Beiträge von Lakasha

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    Nein, ich denke nicht das es ein Ende zu den Problemhunden bringt, nur weil sich die Leute nur noch "passende" aussuchen


    Auch die Aussage von bungee, daß es nicht an der Rasse liegt, dem kann man nur zustimmen.

    Selbst wenn sich jemand die passende Rasse aussucht, kann er mit dem eigenen Charakter des Hundes überfordert sein. Manchmal passen 1 und 1 einfach nicht zusammen und dann entstehen Probleme. Kann aber auch sein, daß man mit einer gewissen Veranlagung doch überfordert ist, weil getroffene Aussagen von Dritten immer anders bewertet werden. Nicht jeder erzählt aus freien Stücken welche Probleme auf einen zukommen und wie massiv diese Probleme sein, wenn der Hund hütet, jagt, wacht oder schützt.

    Mich stört eher das mit den Hunden oft zu wenig gearbeitet wird. Das Engagement bei Fehlverhalten ist mir oft zu gering, zumindest in den Fällen die ich kenne. Die Problemhunde gehen dann schnell zurück an den Züchter, oder werden privat vermittelt, weil man sich nicht die Mühe machen will.

    Grundsätzlich würde ich auch sagen, daß es nicht am Hund liegt, sondern am Menschen. Viele scheinen sich damit zufrieden zu geben, daß sie wissen welcher Rasse ihr Hund angehört, das aber ihr Hund gerade provoziert, oder gerade einer Fährte nachgeht.... sehen sie nicht, weil kein Interesse, kein Auge, keine Beobachtung.

    Die Gefahr könnte sein, daß er von der einmaligen barf-Mahlzeit mit Durchfall und ggf. erbrechen reagiert.

    Anstatt Fertigbarf würde ich einfach Hackfleisch verfüttern, Huhn, oder Pute. Bei Knochen wäre ich wieder etwas vorsichtig bzgl. Überfütterung von Kalzium und damit verbunden evtl. Knochenkot.

    Mit blinden Hunden kenne ich mich gar nicht aus. Rein vom Gefühl her, würde ich aber auch sagen, daß solch ein Hund mehr Ruhe, Zeit und Geduld erfordert. Inwieweit man diesen Hund in einen bewegten Alltag integrieren kann... da müßtest du hier im Forum nachfragen. Da bin ich raus

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    Es war aber ein Klick und schon hatte ich Herzen in dem Augen.


    Das ist gemein, aber ich kenne das Gefühl :sad2: Mir ging es bei einem Rüden so, leider ist er noch im TH in Spanien verstorben :(

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    Diese eigenwillige Art strahlt Charakter aus


    Sehe ich ganz genauso :rollsmile: aber wie bei vielen asiatischen Hunderassen muß man dafür einfach der Typ Mensch sein, oder man wird mit seiner Wahl nur bedingt glücklich und empfindet es als Last. Leider unterschätzen viele diese Eigenheit und sind dann total überfordert mit dem Hund.

    Hast du denn schon eine gewisse Vorstellung von deinem zukünftigen Hund?? Muß er etwas unbedingt mitbringen, aufs Geschlecht bezogen, oder muß es einfach nur funken und der Rest ist nicht so wichtig??

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    Hmm dann werde ich wohl eher von Shar Pei die sich weiter entfernt befinden die Finger von lassen, auch wenn ich es schade finde


    Muß man nicht unbedingt. Wenn dir der Hund gefällt und dir die Beschreibung zusagt, kann man dort ja anrufen und sich genauer erkundigen. Dann mal 1-2 Tage Zeit einplanen, hinfahren, mit dem Tierchen Zeit verbringen und dann auf Probe mitnehmen. Alles weitere läßt sich mit Sicherheit vor Ort klären.

    Ich habe das eher geschrieben, weil einige von nem Shar Pei begeistert sind, aber mit dem Charakter nicht klar kommen. Der Pei meiner Freundin ist z.B. ein totaler Langweiler, der liegt 22 Stunden nur rum und pennt und auch draußen ist bei ihm nix zu holen. Ganz bewußt wurde ich mir solch eine Schnarchnase nicht aus dem TH holen. Ich brauche einen Hund, der auch mal Gas gibt und nicht nur auf´s Sofa schielt.

