Beiträge von Samojana

    Daher oft hungrig, versuchte er nicht selten, seinen Speisezettel durch selbständiges Beutemachen in Heide und Wald etwas aufzubessern, was ihn in einen Dauerkonflikt mit adeligen und landesfürstlichen Jagdprivilegien brachte. Ebenso wie gegen "Wilderer" unter ihren bäuerlichen Untertanen schritt die Obrigkeit auch gegen das Wildern von Bauernhunden mit drastischen Mitteln ein. Bäuerliche Hundebesitzer wurden per Verordnung vor die Wahl gestellt, ihren Vierbeinern entweder einen langen und schweren Knüppel ("Büngel") um den Hals zu hängen, der sie im Laufen behinderte, oder ihnen eine Pfote abzuhacken.

    Die Geschichte der Hundeernährung! Also, nix von wegen Wolf. ;) Über Jahrhunderte hinweg passt sich ein Organismus an und die Enzymausstattung verändert sich.
    Wir sollten nicht vergessen, dass die Natur recht grausam sein kann. Sie löscht ziemlich gründlich alle Lebensformen aus, die sich nicht an neue Umstände anpassen können.


    Geschichte der Hundeernährung

    Seitdem die Vorfahren der Hunde, reine Fleischfresser, domestiziert wurden, haben die Tiere ihre Ernährungsweise langsam auf die Nahrung umgestellt, die die Menschen ihnen gaben. Die Lebensbedingungen und ihre Umgebung veränderten sich wie auch die Nahrung, je nach dem Zeitalter und den verschiedenen Aufgaben, die die Hunde zu erfüllen hatten.

    Bis zum 19. Jahrhundert wurden die Jagdhunde hauptsächlich mit Brot aus verschiedenen Getreidesorten (Gerste, Weizen und Roggen) ernährt. Fleisch (eigentlich Innereien) wurde nur ausnahmsweise als Jagdanteil für die Hunde oder vorübergehend an bestimmte "geschwächte" Tiere verfüttert.

    Die Schäferhunde in armen Regionen der Erde (zum Beispiel die Schäferhunde in Anatolien) mussten sich ebenfalls mit einer Nahrung aus Getreide und Milchprodukten begnügen, solange ihre Arbeitsleistung nicht zu sehr darunter litt, doch sie hatten nur eine kurze Lebenserwartung.

    Von einigen Ausnahmen abgesehen (Hunde für die Großwildjagd und Kriegshunde erhielten gern Fleisch, welchem man die Zufuhr von "Lebenskraft" zuschrieb oder auch Schlittenhunde deren Grundnahrung seit jeher aus Robben- und Walrossfleisch und Pemmikan, d.h. Trockenfleisch, bestand), betrachtete man Fleisch nicht als unbedingt notwendigen Bestandteil der Hundeernährung. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die mehr oder weniger selbstständige Lebensweise den Hunden in dörflichen Gegenden ermöglichte, ihre tägliche Portion eingeweichtes Brot durch Beute unterschiedlicher Art zu ergänzen.

    Als der Lebensstandard in unseren Gesellschaften anstieg, wurde Fleisch immer stärker in die Ernährung des Hundes miteinbezogen und ersetzte immer mehr Brot und Getreide, ein bisschen nach dem Vorbild des Menschen, der nicht mehr sein "täglich es Brot" sondern sein "Beefsteak" verdient.

    Fleisch wurde das Symbol einer reichhaltigen Ernährung und im 19. Jahrhundert betrachtete man Fleisch als Universalnahrungsmittel für den Hund, der von den Menschen plötzlich für einen reinen Fleischfresser gehalten wurde. Es wurde durch eine übertriebene Vereinfachung übersehen, dass der Hund von alters her die Fähigkeit und auch die Gewohnheit besitzt, auch nichtfleischliche Kost zu verwerten.

    http://www.royal-canin.de/hund/wissen/en…tes-futter.html

    http://soft-serv.de/hbo/jom/litera…/oml1994_04.htm

    Die Nahrung des Bauernhundes war durchweg vegetarisch. Im günstigsten Fall gab man ihm "Hundebrot" auf Roggenbasis, ansonsten lebte er von Speiseabfällen der Menschen, die sich selbst nur vegetarisch und höchst einseitig zu ernähren vermochten.

    Zitat

    Gebt Ihr die Kohlenhydrate mit Fleisch zusammen oder zu einer Gemüsemahlzeit? Ich habe die beiden Kartoffelportionen an seinem fleischfreien Tag eingeplant und die beiden Reisportionen werden einmal zusammen mit Leber und das andere Mal zusammen mit Fisch gegeben und natürlich jedes Mal Gemüse.

    Sollte ich die Kohlenhydrate lieber morgens geben? Oder ist das schiet-egal? Oh Mann, wahrscheinlich mache ich mir darum viel zu viele Gedanken aber es wäre nett, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen mitteilen könnt.

    Erst einmal vorweg: wieviel wiegt dein Hund und wie bist du auf diese unterschiedlichen Gewichtsangaben gekommen? Zwischen 100 g Kartoffeln und 150 g Reis ( roh ausgewogen) besteht kalorienmässig gesehen ein gewaltiger Unterschied. 100 g Kartoffeln enhalten lediglich nur knapp 90 Kalorien, während 150 g Reis mit
    516 Kalorien zu Buche schlägt.

