Beiträge von WELSH-AUSSIE

    Etwas OT :

    Zitat

    Wie ich immer so gern betone: Sie ist eben KEIN Schäferhund! Sie läuft nicht freiwillig im schönsten Fuß neben mir her und bettelt darum, etwas für mich machen zu können.

    Schön wär's wenn jeder Schäferhund deinem Bild dieser Rasse entsprechen würde- ist aber nicht so.
    Kannst auch ein Exemplar mit Charaktereigenschaften deines derzeitigen Hundes erwischen.....
    Nicht böse sein, aber ich halte garnix von den allgemeinen Rassebeschreibungen, weil auch innerhalb einer Rasse jeder Hund einzigartig individuell ist. Das wirst du spätestens dann merken, wenn du mal mehrere Hunde der gleichen Rasse hattest oder hast.

    L.G., Claudia.

    Oh danke, daran habe ich noch nie gedacht.... :ops: , dass es zum Spielverhalten gehören kann (u.a.).

    Jetzt erklärt sich auch so einiges. Als mein Rüde gestern einen anderen Rüden besteigen wollte (nachdem sie kurz über eine Wiese getobt sind und "fang mich doch", also "jagen" gespielt haben-dabei war der andere Rüde der Gejagte-wollte meine Hund den Rüde besteigen.
    Er hat es sich nicht gefallen lassen und kurz seine Zähne warnend blitzen lassen.
    Daraufhin hat sich mein Hund mit hochgehobenen Po und Vordertiefstellung vor dem Rüde positioniert, um ihn zum Spiel aufzufordern.
    Das ging dann noch eine Weile hin und her, bis mein Hund keine Lust mehr hatte (viell. weil der Andere das Aufreiten unterbunden hat) und schnüffelnd sich anderen Dingen widmete.

    Vergangene Woche hat ein kastrierter Rüde auch nach einer kurzen Toberunde mit einem Schäfirüde diesen versucht aufzusatteln b.z.w. er hat es getan...., der Schäfi stand erstmal deppert da und hat gewähren lassen, bevor er den Dobimix mehr oder weniger runtergeschubst hat.
    Die Beiden haben aber nicht weiter getobt, sondern nur noch an sich rum geschnüffelt und dann habe ich beide Hunde vom Halter abrufen lassen, weil ich Angst hatte, dass es eskalieren könnte.
    In diesem Fall sah es wirklich eher aus, als wollte der kastrierte Rüde (4 J.) den jüngeren Schäferhund (2 J.) "dominieren".

    Passt vielleicht nicht ganz zum Thema "Junghund aufreiten"..., aber ich selbst habe ein Exemplar, der gerne alles und jeden aufreitet und er zeigt weder Stresssympthome, noch Dominanzverhalten oder sexuelle Motive (kein ausgeschachteter Penis oder Zähneklappern, wie beim Beschnüfeln von weibl. Hundepippi).

    Er versucht es immer wieder, wenn er durch den anderen Hund nicht zurechtgewiesen wird.

    Ich bin mir nicht sicher, weshalb er das tut.
    Meine Vermutung liegt aber dennoch nahe am sexuellen Interesse- aber bei jedem Hund?

    Ich kenne auch andere Rüden, die es gerne versuchen (auch ohne Penis ausschachten oder Anzeichen zum Dominieren).
    Da ist z. B. ein intakter Rüde, den mein Hund auch versucht hat aufzureiten- der hat ihm klar "die Meinung" gegeigt und den Spies umgedreht.
    Das passt dann wieder garnicht zu meiner Vermutung.
    Mein Hund stand still da und hat es sich einfach gefallen lassen?

    Mich fragen manche HH mit dem gleichen "Problem" nach den Gründen und ich kann sie nicht beantworten b.z.w. erklären....???

    Rangordnung zwischen zwei unterschiedlichen Spezies....??? Ist zumindest von den "modernen" Wissenschaftlern zurückgewiesen.

