Beiträge von Samojana

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    Ist der Bedarfswert denn wohl OK so oder viel zu hoch gegriffen ? Wäre es vielleicht sogar nötig oder empfehlenswert zu substituieren ?

    Also, ich ergänze mit einem Zinkzusatz immer mal wieder kurweise.
    Zinkmangel entsteht i.d.R. durch Futter mit einem hohem Calciumanteil ( beim Barfen Knochen !) oder durch solches, dass hohe Getreideanteile enthält. Dabei wird nur wenig Zink resorbiert, weil es dadurch im Darm gebunden wird.
    Auch bei länger anhaltenden Darmentzündungen bzw. Durchfall ist die Aufnahme gestört.

    Auf der Fressi-fressi HP steht: Daneben enthalten Haare auch erhebliche Mengen an Zink (200 mg/kg) und Kupfer (14 mg/kg). Darin sieht man, wieviel Zink allein in den Haaren beim Hunden steckt.
    Oder hier: http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=2174&t=
    Nach Wissen der Autoren ist dies die erste Untersuchung, die belegt, daß die Suppementation mit Zink und Linolsäure auch bei Hunden mit einer kompletten und ausgewogenen kommerziellen Fütterung signifikante und substantielle Unterschiede in Haut- und Fellzustand bewirkt.

    Hunde haben im Gegensatz zu uns Menschen einen erheblich größeren Zinkbedarf , was sich alleine schon durch das viele Fell begründen lässt. Bei uns Menschen wachsen die Haare fast nur noch auf dem Kopf und ein Haarwechsel wie beim Hund findet bei uns auch nicht statt. ;) Meine Erfahrung zeigt, dass langhaarige Hunde oder speziell Hunde im Fellwechsel durch eine zusätzliche Zinkgabe profitieren. Zinkmangelerscheinungen treten beim Hund rasseabhängig (z. B. zinkreaktive Dermatitis)auch immer wieder auf.
    Denn: was für einen kurzhaarigen Hund ausreicht kann für eine langhaarige Rasse schon wieder viel zu wenig sein. Zink ist für die normale Keratinisierung von Pfotenballen, Haarkleid und Haut unentbehrlich und eine angemessene Zinkversorgung ist deshalb absolut notwendig für eine gute Gesundheit. Zink ist außerdem an der Entgiftung von Ammoniak beteiligt.

    Allerdings ist Zink in pflanzlichen Lebensmitteln weniger gut verfügbar , deshalb macht es keinen Sinn dem Zinkgehalt in pflanzlichen Nahrungsmitteln allzu viel Beachtung zu schenken. Die besten Zinkquellen sind und bleiben für den Hund tierische Nahrungsmittel.
    Was deine Frage zu Ziegen-und Schafsmilchprodukten betrifft. Ein Link:
    http://www.allcont.de/page1.html
    Ich füttere regelmässig Ziegen-oder Schafsmilchjoghurt bzw. selbstgemachter Kefir aus dieser Milch.

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    (eigentlich auch logisch, weil eben die Erhitzungszeiten so kurz sind)

    die Zeiten spielen m.E. keine Rolle, sondern die Temperaturen. Proteine/Enzyme ( Enzyme sind Eiweißverbindungen) büßen auch ihre Funktion ein, wenn man sie nur mäßig erwärmt . Dies geschieht z.B. beim Erhitzen über 60 Grad oder auch durch Zugabe von Säuren. (Essigsäure, Fruchtsäure, Magensäure). Mit dem Nährwert selbst, hat das absolut nichts zu tun, da die Proteine/Enzyme zwecks Verwertung ohnehin im Magen in einzelne Aminosäuren zerlegt werden müssen.
    Auch natürlich gesäuerte Milch ist denaturiert. Bei diesem Säuerungsprozeß bauen Säurebakterien den Milchzucker zu Milchsäure ab, das Eiweiß flockt aus ( denaturiert). Und Joghurt + Co. gelten allgemein immer noch als gesund.
    Ich persönlich erwärme die Futterration über Wasserdampf.

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    Bei Welpen nimmt man keine 3% vom Körpergewicht sondern 5-6% (ich hab 5% genommen)

    Das ist auch meine Meinung. Allein das alle Rassen in diesen Plänen mit dieser 3 % Prozentregel über einen Kamm geschert werden, hat insgesamt gesehen fatale Auwirkungen. Fehler in der Welpenaufzucht sind nicht mehr rückgängig zu machen. Ich nenne das schlichtundergreifend einen Welpen vorsätzlich "groß zu hungern".
    (Folge: Knochenverformungen aufgrund fehlender Nährstoffe).

    Es stimmt in vielen dieser empfohlenen Welpenpläne leider gar nichts. Weder Kalorien, Proteinmenge, Vitamine/Mineralstoffe und wo ist eigentlich das für ein kräftiges Skelett so wichtige Vit. D vorgesehen?
    Ich sehe dieses Vitamin in deinem Plan nicht! Und warum fütterst du Pferdefleisch, eine Proteinquelle, die nur als letzte Option dienen sollte.
    Nur ganz wenige Barf-Pläne für Welpen sind bedarfsgerecht. So leid es mit tut, dir das sagen zu müssen, deiner zählt nicht dazu.

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    aber die Vorgängerin kontrollierte regelmäßig und kam ebenso regelmäßig nach fast genau einer Woche mit dem Fleisch wieder angetrabt.

    Nach ca. 1-6 Tagen löst sich die Leichenstarre langsam wieder, weil dann der Zerfall der Muskelzellen einsetzt und sie nicht mehr die Spannung halten können. Gutes Timing! ;)

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    Nur mal wieder, stellst du es so hin, als wäre jeder Hund der hin und wieder mal eine Wilddose verzehrt, akkut bedroht das gleiche Schicksal zu erleiden, wie der Hund, der angeblich an einer Bleivergiftung gestorben ist.

    Das was du da reininterpretierst steht nicht einmal zwischen den Zeilen.