Beiträge von Samojana

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    Im Gesundehunde Forum wird das ja auch immer wieder gepostet, dass Getreide verantwortlich ist für die Entstehung von Arthrose, wenn man dann aber nachfragt, ob es dazu Quellen gibt, kommt keine einzige überzeugende Antwort.

    wie so vieles dort. Unbewiesene Behauptungen werden einfach als "Wahrheit" verkauft.
    Auf weitere Nachfragen, warum, wissen die meisten gar keine befriedigende Antwort. Es ist eben so!

    Hier ein paar Tipps :

    Glykosaminoglykane
    wichtige Bestandteile des Gelenkknorpels.

    Mangan ( tierische Nahrungsmittel sind manganarm)
    Mangan ist ein Co-Faktor der GAG-Synthese.
    http://www.novafeel.de/ernaehrung/spurenelemente/mangan.htm

    Kieselsäure
    Kieselsäure verbessert das Knochenwachstum und reguliert den Calciumstoffwechsel, es gibt allen Geweben Festigkeit und Elastizität.

    Hitliste der kieselsäurereichsten Lebensmittel : Platz 1 –5 ( siehe Getreide ! )

    1.Ackerschachtelhalm
    2.Vollkornhaferflocken
    3..Hirse
    4.Gerste
    5.Kartoffeln
    6.Weizen

    Schachtelhalm ist bekannt für seinen hohen Siliziumgehalt.
    Deshalb soll ein Schachtelhalm-Tee nicht nur überbrüht,
    sondern mindestens 20 Minuten gekocht werden, um so viel wie möglich von der Kieselsäure zu lösen.
    Kieselsäure in Pflanzen ist schwer löslich. Kräutermischungen bringen daher wenig.

    Grünlippmuschel (GLM)

    Auf das OMEGA-6-/OMEGA-3-VERHÄLTNIS achten

    Omega 6 ist entzündungsfördernd, Omega 3 entzündungshemmend

    Methyl-Sulfonyl-Methan (MSM)

    Ingwer

    http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ingwer-wirkung.html


    Schmerztherapie bei Gelenkserkrankungen
    des Hundes ( Tipps vom TA)

    http://www.ssv-ev.de/documents/Aktuell342.pdf

    Zitat

    Da käme also beides in Frage bzw. vielleicht spielt auch wirklich beides eine Rolle.

    Mit einem pauschalen Verzicht auf Getreide wirst du bei diesen Erkrankungen keinen Erfolg haben.

    Diese "These" unterstützt nur ein Dogma und wird leider viel zu oft unreflektiert übernommen.
    Gewisse Kreise wollen einfach nur Getreide für alles und jede Erkrankung verantwortlich machen.

    Hier ein Link! Stichwort: Medizinische Therapie:

    http://www.laupeneck.ch/praxis/d/info/pdf/d_arthrose.pdf

    Zitat

    Du kennst dich ja ziemlich gut aus in der Thematik. Ich hatte ja oben geschrieben, er kriegt vormittags 500 g Fleisch bzw. Knochen und nachmittags dieselbe Menge Gemüse mit Getreide oder Obst mit Quark etc.


    Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Arthrose ist nicht gleich Arthrose.

    Man muss schon unterscheiden zwischen degenerativen Gelenkerkrankungen/altersbedingter Abnutzung und entzündlichen bzw. stoffwechselbedingten Gelenkerkrankungen.
    Zu den entzündlichen- stoffwechselbedingten Gelenkerkrankungen zählen z.B. kristallinduzierte Arthritiden.
    Hier wirkt sich viel tierisches Protein bei einigen Rassen negativ auf den Säure-Basenhaushalt aus.

    Oder die enteropathische Arthritis. Auslöser sind : Nahrungsmittelunverträglichkeiten

    Entzündliche Veränderungen
    aufgrund von Borreliose,
    So vermutet man z.B. auch bei der Borreliose, Leishmaniose, Ehrlichiose und bei anderen chronischen Infektionskrankheiten sowie bei einigen Impfstoffen den Auslöser für die Bildung von Immunkomplexen.

    Auch zwischen Magen-Darm-Infekten und manchen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gibt es enge Beziehungen. Wenige Tage bis zu sechs Wochen nach einem Darminfekt mit Salmonellen, Yersinien, Shigellen oder Campylobacter kann sich eine reaktive Arthritis entwickeln, die sich meist an den größeren Gelenken sowie mit Rückenschmerzen bemerkbar macht.

    Bei einer " normalen Arthrose" ist das Beste für Knorpel und Gelenke immer noch die Energieversorgung im Auge zu behalten bzw. die Gewichtsreduktion bei adipösen Hunden .

    Zitat

    Aber was sagst du denn direkt in Bezug auf Arthrose? Darum geht es ja jetzt gerade hier.

    ich halte diese herbei phantasierte These ( Getreide meiden bei Arthrose) für kompletten Blödsinn.

    Ich finde diesen Link sehr interessant, da bei Arthrose und Gelenkbeschwerden immer das böse Getreide und nicht das Fleisch als Auslöser verdächtigt wird. Zuviel Harnsäure ist mit Schmerzen verbunden - auch bei Hunden, die keine Gicht haben.

    Harnsaure Diathese beim Hund
    durch Übereiweißung

    Folgende klinische Symptome wurden bei den Patienten mit harnsaurer
    Diathese beobachtet:
    • 33% der Hunde hatten schmerzhafte
    Bewegungsstörungen,
    Nachhandschwächen, Bewegungsunlust,
    „rheumatoide Störungen“,
    die klinisch keiner plausiblen
    anderen Ursache zuzuordnen waren;

    • 26% der Hunde zeigten Dermatitiden
    mit Juckreiz, Hautrötung,
    Hautschuppung und hot spots.


    Zitat: Als erste Maßnahmen werden die Hunde für 2 – 4 Wochen frei von tierischem Rohprotein ernährt.
    Empfohlen wird Kartoffelsuppe mit Möhren oder anderem Gemüse, Reis, Nudeln als alleinige Nahrung. Als
    „Leckerli“ sind Knäckebrot, normales Brot und eventuell Zwieback erlaubt.Reifes Obst in jeder Form wirkt sich günstig aus.

    Innerhalb weniger Tage war bei der großen Mehrzahl der Tiere eine
    deutliche klinische Besserung zu beobachten. Das zeigte sich durch weniger Schmerzen und mehr Stabilität
    der Hinterbeine beim Laufen.


    http://www.semmelweis.de/pdf/pdf.php?na…hund_kl&ext=pdf