Ich habe mich, aufgrund der besseren Verträglichkeit, für die gekochte Frischfütterung ( Hausmannkost) entschieden. Barf ist etwas völlig anderes und hat nur wenig mit traditioneller Hausmannskost gemein.
Die Ansätze sind grundverschieden.
Fleisch und alles Gemüse wird gedünstet ( nicht totgekocht)! Pürieren allein bringt nichts. Vorverdaut muss es quasi sein, also nicht nur mechanisch zerkleinert, sondern gegart oder enzymatisch behandelt, damit der Hund es auch verwerten kann .
Und genau an diesen Empfehlungen zur Gemüsefütterung erkennt man, dass diese von Laien geschrieben worden sind, denn der Wolf nimmt in der freien Natur nur selten und ganz wenig rohe Pflanzenkost auf. Das wenige wirklich vom Wolf roh verzehrte Pflanzenmaterial dient weniger als Nahrung, sondern viel mehr zur Reinigung des Verdauungstraktes. ( Grasfressen). Die paar Beeren, die ab und zu im Magen landen sind nicht der Rede wert.
Unsere Energieversorgung wird über stärkehaltige Kohlenhydrate und eine maßvolle Fettzulage gedeckt. Auch Milchprodukte stehen auf dem Speiseplan und ab und zu kommt auch eine Dose oder etwas Trockenfutter zum Einsatz. Aufgrund des Alters ist die Knochenfütterung gestrichen. Die Calciumversorgung wird abwechselnd über 3 verschiedene Calciumquellen gedeckt. Eierschale, Algenkalk und schadstofffreies MHC-Calcium. Man darf nicht vergessen, dass Knochen/ Knochenmehl aus der Massentierhaltung eine nicht unerhebliche Menge an Antibiotikarückständen und Schwermetallen enthalten können.
Bei den Proteinbedarfswerten orientiere ich mich ebenfalls an den Empfehlungen von M/Z.
Diese Zahlen in Fleisch umgerechnet halte ich für realitischer als die 2 % Prozentrechnung, in der die Energieversorgung und die rassespezifischen Unterschiede nicht bedacht werden.
Außerdem bedeutet ein hoher Fleischanteil nicht gleichzeitig auch gute Qualität, denn es kommt immer auf die Verdaulichkeit und die Wertigkeit der Fleischkomponenten an.
Im großen und ganzen füttere ich zukunftsorientiert im Hinblick auf ein hoffentlich langes und gesundes Hundeleben.