Beiträge von Fantasmita

    Zitat

    er ist doch dobi, oder?

    ich würde dringend mal die schilddrüse durchchecken lassen und zwar ein gesamtes schildiprofil...wär nicht der erste dobi, der dahingehend probleme hat.

    Ja ein Mix angeblich aber da ist irgendwie an allen Ecken und Enden nur ein Dobi zu finden. Ich glaub er ist reinrassig oder ein überdosierter Mix :D .

    Das ist eine gute Idee :gut:

    Er bekommt ja noch Impfspritzen in den Po und die nächste ist am 18.01. da werden wir den TA-Besuch gleich mal für ein Schildiprofil nutzen und sei es nur zum ausschließen der Probleme.

    Wobei mir einfällt, dass Big ein Traum für jeden Tierarzt ist. Ihr könnt euch diesen Hund nicht vorstellen ... er läßt sich alles gefallen, läßt sich überall anfassen ... legt sich auf den Rücken und läßt seine diversen Macken und Wunden versorgen. Augentropfen ... Ohren reinigen ... Pfoten saubermachen nach dem Gassi ... ein Traum.

    Marion
    Ich fühl mich immer wohler, wenn ich Sachen aktiv angehen kann :D aber das mit der Ruhe stimmt definitiv. Zuhause ist er die Ruhe weg und ich hoffe, dass überträgt sich auch auf draußen ... und ich hoffe auch, dass die Zeit für mich arbeitet :headbash: und das sich Sachen von alleine lösen.

    Du wirst lachen ... ich habe eben grade festgestellt, dass ich durch Kasperkram das Verhalten tatsächlich provozieren kann :) ... das freut mich direkt, denn damit hab ich - wie du schon sagst - die Möglichkeit es aktiv zu trainieren und muss nicht auf die zufälligen Momente warten.

    Tja so ist es halt, wenn man einen Hund erst 6 Tage kennt :) eine Fundgrube der Überraschungen.

    :gut:

    Gitte
    Dein Post ist doch sehr .... gewöhnungsbedürftig.

    hundewelpe
    Das Verhalten ist schon normal ... sozusagen eine Phase der Entwicklung und ich verstehe sehr gut, dass dich das nervt.
    Es ist eine Frage des gegenseitigen Respekts unter Hundehaltern, dass man seinen eigenen Hund nicht unkontrolliert auf jeden Hund zulaufen läßt und auch nicht zu jedem Menschen hinläßt. Das ist nicht einfach für die Hundis zu lernen und erfordert seitens deiner Person eine klare Führung, dass sich dein Hund orientieren lernt und lernt, dass du entscheidest, wann es zu einem anderen Hund hingeht oder wann er zu einem anderen Menschen darf.
    Diesbezüglich solltest du dich an eine gute Hundeschule wenden die sich mal euer Mensch/Hund-Team anschauen und dir zeigen, wie du die Situation am Besten angehst.

    Mach dich frei von dem Gefühl der Peinlichkeit. Du willst ja dran arbeiten und das Verhalten deines Hundes ist erstmal normal .... leider geht es nicht, dass er das auslebt, denn das wäre respektlos gegenüber anderen Hunden/Hundehaltern.

    Lucy_Lou
    Sagen wir es so, wäre es nicht auch bei der Pflegemama relativ reizarm gewesen und wir hätten vorher die Liste der Probleme bekommen, dann hätten wir ihn nicht genommen. Das kann ich ganz knallhart so sagen, allerdings wußten wir, dass wir wenig wußten :D ... von daher sind wir erstmal vom schlimmsten ausgegangen.

    Unsere einzigen Bedingungen waren

    1.) kein Jagdinstinkt gegenüber Katzen (sonstiger Jagdinstinkt wurscht, weil Max ihn auch hat und wir das zu händeln wissen) - das hat Mr. Big auch nicht.

