Beiträge von Marula

    Wow, die Salukis gefallen mir aber unglaublich gut! Wie sind die denn charakterlich?

    Sehr verschieden. Ich würd inzwischen fast sagen, "den" typischen Salukicharakter gibts nicht.

    Sie sind draußen meistens recht selbständig, Orientalen halt, und haben windhundtypisch gut Jagdtrieb, je nach Exemplar auch mal mit stiften gehen und gucken wo Hasi wohnt, statt nur zu warten das Hasi den Weg kreuzt.
    Die meisten sind auch eher Einmannhunde, zwar durchaus wie jeder Hund als Familienhund haltbar, aber schon sehr auf einen Besitzer fixiert und bei anderen oft selektiv taub (noch tauber als sonst).
    Das würde ich durchaus verallgemeinert so sagen.


    Aber ansonsten... es gibt Salukis, die super freundlich sind mit anderen Hunden und welche, die eher nix von anderen Hunden wissen wollen und auch mal wirklich garstig werden können, grade auf dem Grund und Boden, den sie als ihr eigenes Territorium ansehen. Es gibt Rüden, die sind im gemischten Rudel echte Lämmer und solche, die als Erwachsene keine anderen Götter neben sich dulden.
    Es gibt Salukis, die stehen nichtmal auf wenn's klingelt und welche, da würde ich mich als Einbrecher in Acht nehmen.
    Es gibt gegenüber Menschen (leider) auch sehr scheue Salukis, wenn das mit einer gewissen Schärfe kombiniert ist, kann man auch schonmal ganz klassische Angstbeißer haben, so richtig unangenehm Tölen. Muss man einfach so sagen. Gibt aber auch normal selbstbewusste, die sich nix aus Fremden machen, aber halt weggehen wenn sie genervt sind, sowie sehr freundliche, die sich sofort von jedem streicheln lassen.

    Auch vom Bewegungs- und Beschäftigungsaufwand sind sie verschieden, es gibt solche, die nach typischer Windhundmanier recht früh damit zufrieden sind, das Sofa zu hüten, ein bisschen spazieren zu gehen, ein bisschen freizulaufen und gut ist, es gibt aber auch welche, die haben richtig Pfeffer im Hintern und wenn man den Bewegungs- und Erkundungsdrang nicht erfüllt, dann leiden die Möbel und der Hund wird unausstehlich.


    Insofern würde ich auch jedem, der sich nen Saluki anschaffen will raten, sich die Elterntiere und verwandte Hunde im Haushalt des Züchters genau anzuschauen, ob das die Art von Saluki ist, mit dem man leben will.
    Ich mein, das sollte man eh bei jedem Hund, aber nur bei wenigen Rassen die ich bisher näher kennengelernt hab sind nicht nur die äußerlichen, sondern auch die charakterlichen Unterschiede so ausgeprägt.

    Das stimmt, aber bei der PL muss man ganz ehrlich sagen, dass die die VDH-Vereine wenigstens teilweise drauf achten. Ich weiß es nun nicht von allen Klein- und Zwerghunden, mag auch sei, dass es da welche gibt, die die Untersuchung nicht vorschreiben oder betroffene Tiere nicht ausschließen bzw mit Zuchtauflagen versehen obwohl es in der Rasse häufig ist.

    Aber zum Beispiel bei den Jackies wird da bei VDH-Hunden schon drauf geachtet, während bei den ganzen "Reiterjackies", die den Großteil der Population ausmachen, da gar kein Wert drauf gelegt wird.
    Die meisten JRT die man so rumlaufen sieht hüpfen zumindest zweitweise auf 3 Beinen rum, das tun die Leute aber als "Terrierkrankheit" und als harmlos ab, der Hund sei ja sonst fit, rennt rum wie gestochen etc.
    Hab sogar schon lachend von ner Reitersfrau (die mit ihrer beidseits von PL betroffenen 2-jährigen Hündin nen Wurf machen wollte) gesagt bekommen, dass das so müsste, sonst wär's ja gar kein JRT, ihre hätten das alle und "nie Probleme damit". Da packste dir nur noch an den Kopf... Herr, wirf Hirn vom Himmel...

    Das schlimme ist ja, das grade JRT die Leute oft noch in diesem Glauben bestätigen, die sind halt hart im nehmen und sonst zäh und robust, werden damit also oft sehr alt und laufen halt trotzdem irgendwie.

    Ist ein ganz schönes Beispiel, das schlechte Zucht nicht immer von den Vereinen ausgehen muss.