    Die Theorie mit den unterschiedlichen Verdauungszeiten ist von Laienhand geschrieben. Undzwar von Autoren, die sich ihr Wissen autodikatisch angeeignet haben , aber leider Gottes selektiv in ihre "Lehre" nur das einbauen, was ihnen selber in den Kram passt.

    Würde diese Theorie tatsächlich stimmen würde, dürftest du auch kein rohes Gemüse mit Fleisch/Fett oder Knochen zusammen füttern.

    Bei schwerer verdaulichen Dingen, wie Knochen, ist die Verweildauer im Verdauungstrakt nämlich am längsten.

    Wenn der Hund an das Vermischen einer komplexen Mahlzeit nicht gewöhnt ist, muss man ihn eben langsam daran heranführen. Also probier es einfach aus.

    Zitat

    Huhu,

    erstmal :gut: Samojana, das war mal ein hilfreicher Beitrag für die Userin, ganz ohne "du bist doof, weil du das nicht weißt"-Beigeschmack. ;)

    Findest du? ;) Wenn ich gleich die ganze Wahrheit geschrieben hätte, undzwar das dieser Plan überhaupt nicht zu gebrauchen ist, wäre der Aufschrei wieder groß gewesen.
    Die Negativstigmatisierung inbezug Getreide erscheint mir mittlerweile ziemlich abgedroschen und unglaubwürdig. Ich denke, dass es sinnvoller wäre, etwas mehr Realitätssinn zu zeigen, um endlich mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen.
    Vielleicht wird dann der Blick dafür frei, das Getreide nicht gleich Getreide ist und der Einsatz von stärkehaltigen Kohlenhydraten durchaus Sinn macht.
    Empfehlenswert wäre ganz einfach die Aneignung von Sachkenntnis, damit durch eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Futter , derartige Pauschalisierungen unnötig werden.

    Achja, an dem Tag , an dem der Hund seinen Blättermagen bekommt, müsste er demnach abgehen wie Schmidts Katze. ;)

    Zitat

    diese Fleischsorten enthalten sehr wenig Fett. Dein Hund benötigt , je nachdem wie aktiv er ist
    700-1000 Kalorien am Tag. Deine Tagesrationen enthalten weniger als die Hälfte davon.
    Selbstverständlich kann ein Hund kohlenhydratfrei ( pflanzliche Stärke) ernährt werden, wenn seine Fetttoleranz sehr hoch.
    Ich persönlich halte nicht viel davon.

    Die Energieversorgung ist ein zentrales Thema in der Hundeernährung. Die erste Frage bei der Einschätzung einer wie auch immer gestalteten Futterration lautet: Deckt sie den Energiebedarf des Hundes?

    Da du kohlenhydratarm fütterst, stellt sich für mich die Frage, wie deckst du eigentlich den Energiebedarf deines Hundes bzw. führst ihm ausreichend Kalorien zu???
    Ich finde keine Informationen, welches Fleisch du genau fütterst.
    Handelt es sich um sehr mageres, mageres, mittelfettes oder fettes Fleisch?

    Getreidefreies Barfen und kohlenhydratarm zu füttern ist beim Barfen sehr in.

    Das Problem dabei ist nur: Werden mit der Nahrung nicht genügend Kohlenhydrate zugeführt, so stellt der Körper den Stoffwechsel auf Fettverwertung um. Aber das kann er nur, wenn Fett ausreichend und bei einer kohlenhydratarmen Ernährung in hoher Menge im Futter enthalten ist. 1-2 Löffelchen reichen dafür nicht.
    Bei einer Energieunterversorgung muss der Energiebedarf aus körpereigenen Reserven
    gedeckt werden. Dazu werden zunächst die Glykogenspeicher der Leber und der Muskulatur, später dann das Körperfett abgebaut.
    D.h. der Hund nimmt ab. Bei übergewichtigen Hunden freuen sich die Hundebesitzer natürlich, weil sie glauben, der Hund hat durch Barf endlich 3 kg abgenommen, aber davon sind dann 1 ½ kg Muskelmasse .
    Dadaurch kommt es erstens zu einer Schwächung der Abwehrkräfte des Immunsystems sowie zu einer Beeinträchtigung der Leber- und Nierenfunktion.

    Wenn dagegen genügend Energie durch Fett und Kohlenhydrate zur Verfügung stehen, zieht der Körper nicht den Baustoff Protein zur Energiegewinnung heran .

    Zitat

    Wenn sie auf Getreide reagiert, darf sie dann überhaupt Pansen fressen?

    Kommt darauf an, auf welche Getreidesorte dein Hund reagiert.
    Rindermastfutter in der intensiven Landwirtschaft enthält Getreide ( z.B. Weizenschlempe, Gerste , Mais) und oft auch Sojaschrot.
    Alles angereichert mit synthetischen Vitaminen und Mineralstoffen, Farbstoffen und Konservierungsmitteln.
    Wenn eine Kuh frisst , wandert dieses Masttierfutter , zunächst in den ersten großen Kuhmagen „ Pansen „ danach in den Blättermagen und am Ende der Nahrungskette in den " Hund " . ;)