Beiträge von Fantasmita

    Ich finde ganze einfach, dass es die Mischung macht.

    Hier wird viel zu oft nur scharz und weiß gesehen ... der einen Gruppe wird unterstellt, dass sie, wenn sie etwas verbieten und/oder abbrechen, dann würde dies grundsätzlich über Leinenrucks oder Gewalteinwirkung jeglicher Art erfolgen, ohne das der Hund auch nur eine Ahnung hätte was ihm da widerfährt, weil ihm nie die erzieherische Basis gegeben wurde.

    Auf der anderen Seite wird unterstellt, dass die Leute die bemüht sind dem Hund alles verständlich zu machen, die den Erziehungsweg des Verständnisses gehen über Vertrauensaufbau und ähnliches gehen, dass sie nicht auch ihren Hund mal einfach in einem unerwünschten Verhalten abbrechen.

    Für mich ist dieser Thread das Beste Beispiel dafür, dass Hundehalter untereinander ein Graus sind. Jeder weiß alles besser und statt sich zu ergänzen, wird sich teilweise doch unangepaßt massiv (dafür das man sich nicht persönlich kennt und dies nur ein Forum ist) angegangen, dass geschriebene Wort wird bis zur Unkenntlichkeit verdreht und neu interpretiert, Unterstellungen werden auch sehr gerne herangezogen und es gibt nur die einen gegen die anderen.

    Wieviel mehr wäre es wert, wenn Hundehalter sich ergänzen würden und nicht versuchen würde ihre Weisheit allen überstülpen zu wollen, als die einzig wahre. Jeder Hund und jeder Mensch ist anders und je nach Hund muss man unterschiedlich agieren.

    Meine Hunde dürfen niemanden anpöbeln und darüber diskutiere ich nicht mit ihnen. Über andere Dinge diskutiere ich tagelang mit ihnen ;) und habe kein Problem damit. Auf der anderen Seite habe ich aber eine hervorragende Bindung zu ihnen und Hunde die meine Nähe suchen, die gerne mit mir schmusen und kuscheln, die gerne bei mir sind aber genauso gut und gerne auf Trebe gehen und sich mit anderen Hunden vergnügen.

    Ich denke die Mehrzahl der Hundehalter, grade die sich hier im Forum befinden, werden eine gesunde Mischung in der Erziehung haben, denn es gibt nicht nur den einen goldenen Weg. Denn allein die Anwesenheit in diesem Forum reflektiert eine Auseinandersetzung mit dem Thema Hund. Wobei manchmal ist grade die Überbeschäftigung mit dem Thema Hund auch wieder ein Problem.

    Ergo ... es ist nicht alles schwarz und weiß und man darf nicht vergessen, dass die wenigsten sich persönlich kennen, weshalb diverse Unterstellungen, Mutmaßungen, Interpretationen und vor allem diese Arroganz es besser zu machen, vollkommen fehl am Platz.

    Ich hab die Probleme auch nicht :D ... ich schreibe das aber nicht meinem tollen Auftreten zu sondern dem Aussehen meines Hundes (meiner Hunde).

    Großer, schwarzer (wahrscheinlich böser) Hund und schon ist das alles sehr einfach, man hat auch gerne mal ganze Bürgersteige für sich ... ist praktisch, dann muss man sich nicht an den Leuten vorbeidrängeln.

    Ein Problem wird es erst, wenn ihr es als solches seht, wäre aber unfair, dass betteln erst anzutrainieren :D und dann zu sagen "geht gar nicht".

    puderzucker
    Das ist so nicht richtig ... auch hier gilt, dass Hunde nicht generalisieren :D . Max kriegt ab und zu mal was vom Tisch und schaut beim Essen dann auch dementsprechend erwartungsvoll. Wenn er sieht, dass nix kommt, legt er sich hin und pennt und bei anderen oder wo anders, sprich Familie, Restaurant, etc. liegt er neben meinem Stuhl und bettelt nicht.


    Schöne Aussage von Günther Bloch ... sein Hund (seine Hunde) kriegt auch immer was vom Tisch und da meinte er dann zu seiner Frau "dass betteln müssen wir ihm aber abgewöhnen" und da meinte sie "wieso? es stört micht nicht" ... da sagte er im Seminar "das ist ein absolutes Totschlagargument, wenn es nicht stört, was soll man trainieren, also ist es jedermanns eigene Entscheidung was er möchte oder auch nicht."

    Gestern auf Animal Planet: In Amerika scheint ein Problemhund schon ein Hund zu sein der, wenn man ihm beim Fressen massiv stört, grummelt (nicht schnappt!). Der Gute durfte dafür sein Leben lassen.

    Sogesehen ist es doch sehr individuell und rein subjektiv.

    Ein Problem ist ein Problem, wenn es als solches empfunden wird. Das kann für den einen ein Hund sein der nicht stubenrein wird, für den anderen, wenn der Hund an der Leine zieht und der nächste empfindet erst beißen als ein Problem. Dann gibt es noch die die finden, dass man alles in den Griff kriegen kann und die nix als Problem empfinden.