    Es ist für mich schon ein gewisser Unterschied, ob ich ohne Probleme und rießen Aufwand ganze Linien und Veranstaltungen voll mit Hunden mit funktionalem Gebäude finden kann oder ob eine Rasse schon von Grund auf, gewollt, durch ein Qualzuchtmerkmal definiert wird und ich eben dann ein paar einzelne finde die damit nicht so extreme Probleme haben, sorry.

    Das denk ich aber auch... ne Diskussion um Qualzucht abzuwürgen mit "Jede Rasse hat ihre Probleme!" finde ich schon sehr wenig differenziert.

    Es ist doch ein Unterschied, ob bei einer Rasse ein überwiegender Teil der Hunde keine Probleme hat und nur ein kleiner Teil der gesamten Population von Übertypisierung und deren Folgen betroffen sind (wie das ja beim DSH der Fall ist), oder ob praktisch die ganze Rasse sich über qualzuchtrelevante Merkmale definiert, ohne die ein Hund gar nicht als dieser Rasse zugehörig erkannt wird (wie das bei den extrem brachycephalen Rassen der Fall ist).


    Das ist nicht auf einen speziellen User bezogen, dieses Argument von wegen "Andere Rassen haben auch/jede Rasse hat Probleme" kommt ja öfter vor.


    Ich würd ganz gern nochmal zu Protokoll geben, dass wirklich nicht alle hier in Bezug auf den DSH pauschalisiert haben. Ich jedenfalls nicht.
    Trotzdem habe ich Hunde, die deutlich in die Richtung gingen wie die diesjährige Crufts-BOB, schon mehr als einmal life gesehen, nicht ganz so extrem, aber eigentlich auch nicht zu übersehen. Ich weiß, dass die A-Hüften haben können, aber trotzdem bewegen die sich nicht normal.


    Was ich meine, ist kein tappsiger Welpengang oder schlacksiger, wachsender Junghund.
    Ich meine:
    Kruppe deutlich tiefer als Wiederrist, im freien Stand wie in der Bewegung.
    Rundrücken bis Karpfenrücken mit Krümmung in der Lendenwirbelsäule, also kein grader Rücken.
    Wenn die Hinterläufe unter dem Hund stehen, dann steht er wie eine gefaltete Ziehharmonika, wollte man die Hintermittelfüße senkrecht zum Boden stellen, müsste man sie ein ganzes Stück hinter den Hund ausziehen (also ne extrem starke Hinterhandwinkelung)
    Die Tarsalgelenke berühren sich sowohl im Stand aus auch in der Bewegung, nicht dauerhaft, aber häufig, die Zehen drehen nach außen (X-Beine).
    Der Hund sackt im Stand nach einigen Minuten hinten immer weiter runter (nicht ins "Sitz"...) und in der Bewegung fußt er hinten statt nur mit der Pfote gelegentlich bis häufig mit einem Teil des oder mit dem ganzen Tarsus auf.

    Platt gesagt laufen diese Hunde als wären sie hintenrum ne schlecht verdrahtete Marionette, total instabil.

    [...]die meisten Hunde, die ich kenne, haben zu lange Krallen.......

    Eben.
    Die meisten Hunde über 2 Jahre die ich tagtäglich sehe, haben auch zumindest ein bisschen Zahnstein. Beides, lange Krallen und Zahnbeläge, ist "normal", aber trotzdem nicht gut, und wenn man dagegen ankommt, dann sollte man es bei beidem auch machen.


    Manche Hunde haben aber auch einfach von Natur aus schon kürzere Krallen, ich kenn z.B. recht viele Appenzeller mit kurzen Stummelkrallen, die ohne jede Pflege nur so 4-6 mm lang sind. Und manche, wie eben meine DeeDee, haben etwas längere. Ich hab ne Weile wöchentlich gedremelt bei ihr, aber ab ner gewissen Länge hat sich nix mehr getan.
    Sei's drum, der einzige Fuß, an dem sie sich je verletzt hat, ist der, der eh schon kaputt ist (Sehenschaden nach Schnittverletzung), ansonsten scheint sie mit ihren etwas längeren, aber nicht total ausgewachsenen Krallen gut zu laufen.

    An dem kaputte Fuß hab ich letztes Jahr eine und vor ein paar Tagen zwei weitere Krallen in Kurznarkose bis direkt an die Zehe ran (direkt vor'm Nagelbett) abgeknippst wegen einmal gebrochener Zehe und 2x Kapselrissen, damit der Druck von der Zehe kommt.

