Beiträge von Fantasmita

    Es ist einfacher zu lesen, als ihr anderes Buch Hundepsychologie: Sozialverhalten und Wesen. Emotionen und Individualität. Aber mal so nebenher ist es nix. Aber da hast du wenigstens fundiertes Wissen und die Bilder sind einfach nur der Hammer.

    Ich habe so einiges an Büchern aber ich muss sagen die Bücher der Feddersen sind wirklich mit die Besten.

    Guten Appetit ... die beiden Jungs bei der Raubtierfütterung ... Biggi muss gedacht haben, dass ich nicht alle Tassen im Schrank habe aber er hat sich trotzdem bei der Verköstigung nicht stören lassen:

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    Von Frau Dr. Schöning halte ich persönlich nicht sehr viel. Hast du dir mal das Buch angeschaut:

    Ausdrucksverhalten beim Hund. Mimik, Körpersprache, Kommunikation und Verständigung von Dorit U. Feddersen-Petersen, dass finde ich persönlich absolut genial aber es ist halt immer so eine Sache, was dem einen zusagt findet der nächste doof :D .

    Bei uns war es das Katzenklo .... Max hatte ewig keine panierte Würstchen mehr aus dem Katzenklo geklaut, dann kam er vor ca. einem Jahr (mit 2,5 Jahren) mit einer panierten Wurst in der Schnute an ...

    ... ich also ganz pädagogisch gedacht und ihm gesagt er soll es mir abgeben, hat er natürlich auch sofort gemacht und bekam dafür nen Lecker.

    Tja super ... am nächsten Tag das selbe Spiel ... er hatte wohl gemeint, dass er jetzt immer tolle Leckers im Tausch für Katzenkacke kriegt .. das ist marktwirtschaftlich zwar schlau aber doch etwas eklig. Also gab es bei der Wiederholung lediglich ein unpädagogisches "nein". Danach war das Thema wieder durch.

    Zitat

    wir haben dienstag einen hund von privat übernommen, angeblich katzenverträglich und kann alleine bleiben.

    Wurde ja schon mehrfach gesagt, 3 Tage sind nix.

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    die katzen jagd er, wenn sie ihm zu nahe kommen

    Das ist normal. Ihr müßt ihm erstmal beibringen, dass die Katzen zum "Rudel" gehören und sie nicht als Frühstück herhalten dürfen. Am sinnvollsten ist es einen Rückzugsort für die Katzen zu schaffen, wo der Hund auf gar keinen Fall hinkommt.
    Ansonsten würde ich dem Hund vorübergehend eine Hausleine (kurze Leine die er hinter sich herschleift und über die ihr schnell eingreifen könnt) anmachen (an ein Geschirr). Wenn er dann zum jagen ansetzt sofort unterbinden. Das ist reine Fleißarbeit ... ihr müßt da konsequent immer dran bleiben.

    Wenn ein Hund die eigenen Katzen mag, heißt es nicht, dass er generell alle Katzen mag. Meine mögen auch nur die der eigenen Familie, andere Katzen werden gnadenlos gejagt (zumindest theoretisch).


    Zitat

    und nach 5 min alleine bleiben bellt er das haus zusammen, unpraktisch bei ner mietwohung.

    Das ist tatsächlich unpraktisch und ich hoffe, ihr habt die Möglichkeit, dass vorübergehend immer jemand bei ihm ist.
    Hunde lernen ortsbezogen und wenn ein Hund in einer Wohnung über Stunden alleine sein kann, dann heißt das nicht, dass er es generell kann. In der für ihn neuen Umgebung muss er das erstmal in kleinen Schritten lernen. Praktisch wie ein Welpe. Wahrscheinlich wird das Training schneller gehen, da er es ja grundsätzlich schon kann aber man muss ihm auch hier die Zeit geben.

    Sucht mal über die Forensuche nach Alleinseintraining, da gibt es unzählige Threads zu, wie ihr das aufbauen könnt. Am Anfang einfach immer die Türen schließen, wenn man das Zimmer verläßt, gleich wieder reinkommen, später dann die Wohnungstür öffnen, raus, gleich wieder rein, usw.. . in kleinen Schritten aufbauen und langsam steigern. Er muss sich einfach erst eingewöhnen und lernen, dass er bei euch sein Zuhause hat, wer ihr seit und das er sich auf euer zurückkommen verlassen kann.

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    die vorbesitzerin ist nicht sehr kooperativ und meint nur wir hätten den hund versaut, in 3 tagen !

    Das spricht auch nicht dafür, dass sie viel Hundeverstand hat ;) .

    Zitat

    zudem ist er extrem eifersüchtig, wenn meine frau und ich schmusen ist alarm!

    Gebt eurem Hund einen Platz in der Wohnung. Diesen Platz baut ihr so auf, dass er für den Hund ganz toll ist (auch hier mal die Forensuche betätigen). Das kann man super mit Leckerlies trainieren. Mit der Zeit (ca. 2 Wochen) wird er diesen Platz für sich als das tollste der Welt annehmen (wenn ihr es richtig macht) und dann könnt ihr ihn, wenn er Alarm macht dort hinschicken.
    Vorerst würde ich, wenn er Rabatz macht ihn ruhig und konsequent wegschicken, auch wegschieben. Wichtig ist hier, dass der Hund auf gar keinen Fall angeschrien oder angemotzt wird, sondern das ihr ruhig und souverän agiert. Das macht ihr immer wieder... ganz konsequent. Wenn ihr zuende geschmust habt :D , dann ruft ihr ihn aktiv zu euch und kuschelt mit ihm, so lernt er, dass es gar keinen Grund für Rabatz gibt und das auch seine Zeit kommt.

