Beiträge von Fantasmita

    lilawildkatze
    Natürlich ist es eine Führhilfe :???: die aber total ungeeignet ist bei Leinenaggression :headbash: .
    Ich denke nicht das du dazu raten solltest, da man ein Halti eh nur einsetzen sollte, wenn man sich eine fachmännische Anleitung dazu hat geben lassen und sorry ... ich denke nicht, dass es Hunde gibt die so schwierig sind, dass sie Halti + Gentle Leader brauchen würden. Ich denke, da fehlt einfach die Lust mit dem Hund vernünftig zu trainieren und deswegen greift man zu diesen Krücken.

    Ich denke auch, wir können in diesem Thread jetzt Abstand vom Halti nehmen, da nun schon mehrere sagten, dass es bei Leinenaggression ungeeignet und gefährlich ist.

    Es gibt einen Trainer der arbeitet auch mit "Leinenimpuls". Er beschreibt es als "tippen auf die Schulter" (sprich, dass der Hund wieder Aufmerksamkeit schenkt, wenn er zu abgelenkt ist). D.h. er gibt einen kurzen, nicht harten, zackigen Impuls (haut den Hund nicht von den Füßen, tut ihm auch nicht weh) bei lockerer Leine. Sprich Impuls erfolgt bei lockerer Leine ohne Kraft.

    Auch das ist ein Leinenruck, wenn man es so möchte aber tut dem Hund auf gar keinen Fall weh.

    Halti für einen leinenaggressiven Hund .... juhu ... wenn man auf Genickbruch steht, sollte man das unbedingt machen.

    Ironie beiseite ... ein Halti ist nicht für Leinenaggression ... ein Halti ist für zerrende Hunde. Wenn ein Hund sich voll in die Leine schmeißt und ausrastet (was hier ja wohl der Fall ist und so war es bei meinem Hund auch), dann ist es lebensgefährlich wenn man sich einbildet, da mit einem Halti einwirken zu können.

    Der Gentle Leader ist ebenfalls nicht für Leinenaggression (das kann zu bösesten Abschürfungen und Einschneidungen führen) sondern für Leinenführigkeit.

    lilawildkatze
    Du hast scheinbaren Erfolg aber du wirst nichts dran ändern, wenn du nicht mit deinem Hund arbeitest. Arbeite an der Leinenführigkeit mit deinem Hund ... immer schön Richtungswechsel ... nach 1-2 Wochen bist du durch mit dem Thema und hast keinen zerrenden Hund mehr an der Leine ;). Weitaus sinnvoller als Halti und/oder Gentle Leader.

    Julsen
    Ich kann dir nur empfehlen zum einen die Anleitung von staffy zu befolgen und auch am drumerhum zu arbeiten, dass du nicht nur am Symptom was tust sondern am ganzen drumherum. Euer Neuzugang muss lernen wo seine Grenzen sind und das er euch vertrauen kann, dass ist natürlich nicht von heute auf morgen gemacht.
    Es kann auch sein, dass sich die Situation verbessert, wenn er erstmal noch etwas länger bei euch ist.
    Ansonsten solltet ihr frühzeitig dran arbeiten und da ist es durchaus sinnvoll mal einen Trainer drauf schauen zu lassen. Mit einem leinenaggressiven Hund würde ich nicht in eine HuSchu, sondern ich würde eine Privatstunde vereinbaren. Natürlich nicht bei jemanden der mit Wurfketten oder ähnlichem arbeitet.

    Zitat


    so ein faustregeld wenn der rüde beim piseln das bein hebt aber jedesmal. vor einem jahr machen die es nicht.

    Diese "Faustregel" ist gelinde gesagt absoluter Käse :D.

    Es gibt Hunde die heben schon mit 6 oder 7 Monate das Beinchen und das würde unter Frühkastration laufen, was absolut nicht empfehlenswert ist.

    Zitat

    kann ich Dir nur raten, einen kompetenten Trainer zu suchen.

