Beiträge von Fantasmita

    Max: Kastriert mit ca. 2 Jahren. Er ist alles in allem genauso wie vorher. Ist - wie vorher auch - extrem spielfreudig, hat nicht zugenommen und ist eine Actionmurmel, er ist und war verträglich mit allem und jedem, auch mit den unverträglichsten Hunden.
    Geändert hat sich, dass er aufmerksamer ist, da er sich sehr von den Mädels hat verführen lassen, er leckt keine Pipi mehr auf, klappert nicht mehr mit den Zähnen, wenn ne leckere Spur ist, er sabbert nicht mehr und besteigt nicht. An Mädels ist er grundsätzlich interessiert aber nicht sexuell.

    Mr. Big: Ist kastriert zu uns gekommen, ist ca. 1,5 Jahre, wurde am 28.12. kastriert, deswegen kann ich zur Verhaltensänderung nicht viel sagen, da ich nicht weiß, wie schnell eine operative Kastra wirkt. Mr. Big ist aber vom ersten Tag, wo wir ihn kennengelernt haben (vor einem Monat) bis heute gleich. Er ist verträglich mit den meisten Rüden, er ist sprotlich/aktiv und verspielt. Zunehmen würde ihm gut bekommen, hat er aber noch nicht sonderlich.

    Von daher also bisher tendenziell nur gute Erfahrungen.

    Tierschutzrelevant ist das mit Sicherheit nicht aber ein nettes Gespräch mit dem Hundehalter, dass grade der jüngere Hund mehr Auslastung bräuchte kann nie falsch sein. Sollte der Hundehalter sich dagegen sperren, kannst du aber herzlich wenig dagegen machen.

    Da haben wir uns falsch verstanden ... natürlich sollst du deine Meinung äußern ... das steht außer Frage aber mich würde interessieren, was du konkret mit deinen Anforderungen an die Ausbildung meinst? Scheinbar gehst du ja dann nicht zwingend danach, dass jemand jahrelang Rettungshundeausbilder gewesen ist oder zertifizierter Hundetrainer, gelernt bei xyz ... was sind deine konkreten Kriterien. Rein interessehalber :) .

    Na das hört sich doch gut an :gut: , dann berichte mal von dem gemeinsamen Spiel.

    Das ist der Grund warum ich auf Onlinebeschreibungen von Hundeschule erstmal distanziert reagiere. Ich finde es nicht gut eine Schule generell zu verurteilen, wenn man die Leute noch nicht kennengelernt hat. Es kommt darauf an, ob man sich dort wohlfühlt und das ist das wichtigste.

    Marion
    Nochmal zur Ausbildung. Viel mehr wert als die tollste Ausbildung hat oftmals ein gutes Gefühl für Hunde. Früher gab es gar keine tollen Ausbildungen für Hundetrainer und trotzdem gab es tolle und weniger gute .. und auch heute kann auf Webseiten das tollste stehen, die Leute können scheinbar perfekt mit der persönliche Ideologie harmonieren und die Besten Ausbildungen und Referenzen haben, dass bringt wenig, wenn sie das Gefühl nicht haben, deswegen bin ich schon immer dafür HuSchus nicht pauschal zu verurteilen, man muss sich ein persönliches Bild machen.

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    Tolleriert ihr sowas, oder sagt ihr, entweder ich mit meinem Hund oder gar nicht?

    Ich unterscheide hier. Bei meinem Partner wünsche ich mir schon einen "Tiermenschen". Ich hatte ja schon immer viele Tiere. Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe (2006) habe ich auch 2-3 Beziehungsversuche gehabt mit Nicht-Tiermenschen. Das war immer problematisch... zum einen die Haare, dann das man ständig gemerkt hat, dass die Person mit den Tieren nicht viel anfangen konnte, vor allem dann, wenn man den anderen vielleicht auch brauchte.
    Einmal war z.B. eine meiner Ratten krank, ich fuhr also zu meinem damaligen Freund und nahm meine kranke Ratte mit. Er meinte dann, ich solle sie im Flur stehen lassen, weil er sie in der restlichen Wohnung nicht haben wollen würde. Bei mir zuhause hatte er Probleme mit den Katzenhaaren. Das ganze war für mich nach einem halben Jahr durch. Nicht nur wegen meiner Tiere aber auch.

