Gesunde Kost für Hund und Katze
Von Tierarzt Dr. Michael Wolters
http://www.maulkorbzwang.de/ernaehrung/gesunde_kost_wdr.htm
ein paar Passagen aus diesem Text, die mir gut gefallen.
Tierbesitzer sind leicht verunsichert, wenn sie von drei verschiedenen Tierärzten drei verschiedene Meinungen hören. Vielleicht liegt es daran, dass der Tierarzt auch nicht mehr über die Funktion der Nahrung weiß als ein Humanmediziner (wo es ebenfalls an Sachkenntnis mangelt), nicht zuletzt, weil darauf im Studium relativ wenig Wert gelegt wird. Oft haben Veterinäre sogar weit weniger Hintergrundwissen als Laien, die sich, häufig als Folge eigener Erfahrung, eingehend mit diesem Thema beschäftigt haben.
Es liegt in der Natur der Sache, dass in einem synthetischen (künstlich zusammen-gesetzten) Futter nur das drin sein kann, was man auch hineintut, und man tut das hinein, wovon man weiß, dass es benötigt wird.
Und dieses Futter wird morgen wieder von einem noch besseren abgelöst – weil es immer noch nicht vollständig ist.
Die Bedarfswerte sind in der Literatur sehr unterschiedlich angegeben. Fest steht aber, dass Hund und Katze bis zu 6 mal mehr Proteine brauchen als der Mensch. Bei Katzen liegt der Bedarf sogar um etwa 60 Prozent höher als bei adulten Omnivoren und Herbivoren (erwachsenen Allesfressern und Pflanzenfressern).
Aber das sind Werte, die die Fachleute interessieren, die sich mit der Komposition der Fertigfutter beschäftigen. Für eine gesunde (Normal-)Ernährung in der täglichen Praxis sind sie nicht wichtig. Vorausgesetzt, man hat sich einige grundsätzliche Gedanken gemacht und beachtet wenige arteigene Unterschiede.
Alle Aussagen, die aus Ernährungsversuchen gewonnen werden, sind mit dem Makel behaftet, dass sie als Einzelstoffe und über einen viel zu kurzen Zeitraum beobachtet wurden.
Wie relativ Versicherungen über Wirksamkeit und Unschädlichkeit sind, erleben wir immer wieder, wenn Arzneimittel trotz strenger Prüfung vor der Zulassung nach der Markteinführung plötzlich Nebenwirkungen zeigen, an die vorher niemand gedacht hatte.
Der Hund kann alles bekommen, was wir auch essen und was so zubereitet (gewürzt) ist, dass Kinder es vertragen.