    An der Zehe, wo ich es letztes Jahr wegen der gebrochenen Zehe gemacht hab, ist jetzt dementsprechend (man sieht es auch im Röntgen) das Krallenbein sehr kurz und man kann die Kralle schön kurz halten, so dass weniger Druck auf die Zehe kommt.
    Wird so auch im "Care of the racing and retired greyhound" und von vielen der US-amerikanischen Renn- und Coursingleuten empfohlen, wobei die das ohne Narkose machen (einfach knipps und weg), was ich aber doch sehr gemein finde, immerhin amputiert man die Spitze des letzten Fingergliedes und ein Stück Knochen abzuschneiden tut mit Sicherheit sehr weh.
    Die Heilung war letztes Jahr super und ist auch bis jetzt an den beiden Zehen ganz gut (ist heute 5. Tag "post OP").


    Man könnte natürlich auch das komplette Krallenbein im Gelenk absetzen, das kenne ich aus deutschen Landen eher als die gebräuchliche Lösung, aber es ist ja doch so: Was einmal weg ist, ist weg.
    Wenn es doch nötig sein sollte, kann ich immer noch mehr wegnehmen, später wieder drankleben kann ich es dagegen nicht, insofern hab ich mich erstmal für die kleine Lösung entschieden und gucke mal, wie sie damit läuft.

    Wie oft dremelst du denn dass das "Leben" so weit zurückgezogen ist?

    Bei manchen Hunden kann man dremeln, bis man schwarz wird, die Krallen werden trotzdem nicht ultrakurz...

    Robin und Janaah haben beide recht kurze Krallen und wenn man regelmäßig pflegt, dann haben sie schöne kurze "Nupsis".

    Dee hat ein ewig langes Leben in den Krallen und seitdem ich aus anderem Grund ihre Pfote mal geröntg hab weiß ich auch warum: Das Krallenbein, die knöcherne Basis für die Kralle, ist bei ihr einfach recht lang, und der Knochen wird halt auch vom regelmäßigen dremeln bis kurz vor's Blut nicht kürzer.
    Sie hat aber auch eh andere Pfoten als die anderen beiden, weniger aufgeknöchelt und dadurch längere bzw länger aussehende Zehen und die Krallen zeigen tendenziell eher etwas nach vorn als nur nach unten.

    In diesem Thread wurde die Bruchneigung der Vordergliedmaßen bei Prager Rattler und Whippets erwähnt.


    Nein, Whippets wurden nicht erwähnt (bzw nur von mir als Positivbeispiel, weil Beinbrüche im Gegensatz zum Windspiel bei denen nicht extem häufig sind), es ging um Italienische Windspiele.

    Zitat

    Beim Prager Rattler wären die Vorderbeine bei einem Sprung von einer ein Meter hohen Mauer gebrochen. Meine PR-omi ist ganze 21 cm hoch. D.h., das knapp 5 fache der Körpergröße ist der Hund in die Tiefe gesprungen. Rechne ich das jetzt auf einen 60 cm großen Hund um, müsste dieser aus 3 m Höhe springen - ich bin mir sicher, dass der ähnliche Verletzungen davon tragen wird.

    Ja, aber von ner 1 m hohen Mauer oder vom Sofa springen oder mal 3 Treppenstufen mit Schwung und auf einmal nehmen ist was, was Hunde einfach machen und meiner Meinung nach auch machen können sollten, weil es zu einem normalen Hundeleben einfach dazugehört - was man eben auch daran sieht, dass auch solche Fliegenwichtshunde das liebend gern und
    häufig machen.

    Einem "normal kleinen" Hund von 4-5 kg aufwärts passiert dabei auch seltenst was, und denen passiert meistens auch nix, wenn man sie mal versehentlich in der Tür einklemmt oder ihnen auf die Pfote tritt oder ein großer Hund sie umrennt oder sie vom Arm runterfallen. Den ganz zarten Vögelchen halt schon.

    Dagegen ist es doch relativ selten, dass mittelgroße bis große Hunde freiwillig mehrere Meter in die Tiefe springen.

    Hunde können halt ihre eigene Größe nicht komplett einschätzen, in ihrem Kopf sind sie alle Wölfe. Im Umgang mit Artgenossen müssen sie lernen, wie man mit sehr kleinen oder sehr großen Kollegen umgeht und selbst das hat Grenzen, wenn die Interaktion wilder wird (egal ob Spiel oder Ernst), dann vergessen sie sich schonmal.
    Im Umgang mit der Umgebung ist es das gleiche - klar kann ein kleiner Hund ungefähr abschätzen, wo er rauf und runter kommt, aber grade (sehr) kleine Hunde überschätzen sich da häufiger mal.