    2.) keine Aggression gegen Menschen - er hat null davon .. er liebt Menschen und zeigt dies sehr stürmisch (was wiederum auch ein Problem sein kann .. aber ein charmantes)

    3.) keine Aggression gegen Hunde - tja das wurde uns so nie definitiv bestätigt, da er dort einfach bei den Gassigängen keine Hunde getroffen hat. Die Pfegemama wohnte sehr idyllisch, was natürlich wenig mit Hamburg zu tun hat .... Eigentlich war das ein großes Kriterium, weil wir soviel Streß mit Max hatten bis wir das im Griff hatten aber nun gut ... wer mal bei uns ist, mit dem setzen wir uns auseinander und den geben wir nicht einfach so ab.

    Naja .. natürlich muten wir Max schon was zu. Allerdings haben wir, grade als wir die Leinenaggro angegangen sind, gemerkt, dass er nicht aus Zucker ist. Vor allem sehen wir ihn ja in seinem Gesamtverhalten. Insgesamt geht Big gut mit ihm um, ich behaupte sogar, dass er eher wie der ältere Bruder wirkt, der den jungen so einiges gewährt bevor er ihn faltet, weil er übertreibt. Von daher haben wir im Grunde ein Gutes Gefühl und trauen unserem Hund das auch zu.

    Und nein .. ich bin nicht stressresistent :D ich habe heulend in der Ecke gesessen und habe von "zurückgeben" gesprochen als Big MEINEN Max gefaltet hat. Als mein kleiner Wurzel sich kuschte vor dem bösen Hund. Auf der anderen Seite habe ich mich ausreichend mit Hundeverhalten beschäftigt um zu realisieren, dass es "klärende Gespräche" braucht, um zu einem sozialen Miteinander zu kommen. Wenn man das Verhalten also versucht als Außenstehender zu sehen ... wertfrei und ohne nur seinen armen Hund zu sehen, dann bleibt es immer noch schwer aber man kann es sich zumindest logisch erklären :headbash: .

    Ich versuch mich kurz zu halten.

    Wer ist Mr. Big?
    Mr. Big ist unser Neuzugang. Geschätzt auf 1,5 - 2 Jahre (eher 1,5), kastrierter Rüde, reiner Dobermann oder Mix. Hat ca. 9 Monate in den Wäldern zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei gelebt. Es gab ca. 5 Stellen die ihn gefüttert haben, die sich aber nie an ihn rangetraut haben. Ende November wurde er eingefangen und kam in eine Tierpension. Dort mußte er weg, wegen dem Weihnachtsgeschäft und kam in eine Pflegestelle. Seit dem 28.12.10 ist er nun bei uns.

    Er ist eine super-mega Knutschkugel... hätte ich bei einem Hund der so gelebt hat nicht erwartet und ist auch saugefährlich ;) weil man da leicht die Konsequenz vergessen kann. Aber auch die größte Knutschkugel hat so ihre Tücken und deshalb hab ich mal gedacht ich mache seinen persönlichen Baustellenthread und vielleicht gibt es ja die ein oder andere Idee, wie man das ein oder andere Problem lösen kann.

    Mit unserem Ersthund Max läuft es relativ gut. Er hat ihn zwar seit Sylvester schon 4 x lautstark gefaltet (unblutig), was mir massiv an die Nerven ging, denn Max war ihm gegenüber dann total eingeschüchtert und traute sich kaum noch zu uns, wenn er an uns vorbei mußte. Allerdings ist Max nicht nachtragend und hat sich ihm schnell wieder angenähert. Man kann aber auf jedem Fall sagen, dass die beiden - für die kurze Zeit - auf einem sehr guten Weg sind. Die meiste Zeit verstehen sie sich sehr gut und liegen auch ab und zu mal zusammen, lecken sich gegenseitig ab, spielen miteinander usw. Da schätze ich in 2 Wochen wird das alles mehr oder weniger in Sack und Tüten sein.

