Beiträge von Samojana

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    Ja schnell geht es schon, aber wenn`s auch anders geht ;). Warum würdest Du es lieber bei jedesmal frisch anrühren belassen?

    einfach aus dem Bauch heraus. :smile:

    Auch auf der LL-HP steht immer wieviel Flocken man mit wieviel Wasser übergießen soll um die zu verfütternde Menge zu erhalten.

    stell dir vor, du weichst 50 g Trockenfutter vor dem Verfüttern gut ein.
    Nach dem Quellen hat sich diese Menge mehr als verdoppelt und das Gewicht verändert sich.
    Aus 50 g sind u.U. 200 g oder mehr geworden. Würdest du von dieser Masse nur 50 g abfüllen, wäre dein Hund in einigen Wochen total unterversorgt und genauso verhält es sich mit den Kohlenhydraten.

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    Ich wollte noch Amaranth und Quinoa testen, viel Auswahl hab ich ja wegen der Glutenallergie nicht.

    Buchweizen, Kastanienflocken, Kochbananen. Die normalen Bananen enthalten sehr viel Zucker.

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    Pastinaken haben für Gemüse noch einen relativ hohen Stärkeanteil. Zur Alleinversorgung ist die aber wohl eher nicht geeignet, denk ich :???:

    100 g Pastinaken enthalten nur ca. 20 kcal.

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    Ich bin also auf Kohlenhydrate aus Gemüse (Kartoffeln & Co) angewiesen. Würdest Du davon dann mehr geben (also im Vergleich zu Kohlenhydraten aus Getreide)? Oder kann man damit de facto nie den "Getreide-Effekt" erreichen, egal, wieviel man gibt?

    hast du schon alle Getreidesorten durchgetestet? Vorratsmilben kommen auch in beträchtlicher Anzahl im Hausstaub vor. Diese Problematik ist kein ausschließliches Getreideproblem d.h. Milben sind nicht zwangsläufig im Getreide enthalten. Hier spielt die Luftfeuchtigkeit und die Lagerung die entscheidene Rolle für einen Befall. Deshalb würde ich niemals lose Getreideflocken aus dem Futterhandel kaufen, die erst aus dem großen Bottich einer Lagerhalle abgefüllt werden müssen.

    Bei der Suche nach Vorratsmilben in 20 verschiedenen, kommerziell erhältlichen Hunde- und Katzen-Trockenfuttermitteln sowie zehn verschiedenen menschlichen Nahrungsmitteln und je einem Hühner- und Pferdefutter wurde Laboklin in 15,6 Prozent der Proben fündig. Die Vorratsmilben wurden in abgelaufenen, geschlossenen oder in geöffneten Packungen festgestellt.

    http://www.wdr.de/tv/tieresuchen…_haustieren.jsp


    Wie gesagt, Kohlenhydrate aus Gemüse sind keine nennenswerten Energielieferanten.
    100 g Kartoffeln haben wesentlich weniger Kalorien als 100 g Getreide. Das bedeutet, du musst wesentlich mehr u.U. zu Lasten der Verträglichkeit davon füttern.

    Auch heute glauben immer noch viele Hundebesitzer, dass Hunde auf eine möglichst hohe Proteinzufuhr angewiesen sind.

    Zitat:Des Weiteren haben Kohlenhydrate eine „proteinsparende“ Wirkung. Sind sie in ausreichenden Mengen in
    der Ration vorhanden, werden Proteine für die Verwendung als Energieträger
    eingespart und (CASE et al. 1999).


    Eine kohlenhydratfreie Ernährung ist nicht nur wegen der starken Belastung des Proteinhaushaltes äußerst unökonomisch. Kohlenhydrate sind speziell für Hunde, die Probleme haben, ihr Gewicht zu halten oder zu erhöhen, eine der wichtigsten Nahrungsquellen. Wird zu wenig Energie in Form von Kohlenhydraten und Fetten zugeführt, wird Protein anstelle der Energieträger abgebaut. Man spricht deshalb von einem „proteinsparenden“ Effekt der Kohlenhydrate.

    Stärkehaltige Kohlenhydrate im Hundefutter sparen deshalb Protein, weil nur durch eine ausreichende Versorgung mit diesen Kohlenhydraten, die Nutzung des Proteins dem eigentlichen Zweck undzwar für das Zellwachstum/Gewebegeneration ermöglicht wird. Kohlenhydrate aus Obst und Gemüse tragen nicht zur Energieversorgung bei .

    Proteine sollten wirklich nur in Notfallsituationen bzw. extremer Belastung zur Energieversorung herangezogen werden . ( Schlittenhunde). Die ausschließliche Nutzung dieser Energiequelle würde eine negative Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit haben.

    Bei Kohlenhydratverzicht bleibt natürlich die Alternative ordentlich Fett ins Futter zu mischen.

    Dabei wird leider vergessen, dass die Futterlieferanten unserer Hunde aus der Mast-und Massentierhaltung stammen.
    Tierische Fette mit einem hohen Anteil an Arachidonsäure z.B. Schweineschmalz, Gänseschmalz, Rindertalg .

    Der Nachteil dabei ist nur, dass eine übermässige Aufnahme dieser Fettsäure entzündliche Erkrankungen fördert.
    Diese negative Auswirkungen finden leider bei der Erstellung eines Futterplans kaum Beachtung.