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    Ich denke ich habe tatsächlich genau die richtige Rasse für mich gefunden


    Egal was die anderen sagen: ein Shar Pei ist ein traumhafter Hund, wenn man eben gewissen Eigenarten am Hund zu schätzen weiß ;)

    Basenjis sind übrigens auch klasse, aber mir persönlich fast zu flippig :pfeif:

    Baha durfte ca. 3 Monaten nach Übernahme (Pflege) ohne Leine laufen. Trainiert haben wir das
    a) mit Schleppleine
    b) im Freilauf auf dem Firmengelände, da es komplett eingezäunt ist
    c) früh morgens im Park, da keine Ablenkung vorhanden

    Zunächst nur in einem bestimmten Park und dann sind wir nach vielen erfolgreichen Situationen immer mutiger geworden. Mittlerweile läuft Baha viel ohne Leine :gut:

    Baha ist zwar nicht völlig Erziehungsfrei zu mir gekommen, aber die Lücken sind doch enorm, vor allem was den Rückruf und ein zuverläßiges Stop angeht.

    Schön, ein Shar Pei Interessent :D

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    Also würde ich gerne von euch erfahren, wie ihr diese Rasse erlebt


    Sehr unterschiedlich. Ich kenne Shar Peis die scheinen bereits zum Frühstück Valium zu bekommen. Die interessieren sich für nichts, laufen gemütlich hinter dem Besitzer her und spielen nur im äußersten Notfall.
    Die pennen auch den ganzen Tag und sind einfach langweilig.

    Es gibt aber auch Shar Peis die haben richtig Pfeffer im Hintern und geben Gas ohne Ende. Die toben, spielen, machen Unsinn und sind dabei kaum klein zu kriegen.

    Die Palette was man bekommen kann, ist riesig. Da muß man sich den jeweiligen Hund ansehen.

    Leichtführige, einfache und nicht dickköpfige Shar Peis kenne ich persönlich nicht und ich habe auch noch von keinem gelesen.

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    Was ist eure Erfahrung


    Einmal Pei, immer Pei.

    Ich mag den Charakter, die Ruhe und Gelassenheit, aber auch die Portion Pfeffer im Hintern.
    Ich mag auch die gewisse Schwierigkeit, die Sturrheit und Eigenständigkeit.
    Wenn man Hunde mag die gerne mal ihr eigenes Ding durchziehen (in einem gewissen Rahmen selbstverständlich), die nicht aufs Wort hören müssen (bis auf wenige Ausnahmen) und wenn man gerne lacht, dann ist ein Shar Pei der perfekte Hund.

    Einige Shar Peis haben einen ordentlichen Sinn für ihr Territorium. Darauf sollte man ein Auge haben.
    Andere Shar Peis verfügen über enormen Jagdtrieb, was den Freilauf massiv beeinträchtigen kann und viel Training erfordert.
    Einige sind mit einer guten Portion Schutztrieb ausgestattet, der sich aber in Grenzen hält.
    Manche stecken voller Tatendrang und andere liegen lieber auf dem Sofa. Es ist sehr schwierig beim Shar Pei ein einigermaßen einheitliches Bild zu bekommen. Da in der Zucht mehr Wert auf Optik gelegt wird, als auf div. Eigenschaften, ist es wirklich schwer zu sagen was genau eigentlich einen Shar Pei zum Shar Pei macht.
    Jeder wird dir etwas anderes erzählen. Die einen finden den Shar Pei super leicht und einfach. Die anderen sehen durchaus verschiedene Potentiale die man im Auge behalten und ggf. dagegen angehen sollte.