    DAS ist das Problem. Einen kompetenten Trainer zu finden ... ich habe 2 ausprobiert ... die einen hatten die "harte" Methode drauf (nach der Probestunde wart ich nicht mehr gesehen) und die andere die Wattebauschmethode (gut, sympathisch aber effektfrei - außer man möchte in ein-zwei Jahren leichte Erfolge erzielen). Von daher halte ich von den ganzen Trainern mittlerweile nicht mehr gaaaanz so viel. Ich finde wie staffy es beschrieben hat ist es wirklich sehr gut und es wirkt vor allem.

    Wichtig ist auch nicht nur am Symptom zu arbeiten, denn das ist nur ein Teil des Problems. Man muss am ganzen drumherum arbeiten (Grundgehorsam, Leinenführigkeit, Frusttoleranz), dann funktioniert es, wenn man. Wichtig ist zu agieren solange man die Aufmerksamkeit des Hundes hat und nicht erst, wenn er im "Kampfmodus" ist.

    Ich habe auch einen Leinenaggressiven Hund .... wir arbeiten jetzt seit 5 Monaten dran und haben das ganze jetzt weitaus besser im Griff ... logisch ist das Problem nicht gelöst aber es wird besser.

    Nimm dir mal die Anleitung zur Brust und arbeite danach, dann wirst du wahrscheinlich recht zügig gute Erfolge haben: https://www.dogforum.de/ftopic61551.html

    Die Individualdistanz deines Hundes ist auch wichtig. Du solltest sie aber nicht nur respektieren sondern auch nach und nach verkürzen.... sonst bleibst du immer auf Distanz. Ansonsten suche den Kontakt mit anderen Hunden, gehe ihnen nicht aus den Weg, dass habe ich gelernt ist einer der größten Fehler den man machen kann. Gehe hinter anderen Hunden hinterher .... oder vor anderen Hunden. Pirsche dich an die Distanzen deines Hundes ran. Belobige ruhiges Verhalten ... dein Hund soll und muss den anderen Hund sehen ... und du näherst dich soweit an, wie er ruhig bleibt.

    Ansonsten halt fleißig nach obigen Link trainieren. Wichtig ist auch deine Körpersprache ... gehe straight deinen Weg ... zügig ... nicht langsamer werden, wenn ein anderer Hund kommt .... nicht hinschauen (du beobachtest deinen Hund aus dem Augenwinkel .. nicht die ganze Zeit anschauen, was er tut, dass macht ihn nervös) ... richte deinen Blick gradeaus .. das zeigt deinem Hund an, wo es langgeht ... ansonsten sagst du wo es langgeht ... nicht dein Hund.

    Aber wie brush schon schrieb ... Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und Leinenaggression ist ein schwieriges Thema ... nur wenn man nicht dran arbeitet, dann hast du ewig was davon ;).

    Zur HuSchu ... sie hatten eine "private Trainerin" (ich weiß nicht, ob die sie was gekostet hat .. ich hoffe nicht). Die hat gesagt der Hund braucht ganz viel Liebe und hat ihnen einen Clicker gegeben ... erklärt das der dafür das ist den Hund auf 1 Click = Sitz ... 2 Click = Platz ... 3 Click = Komm ... zu trainieren :roll:

    Sie hat auch gesagt, dass sie das anspringen in den Griff kriegen, wenn sie sich hinknien, wenn sie in die Tür kommen .... das hat das ganze noch schlimmer gemacht, da sie dann halt umgefallen sind ... der Hund ist wirklich extrem ungestüm :D aber supersüß.

    Ich sag es mal ganz platt ... .wegen potentieller Unfähigkeit der Halter sollte man den Hund einer gravierenden OP (sich aufs ganze zukünftige Leben auswirkenden OP) unterziehen?

    Nein, da gehe ich nicht konform mit dir ... jeder kann lernen und Lernbereitschaft habe ich gesehen, zumindest nachdem sie sahen, dass man tatsächlich auf anderen Wegen zum Erfolg kommen kann und das der Hund sogar Freude daran hat. Alles ist lernbar ... man muss nicht immer den leichtesten Weg gehen.

    Der Hund zeigt weder gegenüber anderen Hunden irgendwelche Aggression (selbst wenn die ihm auf die Pelle rücken) noch gegenüber Menschen ... er ist ne echte Schmusebacke. Wenn es eine sinnlosere OP gibt ...vor allem im Alter von 8 oder 9 Monaten ... als diese, dann weiß ich auch nicht ....