    Bei den Windspielbesitzern wird das gern "Größenwahn" genannt und die Kleinen werden als besonders mutig und verwegen bezeichnet, aber ganz ehrlich, das ist vermenschlicht, der Hund macht einfach das, was ihm laut seinem Instinkt möglich sein sollte, egal ob er den Körper dafür hat oder nicht.

    Das ist halt die Sache, was ist normal? Ich find es auch nicht normal, dass man sehr große Rassen die ersten 1-2 Jahre vor sich selber beschützen soll/muss, nicht springen, keine Treppen steigen, nicht zu lange spazierengehen, bloß nicht so lange toben lassen wie der Hund von selber will (weil sein Ermüdungsgefühl und die Leistungsfähigkeit seines Körpers nicht zusammenpassen), spezielles Futter...

    Warum ist klein nicht klein genug und es muss umbedingt winzig sein? Warum reicht groß nicht und es muss gigantisch sein?
    Wäre ein Chi oder ein Rattler mit 5 kg wirklich so schrecklich, wäre eine Dogge mit 70 oder 75 cm keine ordentliche Dogge mehr?


    Wovon reden wir denn jetzt? Von einem watscheligen Gang bei nem Welpen oder von Hunden mit einem abartigen Schrägheck?
    Watscheligen Gang kenne ich bei DSH-Welpen und Junghunden auch. Aber das hat bisher bei allen DSH verwachsen die ich kenne/gesehen habe.

    Und so ein wobbeliger Gang bei Welpen und Junghunden ist normal? Oder ist das nicht eher auch schon ne Verschiebung von "normal für einen Hund" zu "normal für die Rasse, so wie sie heute ist"?
    Watscheln andere Gebrauchshunderassen als Junghunde auch oder sind die straff?



    [...] ich habe solche Extreme wie von der Crufts noch nie irgendwo live gesehen.
    Ebenso wenig die Massen an verkrüppelten HZ Hunden, die angeblich jeder hier kennt.
    Schlecht bemuskelte Junghunde Mal nen Karpfenrücken oder lose Bänder, ja , aber nie diese dramatischen Massen, die andere offenbar jeden Tag vor der Haustür stehen haben

    Ich sehe durchaus auch normale/moderate DSH, sowohl aus Hochzucht als auch aus Leistungszucht.
    Insofern würde ich angesichts der großen Wurfzahlen bei der Rasse nie behaupten, dass alle oder auch nur das ein Großteil der DSH so extrem wären. Aber ich seh eben im beruflichen Rahmen beim HD-Röntgen auch andere - eventuell haben wir die falschen Züchter um die Ecke.

    Viele von diesen Hunde, möchte ich wetten, sieht man im Alltag eher nicht im Straßenbild - ohne da jetzt ins Detail gehen zu wollen, dürfte sich deren Leben im Zwinger, auf dem eigenen Gelände, im Hundehänger, auf dem Hundeplatz und auf Ausstellungsgeländen abspielen. Spazieren gehen ist beim einen oder anderen Züchter schon aufgrund der Menge an Hunden und Würfen wahrscheinlich nicht drin (sicher nicht nur beim DSH, aber grade das ist eine Rasse, bei der es scheinbar recht viele "Großzüchter" gibt?).


    Mir ging es nur darum, dass grade die DSH-Fraktion immer sehr drauf pocht, dass deren typische Showpose und das ausstellungsmäßige laufen zum Großteil Trainingssache wären und auch diese Hunde in Wahrheit gar nicht so extrem wären.
    Aber wenn ich Hunde sehe, die mit 9 Monaten beim vorröntgen x-beinig und rundrückig reingewatschelt kommen und die, wenn sie mal nen Minütchen irgendwo stehen müssen, nach und nach hinten runtersacken bis die plantare Seite der Tarsi im Stand (wenn man das denn so nennen will) fast den Boden berührt, dann ist das wohl kaum antrainiert.

    Da ist vielleicht (im Gegensatz zu anderen Rassen) nicht die ganze Rasse Qualzucht, aber ein Teil davon geht mMn schon sehr in die Richtung.

    Ich kann mir vorstellen, dass man evtl. eine andere Vorstellung von "vernünftig laufen" hat, wenn man einen normal laufenden DSH mit einer Hunderasse mit geradem Rücken vergleicht, da ja der DSH eine abfallende Kruppe hat.

