Auch heute glauben immer noch viele Hundebesitzer, dass Hunde auf eine möglichst hohe Proteinzufuhr angewiesen sind.
Zitat:Des Weiteren haben Kohlenhydrate eine „proteinsparende“ Wirkung. Sind sie in ausreichenden Mengen in
der Ration vorhanden, werden Proteine für die Verwendung als Energieträger
eingespart und (CASE et al. 1999).
Eine kohlenhydratfreie Ernährung ist nicht nur wegen der starken Belastung des Proteinhaushaltes äußerst unökonomisch. Kohlenhydrate sind speziell für Hunde, die Probleme haben, ihr Gewicht zu halten oder zu erhöhen, eine der wichtigsten Nahrungsquellen. Wird zu wenig Energie in Form von Kohlenhydraten und Fetten zugeführt, wird Protein anstelle der Energieträger abgebaut. Man spricht deshalb von einem „proteinsparenden“ Effekt der Kohlenhydrate.
Stärkehaltige Kohlenhydrate im Hundefutter sparen deshalb Protein, weil nur durch eine ausreichende Versorgung mit diesen Kohlenhydraten, die Nutzung des Proteins dem eigentlichen Zweck undzwar für das Zellwachstum/Gewebegeneration ermöglicht wird. Kohlenhydrate aus Obst und Gemüse tragen nicht zur Energieversorgung bei .
Proteine sollten wirklich nur in Notfallsituationen bzw. extremer Belastung zur Energieversorung herangezogen werden . ( Schlittenhunde). Die ausschließliche Nutzung dieser Energiequelle würde eine negative Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit haben.
Bei Kohlenhydratverzicht bleibt natürlich die Alternative ordentlich Fett ins Futter zu mischen.
Dabei wird leider vergessen, dass die Futterlieferanten unserer Hunde aus der Mast-und Massentierhaltung stammen.
Tierische Fette mit einem hohen Anteil an Arachidonsäure z.B. Schweineschmalz, Gänseschmalz, Rindertalg .
Der Nachteil dabei ist nur, dass eine übermässige Aufnahme dieser Fettsäure entzündliche Erkrankungen fördert.
Diese negative Auswirkungen finden leider bei der Erstellung eines Futterplans kaum Beachtung.