Beiträge von Schnaudel

    Grundsätzlich muss ich sagen, natürlich ist es eine Utopie, jedem, wirklich jedem Menschen ohne vorgeprägte Meinung entgegenzutreten. Das geht gar nicht, man kann sich nur immer wieder bewusst machen und selbst ermahnen.
    Auch ist nicht jeder Mensch anderer Nationalität automatisch ein guter, toller Mensch, weil er aus der Fremde kommt. Auch diese Haltung ist einfach unrealistisch.
    Man darf auch gegen einzelne Personen Widerwillen empfinden, weil sie sich schlecht benehmen - sich das zu verbieten wäre wiederum verkrampft - ich finde ja auch nicht jeden, der keine fremden Wurzeln hat, toll.

    Ich sehe es aber nicht ein, für rassistische Menschen Erklärungsmodelle zu bieten, sie in eine Opferrolle zu drängen. Man hat immer eine Wahl für seine Überzeugungen, und man ist auch selbst für sie verantwortlich, nicht der Staat, nicht unser Sozialsystem.

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    Also Ambar ist wohl in Spanien komplett durchgeimpft worden, so wie ich es verstanden hat sie dort wohl alle gängigen Impfungen bekommen. In Deutschland ist dann Tolwut nochmal nachgeimpft worden.
    Ich lege keinen besonders großen Wert auf die Impfungen, benötige aber für eine Mantrailining Prüfung gültige Tolwut und Staupe Impfungen.
    Weiß jemand wo genau die Staupe Impfung im EU Heimtierausweiß vermerkt ist.
    Ansonsten schon mal vielen Dank für die Infos

    Der Heimtierpass müsste eigentlich zweisprachig (Englisch sein). Das Datum musst Du doch aber lesen können.

    Die Staupe-Impfung ist in der Sektion VIII. unter Sonstige Impfungen/Other Vaccinations vermerkt, sie wird meist gemeinsam mit Hepatitis und Parvovirose geimpft. In dieser Abteilung müsste ein Aufkleber mit SHP sein (wahlweise auch SHPPi). Gültig ist die Impfung wie vom Tierarzt eingetragen, auch dort gibt es eine "gültig bis"-Spalte.

    Auch hier könntest Du, wenn eine Nachimpfung fällig wird, einen Tierarzt suchen, der Dir die Impfung für drei Jahre einträgt. Das muss heutzutage nicht mehr jährlich geimpft werden.

    Da müsste man etwas mehr wissen.

    Was wurde den komplett geimpft? War auch SHP (Staupe, Hepatitis und Parvovirose) dabei? Wie alt war Dein Hund bei der Impfung? Wenn der Hund bei der Impfung erwachsen war, dann muss frühestens 2015 nachgeimpft werden (alle drei Jahre, Impfung hält aber nach allen Vermutungen auch länger).

    Leptospirose muss nach Grundimmunisierung jedes Jahr geimpft werden. Hier muss jeder eine eigene Abschätzung treffen, Tierarzt befragen, ob er viele Lepto-Infektionen behandeln muss, also ob der Erreger bei Euch häufig ist. Ansteckungsquellen sind, neben Urin erkrankter Hunde, stehende Gewässer (trinken aus Pfützen!) und Tierkadaver.

    Wenn Du Wert auf einen gültigen Tollwuteintrag legst - wie lange ist die Impfung denn im Pass gültig geschrieben? Diese Frist gilt offiziell. Ansonsten muss man Tollwut alle drei Jahre impfen lassen. Bitte vorher mit dem Tierarzt klären, ob er die auch für drei Jahre einträgt, es machen viele TÄ immer noch den Ein-Jahres-Eintrag.

    Unter Generalverdacht stellen würde ich die Tierärzte nicht. Viele handeln auch nach der Maxime "better safe than sorry", bei einigen mag natürlich auch Geld eine Rolle spielen. Fakt ist aber, dass in D sehr oft mehr geimpft wird, als die nationalen Leitlinien vorgeben. Und da sollte man schon ein Auge drauf haben, wenn man diese einjährigen Impfintervalle vermeiden möchte.

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    Auch schlimm finde ich den (ich nenne es jetzt mal so) umgekehrten Rassismus. Das ist der Rassismus wenn Menschen anderer Art (ander Hautfarbe oder offensichtlich Behinderte ) auf einen "normalen" Menschen zukommen. Dieser wird dann auf einmal besonders freundlich, besonders hilfsbereit usw.
    Dies empfinde ich auch als eine Art von Rassismus / Diskriminierung, denn warum kann man mit dem Gegenüber nicht normal umgehen, was soll auf einmal diese aufgesetzte Art?

    Da stimme ich Dir zu. Auch dieses Verhalten zeigt nämlich, dass wir noch nicht in der echten Akzeptanz angekommen sind. Wären wir das, dann bräuchten wir weder einen Malus noch einen Bonus - und jeder hätte schlicht gleiche Rechte, Pflichten und Chancen als Bewohner unseres Staates.

    Rassismus ist kein Privileg des Alters. Man macht es sich zu leicht, wenn man dieses Thema allein irgendwelchen "Omas" zuordnet. Viel interessanter ist es, wirklich mal in der eigenen Generation zu schauen. Wie gesagt, NSU, die ganzen Anschläge, alles pi mal Daumen mein Alter. Warum? Woher kommt das? Und wer kauft eigentlich die einschlägige Mode a la "Storch Heinar".... die Generation 70+?
    Auch hier im Forum wird sehr gern das Bild vom "brutalen Hundequäler aus Süd- oder Osteuropa" gepflegt. Auch diese Stereotypen sind eine Form von Vorbehalten, die allzu oft unwidersprochen bleiben. Am Ende kommt dann so eine Geschichte wie von der TS dabei herum.

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    Viele der Generation 70+ leben noch nach ihrem in der Jugend gelehrten Bild. Natürlich gibt es auch genau so viele, die weltoffen sind und keine Scheu vor neuen Kulturen oder anderen Denkweisen haben. Meine Schwester hat jahrelang als Altenpflegerin gearbeitet, heißt Rebecca und hat schwarze Haare. Drei Mal darfst du raten, was sie so für Sprüche bekommen hat.

    Ich finde, man muss die Generation 70+ durchaus etwas differenzierter sehen. Sehr viele von ihnen sind sicherlich noch "im alten Geist" erzogen worden, es mag sein, dass sich da antisemitische und rassistische Denkweisen bei manch einem gefestigt habe. Die ganz schlimmen Anschläge auf die Menschlichkeit Ende der 80er und Anfang der 90er wurden aber ganz sicherlich nicht von dieser Generation begangen - die Täter waren hier eher meine Generation und jünger.

    Die 70er haben sehr große Verdienste in unserer Republik. Die Generation meiner Eltern hat das Reisen entdeckt, hat sich für neue Sinnbilder in der Pädagogik begeistern lassen, auch verirren lassen (antiautoritäre Erziehung). Im großen und ganzen ist das eine Generation, die es wirklich besser machen wollte als die vorherigen. Daher ist diese Aussage ungerecht.

    Ich meide Hundewiesen, auch aus bitterer Erfahrung.
    Allzu oft meinen Hundehalter, dass Hundewiese heißt, hier darf mein Hund unkontrolliert machen, worauf er gerade Lust hat....
    Zu Beginn dachte ich auch, mein Hund "braucht" diese übermäßigen Kontakte. Leider wurde er dann an einem Samstag-Nachmittag von einem unverträglichen Hund verbissen. Seitdem weiß ich, dass andere Hundehalter im Zweifel die "Wiesentauglichkeit" ihrer Hunde nicht einschätzen können.