    Heute nennt man das "Führungsposition"..., finde ich allerdings auch treffender.....

    Gut finde ich diesen Beitrag :

    Zitat

    Wir haben das so gelöst wie "willtotease" - laut Gequietscht, richtig hoch!, sofort aufgestanden und weggegangen, Hundi für ein paar Minuten ignoriert. Die war dadurch so baff, dass es nach 2-3 Tage MERKLICH weniger wurde und nach knapp 2 Wochen war das Thema erledigt. Erst jetzt in der Pubertät wird sie wieder ein bisschen rüpeliger, aber da handhaben wir es genauso: Wird geschnappt, ist ALLER Spaß vorbei.

    Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, dass man das Beschriebene mehrfach wiederholt.
    Also wenn die Fellnase "zupackt" wie ein Wolf, dann wie beschrieben verhalten, aber nach wenigen Minuten (vorausgesetzt,der Hund nimmt die Ignoranz an) erneut weiter spielen etc.....

    Ich empfehle, dass man die Übungen zur Beißhemmung mehrfach hintereinander durchführt und nicht nach dem 1. Vorfall den Welpe ewig ignoriert.
    Somit würden wir ihm die Chance nehmen, daraus zu lernen.

    Außerdem finde ich es sehr nützlich, eine Welpenspielstunde aufzusuchen, bei der auch ein souveräner Althund dabei ist.
    Ganz einfach deshalb, weil von einem Althund oft mehr zu lernen ist, was die Beißhemmung und Sozialisierung betrifft, als von einem Welpen oder Junghund, die selbst noch am Lernen und Ausprobieren sind.

    L.G., Claudia.

    Zitat

    Wie gesagt, Collies sind sehr leicht führig und wenn Frauchen sich bewegt, dann gehen sie gerne mit. Da braucht es keine großen Worte, eher ganz im Gegenteil, meine wird eigentlich nur mittels Körpersignale und Handzeichen gelenkt, um ein Kommando durchzusetzen, denn sie weiß, je ruhiger ich bin je ernster ist mir das Kommando ... und erst beim Loben kommt meine Stimme zum Einsatz.


    Ja, das ist wieder typisch für uns Menschen und alledem, was man so liest....
    Es werden alle Hunde der gleichen Rasse über den selben Kamm geschert....

    90% mag das sogar stimmen, und dennoch ist jeder Hund individuell, selbst der gleichen Rasse oder aus dem selben Wurf...

    Das was du mit dem "ruhiger" beschreibst heißt nix anderes, als dass er dicht macht, wenn du es auf andere Art und Weise einfordern würdest...

    Hat aber nix mit dem Thema zu tun...auch meinerseits nicht... :ops:

    Zitat

    Mal eine Frage von einem Ahnungslosem: Wie genau hilft das dem gebissenen Hundekind?


    Garnicht.....

    Ich glaube nach alledem, was ich gelesen habe, dass der "Althund" den Welpen nicht töten wollte.
    Das hätte er locker schaffen können....

    Sicher, er hat den Welpen enorm verletzt- aber er gehört auch nicht zu den Rassen der kleinen Hunde und ist anatomisch wesentlich robuster (abgesehen vom Stressfaktor Schmerzen- wenn ich das richtig verstanden habe- wegen der Blutung).

    Aus der Ferne kann man nicht diagnostizieren und wahrscheinlich auch keine Hilfe geben, zumal selbst der TS nicht sagen kann, was genau und warum es passiert ist.

    Aber das, was er zuletzt über das Verhältnis Althund und Welpe geschrieben hat, klingt für mich hoffnungsvoll.

    Es wurden schon einige sinnvolle Beiträge geschrieben über Mehrhundehaltung und wie man als HH damit umgeht.
    Es wurde auch geschrieben, dass es keine natürliche "Rudelzusammenführung" ist, wenn der Mensch noch einen 2. oder 3. Hund ins Haus holt.

