Zitat
1. weil "echte" Jagdhunde dafür gezüchtet wurden und (hoffentlich) meistens in Jägerhänden zu finden sind.
Das ist leider ein grober Irrtum. Dank der ganzen Außlandsvermittlungen haben wir hier hochspezialisierte Jagdhunde in rauhen Mengen die als liebe Schoßhunde vermittelt werden und die ihren Lebtag nicht von der Leine können, weil die Hundehalter mit dem Jagdtrieb überfordert sind. Im Zweifelsfall werden sie fett gefüttert, auch so kriegt man den Jagdtrieb im Zweifelsfall in den Griff.
Tucker
Du ziehst hier irgendwo den Vergleich, dass auch ein Jäger ein Leben lang mit seinem Hund arbeitet. Natürlich tut er das aber das ist auch Schönrederei und Äpfel mit Birnen vergleichen, denn bei den meisten Jägern (Ausnahmen gibt es zum Glück) wird sehr wohl mit Starkzwang gearbeitet und da reden wir nicht vom Sprühhalsband (wie schon gesagt wurde bei einem heißblütigen Jäger wird man damit eh nix) sondern vom TT. Dann werden Jagdhunde die nicht im gehorsam stehen einfach abgeschafft, auch gerne ersäuft und es wird sich ein neues geholt, welcher besser zu erziehen ist. Grade habe ich hier in der Nachbarschaft ... da soll ein Hund vom Jäger dringend untergebracht werden, weil er sonst erschossen werden soll, da er als Jagdhund unbrauchbar ist (ließ sich nicht gescheit kontrollieren) und zu guter Letzt kann man den Jäger auch nicht mit Otto-Normalhundehalter vergleichen. Der Jäger will diesen Trieb im Hund und er nutzt ihn, d.h. der Hund kann sich in seinem Trieb auch ausleben, etwas was Otto-Normalverbraucher weder kann noch will, noch darf.
Ich finde die Darstellungen hier doch arg romantisch angefärbt und sehr weit weg von der Realität. Welcher Jäger hätte Zeit und Muße sich jahrelang nur um den Jagdtrieb seines Hundes zu kümmern, wie das unzählige engagierte und verzweifelte Hundehalter tun. Ein Jagdhund im Dienst hat zu funktionieren, natürlich wird mit ihm gearbeitet aber doch nicht mit dem Zeiteinsatz den manch einer hier investiert.
Ein "guter Tipp" von einem Jäger zu dem Thema: Wenn der Hund auf die Jagd will ihn mit der Schleppleine absichern und ihn dann volle Kanone in die Schleppleine knallen lassen (natürlich am Halsband) damit er sich 4 x überschlägt, er würde dann nie wieder so unkontrolliert losgehen.
Noch ein "guter Tipp" von einem anderen Jäger: Den Hund 4 Tage hungern lassen, um ihn besser formen zu können.
Das sind also die tollen Jäger, die so engagiert jahrelang mit ihren Hunden arbeiten. Ich glaube die sind eher die Ausnahme als die Regel.