    Siehe oben... sollte "normal für einen Hund" wirklich so verschieden sein von "normal für diese Rasse"?
    Ich denk genau da fangen die Probleme an, ob's nun darum geht, dass man seine Rasse 2 Jahre lang "großschonen" muss (und dann 3 Jahre was davon hat und sich danach als Altenpfleger/Sterbebegleiter betätigen kann), dass man ihnen die Falten ausputzen und intensive Ohrenpflege betreiben muss, oder eben das sich der Bewegungsablauf sehr von dem anderer Hunde unterscheidet.


    Ich mein, ich bin ein großer Fan von Rassehunden, ich mag die Verschiedenheit und in Maßen ist auch eine etwas tiefere Kruppe und eine etwas stärkere Hinterhandwinklung und ein leichter Rundrücken wohl nicht schädlich... aber das ist dann wieder die gleiche Sache wie mit den sehr kleinen und sehr großen Hunden, irgendwann muss man auch mal zufrieden sein und den Hund zuerst als Hund sehen und nicht als Rasse XY die eben gottgegeben so und so aussieht und die und die "Besonderheiten" hat.

    Also in der Regel nicht, aber Karlchen hat manchmal solche Extraeinlagen drauf, die garantiert nur fürs Publikum gedacht sind. Zum Beispiel ging er neulich total theatralisch in Richtung Sofa, blieb zwischendurch ein paar Mal stehen, so wie "Oh! Ich fühle da was!" und während alles zuschaut, übergibt er sich auf das Sofa, anstatt einfach da stehen zu bleiben wo er war. |)

    Janaah hat neulich bei Bekannten auf den Kaffeetisch gepinkelt. :rotekarte: :ops:

    Waren auch Hundeleute (Magyar Agar und Deerhound), haben glaube ich insgesamt 8 oder 10 Hunde oder so, alle intakt. Zwei Hündinnen wurden grade läufig und mit dem einen Rüden hat er sich schon draußen die ganze Zeit einen Posier- und Piss-Wettstreit geliefert.

    Naja, und dann saßen wir drinnen auf dem Sofa, die Hunde wuselten so um uns rum, Janaah war vor einer der leckeren Hündinnen am posieren, der andere Rüde kam um die Ecke und auf einmal hebt Janaah, das Schwein, sein Bein und markiert einmal quer über das kniehohe Couchtischchen. Zum Glück hat er keine Tasse getroffen.


    OH GOTT, war das peinlich!!!
    "Ich schwöre, das hat er noch nie gemacht!"

    Naja, wie gesagt, zum Glück auch Hundeleute, die wussten, dass fremde Rüden auf neuem, bereits "besetztem" Territorium, in Anwesenheit von Konkurrenten und bei duftenden Hündinnen schonmal nen Kurzschluss haben können und haben's mit Humor genommen. Ich hätt' im Boden versinken können.


    Und als ich zur EM gefahren bin, haben die Leute vom Verein einen da morgens eigentlich mit dem Quad auf die eingeteilten, reservierten Stellplätze gewiesen, aber als ich ankam, war das Quad noch nicht da und der junge Mann, der für die Platzzuweisung zuständig war, ist halt grad bei mir eingestiegen und hat mich so auf meinen Platz gelotst.

    In der Zeit, als ich vorne am Eingang meine Stellplatzgebühr bezahlt hab bis zu dem Zeitpunkt als der Typ bei mir eingestiegen ist, waren vielleicht 5-10 Minuten, haben die Hunde (oder vielleicht auch nur einer, ich weiß es nicht...) im Auto eine derartige Giftgasattacke gestartet, dass man die beim Türen öffenen herausdringende Luft in Scheiben hätte schneiden können.
    MANN! Sonst furzen sie eigentlich nicht so schlimm und nicht besonders oft, aber ausgerechnet wenn mal jemand mitfahren will, ziehen sie alle Register, als hätten sie es sich extra dafür aufgespart.


    Wenigstens sabbern sie nicht...

    Du vergißt aber, daß zusammen mit der Einkreuzung eine rigorose Selektion erfolgte, die im Wurflager begann und alle Tiere ausmerzte, die für den Gebrauch nicht tauglich waren. Erwachsene "Fehlschläge" solcher Gebrauchskreuzungen gibt und gab es daher nur sehr vereinzelt. Das kann den Eindruck erwecken, ALLE Nachkommen wären arbeitstauglich. Heute würde das große Probleme mit dem Tierschutzgesetz bringen, in Größenordnungen Hunde im Welpen-, Junghund- und Erwachsenenalter zu beseitigen, weil sie dem Einkreuzungsziel nicht entsprechen, und dürfte die Bilanz ganz erheblich verschlechtern.
    [...]

