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Wir haben nun mal keinen "Hilfe, Mama hilf mir" Hund, sondern einen, der eben sagt: "Zja, die kommen schon, wenn die was von MIR wollen!"
Was nix mit Alpha oder Dominanz zu tun hat, sondern altersmäßigem Verhalten entspricht.
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Hinzu kommt, dass er zwar noch jung ist, allerdings trotzdem schon permanent Hunde anknurrt und anbellt, die an unserem Haus vorbei gehen.
Auch das entspricht seinem Alter und dem Verhalten, dass man mal ausprobieren möchte, wo die Grenzen sind. Hat er die Möglichkeit sich mit anderen Hunden im Freilauf zu sozialisieren?
Es ist an dir dieses Verhalten umzulenken, zu unterbinden, wie immer du auch möchtest, es hat aber nix mit Alpha zu tun, sondern ist normales altersentsprechendes Verhalten. Nicht jeder Hund ist halt ein Duckmäuser oder Angsthase.
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DAS ist - meines Wissens nach - ein Verhalten, dass sich nur ein ranhohes Mitglied eines Rudels erlaubt
Irrtum. Ranghöhere Rudelmitglieder haben eine hohe Toleranz gegenüber Junghunden und lassen sich so einiges an Jungspundeverhalten gefallen. Dazu gehört auch die Grenzen auszutesten.
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Normalerweise würde ich sonst entscheiden, ob der potenzielle Fremde gefährlich ist oder nicht.
Das ist richtig aber ein Junghund geht durch diverse Phasen, wo Fremde oder Fremdes gruselig ist. Es ist eben dein Job ihm zu zeigen, dass da nix gruseliges ist und das er nicht so einen Aufstand machen braucht. Dies erreichst du aber nicht, auf dem Weg den du begehst.
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Selbstverständlich ist das, wenn man nicht an die Rangordnungsgeschichte glaubt, Blödsinn.
Du solltest dich diesbezüglich einfach mal mit aktuellerer Literatur eindecken
.... der Alpha ist tot.
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Was den "hündischen" Umgang mit dem Hund betrifft, habe ich "Am anderen Ende der Leine" oder "Mit Hunden sprechen" gelesen.
Absolut gute Bücher ... die bei mir auch im Regal stehen die ich, entgegen zu vielem anderen Müll den ich gelesen habe, auch nicht wieder verkaufe. Allerdings gibt es aktuellere und bessere Lektüren, wenn es um die Interaktion von Hunden untereinander geht.
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Was meine Trainerin betrifft, so hat sie starke Referenzen und selbst Hunde, die vorher starke Beiß- und Kläffhunde waren und die sind die bravsten und sozialsten Hunde.
Das mag sein aber einen Welpen/Junghund als Beiß- und/oder Käffhund zu kategorisieren, wo er nur eine ganz normale Entwicklungsphase durchmacht, spricht nicht für Kompetenz.
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Ich bin überzeugt von ihrer Art und irgendjemand muss man auch vor Ort vertrauen können, wenn man Anfänger ist.
Da stimme ich dir absolut zu aber man sollte auch immer kritisch hinterfragen. Viele Hundehalter haben sich am Anfang falsch orientiert (vielleicht gehört das auch dazu) und haben über lange Umwege (was die armen Hunde ausbaden mußten), dann zu einem vernünftigen Weg gefunden. Nun ist mein Weg, nicht der von TanteFlauschig oder von asterix ... so muss halt jeder seinen Weg finden, bei dir fällt halt nur auf, dass du auf fast Katastrophale Weise einen Weg (den Weg deiner Trainerin) verteidigst, wo einem schon der gesunde Menschenverstand sagt, dass so ein junger Hund Entwicklungsphasen durchmacht, das Bindung erstmal entstehen muss, dass ein Hund mit einem zusammen lernt und das mit Sicherheit nicht dadurch, dass man ihn ignoriert, er muss lernen Sicherheit und Orientierung bei einem zu finden.
Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, du bist auf dem richtigen Weg, dann mach es so ... aber ich vermute, dass du dein Bauchgefühl zugunsten der Aussagen deiner Trainerin zu Seite schiebst. Dein Hund ist 17 Wochen ... sagt dir dein Bauchgefühl wirklich, dass dieses Vorgehen das richtige ist?
Wenn dem so ist, dann immer zu ....