Beiträge von Samojana

    Ich ernähre meinen Hund nach meinen eigenen Regeln. Regel Nr. 1 Verträglichkeit! :smile: Regel 2: Bedarfswerte nur als Orientierungshilfe, nicht mehr und nicht weniger.
    Denn wenn man sich zu viele Gedanken darum macht, dann macht man oft etwas falsch.
    Wir haben Hunde und keine Maschinen.


    Ernährungspäpste und Experten der Fertigfutterindustrie erzählen uns doch seit Jahren, wir könnten unsere Hunde nicht selber ernähren .

    Wer über kein spezielles PC-Programm verfügt, hat besonders schlechte Karten und wird durch diese dreisten interessengeleiteten Behauptungen regelrecht gezwungen sich für viel Geld einen tierärztlich abgesegneten Futterplan erstellen zu lassen.

    Ich bin jedenfalls meilenweit davon entfernt mich auf diese Art und Weise gängeln zu lassen, zumal sich diese Prozentsätze ( Ernährungspyramide M/Z) nicht begründen lassen und nicht im Einklang mit den erstellten Futterplänen stehen. Im Zweifel glaub ich auch dann erstmal wenig, wenn es bei Vertretern einer bestimmten These, die den Verkauf bestimmter Produkte oder Dienstleistungen fördern helfen, nur um deren Interessen geht.

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    Die Fine ist nicht arm, die frisst nicht, wenn ihr das Futter aus irgendeinem Grund nicht passt :roll:
    Oder meinst du, Hunde merken das normal nicht?

    Hunde haben keine so ausgeprägten Geschmacksknospen, um ranzige Fette , hundertprozentig zu erkennen bzw.schmecken zu können.

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    kann mir vielleicht einer irgendwie erzählen, warum sich die Bedarfswertangaben von M/Z und NRC teilweise so exorbitant unterscheiden?

    In umfangreichen Tabellen wird für jeden denkbaren Nährstoff eine Zufuhr-Empfehlung ausgesprochen. Diese Empfehlungen scheinen aber nicht unbedingt das Ergebnis wissenschaftlicher Erkenntnis zu sein, denn sie sind in jedem Land anders.
    Erschwerend kommt noch dazu, dass diese Vorgaben von allen Fertigfutterherstellern und sehr vielen Ernährungsberatern ( z.B.Dillitzer) schlicht und einfach ignoriert werden. Also, warum soll ich mich daran halten?

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    zu deiner ersten Frage: Eigentlich nehme ich beide Bücher zur Hand. Vieles was ich in Swanie Simons Buch nicht finde, finde ich dafür in M/Z. Ich denke dass nur die Broschüre von Swanie S. zu wenig ist, oder? Ich wollte/will mich eben etwas genauer einlesen und da fand ich die Broschüre zwar hilfreich aber ein bisschen kurz gehalten.

    Du pickst dir also aus diesem "Buffet der Informationen" lediglich das heraus, was du selber für gut befindest und nur deshalb für deinen Hund verwenden möchtest. :smile:

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    Salz habe ich eben nachgesehen.... M/Z empfiehlt ja 50mg/kg KM pro Tag....da wären bei unserer ja dann ca. 1g pro Tag.

    Schlund ist zu viel, ja, damit wollte ich anfangs die fehlenden Knochen kompensieren, aber ich habe das jetzt auf eine Gesamtmenge von 200g pro Woche runtergesetzt (vorher 500g)

    1. Zwei Fragen vorab, nach welchen Ernährungsregeln möchtest du eigentlich deinen Hund ernähren? Swanie S. oder Meyer/Zentek?

    2. Ist Schlund als Calciumersatz für Knochen gedacht oder dient er nur als Kaubetätigung?

    Zum Thema Salz möchte ich noch ein paar ergänzende Erläuterungen schreiben, weil viele Hundebesitzer diesbgl. eine kleine Denkblockade haben. Nicht bös gemeint. :smile:

    Zunächst geht es um die grundsätzliche Feststellung, dass Salz als Baustoff für Mensch und Tier unentbehrlich ist und in seiner Bedeutung den anderen Hauptnährstoffen wie z.B. Calcium (der Lieblingsmineralstoff des Hundebesitzers ) nicht nachsteht .

    Der Bedarf muss auch hier regelmäßig gedeckt werden. Die in unserer Ernährung zum Teil überhöhte
    Salzzufuhr ( gesalzenes Brot, Käse , Wurst, Konserven, Fertiggerichte, jede Hausfrau würzt das Mittagessen mit Salz) hat dazu geführt, diese " Salzhysterie" u.a. auch auf den Hund zu übertragen und eine extrem salzarme bzw. salzfreie Kost zu befürworten. Unter anderem, weil diese Hysterie auch auf ältere Menschen übertragen wird.

    2006 ging deshalb die Schlagzeile durch die Presse „ Alte Menschen vom Natriummangel bedroht „.

