Beiträge von Shalea

    Wie machen das denn die ganzen anderen Leute mit Hunden im Süden? Ich hatte auch mal kurz daran gedacht, im November Richtung Italien zu fahren, mir war aber gar nicht bewusst, dass es da eine besondere Gefahr gibt. Gibt es keinen Schutz? (Das Tier hier kriegt Nexgard)

    Du bräuchtest einen Schutz gegen Zecken, Sandmücken und eine Herzwurmprophylaxe vor (z.B. Milbemax 2x im Abstand von 4 Wochen).

    Zusätzlich sollte dein Hund nicht nachts oder in der Dämmerung draußen schlafen (je 1h vor und nach Sonnenauf- und Untergang). Je windiger der Ort, desto geringer das Risiko, weil Sandmücken im Wind nicht gut fliegen können.

    Im November ist das Risiko wirklich gering.

    Fliegengitter sind für Sandmücken zu grob. Wenn dein Camper welche hat, kannst du sie zusätzlich mit Mückenmittel benetzen.

    Nein, würde ich nicht.

    Wir fahren nicht mehr zu den kritischen Zeiten in den Süden. Unsere Tochter lebt in Südfrankreich und Besuche mit den Hunden finden bis max. Ende April u/od ab Ende Oktober statt.

    Wir sind allerdings "geschädigt". Vor vielen Jahren hat sich einer unserer Rüden trotz aller Schutzmaßnahmen in Spanien Leishmaniose eingefangen und ist daran auch trotz Behandlungsmarathon gestorben.

    Das hätte ich vielleich dazu schreiben sollen: Ich reise schon aus Gründen der unerträglichen Hitze nur von Oktober bis Ende März/Anfang April in den Süden.

    Ich habe interessehalber gerade mal geschaut, was Kliniken so auf der Webseite haben:

    TK Duisburg: Anzahlung min. 50% des zu erwartenden Rechnungsbetrags

    TK Nürnberg: schreibt sehr schwammig, dass die bei großen OPs ggf. Vorkasse wollen

    TMZ Birkenfeld: 70% Anzahlung bei größeren Operationen

    TK Pertoldsdorf Ost: ist sehr transparent auf der Webseite, 30% Anzahlung ab einem KV von 1000€, bei Aufnahme auf die Station immer 30% des KV, dort ist sogar transparent beschrieben, was passiert, wenn der Besitz nicht zahlt bzw. das Tier nicht abholt

    TK Hofheim: schreibt leider nicht, nur, dass sie nicht direkt mit Versicherungen abrechnen

    TK Oberhaching: wie geschrieben Bonitätsprüfung oder Anzahlung, laut Webseite allerdings zwischen 1000 und 2000€

    Beim Googeln fand ich interessant, dass es bereits Kreditinstitute gibt, die die Not von Tierbesitzern erkannt haben und Sofortkredite zu Wucherzinsen (13,99%) anbieten.


    Es ist halt schade, dass die Erfahrungen der Tierkliniken solches Vorgehen nötig machen und es damit ehrlichen Leuten, die ihre Rechnungen trotz wenig Einkommen bezahlen, das so schwer gemacht wird.

    Definitiv. Ich kenne noch ganz andere Zeiten, allerdings sind es eben auch diese Zeiten gewesen, die einige Tierärzte selbst in die Insolvenz oder schlimmer noch den Selbstmord getrieben haben. :no: Es gab schon immer Leute, die ihre Rechnungen nicht mehr zahlen konnten.

    Es gibt Summen, die man wohl wahrscheinlich nicht erreichen wird in der tierärztlichen Versorgung.

    Und dazu gibt es ethische Grenzen, die jeder für sich selbst stecken muss. Nicht alles, was möglich ist, ist sinnvoll. Das kam ja gestern schon mal.

    Beispiel:

    Ich war mit Bones kürzlich in der TK Haar, um ein Osteosarkom möglichst ausschließen zu können und habe von vornherein gesagt, dass ich, sollte es sich doch bestätigen, eine Amputation, falls aufgrund der Lage überhaupt möglich, in diesem individuellen Fall klar ablehne und es auch keine Bestrahlung geben wird.

    Andere hätten das anders gesehen und eher nach dem Motto "alles, was möglich ist", gehandelt.

    Wenn man das Risiko klar betrachtet, dürfte wahrscheinlich ein sehr großer Teil der Hundehalter*innen keine Hunde halten.

    Mh, ich bin unschlüssig.