    Meine Hündin z.B. ist Fremden gegenüber erstmal reserviert und läßt sich auch nur selten beeinflussen. Sie paßt unheimlich gut auf Frauchen und restl. Hunde auf, wenn also einer in Schwierigkeiten gerät, dann springt sie sofort und umgehend ein.
    Sie ist ne kleine Raufnase und würde sich jeder Herausforderung stellen. Also ist Kontakt mit fremden Hunden immer mit erhöhter Aufmerksamkeit verbunden.
    Zu Hause ist sie ein absoluter Schatz, sie ist sehr anhänglich und muß immer auf einem Körperteil rumliegen.
    Sie ist sowohl unheimlich stur, als auch sehr sensibel. Damit mußte ich auch erstmal umgehen lernen

    Für mich ist meine Hündin der perfekte Hund :ops:

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    Was könnt ihr mir raten


    Wenn ein Pei aus dem TS, dann lerne ihn kenne und entscheide. Es gibt gerade unter den Peis soviele Charaktere, das man sie nicht über einen Kamm scheren kann. Du wirst mit Sicherheit ruhige, als auch aktive Exemplare finden. Je nachdem was dir zusagt.

    Unterschätze niemals einen Shar Pei.

    Gib auf jeden Fall eine klare Linie vor, Shar Peis sind Hunde die Führung brauchen. Laß auch die Grunderziehung nicht schleifen und setze wichtige Signale durch.
    Achte darauf, wie sich der Shar Pei gegenüber div. Personen und Tieren verhält und handle entsprechend.
    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, daß diese Hunde blitzschnell reagieren und ihre Signale meist sehr schwach ausgeprägt sind bzw. die Zeitspanne zwischen Drohung und Angriff enorm kurz sein kann.
    Auch gibt es immer wieder Probleme mit Artgenossen, Shar Peis werden gerne mal angegriffen, was allerdings nicht am gestörten Gegenüber allein liegt, sondern an Körpersprache und Optik bzw. Mimik der Shar Peis liegen kann. Viele Hunde können einen Shar Pei nicht richtig einordnen und lesen, durch das z.T. extrem imponierende Gehabe eines Peis, kann es dann mal schnell zu Mißverständnissen kommen.

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    Was schätzt ihr an dieser Rasse


    Alles :D Ich mag die ruhige und besonnen Art, ich mag aber auch das Temperament das dahinter steckt.
    Ich mag das Selbstständige, das Arrogante. Auch das sog. hinterfragen und wie die Peis oft abschätzen "soll ich, oder soll ich nicht"
    Zu Hause sind die Peis meist sehr ruhig und angenehm. Sie pennen recht gern und aalen sich in der Sonne.
    Sie sind ihrer Bezugsperson unheimlich anhänglich und fast schon ergeben.
    Auch ihre Reserviertheit gegenüber Fremden finde ich sehr angenehm und das sie sich nicht so leicht gewissen lassen.

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    Negative Seiten


    oft mit Tauben Ohren gesegnet und wer mit Eigenbrödlern nicht umgehen kann, sollte es sich nochmal genau überlegen. Shar Peis können sehr distanziert sein und ziehen gerne ihr eigenes Ding durch, auch damit sollte man umgehen können.
    Gegenüber Artgenossen treten sie oft sehr "dominant" auf. Geschlechtsgenossen werden auch mal gerne herausgefordert.
    Leider ist die Rasse auch sehr krank und viele Hunde gehen an Amyloidose und Shar Pei Fever elendig zugrunde.
    Auf dieser Seite kann man sich gut über div. Erbkrankheiten informieren:
    http://www.shar-pei-ibiza.de/fsf/index.php?…id=19&Itemid=28
    Leider gibt es auch immer wieder div. Allergien, sowie Hautprobleme.

    Bevor du mit dem barfen anfängst, solltest du unbedingt erstmal dich ein wenig einlesen. Dazu gibt es ein paar hilfreiche Bücher für den Anfang:

    Und dann gibt es noch div. Links:

    http://www.barf-fuer-hunde.de/
    http://www.hundebarfen.de/regeln.php
    http://www.gesundehunde.com/sites/ernaehrung.php

    Es gibt natürlich noch unzählige Links und Bücher, ich habe einfach mal die ersten genommen, die mir in die Finger kamen.

    Nett erzählt =)

    Ich glaube im Laufe der Zeit kommt eine gewisse Routine, man kennt seinen Hund und achtet nicht mehr auf jede Kleinigkeit bzw. macht man kein großes Drama mehr darum. Es wird registriert und gut ist

    Einen Hund muß man auch nicht täglich bis zum Maximum bespaßen. Mal ein, zwei Tage einfach nur spazieren gehen und spielen, davon stirbt kein Hund. Manche machen in meinen Augen um das Thema Beschäftigung zu viel wirbel. Der Hund muß auch mal mit weniger auskommen und dennoch erträglich sein.

