Beiträge von Fantasmita

    Zitat


    rütter sagt man kann einen hund auch nur durch ignoranz bei fehlverhalten und aufmerksamkeit bei gewünschtem verhalten erziehen.

    D.h. im Umkehrschluss ... dreht mein Hund bei Leinenbegegnungen mit anderen Hunden durch, steht wild kläffend in der Leine, dreht sich um sich selber, schnappt geifernd in die Luft, dann ignoriere ich dieses Verhalten ...

    ... schaut er mich dann kurz an, dann bestätige ich gewünschtes Verhalten und schieb ihm nen Lecker zwischen die Zähne.

    OK ich gestehe ... mein Hund ist ne arme Sau :D und Rütter hat einen an der Waffel :D

    Ja wir gehen getrennt. Wir wollten erstmal abchecken wie Mr. Big so drauf ist und wenn er leinenführig ist und die entsprechende Orientierung hat, dann wollten wir mit beiden zusammen mal starten um zu schauen ob das klappt und ob Max dann wieder leinenaggro wird. Das Thema wäre dann nun erstmal vorbei :D

    Das getrennte gehen hat allerdings den Vorteil, dass die Jungs lernen auch mal ohne einander zu sein. Es kann ja immer mal wieder sein, dass man nur mit einem Hund unterwegs ist und wenn der andere dann nen hysterischen Anfall kriegt ist das nicht ganz so optimal.

    Und ansonsten .. ein bissel Mitleid ist immer gut :lol:

    Aber im großen und ganzen ... er ist jetzt eine Woche hier und macht sich vom feinsten. Ein großer, wilder Junge mit dem Herzen eines Teddybären. Ich mach mit den beiden Jungs jetzt ZOS ... ok wir sind erst beim Aufbau aber ich denke, dass bringt den Nasenbären auch was.

    Erstmal ne ordentliche Körperhaltung. Grade Rücken, Schultern nach hinten (hört sich lächerlich an, hilft aber ungemein). Dann beachtest du deinen Hund nicht. Du gehst deines Weges und dein Hund folgt dir (bzw. hat dir zu folgen).

    Wenn er nein gut kennt und es richtig konditioniert wurde und keine "kann"-Option ist (sprich bei dir auch ein Nein immer ein Nein und nicht ein Vielleicht bedeutet), dann kannst du durchaus - so emotionslos, wie dir in der Situation möglich - nein sagen (nicht brüllen, nicht motzen ... kurze, knappe, emotionslose Ansage) ohne den Schritt zu verlangsamen oder zu beschleunigen, ohne nach deinem Hund zu schauen, ohne nach dem anderen Hund zu schauen ... einfach den Weg verfolgen, wie du es vor hattest.

    Als wenn nix wäre. Du willst das nicht, das Verhalten ist unerwünscht, also vermittelst du ihm das durch das nein aber gehst gleichzeitig deines Weges, unabhängig davon was er macht.

    Gleichzeitig baue eine gute und zuverlässige Leinenführigkeit auf.

    Zu Rütter ... grundsätzlich mußt du bedenken, dass diese Sendungen nie die Realität wiederspiegeln. Rütter hat gute Ansätze und ich finde ihn nicht zwingend schlecht (wobei mich Ablenkung in der Hundeerziehung nie auch nur ein Stück weitergebracht hat, ich habe nur kostbare Zeit verloren und Verhalten beim Hund provoziert, welches sich verfestigte) aber Hundeerziehung übers Fernsehen zu verkaufen ist genauso bedenklich, wie die ganzen Kinder-Erziehungssendungen.
    Ich finde man muss halt differenzieren, Momente wo der Hundehalter als Person gefragt ist damit der Hund sich an ihm orientieren kann, die soziale Auseinandersetzung Mensch/Hund und es gibt Momente, wo es auch mal gefragt ist etwas schön zu füttern oder ähnliches. Lass dich einfach auf deinen Hund ein und höre auf dein Bauchgefühl und nicht auf Fernsehsendungen.

    Zitat

    Fanta hats doch schon geschrieben. und zwar: führung übernehmen, in diesen situationen. da würd ich net großartig versuchen, den hund mit spielzeug abzulenken. man kann es viel einfacher und leichter haben.



    :gut: eben, dass meinte ich.

    Willst du ernsthaft mit einem Quietschi durch die Gegend rennen? Ohne Frage es wird funktionieren und sei es auch nur temporär. Mal abgesehen davon, puscht ein Quietschi auch aufpuscht und du somit eine Streßsituation schaffst.

    Setz dich mit deinem Hund sozial auseinander und nicht über Ablenkung. Vor allem nicht bei solchen Problemen.

    Es ist natürlich dein Weg und natürlich gibt es auch Hunde, welche über den Quietschi-Ablenkweg aus der Situation geholt werden. Es geht bei dir um Unsicherheiten ... was lernt dein Hund bei dieser Art der Ablenkung ... nicht das er auf dich vertrauen kann, nicht das du ihn souverän führst, sondern dass er abgelenkt wird .. also nix. Die Sicherheit die er in der Situation nicht bei dir findet, wird er dann auch in anderen Situationen nicht bei dir finden und dann schließt sich der Kreislauf und der Weg für andere kleine und große Baustellen ist geöffnet. Ist also nur die Frage, was ist dein Anspruch an die Hundeerziehung.

    Hast du dich mal mit HTS (Hundeteamschule) und dem Ampelsystem befaßt? Das ist eine sehr faire und sozial ehrliche Kommunikation mit dem Hund, ohne das er abgelenkt wird. Kannst ja mal die Forensuche bemühen, da müßtest du einiges zu HTS und/oder Ampelsystem finden.

    Joa wir arbeiten anders aber haben die selben - BESTEN - Intentionen :) das ist das was zählt.

    Mit dem hochdrehen hast du Recht aber ich bin nun am überlegen was besser ist ihn hochzudrehen, um ihm zu zeigen, dass anspringen nicht ist oder abzuwarten und die Momente zu verpassen, wo er es eigenmotiviert macht, weil ich mal wieder zu lahm war.

    Draußen ziehen wir das "Ruhe"-Training genauso durch. Er erreicht bei uns nur was, wenn er es (halbwegs) ordentlich macht. Von daher hab ich da schon gewisse Hoffnungen.

    Er ist vor allem ein schlaues Kerlchen, deswegen bin ich da bester Hoffnung. Am liebsten würd ich ihn den ganzen Tag plattkuscheln so ein Zuckerstück ist er. Max rechts, Big links und dann kuschelnnnnnnnnnnnnnnnn ... aber nein ... ich muss mich da noch was gedulden :D