Beiträge von Fantasmita

    Willkommensritual: Ich komme nach Hause und setze mich auf den Boden. Es wird ausgiebig geknuddelt. Max rennt los und holt mir ein "Geschenk". Wenn er keines findet wird er nahezu irre ... schaut überall (hinters Sofa, unter den Schrank), ob er ein "Geschenk" (Spielzeug, Kauartikel) findet. Damit kommt er dann ganz stolz an. Läuft aber unter "nur ankucken, nich anfassen" .. also ein sehr flüchtiges Geschenk.

    Morgenritual: Wenn Max merkt, dass ich halbwegs wach bin kommt er zu mir, buckt sein Köpfchen in meine Armkuhle oder an meine Brust und läßt sich ausgiebig kraulen. Danach werde ich dann ausgiebig abgeschlabbert, er legt sich lang hin, klebt sich an mich und wir schlafen eingekuschelt die nächste Runde.

    Bettritual: Wenn Max sieht ich gehe ins Schlafzimmer um mich hinzulegen, dann rennt er ganz schnell an mir vorbei und ist der Erste im Bett. Wenn ich dann beim Bett bin und mich hinlegen möchte, dann springt er wieder auf und geht zur Seite, wenn ich mich in Position gebracht habe, dann legt er sich so gegen mich, dass kein Milimeter Platz mehr zwischen uns ist.

    Mutigkeitsritual: Wenn wir Krallen schneiden, dann rennt er immer hinterher zur Küche, weil er weiß er kriegt was leckeres. Früher hatte er so große Panik vorm Krallenschneiden oder vor seinen Ohrtropfen, dass er um sich geschnappt hat. Ich habe es dann so gemacht, dass ich ganz ruhig mit ihm geredet habe (so blödes Zeug wie "boa bist du mutig") und habe ihm dann nur eine einzelne Kralle abgeschnitten. Danach hat er dann dolle Lob gekriegt und ich bin mit ihm in die Küche um ihm was leckeres für seinen "Mut" zu geben. Naja und das wurde dann zum Ritual :).

    Habt ihr das schon ausprobiert wieder ganz von vorne anzufangen. Ihr wart ja schon bei 45 Minuten, dass läßt ja hoffen.
    Ich würde einfach in andere Räume gehen, Tür zu, kurz warten, wieder raus, in den nächsten Raum, wieder Tür zu und in dem Rhytmus weitermachen, der Hund wird selbstredend komplett ignoriert.

    Wenn es gleich klappt super aber ich würde es trotzdem mehrfach wiederholen. Danach dann die Nummer mit der Haustür ... zigmal rein und raus und den Hund ignorieren. Ich würde noch nichtmal groß warten. Raus, Tür zu, 3 x einatmen ... Tür auf, wieder rein ... rumlaufen, wieder raus .... das zigmal hintereinander. Wenn das zuverlässig funktioniert noch 20 x wiederholen und dann den nächsten Schritt .... eine Minute lang alleine lassen.

    Habt ihr die Möglichkeit eine Webcam mitlaufen zu lassen, dass ihr sehen könnt, wie sich euer Hund verhält. So kann man analysieren, aus welchem Grund er wie reagiert.

    Aufgrund der Vorgeschichte ist natürlich auch zu erwarten, dass er Angst vorm alleinsein hat, dass er eventuell Sicherheit sucht im kontinuierlichen Kontakt mit euch.

    Ihr habt ja Anfang August erst nach einer bestimmten HuSchu gesucht .... habt ihr vorher allein trainiert und ab August mit Trainer oder hattet ihr vorher einen anderen Trainer mit anderem Ansatz?

    Die VN hat sich hier am 06.08.09 angemeldet, was vermuten läßt, dass sie noch nicht solange trainiert, deswegen warte ich ja auf ihre Antwort. 2 1/2 Wochen ist natürlich recht wenig, um einen Hund langsam ans Alleinsein zu gewöhnen, grade wenn es ein Notfalltier ist mit mehr oder minder unbekannter Vergangenheit, der sich auch noch eingewöhnen muss und Vertrauen aufbauen muss.

    Rechtlich gesehen ist es so, dass ein Hund irgendwas mit 10 Minuten am Stück jammern darf aber nicht mehr als 30 Minuten am Tag. Einfach mal googeln ich weiß es im Moment nicht so genau.

    Viel wichtiger .... wie habt ihr bisher mit eurem Junghund gearbeitet. Sprich wie alt ist er? Wie habt ihr ihn ans Alleinsein gewöhnt? Wie lange habt ihr daran gearbeitet? Mit welchen Methoden habt ihr ihn daran gewöhnt?

    Ich würde keine Bachblüten, Pherhormone oder son Gedöns anwenden, wenn das Alleinsein ggf. noch nicht richtig aufgebaut wurde. Eventuell wart ihr einfach nur zu schnell, habt irgendwas falsch gemacht und ein neuer Aufbau kann euch helfen.

    Deswegen beschreib doch mal alles was gefragt ist. Achso ... natürlich auch, wie lange der Hund jetzt bei euch ist.


    Edit:

    Habs gefunden:

    Zitat

    Kein Nachbar muss es hinnehmen, dass ein Hund dauerhaft im Haus bellt. Laut dem Deutschen Mieterbund gibt es sogar die Richtlinie, dass Hunde höchstens 30 Minuten täglich bellen dürfen, und das auch nicht länger als zehn Minuten am Stück. Doch insbesondere in Abwesenheit seines Herrchens stimmen manche Hunde ein Dauergeheul und -gebell an. Dies ist genauso inakzeptabel wie Hunde, die ständig anschlagen, wenn ein Nachbar über den Flur geht. Hier muss der Hund entsprechend erzogen werden - und wenn das nicht möglich ist, kann veranlasst werden, dass der Hund abgegeben wird.