    Man bräuchte heute keine Welpen zu ertränken oder schlecht arbeitende Hunde zu erschießen. Man könnte sie auch einfach auf Liebhaberplätze vermitteln. Der Markt für Mischlinge, auch Junghunde und erwachsene Hunde, ist da, die Nachfrage ist groß.
    Die Leute importieren sich ihre papierlosen Mischmaschhunde von weiß Gott woher oder bezahlen viel Geld für die abstrusesten Designermixe aus ziemlich dubiosen Umständen.

    Warum sollten sich dann gezielt gezüchtete Mixe, die eben der "Ausschuss" aus nem Rassezuchtprogramm sind, nicht verkaufen?
    Da wären im Idealfall die Eltern getestet und eventuell sogar der Welpe/Junghund selber schon auf die eine oder andere Erbkrankheit, der Welpe wäre aus gutem Hause und vernünftig aufgezogen mit ner bekannten Abstammung und ein Junghund oder junger Erwachsener hätte eventuell sogar schon eine gewisse Basiserziehung.
    Klar, solche Hunde gehen dann eher nicht an Liebhaber der reinen Rasse, aber das muss ja auch nicht, wenn sie eh "über" sind.
    Könnte man vielleicht nicht das gleiche Geld für nehmen wie für einen reinrassigen Welpen, aber ne angemessene Schutzgebühr wären da denke ich schon viele bereit zu zahlen, denn die geben die Leute auch für dreibinige, blinde Angsthunde mit Leishmaniose aus.



    Zu den Daumenkrallen: JEDESMAL wenn ich auf dem Rennplatz mal wieder einen ab- oder angerissenen Daumen schmerzhaft versorge, möchte ich einen von den Gegnern vor mir haben und ihm DIESE Schmerzen an den Hals wünschen. Meine Omi hat keine, herrlich. Bei meinen jüngeren ging es nicht mehr. Und auch hier das gleiche: ein paar Stunden nach der Geburt ein kleiner Schnapp, das letzte Daumenglied ab und fertig.

    Komisch, mir sind die zig dutzend Daumenverletzungen noch nicht begegnet, nicht auf dem Rennplatz, nicht auf Windhundausläufen oder im Freilauf, nicht bei meinen eigenen Hunden, nicht bei den Hunden von Freunden, nicht bei arbeitenden Jagd- und Diensthunden anderer Rassen in der Praxis... Daumeverletzungen kommen vor, aber meiner Erfahrung nach sind sie nicht häufiger oder dramatischer als Verletzungen anderer Zehen.

    Auch bemerkenswert ist, dass grade bei den Windhundrassen, die über das rauheste Gelände jagen, in den Ursprungsländern NIE und nirgendwo die Daumen amputiert wurden - die ganze Orientalenfraktion von Nordafrika bis Zentralasien gibt's nur bedaumt. Als ich die israelische Züchterin meiner Hündin (deren Eltern bzw Großeltern noch in der Negev und Sinai gejagt haben) fragte, was sie von Daumen amputieren hält bez ob die Beduinen das machen, guckte sie mich an, als wäre mir ein zweiter Kopf gewachsen und meinte "NO, they need them for better grip!"
    In den USA machen sie das, ja, im UK und Irland auch manchmal, aber selbst da gibt's solche und solche Meinungen, auch und grade bei den Leute, die mit den Hunden wirklich jagen, und am häufigsten scheint es bei der Showfraktion zu sein, die das machen, weil sie am langen Bein die Daumenkralle störend finden und ganz ehrlich zugeben, dass sie hauptsächlich amputieren, weil sie finden: "It gives a cleaner look". (Aus dem selben Grund werden dann auch bei Whippets, Greyhounds und Co die Tasthaare rasiert oder abgezupft... auch ganz wichtig, so ein paar Barthaare sind ja auch enorm störend).

    Ich würde mir wünschen, dass auf Ausstellungen mehr drauf geachtet wird, welche (Wind-)hunde kupierte/amputierte Daumen haben, denn aus dem Ausland werden ja immer noch solche Hunde importiert und hier natürlich auch eingetragen.
    Ich weiß z.B. zur Zeit vom einem Saluki aus UK-Zucht, der hier problemlos mehrere Anwartschaften bekommen hat und wo das Fehlen der Daumen nie im Richterbericht oder mündlich erwähnt wurde.

