Ralston Purina hat Langzeitstudien mit verschiedenen Hunderassen durchgeführt. Ein Versuch befasste sich mit dem Proteingehalt in der Nahrung . Eine Gruppe erhielt 45% Protein, die andere nur 16,5% Protein. Der Energiegehalt und Gehalt der anderen Nährstoffe bis auf Protein war in beiden Nahrungen konstant gleich.
Im dritten Jahr verstarben 9 von 13 Hunden der Gruppe mit der niedrigen
Proteinversorgung und 5 von 13 Hunden aus der Gruppe mit der hohen Proteinversorgung.
Bezüglich des Einflusses von Protein auf die Mortalitätsrate wurden in einer Studie einer anderen Arbeitsgruppe, die
Rationen mit 18% bzw. 34% Protein verfütterte, ähnliche Werte erzielt.
Fakt ist: eine Unterversorgung mit Proteinen führt verständlicherweise aufgrund von gravierenden Mangelerscheinungen automatisch früher zum Tod.Eine Überversorgung aber auch. Es zeigt sich wieder mal, das die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt ,denn sonst hätte in der proteinreichen Gruppe die Todesrate nach nur drei Jahren wesentlich niedriger ausfallen müssen.
Auch hier gilt das Prinzip der Individualität, es also zu viel oder zu wenig Protein für den jeweiligen Hund sein kann. Beides ist für den Hund nicht gut.
http://s350928871.online.de/daten/Orijen/Docs/Protein2.PDF
Was heißt zu viel? Zu viel, egal von was, ist immer schlecht. Fütterungsfehler z.B. ein falsches Calcium/Phosphor Verhältnis, eine zu energiereiche Ernährung oder eine Überlastung der Gelenke ist mitverantwortlich für die Entstehung von HD/ED.
Bei Joda wurden übrigens erhöhte Leber- und grenzwertige Nierenwerte festgestellt. Mir wurde empfohlen, möglichst hochwertiges Muskelfleisch zu füttern, dazu grünen Pansen und da sie noch im Wachstum war, auch Putenhälse aber nur begrenzt.
Das hat mein Hund mit Appetit gefressen (alles andere hat sie nicht mehr essen wollen). Wie passt das zusammen, dass gerade diese KH-freie und eher proteinlastige Ernährung ihr so gut getan hat.
Erstens Pansen enthält Getreide und Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffergänzungen. Wenn eine Kuh frisst , wandert grob zerkleinertes mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichertes Masttierfutter , zunächst in den ersten großen Magen „ Pansen „ und danach in den Blättermagen.
Zweitens mein Hund bekommt ausschl. hochwertiges Muskelfleisch. Die Menge machts. Kohlenhydrate und Fette in der Ration haben einen proteinsparenden Effekt.
Hier also noch mal meine Frage: Wie kommt man auf die Proteinmenge, die ein Hund bekommen sollte und warum geht man davon aus, das zuviel Protein dem Hund schadet.