    Bei der Untersuchung von zunehmenden Stürzen bei älteren Menschen stießen die Ärzte auf Elektrolytstörungen (Salzmangel).
    Halbwahrheiten, fehlinterpretierte Tierstudien sowie falsche Annahmen über Salz tragen immer noch zu der Legende bei, das Salz perse gesundheitsschädlich ist. Natriummangel kann darüberhinaus vor allem bei älteren Menschen auch zu schweren Gehirnerkrankungen führen.
    http://extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2…/MTD_12_S06.pdf

    Jetzt zum Hund.

    Die absurde Empfehlung 1-2 Prisen Salz pro Woche , unabhängig davon , wieviel ein Hund wiegt, zeigt mal wieder, mehr als deutlich, dass der Erfinders dieses Konzeptes ( Ernährung nach dem Beutemodell) überhaupt keine Ahnung davon hat, wie sich ein Wolf in freier Wildbahn überhaupt ernährt.

    Für fleischfressende Tiere in der Natur gibt es diesbezüglich nämlich keine Probleme, denn ihre Hauptnahrung ist nicht nur Fleisch ,sondern auch Blut mit einer sehr hohen Salzkonzentration. Das Fleisch , das bei unseren Hunden täglich im Napf landet ist völlig ausgeblutet, ( die rote Flüssigkeit die manchmal zu sehen ist kein Blut)und dadurch relativ natriumarm , aber dafür sehr kaliumreich. Kalium ist im Organismus eine Art Gegenspieler von Natrium. Ähnlich wie Calcium und Phosphor! Kalium bekommt der Hund ausreichend über Fleisch, Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Obst .

    1 Gramm Salz enthält 400 mg Natrium und 600 mg Chlorid. NaCl( Salz) ist eines der wichtigsten Mineralstoffe überhaupt. Natrium und Chlorid haben im Organismus viele wichtige Funktionen.

    NaCl hat Einfluss auf die Eiweißverdauung. Ist die Bildung von Magensäure gestört, ist auch die Verwertung (Zerlegung) der Aminosäuren gestört.

    Natrium spielt eine Rolle im Stoffwechsel von Proteinen und Kohlenhydraten, der Übertragung von Nervenimpulsen, der Kontraktion von Muskeln, der Regulation von Hormonen, dem Verbrauch von Sauerstoff durch die Zellen, die Steuerung der Produktion von Urin und das Durstempfinden ,der Produktion von Flüssigkeiten (Blut, Speichel, Tränen, Magensaft, Galle).

    Die Nieren benötigen Salz, um überschüssige Säuren über den Urin ausscheiden zu können. Bekommt der Körper zu wenig Salz übersäuert er.

    Hunde mit einer chronischen Nierenerkrankung benötigen daher besonders viel von diesem Mineralstoff und auch chronisches Erbrechen und länger anhaltende Durchfälle führen zu Natriumverlusten.

    Ein gesunder Organismus kann auf seine Natrium-Vorratsreserven zurückgreifen.
    Sogenannte Vorratskammern sind das Bindegewebe, Leber/Galle, Gelenke und Magenschleimhaut) .

    Bekommt der Hund nicht ausreichend Salz zapft er zuerst seinen Natrium-Vorrat im Bindegewebe an. Genau wie beim Calciummangel wird organisches Natrium aus den Gelenken und Knochen abgezogen.
    D.h. Salz (Natrium) wird wie Calcium zur Festigung der Knochenstruktur benötigt .
    Wenn dann auch noch die Mineralien aus Leber und Galle abgezogen werden, läuft die Entgiftung nur noch unvollständig ab.

    Das alles soll auf keinen Fall ein Plädoyer dafür sein, dem Hund sein Fressen mit sturen Ernährungsregeln regelrecht zu versalzen, sondern das Ziel soll sein, dass die tgl. Gabe Salz im Napf zur Selbstverständlichkeit wird.

    Was mir auf den ersten Blick negativ auffällt, sind folgende Kritikpunkte.

    1.Energiebedarf nicht ausreichend

    2.Eierschalenmehl enthält nur Calcium. Für den Knochenaufbau wird gleichzeitig auch ausreichend Phosphor sowie Magnesium benötigt. Phosphor ist genau wie Calcium für die Knochenstabilität von Bedeutung. Auch ein Phosphormangel in der Nahrung führt bei jungen Hunden zu Rachitis und schlechtem Wachstum und ein zu weites Auseinanderdriften dieser Mineralstoffe macht echt nur bei Nierenerkrankungen wirklich Sinn.

    3. Salz fehlt ( 3-4 x die Woche eine Prise reicht nicht)

    4. zu viel Rinderschlund ??

    5. Vitamin D und Jod nicht ausreichend

    6. Die Freitagration wirft Fragen auf. Welcher Sinn siehst du darin? :smile:
    Freitag morgen: 100g Fenchel + 25g Salat + 125g Nudeln