    Auch hier ... das ist Fleißtraining und benötigt einfach nur Konsequenz auch wenn es momentan nervig ist, was ich durchaus nachvollziehen kann.

    Ihr habt aber keinen Problemhund. Er ist momentan einfach neu bei euch und braucht seine Zeit. Manch ein Hund braucht ein halbes Jahr, bis er wirklich ankommt. Wir haben vor 5 Monaten einen Hund aufgenommen und vor einem Monat hat man plötzlich eine ganz massive Veränderung in seinem Verhalten bemerkt ... er wirkte auf einmal richtig angekommen. Also gebt ihm diese Zeit und genießt das Training mit ihm... es macht Spaß, wenn man die Veränderung sieht.

    Das ihr euch Hilfe in einem Forum sucht zeigt schonmal, dass ihr euch einen Kopf um ihn macht und das finde ich super. Also ran an den Hund und fleißig trainieren.

    Schau mal hier: https://www.dogforum.de/alleinebleiben…ung-t62763.html

    Hier findest du auch sonst ganz gute Sachen: https://www.dogforum.de/ratgeber-hund-f105.html

    Zitat

    Kari zeigt dieses Verhalten auch ohne Leine. Sogar meistens, wenn sie frei läuft. An der Leine habe ich oft noch das "Glück", dass sie generell mehr auf mich achtet und sich leichter ablenken lässt.

    Das hattest du überhaupt nicht geschrieben. Du hattest rein von seinem Verhalten an der Leine gesprochen und das nennt man dann Leinenaggression.

    Ich würde mir einen Trainer suchen, der was davon versteht, vielleicht kannst du sagen wo du wohnst, dann kann man dir Trainerempfehlungen geben.

    Das du generell zu unsicher bist ist schonmal ein guter Ansatz, d.h. du mußt diesbezüglich selbstsicherer werden und an dir arbeiten. Sinnvoll ist das durchaus mit einem Trainer, der dir Körpersprache erklärt, dich ggf. filmt und dir aufzeigt, wo deine Defizite liegen.

    Das Thema "zeigen und benennen" kann für euch ein Thema sein oder auch nicht, dass kann ich nicht sagen. Ist auch eine Typfrage. Ich bin nicht der Typ der mit Clicker und Leckerliebeutel durch die Gegend rennt und meinem Hund alles anclickere was nicht niet und nagelfest ist :D . Damit will ich das nicht schlecht machen aber natürlich muss es immer zu einem passen und man muss sich mit etwas identifizieren können und auch daran glauben. Das alles fällt bei mir bei dem Thema weg aber natürlich ist es gut möglich, dass es genau euer Ding ist.

    Wir haben die Leinenaggression seinerzeit mit einem guten Trainer gelöst ... schnell, zeitnah und effektiv. Es wurde aversiv gearbeitet, was auch nicht jedermanns Ding ist. Natürlich lief mein Hund dann nicht sofort fröhlich pfeifend an der Leine aber er hat den "Schei..." gelassen. Das lockere an der Leine bei Hundebegegnungen hat sich mit der Zeit ergeben. Heute schaut er andere Hund teilweise mitleidig an, wenn sie ihn anpöbeln.

    Was will ich dir damit sagen. Du mußt für dich und deinen Hund einen Weg finden der auf euch paßt, ob das ohne gescheiten Trainer geht, wage ich zu bezweifeln aber wenn dir das Thema zeigen und benennen zusagt, dann schreib dort einfach mal und man wird dir bestimmt weiterhelfen. Vielleicht greift es bei euch .. viele scheinen da Erfolg zu haben.. in welchem Zeitraum und wie effektiv mag ich nicht zu beurteilen.

    Zitat

    Es ist keine typische Leinenagression

    Mich interessiert vorab mal, was für dich eine typische Leinenaggression ist, wenn nicht das Verhalten deines Hundes ;)

    Dann wüßte ich gerne, warum dein Trainer da nutzlos ist, was hat er dir empfohlen und was hast du bisher probiert?

    An der Frusttrationstoleranz kannst du den ganzen Tag arbeiten, indem du alles durchbrichst, wo dein Hund eine Erwartungshaltung hat. Hat er die Erwartungshaltung schnell rauszukommen und dreht dann hoch? Dann mach ihm das Halsband an, nimm die Leine und geh nicht raus, sondern lege sie nach gewisser Zeit wieder weg.

    Geh mit dem Hund raus, binde ihn an einem Baum, stell dich ein Stück weiter weg, soweit wie er es grade noch aushält.

    Wirf einen Ball und lass ihn nicht nachjagen, sondern er soll - bis zu deiner Freigabe - neben dir absitzen.

    Usw. .. lass deine Phantasie spielen ... wie gesagt .. alles wo dein Hund eine Erwartungshaltung hat kannst du durchbrechen und seine Frusttrationstoleranz steigern ... oder halt aktiv solche Spiele machen, wie mit dem Ball werfen ... auch die Reizangel eignet sich gut für sowas.

    Vielleicht ist es für ihn einfacher, wenn du dich auf die Treppe setzt. Setz dich ganz unten hin (hochlocken) oder ganz oben (runterlocken), so dass er maximal eine Stufe gehen muss um zu dir zu kommen. Versuch es mal mit Fleischwurst, Käse oder bei ganz hartgesottenen Kandidaten mit Pansenstücken ;) oder animiere ihn einfach verbal sich ein streicheln abzuholen (worauf steht er den am meisten? damit würde ich motivieren. Wenn er sich dann die eine Stufe zu dir getraut hat, dann rutsche eine Stufe hoch ... also ganz langsam.

    Wenn ihm die Stufen zu rutschig sind, dann versuche dort ein Stück Teppich hinzulegen und hilf ihm damit ... später wird das dann nicht mehr notwendig sein.