    Für mich hat eine Beziehung zu einem Nicht-Tiermenschen nicht viel Sinn. Mein Mann ist zum Glück genauso und schlimmer als ich und man merkt das an der ganzen Beziehung ...es ist um einiges einfacher und unkomplizierter.

    Meine Tochter z.B. ist auch kein Tiermensch ... bei ihr nehm ich das so hin und bei Freunden und Bekannten habe ich damit auch kein Problem. Das respektiere ich und stelle mich darauf ein.

    Bei einem Partner ist das halt nen Unterschied, weil es mir die mit am nächsten stehende Person in meinem Leben ist und ein Hund ist halt ein Familienmitglied, d.h. entweder gehört er voll dazu und wird nicht nur als "mein Problem" betrachtet oder es paßt nicht. Meine Hunde können nicht einfach nur toleriert werden, dass wäre mir zu wenig. Der Partner muss schon Freude und Spaß am Umgang mit ihnen haben, man muss zueinander stehen, wenn die Tiere krank sind und einander unterstüzten, wenn der eine mal nicht kann, wie er möchte und auch für die Tiere ist der Zuspruch beider Personen wichtig ... nicht zuletzt auch für die Erziehung, dass man da an einem Strang zieht.

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    aber für mich ist er halt mein kleines Baby :smile:

    Genau diese Einstellung solltest du zügigst ändern, sonst wirst du nicht erfreut sein, wie sich dein Baby irgendwann mal entwickelt. Er ist ein Hund und braucht klare Strukturen und souveräne Führung deinerseits ;) .

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    Ich kann dir nur wärmstens das buch "Ich lauf schonmal vor" von Thomas Baumann empfehlen.



    :gut: Absolute Empfehlung auch von mir :gut: Das Buch hätte ich früher gerne mal als Empfehlung gehabt, dann wäre einiges anders gelaufen. Ein sehr sehr gutes und ganzheitliches Buch.

    Ich muss nochmal korrigieren ... das Buch "Mit Hunden sprechen" finde ich absolut gruselig :schockiert: ... ich bezog mich auf das "andere Ende der Leine", das fand ich gut.

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    Wir haben nun mal keinen "Hilfe, Mama hilf mir" Hund, sondern einen, der eben sagt: "Zja, die kommen schon, wenn die was von MIR wollen!"

    Was nix mit Alpha oder Dominanz zu tun hat, sondern altersmäßigem Verhalten entspricht.

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    Hinzu kommt, dass er zwar noch jung ist, allerdings trotzdem schon permanent Hunde anknurrt und anbellt, die an unserem Haus vorbei gehen.

    Auch das entspricht seinem Alter und dem Verhalten, dass man mal ausprobieren möchte, wo die Grenzen sind. Hat er die Möglichkeit sich mit anderen Hunden im Freilauf zu sozialisieren?
    Es ist an dir dieses Verhalten umzulenken, zu unterbinden, wie immer du auch möchtest, es hat aber nix mit Alpha zu tun, sondern ist normales altersentsprechendes Verhalten. Nicht jeder Hund ist halt ein Duckmäuser oder Angsthase.

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    DAS ist - meines Wissens nach - ein Verhalten, dass sich nur ein ranhohes Mitglied eines Rudels erlaubt

    Irrtum. Ranghöhere Rudelmitglieder haben eine hohe Toleranz gegenüber Junghunden und lassen sich so einiges an Jungspundeverhalten gefallen. Dazu gehört auch die Grenzen auszutesten.

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    Normalerweise würde ich sonst entscheiden, ob der potenzielle Fremde gefährlich ist oder nicht.

    Das ist richtig aber ein Junghund geht durch diverse Phasen, wo Fremde oder Fremdes gruselig ist. Es ist eben dein Job ihm zu zeigen, dass da nix gruseliges ist und das er nicht so einen Aufstand machen braucht. Dies erreichst du aber nicht, auf dem Weg den du begehst.

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    Selbstverständlich ist das, wenn man nicht an die Rangordnungsgeschichte glaubt, Blödsinn.