    Tatsächlich habe ich nach Ebby selbst als Gutverdienerin überlegt, ob ich mir heutzutage noch einen zweiten Hund leisten kann und wenn Bones nicht so wahnsinnig gelitten hätte, wäre vermutlich auch länger keiner eingezogen. Und dann ausgerechnet ein Hund mit Vorerkrankung und schon jung nicht versicherbar. :ugly:

    Aber ich will auch kein Leben in dauerhafter Angst führen. Ich sorge gut vor und wenn das Polster droht, aufgebraucht zu werden, dann sehe ich zu, wie ich damit umgehe. Ich habe mit geringem Gehalt vor vielen Jahren für Ebby Lösungen gefunden und werde das wieder tun.

    Ich glaube durchaus, dass sich viele Hunde leisten können und sich eher die Frage stellen müssen "Müssen es zwei (oder mehr) sein und welche persönlichen Bedürfnisse will und kann ich im Falle einer schweren oder chronischen Erkrankung zurückstellen?", ich habe auch den Eindruck, dass in der DF-Blase die Einsicht überwiegend da ist, dass Vorsorge notwendig ist, aber ich erlebe im realen Leben nach wie vor, dass nicht gut vorgesorgt wird und die Leute dann von den hohen Kosten überrascht werden.

    Ich würde daher den Satz umformulieren und sagen: Wenn man das Risiko klar betrachtet, muss ein Großteil der Hundehalter umdenken und individuell besser vorsorgen.

    Allerdings hab ich schon gehört, dass man bei uns (TiHo Hannover) sein Tier erst zurück bekommt, wenn man bezahlt.

    Das kenne ich via Flüsterpost schon seit vielen Jahren aus verschiedenen Kliniken hier im Umkreis. Ich habe damit selbst keine Erfahrungen. Ich finde das Vorgehen allerdings in Ordnung, weil man sich leider nicht darauf verlassen kann, dass die Leute schon zahlen werden.

    Ich denke, wie man es macht - es bleibt ein Restrisiko.

    Legt man Geld zurück, kann es (egal bei welcher Summe) nicht reichen.

    Egal bei welcher Summe würde ich nicht unterschreiben, aber klar können Ersparnisse von Normalsterblichen an ihre Grenzen kommen. Ein Fall wie Ebby wäre nicht über mein Hundekonto abgedeckt, aber wie oft kommen solche Extremfälle vor? Wenn ich nochmal so einen Hund bekomme (in vielerlei Hinsicht bitte bitte nicht 🙏), fange ich parallel an, Lotto zu spielen, denn dann scheine ich ein Händchen für 1:140 Mio zu haben.

    Und zusätzlich zur Versicherung muss man dann ja eigentlich auch ne größere Summe griffbereit haben, für spontane Zahlungen.

    Und das ist, was ich wirklich problematisch finde. Viele Menschen schließen Tierkrankenversicherungen ab, weil sie wissen, dass sie hohe Kosten nicht tragen können und es wird auch in den Kliniken dafür geworben, wie wichtig Tierversicherungen sind, aber das ist der Part, über den nicht aufgeklärt wird. Wenn ich jetzt aber wenig Geld habe und deswegen eine Versicherung abschließe, woher nehme ich dann spontan 3000€? Ja, vielleicht habe ich Freunde oder Familie, die sowas auslegen können, bis die Versicherung zahlt, aber was, wenn nicht?

    Ich denke, man tut gut daran, die Bedingungen in den Kliniken vor Ort zu kennen. Die sind ja doch sehr unterschiedlich.

    Hier z.B. wird in der Regel bei großen Sachen eine Anzahlung von 1000€ gefordert, alternativ eine Bonitätsprüfung. Die Anzahlung war bei mir bisher problemlos mit der EC-Karte möglich.

    Allerdings kann sich die Situation auch immer verändern...

    ist das die LMU? Das wäre meine Klinik, die am nächsten ist. Auf der Website habe ich dazu nichts gefunden, also daß man da eine Anzahlung leisten müßte

    Nein, Oberhaching. Ich war da zuletzt im Oktober 23 im Notdienst. Aber wie gesagt, ich hätte alternativ auch eine Bonitätsprüfung durchführen lassen können. Insgesamt beliefen sich die Kosten letztendlich auf 3800€ (Blut, Sonographie, Röntgen, MRT, Liquoruntersuchung, stat. Aufenthalt, Opiattropf, Medikamente zum Mitgeben etc).

    Und ich war ja oft im Notdienst und bin da auch mit Ebby regelmäßig mit höheren Beträgen raus, meine Hunde wurden immer erst gut versorgt. Es wird ja manchmal fast so dargestellt, als würden Kliniken den Hund blutend auf dem Boden liegen lassen und erst behandeln, wenn ein Stapel Geld den Besitzer gewechselt hat. Das habe ich nie so erlebt, auch nicht in Posthausen, wo ich komplett neu als Kundin war (Urlaub) und Ebby stat. aufgenommen werden musste und gar nicht klar war, ob sie die Nacht überlebt.