    Solche Hunde wirst du in D auch nicht bekommen.
    Auch wenn es auch hier in der HZ unschöne Entgleisungen gibt, derartiges habe ich bisher nur in den UK und Amerika gesehen.

    So extrem vielleicht nicht, aber dass die Falthecks und der spezielle Gang bei den HZ-DSH alles nur antrainiert für die Ausstellungen wären ist auch nicht so.
    Wir haben hier einige Züchter von HZ-Schäfern (weil wir recht viel HD-Röntgen machen... kann daher auch bestätigen, dass die Fließheck-DSH nicht umbedingt HD haben!) und diese Hunde stehen schon sehr "speziell" da. Dieses abgerundete Heck, die starke Winkelung im Knie- und Tarsalgelenk und die im ganzen sehr weiche Hinterhand und der damit einhergehende "wobbelige" Gang ist schon angeboren und das kenn ich so nur von DSH.

    Na ja, die FCI-Windspiele sind teilweise schon arg fragil. Beinbrüche im ersten Lebensjahr sind bei den Spielchen keine Seltenheit. Persönlich bevorzuge ich die amerikanischen Windspiele, die haben meist etwas mehr Substanz und sind körperlich robuster.

    Wenn man aber auf Ami-Windspielgruppen guckt, dann ist das Problem der Beinbrüche da auch alles andere als unbekannt. Ob das weniger oder mehr als bei den europäisch gezogenen Spielchen ist, keine Ahnung, aber anscheinend häufig genug, dass es auch da ein als gewissermaßen "rassetypisch" angesehenes Problem ist.
    Irgendwo zwischen Windspiel und Whippet muss es da ne "magische Grenze" geben, ab der der Hund weniger zerbrechlich ist, denn von Whippets ist mir das so nicht bekannt.


    Ich bin absolut entsetzt darüber, was für ein Hund diesjähriger Toy Group Gewinner bei den Crufts geworden ist. Der KC hat nichts gelernt.

    Ich glaub langsam, die machen das aus Trotz...

    Gesammelte Werke aus zig dutzend Seiten...


    Wahrscheinlich eher persönliche Erlebnisse..

    Übersetzung

    Zwergspitze, wie andere Klein- und Toyhunde, erleiden häufig distale Frakturen von Radius und Ulna, dem unteren Teil des Vorderbeins. Diese Frakturen treten nicht nur öfter als bei größeren Hunden auf, sie brauchen auch wesentlich länger Zeit zur Heilung, falls es überhaupt zu dieser kommt. Die Frakturen können auch das Resultat von nur kleinen Traumen sein, da die Knochen im Verhältnis zur Körpergröße schwächer sind als bei größeren Hunden.

    http://www.ufaw.org.uk/dogs/pomerania…radius-and-ulna

    Kann ich bestätigen, allerdings nur anekdotisch.
    1) Als Windhundbesitzer mit Interesse an Ausstellungen (auch wenn ich selber kaum ausstelle) und Vereinskrempel kenne ich einige Windspielbesitzer und da sind Knochenbrüche bei harmlosen Belastungen (vom Sofa springen, vom Tisch oder Arm gefallen, Toben im eigenen Garten mit anderen Kleinhunden) bekannt und gefürchtet.
    2) Wir hatten bei uns in der Praxis allein in den letzten 1 1/2 Jahren 3 Kleinsthunde mit Beinfrakturen nach verhältnismäßig kleinen Unfällen, 2 x vom Arm gesprungen bzw gefallen und 1x draußen beim toben von einer ca. 1 m hohen Mauer gesprungen. Waren alles papierlose Zwergpischer bzw Prager Rattler, Gewichte würde ich so zwischen 1,5 und 2,5 kg schätzen. Zur Heilung kann ich nicht viel sagen, wir machen keine Knochenchirurgie und haben sie weiterüberwiesen.
    3) In meiner Uniklinik (TiHo Hannover) hatten wir während meines Praktikums als Studentin auch ein Windspiel und einen Pinscher mit Beinbrüchen nach jeweils recht läppischen Unfällen, beide mit Heilungskomplikationen, das Spielchen hatte 6 Wochen nach OP noch kaum Heilungstendenz.

    Bei Chis zum Beispiel hab ich das bisher selten gesehen oder gehört - ich könnte mir vorstellen, dass die eventuell einen kleinen Vorteil haben, weil die Beine nicht so lang sind wie bei Windspielen oder Pinschern und daher etwas stabiler. Ist aber nur Spekulation.
    Aber es ist durchaus bekannt, dass Kleinsthunde, wenn sie denn Frakturen haben (auch nach Unfällen oder so) öfter Probleme mit der Knochenheilung haben, warum auch immer.