    Du solltest dich diesbezüglich einfach mal mit aktuellerer Literatur eindecken ;) .... der Alpha ist tot.

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    Was den "hündischen" Umgang mit dem Hund betrifft, habe ich "Am anderen Ende der Leine" oder "Mit Hunden sprechen" gelesen.

    Absolut gute Bücher ... die bei mir auch im Regal stehen die ich, entgegen zu vielem anderen Müll den ich gelesen habe, auch nicht wieder verkaufe. Allerdings gibt es aktuellere und bessere Lektüren, wenn es um die Interaktion von Hunden untereinander geht.


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    Was meine Trainerin betrifft, so hat sie starke Referenzen und selbst Hunde, die vorher starke Beiß- und Kläffhunde waren und die sind die bravsten und sozialsten Hunde.

    Das mag sein aber einen Welpen/Junghund als Beiß- und/oder Käffhund zu kategorisieren, wo er nur eine ganz normale Entwicklungsphase durchmacht, spricht nicht für Kompetenz.


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    Ich bin überzeugt von ihrer Art und irgendjemand muss man auch vor Ort vertrauen können, wenn man Anfänger ist.

    Da stimme ich dir absolut zu aber man sollte auch immer kritisch hinterfragen. Viele Hundehalter haben sich am Anfang falsch orientiert (vielleicht gehört das auch dazu) und haben über lange Umwege (was die armen Hunde ausbaden mußten), dann zu einem vernünftigen Weg gefunden. Nun ist mein Weg, nicht der von TanteFlauschig oder von asterix ... so muss halt jeder seinen Weg finden, bei dir fällt halt nur auf, dass du auf fast Katastrophale Weise einen Weg (den Weg deiner Trainerin) verteidigst, wo einem schon der gesunde Menschenverstand sagt, dass so ein junger Hund Entwicklungsphasen durchmacht, das Bindung erstmal entstehen muss, dass ein Hund mit einem zusammen lernt und das mit Sicherheit nicht dadurch, dass man ihn ignoriert, er muss lernen Sicherheit und Orientierung bei einem zu finden.

    Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, du bist auf dem richtigen Weg, dann mach es so ... aber ich vermute, dass du dein Bauchgefühl zugunsten der Aussagen deiner Trainerin zu Seite schiebst. Dein Hund ist 17 Wochen ... sagt dir dein Bauchgefühl wirklich, dass dieses Vorgehen das richtige ist?

    Wenn dem so ist, dann immer zu ....

    Mir wird ganz schlecht, wenn ich das hier alles lese. Das kommt mir vor hier wie die Kinder die keine Kindheit mehr haben, sondern nur perfekt zu funktionieren haben, die bitte schon mit Englischkenntnissen in den Kindergarten kommen und selbstverständlich vor der Einschulung schreiben können, die ihre Freizeit im Ballett verbringen.

    Ein 17 Wochen alter Hund braucht Erziehung aber er muss nicht perfekt funktionieren. Entdecke die Welt mit ihm, spiele mit ihm, zeig ihm was richtig und was falsch ist ... aber wie kann man auf die Idee kommen ihn in dem Alter schon zu ignorieren, vor allem in der Form. Ein Hund ist ein hochsoziales Tier ... und mit 17 Wochen mit Sicherheit kein Alpha. Mal ganz ab davon, dass die wenigsten Hunde das überhaupt anstreben, dass ist reine Interpretation vom Menschen.

    Werde du lieber ein guter Hundeführer an dem dein Kleiner sich orientieren kann und zeige ihm die Welt und das er bei dir Sicherheit findet.

    Ganz ehrlich .. ich bin schon nen bissel schockiert, was hier von einem so jungen Hund verlangt wird, welchen Mist er schon erleben muss ... wie kann man auf die Idee kommen, dass so ein junger Hund Bedarf hat, dass man ihn ignoriert .. natürlich soll er nicht die ganze Zeit bespaßt werden aber in dem Maß, wie das hier abverlangt wird ist das total übertrieben und was viel schlimmer ist, es überfordert den Hund und sorgt im Zweifelsfall für die totale Zerstörung jeglicher Bindung.