    Beachtet man dies, kann man zumindest eine gewisse Akzeptanz zwischen den Hunden erwarten - Geduld und Ausdauer sind gefragt!

    Davon abgesehen gilt in solchen Fällen nicht die Regel :"das machen die unter sich aus".
    Ich würde es jedenfalls nicht darauf ankommen lassen, sondern im Auge behalten und auch einschreiten- dabei kommt es eben auch auf das "Wie" an.....

    Dies allerdings zu beschreiben..., da liege ich in zwei Stunden noch nicht im Bett.

    Bei alledem, Leute bleibt einfach sachlich.
    Ich finde es mehr als kindisch, wie hier stellenweise "diskutiert" wird.

    Ihr habt alle irgendwie auf Eure Art und Weise recht, aber Euch auch entsprechend vernünftig und angemessen zu artikulieren sollte oberste Priorität haben!

    Gute Nacht endlich...,

    Claudia.

    Sorry, aber wenn du ein solches Gefühl hast, dann passt da auch was nicht zwischen dir und deinem Hund.
    In einer Mensch- Hund - Beziehung, die auf Vertrauen, aber auch auf individuelle Regeln basiert, kann man seinen Hund ohne Bedenken auch mal körperlich "bedrängen" - in diesem Fall eben vom Sofa verweisen....

    Zur Frage der TS: Ich würde zunächst weiterhin über die Motivation Futter trainieren und allmählich beginnen, zu variieren. Viele Hunde benötigen eine Motivation, um Dinge zu tun, wozu sie viell. in dem geforderten Moment keine Lust haben, weil z.B. die Außenwelt interessanter ist.
    Um mit der Motivation Lob variieren zu können, kommt es allerdings auch darauf an, wie du im heimischen Umfeld mit deinem Hund umgehst.
    Wird er oft beachtet, gestreichelt, angesprochen, mit ihm gealbert b.z.w. gespielt etc. ???

    Wenn ja, dann ist es schwierig, dies in der "Außenwelt" als Motivation einzusetzen.

    Wenn nicht, dann versuche doch einfach das in die Außenwelt zu integrieren, um bei deinem Hund eine Erwartungshaltung zu schaffen.
    Irgendwann reicht dann auch ein verbales Lob für die einfachen Dinge wie "Sitz" etc.

    Ganz ohne finde ich irgendwie unsinnig, selbst mit Clicker belohnt man sehr oft "nur" über Futter (zumindest am Anfang- manche HH behalten das aus Unwissen allerdings auch so bei).
    Wir können natürlich auch durch unsere "Persönlichkeit" einen gewissen Grundgehorsam erreichen.
    Aber auch das wird zunächst über bestimmte Motivationen aufgebaut. Danach heißt es allmählich ausschleichen und konsequent handeln (mit Hilfe einer Schleppe z. B. beim Rückruf oder Bodyblock beim "Sitz").

    Wobei ich den Rückruf (erfolgreich vom Hund ausgeführt) immer in irgendeiner Form belohnen würde- immer!!!
    Alles andere kann, muss aber nicht über Futter- od. andere Belohnung erfolgen.

    Würde ich individuell entscheiden und bei alledem darf man nicht vergessen, dass wir keinen Mensch vor uns haben...., damit meine ich: ich finde es nicht wirklich schlimm, wenn ich mit meinem Ego nicht weiter komme und der Hund eben nur gut hört, weil ich Käse in der Tasche habe.

    Stell dir mal vor, der Käse würde ihn auch nicht interessieren...., was ist schlimmer....ein Hund der auf Käse reagiert und ohne Käse jagen geht?

    Übrigens, wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund Stress hat und er keinen Blickkontakt zu dir aufbaut, dann schau doch einfach mal in gewohnter und ruhiger Umgebung wie er auf deine Signale reagiert....lass es von jemanden mit der Videokamera aufzeichnen, um Rückschlüsse daraus ziehen zu können.

    L.G., Claudia.