen mich teilweise sehr seltsam an, wenn ich nicht mit in die Mensa komme, obwohl ich zuvor gejammert habe, dass ich so einen Hunger habe, weil ich mit den Hunden raus muss... manchmal denk ich mir dann auch "Mensch, ich hab echt Hunger", aber es bringt nichts, dann gibts eben nur ne Breze auf die Hand.
Überleg es dir einfach gut, auch das Alter des Hundes. Ein Senior ist ein unglaubliches Geschenk, schau mal in die Rubrik Senior, das könnte ich mir bei dir gut vorstellen.
Lg, Anna