    Quelle: http://www.swr.de/swr4/rp/ratgeb…vlvt/index.html

    Du, deine Eltern und Bekannte können mit ihm trainieren indem sie sich blitzschnell abdrehen, wenn er anspringt. Alternativ auch mit der flachen Hand vor die Brust und wegstoßen. Wenn er unten bleibt sofort belohnen und zu ihm heruntergehen damit er sieht Freude kann man auch mit allen 4 Pfoten am Boden ausdrücken.

    Das korrigieren kann man natürlich nicht von Joggern oder Spaziergängern erwarten .. man kann nocht nichtmal erwarten, dass sie dafür Verständnis haben, wenn sie angesprungen werden. Es ist an dir dafür zu sorgen, dass andere Menschen nicht durch deinen Hund belästigt werden und solange er noch nicht aufgehört hat mit dem Anspringen mußt du ihn anleinen oder ihn abrufen und neben dir absitzen lassen, wenn jemand kommt den er anspringen könnte.

    Wenn man ein Schnitzel im Supermarkt kauft, dann riecht es ja auch nicht, also warum sollte Fleisch für Hunde riechen. Wenn Fleisch riecht, dann ist es nicht mehr gut, da es ansonsten recht neutral riecht. Ich würde bei einem Lieferanten nicht mehr bestellen, wenn alles Fleisch riecht oder wenn es wiederholt riecht, denn das spricht nicht für eine gute Fleischqualität.

    Zitat


    1. Wie viel kostet die Ernährung eines Hundes ca. im Monat (Mia hat ca. 30kg)
    2. Wie zeitaufwändig ist es, eine Barf-Mahlzeit herszustellen?
    3. Wieviel Platz nimmt die Lagerung des Fleischs in Anspruch?
    4. Von wo bezieht ihr euer Fleisch? ... vom Metzger oder dem Internet

    Mein Hund hat auch knapp 30 Kilo.

    zu 1: Also wir bezahlen ca. 50 EUR inkl. Versand für das Fleisch. Dazu kommt noch Obst, Gemüse und Milchprodukte für ca. 10 EUR im Monat. Öle usw. hat man ja dann mehr oder minder auf Vorrat.

    zu 2: Wir machen alles 1 x im Monat. Also wenn das Fleisch kommt ist 2 Stunden lang Portionierung angsagt. Obst und Gemüse zu schreddern und einzufrieren nochmal ca. 2 Stunden. Das barfen selber geht dann super schnell. Abends ein Griff in die Tiefkühltruhe und einmal Fleischige Knochen für morgens und einmal Fleisch + Obst oder Gemüse für Abends rausgegriffen. Zeitaufwand pro Tag ca. 3 Minuten.

    zu 3: Wir haben in unserer Tiefkühltruhe 7 Fächer. 5 gehören dem Hund.

    zu 4: Aus dem Internet. Wir haben schon bei folgenden Anbietern bestellt:

    Tierhotel: Nicht unser Fall, da hauptsächlich gewolftes Fleisch und unser Hund hat nicht so ein tolles Gebiss damit er sein Futter durch einen Strohhalm ziehen kann.

    Futterfleisch-Sachsen: Sehr gute Fleischqualität ... viel stückiges Fleisch, zuverlässige Lieferung.

    Futterfundgrube: Eigentlich ganz gut. Wir sind dahingewechselt, weil sie viele Knochen haben, auch weiche ... leider hatten wir die letzten Male nur bedingt Glück. 1 x stinkendes Rindfleisch geliefert (Gutschrift erhalten), 1 x Bestellung nicht komplett geliefert und statt Ersatz eine Gutschrift erstellt, letzte Bestellung 2 Sachen nicht geliefert, dafür eine Sache die bestellt war in einer größeren Menge, obwohl ich geschrieben hatte, dass bei Nichtlieferbarkeit Kontakt mit mir aufgenommen werden soll. Wir werden also eher wieder zu Futterfleisch-Sachsen wechseln.


    Druisilla
    30 EUR kommt mir sehr sehr wenig vor. Man füttert ja nicht nur Pansen und anderes Fleisch kostet schon zwischen 2 - 3 EUR das Kilo.

    Zitat

    leider habe ich wie schon erwähnt hier und da mal geschwächelt und eine tür nicht ordnungsgemäß geschlossen

    4 Kaninchen, 8 Enten und 15 Hühner .... entschuldige bitte ... das nenne ich nicht hier und da mal geschwächelt.

    Mir ist es egal ... ich habe auch kein Problem mit Fleischproduktion, rein aus wirtschaftlichen Gründen müßte es in deinem Interesse sein, dass dein Hund nicht deine Tiere reißt.

    Zitat

    ich möchte sie nicht einsperren und will lieber meinen hund etwas besser in die bahnen weisen

    Das ist ein hervorragender Ansatz. Aber das wirst du nicht in 2 Wochen oder 2 Monaten schaffen .... dein Hund hat - zu Recht nach sovielen Erfolgen - massive Freude am jagen und das wird er nicht so leicht verlieren und es wird nicht so leicht kontrollierbar werden ... wir arbeiten seit einem Jahr an Max seinem Jagdinstinkt ... er ist jetzt halbwegs kontrollierbar ... was halbwegs bedeutet dürfte klar sein.

    Sprich im Interesse und in deinem wirtschaftlichen Interesse sollte es sein, deine Tiere zu schützen ... solange dein Hund weitere Jagderfolge hat, weil du hin und wieder schwächelst ;) wirst du das Jagdproblem nicht gehändelt bekommen.

    Ich finde es super, dass du mit deinem Hund arbeiten möchtest aber sei dir darüber im klaren, dass es ein langer Weg ist.