    Nun zu seinen Baustellen (unter Berücksichtigung, dass wir getrennt mit ihm und Max gehen, außer natürlich im Freilauf) und die Lösungsansätze:

    1.) sein Leben besteht aus fiepen (im Auto, beim Gassi, wenn es Gassi geht, wenn es Futter gibt ... eigentlich alles was es gibt)
    2.) Sitz, Platz, etc. kennt er nicht
    3.) Er plündert Tisch/Küche, etc.
    4.) Er zieht wie ein Irrer
    5.) Er ist draußen unheimlich hibbelig und überdreht .... schaut immer wieder nach einem, hüpft aber von links nach recht und ist insgesamt sehr nervös (nur draußen)
    6.) Er springt einem in den Rücken und ins Gesicht ... dies geschieht verhältnismäßig unplanbar (also nicht auf bestimmte Vorfälle reduzierbar) ... sondern kann urplötzlich sein ... man geht im Freilauf und auf einmal hat man nen Hund im Nacken oder im Gesicht.
    7.) Er macht gern auf dicke Hose ... und wenn er auf einen Rüden trifft der ebenfalls meint er hätte die dicksten Eier, dann kann es ordentlich scheppern im Karton (sprich wegbeißen).
    8.) Beißt im Übermut neben lecken in die Hände.
    9.) Ansätze zur Leinenaggro. Scheinbar aber nur, wenn der andere Hund anfängt rumzukläffen. Er ist zum Glück keiner der in die Leine steigt.

    Meine Einschätzung der Lage:

    Generell denke ich, dass einige Probleme sich legen werden/bessern werden, wenn er richtig angekommen ist. Andererseits vermute ich, dass dann auch wieder andere Probleme hinzukommen, einfach weil er austesten wird.

    zu 1.) Wird sich hoffentlich teilweise von alleine legen, wenn wir weiter für ruhige Abläufe sorgen, wenn er nicht in seiner Fieperei bestätigt wird und wenn er angekommen ist. Wir machen ihm öfters die Leine an (er denkt es geht raus und fängt voll Ungeduld an zu fiepen, es geht aber nicht raus) und wenn er dann wieder ruhig ist geht es raus. Beim Aussteigen aus dem Auto ebenso .. es geht erst raus, wenn er ruhig ist.

    zu 2.) Pille Palle ... lernt er eh, denn er ist nen schlauer Kerl.

    zu 3.) Nix rumstehen lassen :D und trainieren .. auch eher ein Pille Palle Problem.

    zu 4.) Pille Palle

    zu 5.) Auch hier ist meine Hoffnung, dass es sich zum Teil von alleine gibt, wenn er sieht, dass hier seine Endstelle ist und er ruhiger werden kann. Abläufe alle ruhig, kein Eingehen auf seine Überdrehtheit und wenn 4 besser läuft, wird wohl auch 5 besser.

    zu 6.) Sehr schwierig, weil er das auch bei Fremden macht. Dies verkompliziert den Freilauf, da man das niemanden antun kann. Für mich ist es wohl eine Mischung daraus, dass er nicht ans Gesicht kommt, um einen abzuschlabbern und schlichtweg schnöselhaftes/freches Benehmen. Mich nervt, dass wir meist zu langsam sind, weil die "Attacke" just immer dann kommt, wenn man grade nicht mit rechnet. Wenn wir es mitkriegen, dann lassen wir ihn ins Leere springen, was ihn bisher überhaupt nicht beeindruckt. Er ist wie ein durchgedrehter Flummi.

    zu 7.) Da er sehr gut hört/abrufbar ist, ist der momentane Ansatz ihn bei Fuß zu halten, sprich ihn abzurufen. Es ist offensichtlich auch nur ein Problem bei Rüden die nicht bereit sind klein bei zu geben ... ansonsten läuft er auch gut in größeren Gruppen.