    Ich kann dir aber sagen, wenn die Hunde erstmal alt werden, sind die Sorgen auch nicht geringer.

    Da fällt dir nach und nach auf, daß dein Hund immer langsamer wird, daß seine Schlafphasen tiefer sind, das er gegenüber jungen Artgenossen ungehaltener wird, daß er sich rein körperlich einfach zu einem alten Hund entwickelt. Das ist auch nicht leicht und wenn du den Hund sein ganzes Leben lang kennst, dann tut es dir in der Seele und im Herzen wirklich weh. Man achtet zudem vermehrt auf die Gesundheit und nimmt viel mehr Rücksicht, macht mehr Pausen, damit der Senior nicht völlig aus der Puste kommt.

    Wie du siehst gehen die Sorgen um den Hund nie aus ;)

    Mach dir nicht so viele Gedanken. Beobachte deinen Hund und versuche dir ein gesundes Kopf-Bauch-Gefühl anzugewöhnen, dann kannst du ernste Situationen schneller erkennen, besser handeln und löst solche Situationen viel souveräner.

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    Sollte dabei nicht jeder selbst für sich (und den Hund) entscheiden, was man isst/verfüttert, solange man sich dabei wohl fühlt und keinen Schaden nimmt


    Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß ;) Nein, Spaß beiseite. DU bist als Hundehalter ganz allein für deinen Hund veranwortlich. Wenn du mit deinem Futter gute Erfahrungen hast, der Hund es verträgt.... ist doch deine Entscheidung was der Hund frißt.

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    Aber wenn ich sehe, dass auch vor 30 Jahren die Hunde 15 Jahre und älter wurden - mit deutlich schlechterem Futter, so sehe ich mich nicht dazu genötigt, hier irgendwelche Leute missionieren zu müssen bzw. meine Meinung aufzudrängen.


    Die Hunde vor 30 Jahren waren aber noch eher Resteverwerter und wurden nicht im großen Stil mit Fertigfutter gefüttert. Fakt ist und bleibt: Hundefutter aus dem Supermarkt mag nicht schlecht sein, aber wer Wert auf "möglichst artgerecht" also mehr Fleisch, als Getreide, wer Wert auf Inhaltsstoffe, Zusätze & Co. legt, der nennt eben auch Alternativen. Und im Ernst: es ist nie schlecht, wenn andere ihre Meinung zu Futter X abgeben.
    Ob man das weiterhin füttert, oder ob man sich um Alternativen umsieht... bleibt ja jedem selbst überlassen.

    Eine Meinung läßt man sich nur aufdrängen, wenn man dazu auch bereit ist. Da gehören immer zwei dazu ;)

    Ich habe geteilte Erfahrungen gemacht. Für die einen waren die Hunde ein Graus, die andere Fraktion war ganz hier und weg. Mit den einen konnte man Kompromisse schließen, die anderen hätten die Hunde liebend gern ins TH gefahren.
    Vom totalen Spinner der mir vorm Einsteigen ins Auto ne Fusselrolle hin hielt, bis hin zum anderen Spinner, der gleich beim 2. Treffen nen eigenen Kombi kaufen wollte :???: war wirklich (fast) alles dabei.

    Ich muß aber auch gestehen, daß ich die Hunde (wenn sie nicht gerade dabei sind) auch nicht erwähne. Ich mag Fremden nicht unbedingt meinen Lebenslauf inkl. Vorlieben und Leidenschaften unter die Nase halten. So mancher Mann erzählt ja auch nicht gleich, daß er eigentlich verheiratet ist und Kinder hat :muede:

    Mein bessere Hälfte zu Hause hat selbst nen Hund, eine gute Einstellung zu Hunden und kommt mit meinen drei Monstern gut zurecht. Da er eher der sportliche Typ ist, kann er gerne mit Baha joggen und Radfahren, während ich gemütlich mit meinen älteren Herrschaften ne Runde drehe. Mal sehen wie es weiter geht....