    Als Max noch aggressiv gegen Menschen und Hunde (an der Leine war) .. so lang ist das noch gar nicht her, da habe ich das schon als Problem empfunden .. sprich es hat mich belastet ... allerdings habe ich Max nicht als Problemhund empfunden. Auch hier gibt es nochmal eine Differenzierung für mich.

    Ein wirklicher Problemhund ist für mich ein Hund der aufgrund welcher Gründe auch immer kein normales Sozialverhalten mehr zeigen kann oder einer der so von Ängsten zerfressen ist, dass er sich selber zerstört. Ansonsten gibt es primär Hundehalter die Probleme mit ihrem Hund haben oder von die Probleme mit Hunden haben die gar nicht ihre sind, etc. pp.

    Meist ist eh das größte Problem des Hundes der Mensch.

    Ich hab nun nur den Eingangspost gelesen aber ich bin momentan etwas verdattert ... ich erinnere mich an ganz ganz andere Beiträge von dir. Hast du das geschrieben oder hast du ne böse Stiefschwester?! :)

    Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist, dass solche Diskussionen hier im DF nix bringen außer Mord und Totschlag :D

    Zitat


    Hund springt Euch an, wenn Ihr nach Hause kommt:

    1. er freut sich

    Also meine Hunde haben mich nicht anzuspringen, wenn ich nach Hause komme. Ich lasse mal unseren Neuzugang raus, der ist an die Gepflogenheiten im Haus noch nicht gewohnt ... aber Max braucht nicht hochdrehen. Ich begrüße ihn eh erst, wenn er ruhig ist. Er hat sich im Laufe der Zeit angewöhnt, sich abzulegen und abzuwarten.

    Es gibt in dem Zusammenhang aber mit Sicherheit auch Hunde die in dem Moment bepöbeln.

    Beim Gassigang genau das gleiche. Max neigt auch dazu dann hochzudrehen aber da ich einfach still dastehe (ich brauch ja nicht mit ihm reden, er weiß ja worum es geht) geht er ein paarmal hin und her, kommt dann, setzt sich vor mich und dann mache ich ihm ruhig und wortlos das Halsband um, dann geht es im geordneten Gänsemarsch vor die Tür :) .

    höhere Sitzplätze: Unser Neuzugang liegt wirklich auf dem Boden und darf noch nicht auf das Sofa und Bett. Max darf das und läßt sich jederzeit runterschicken. Der Neuzugang wird dies auch dürfen ... in der Zukunft.

    Leinenführigkeit: Erwarte ich. Ich lasse mich nicht von meinem Hund durch die Gegend zerren. Allerdings erwarte ich das nicht als naturgegeben sondern bringe es ihm bei.

    Verhalten gegenüber anderen Hunden: Er darf sich den geistigen Mittelfinger denken (muss nicht jeden Hund mögen) aber hat sich anständig an der Leine zu benehmen.

    Zitat


    Hund kuschelt sich ganz dicht an euch/legt den Kopf auf euch ab

    1. Er sucht einfach eure Nähe /Rudelkontakt

    2. Er kontrolliert euch

    3. Er will euch dominieren

    Das finde ich persönlich eine schöne Frage und ich finde, dass wird viel zu oft überbewertet und hochgespielt. Was gibt es schöneres als Rudelkuscheln :gut:

    Ich mache das Studium Hundepsychologin mit Schwerpunkt Verhaltensberatung bei ATN und bin jetzt bei der 9ten Lektion. Nebenher besuche ich diverse Seminare und mache Praktikas um die fehlende Praxis in der Ausbildung auszugleichen.

    Das Studium selber ist teilweise nicht ohne, es ist auf jeden Fall schwieriger und öder (muss man ganz klar so sagen), als man es sich in seiner Tiernärrischen Phantasie vorstellt. Bis dato bin ich bei den wirklichen "Hundethemen noch nicht angekommen, dass geht erst aber der nächsten Lektion los. Die Fragen sind teilweise schwierig gestellt, mir erscheint hier, dass es absichtlich verkompliziert wird.

    Was ich damit sagen möchte ist, dass das Studium sehr interessant aber teilweise auch wirklich öde ist und man sich durch viel Theorie durchbeißen muss. Theorie die aber elementar wichtig ist. Neben dem Job ohne Probleme machbar.

    Zu den Zukunftschancen ... tja das muss man sehen. Der Markt ist komplett überlaufen (je nachdem wo man wohnt), deswegen ist es ggf. sinnvoll es langsam angehen zu lassen als Teilselbständigkeit neben dem Beruf.

    Vielleicht können ja die ATNler mal ne Maillingliste zur gegenseitigen Unterstützung und Diskussion starten. Wußte gar nicht, dass es im DF so einige ATNler gibt :) .