    zu 8.) Es ist zu wenig um die Beißhemmung neu zu trainieren, denn die hat er vom Grundsatz. Er beißt auch nicht fest aber es ist trotzdem - grade für andere Personen - unangenehm. Für mich ist es einfach freches und übermütiges Verhalten. Ich schwanke noch zwischen ignorieren, wobei ich bei sowas nix von ignorieren halte und ein abbrechen.

    zu 9.) Bis dato haben wir zu wenige Hunde an der Leine getroffen als das ich es 100'% sicher behaupten könnte, deswegen schrieb ich Ansätze. Die Ansätze die er zeigt, habe ich jedoch gleich im Ansatz erstickt ;)

    Ansonsten bauen wir hier auf eine wohldosierte Mischung aus Ruhe und Auslastung. Wir arbeiten am Grundgehorsam (was aber kein Ding bei ihm ist, weil er nen schlauer Kerl ist) und lassen nix durchgehen. Er darf nicht zum spielen auffordern und auch nicht zum knuddeln, ab und zu wird er beknuddelt aber nicht ständig ... joa und das ist fast das schwierigste, da er so ein böser Charmeur ist .. das kostet Überwindung aber wir wissen von Max, dass es ihm auch besser tut, wenn wir ihn nicht zuviel betüdeln, sondern auch öfters mal links liegen lassen.

    Den Thread bitte nicht falsch verstehen ... wir stehen hier nicht kurz vor der Verzweifelung (wir ahnten was uns erwartet, wußten es aber nicht wirklich), auch wenn es anstrengend ist :D ... alle Probleme sind in unseren Augen händelbar aber mich interessieren mal die Ansätze und Ideen die ihr noch zu den ganzen Baustellen hättet.

    Ach da fällt mir noch ein .. alleine lassen trainieren wir auch noch .. hat sich noch nicht ergeben aber wird er von der Logik her wohl nicht können. Im Auto kann er mit Max jedoch ohne Probleme bleiben, dass ist schon getestet.

    In der Wohnung ist er ruhig, ausgeglichen ... dreht aber schnell hoch, wenn man ihn läßt.

    Das wäre es dann erstmal ... er ist ja noch neu hier, da kommen bestimmt noch ein paar Probleme hinzu.

    Max ist ja jetzt 3 Jahre ... deswegen auch der Zweithund .. wir wollten einen Zweithund, wenn der erste aus dem Gröbsten raus ist ... ich kann ganz klar sagen, hätten wir Mr. Big bekommen wo Max 1,5 oder 2 Jahre war, wären wir wohl durchgedreht ... wir sehen aber jetzt wieviel wir mit Max erreicht haben .... momentan tut er mir sogar etwas leid, weil er doch stark zurückstecken muss ... er hört wie eine 1 und muss oft warten, weil der andere Depp nicht hört oder mal wieder durchdreht :D .
    Da Max noch vor einem Jahr massivst Leinenaggressiv war (da ist das Wort eher geschmeichelt .. er war vor einem Jahr noch ein Berserker an der Leine) gehen wir mit den Hunden getrennt, da wir nicht wollen, dass unsere Erfolge diesbezüglich wieder zunichte gemacht werden. Wenn Mr. Big ordentlich an der Leine läuft dann werden wir mal schauen, ob wir es mit beiden zusammen probieren.

    Zitat

    Ich muss mal ganz neugierig fragen, was das ist. =)

    Es interessiert mich wirklich.

    Der Hund hat gelernt, dass sich ein bestimmtes Verhalten für ihn lohnt, deswegen führt er es immer wieder durch.

    Der Hund bellt, es geht raus, er stellt fest, wenn ich trouble mache, dann komme ich raus und somit hat er keine Veranlassung das zu ändern.

    Zum Thema selber ... ich kann auch nur dazu raten dem Hund dringend Ruhe beizubringen. Das hört sich für mich nach einem total überdrehten Hund an, der unter totalem Streß steht. Lehre ihm Ruhe und dein Problem löst sich.