    Für mich persönlich finde ich 4-5 kg das Minimum, was ein Hund haben sollte. Ich kenn auch recht gesunden und harmonische 3kg Hunde, aber das finde ich sehr, sehr grenzwertig. Im Bereich ab 2 kg abwärts hab ich bisher noch keinen Hund gesehen, den ich robust und "kernig" nennen würde.

    Es ist einfach mein Eindruck (und nix sonst...), dass so ab 4 kg abwärts die ganze Harmonie in den Proportionen nicht mehr so gegeben ist. Oft wirken da die Beine zu dünn für den Körper und der Kopf im Verhältnis zu groß, die Augen werden immer glubschiger und neigen immer mehr zum tränen, die Zähne sitzen immer lockerer im winzigkleinen, fragilen Kiefer. Insgesamt ist der Hund da dann auch oft sehr empfindlich, friert viel, verletzt sich schnell bei geringen Traumata (großer Hund tappt drauf, man tritt ihn versehentlich oder klemmt ihn in der Tür ein oder er fällt vom Sofa...), die Welpen unterzuckern enorm schnell, selbst die Erwachsenen trocknen z.B. bei Magen/Darm-Infekten schneller aus als ein größerer Hund.

    Ein kleiner Jack Russell z.B., oder ein Zwergpudel oder ein etwas größerer, korrekt gezüchteter Zwergpinscher (nicht diese dünnen Dinger, die man als "Rehpinscher" aus den Kleinanzeigen bekommt...)... das sind auch kleine Hunde, die kann man überall hin mitnehmen, die passen in ne Tasche (wenn auch nicht in ne Handtasche), die kann auch ein pingeliger Vermieter nicht als "großen Hund" bezeichnen, kurz, die haben alle Vorteile eines kleinen Hundes...
    ...und trotzdem haben sie diese extremen Verzwergungsmerkmale (unproportional dünne Gliedmaßen im Vergleich zum Körper, aufgewölbter Schädel, Glubschaugen mit schlechtem Lidschluss und Neigung zum tränen, schlechtes Gebiss mit Zähnen, die zu groß für den Fang sind und von Anfang an schon lose sitzen) nicht oder weniger häufig und weniger ausgeprägt.


    Hier habe ich was cooles für die medizinisch interessierten - so sehen Gebisse von kaputt gezüchteten Hunden aus http://pedigreedogsexposed.blogspot.de/2015/11/brachy…frite-bite.html
    Das ist schon ziemlich freaky

    Ja. Das wird gern vergessen. Es ist halt nicht nur die Luft (bzw der Mangel daran), mit der die Kurznasen Probleme haben.
    Es ist auch die Thermoregulation, es sind die Falten, es sind die Augen und es sind auch die Zähne. Und das alles ist nur und direkt auf die Gesichtsform zurückzuführen und auf nix sonst.

    Ich könnt mir schon auch vorstellen, was anderes als Windhunde zu haben. Ich mein, es gibt auch ne Menge Rassen, die gar nicht in Frage kämen, aber es gibt auch so einige, die ich sehr interessant finde.

    Diverse Mediterrane (Podenco Ibicenco und Canario, Cirneco), Basenjis, dann ein paar Nordische (Husky, Samojede, American Akita), zwei von den Tibetern (Tibet Spaniel und Dho Khyi), einige andere Herdenschützer, allen voran Kangal/Anatolischer Hirtenhund... das sind nur die, wo ich tatsächlich auch Hunde persönlich von kenne und wirklich sagen würde, so einer dürfte hier einziehen.
    Es gibt schon ne Menge tolle Hunderassen, die auch "Selbstdenker" sind, wenn ich mein Herz nicht schon verschenkt hätte, könnte ich mir auch was anderes als Windhunde vorstellen, oder zumindest noch was dazu.


    Aber so wie es ist, hat man ja schon bei den Windhundrassen die Qual der Wahl und es passt mir bei denen einfach alles so gut... "never change a winning team" und so.
    Insofern werden ich die meisten anderen Rassen die ich toll finde auch weiterhin nur von weitem angucken, denke ich. Wobei ich mir so einen Tibet Spaniel schon vorstellen könnte, entweder mal als Quotenmini zu den Windhunden oder vielleicht als Einzelhund wenn ich älter bin.