Beiträge von Marula

    Ich find's ein bisschen seltsam.

    Das ein Züchter Sammeltermine zum Welpenbesuchen organisiert kann ich schon verstehen, sonst hat man nachher an jedem Wochentag ne andere Familie in der Bude hocken und die Leute wollen ja auch beraten und beaufsichtigt werden und eventuell mit Kaffee und Kuchen versorgt und "nebenbei" hat man das ganz normale Alltagsgeschäft, eventuell Berufsleben und die Welpenaufzucht.
    Die einen sagen kurzfristig ab, die nächsten kündigen sich an, kommen aber nicht und wieder die nächsten kommen spontan vorbei wenn sie eh grade in der Nähe sind. Muss alles nicht böse gemeint sein, aber kann sicher etwas viel werden.

    Also, wenn man da nen festen Termin machen würde, z.B. "Ab der 4. Woche können die Welpen jeden Sonntag von 10:00 bis 16:00 von den Interessenten und künftigen Besitzern besucht werden", das fände ich ok. Wenn irgendwer Sonntag partout nicht kann, muss man halt was seperates organisieren.


    Aber so starr im Voraus 6 Termine im Jahr, da seh ich nicht wie das in der Praxis gehen soll, man weiß ja gar nicht, wann mal Welpen liegen hat.

    Ich finde ein Züchter braucht heute unbedingt eine Website. Ich wüsste nicht mal wie ich sonst einen Züchter suchen sollte [...]

    Die meisten Vereine führen Züchterlisten sowie Listen mit Deck- und Wurfmedlungen und haben eine Welpenvermittlungsstelle. Die Züchterlisten stehen idR auch im Internet auf der Homepage des Rassezuchtvereins, die Kontaktadresse der Welpenvermittlung, wenn es eine gibt, auch.

    Dann kann man entweder gucken, welche Zuchtstätten für einen selber erreichbar sind und da anrufen oder ne Mail schreiben, oder man meldet sich bei der Welpenvermittlung und fragt nach grade liegenden Würfen und sagt was man so sucht und ob die einem was empfehlen können.

    Oder man geht auf Hundeveranstaltungen (Ausstellungen oder rassespezifische Events wie Working Tests oder sportliche Wettbewerbe) und spricht dort Leute mit Hunden an, die einem gefallen. Manchmal sind die selber Züchter und ansonsten empfehlen die einem oftmals gern einen/ihren Züchter.


    Aber klar, ne gute, informative Homepage hilft schon, sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer.

    Ich stöber auch gern auf schönen Internetseiten rum, aber letztlich ist es mir herzlich egal, ob ein Züchter eine Internetseite hat und wie schön und toll die ist.


    Es ist heutzutage vielleicht für den Züchter ein Nachteil, wenn er keine oder eine schlechte Website hat, aber je nachdem wie viel die Person überhaupt züchtet und wie viele oder wenige Würfe sie macht, muss es das nicht sein.

    Jemand, der innerhalb der Rasseszene nen guten Namen hat und eh nur alle paar Jahre mal nen Wurf macht, dafür aber nen interessanten, da reicht es oft, wenn der halt in der Verbandszeitschrift und auf der Homepage vom Verband bei den Deck- und Wurfmeldungen geführt wird.
    Wenn noch Welpen/Junghunde zu vergeben sind, dann werden die mitgenommen auf Ausstellungen oder es wird ein Aushang im Verein oder eine nette Fotoanzeige im Verbandsmagazin gemacht und dann finden sich da auch Leute.


    Oft haben jüngere, technisch bewanderte Leute super Homepages, viele schöne Bilder, viele Infos zu jedem Hund und alles ist immer aktuell - aber das muss nicht heißen, dass die liebevoll beschriebenen Hunde wirklich so toll sind oder das der Züchter mehr Ahnung hat als ein alter Hase.

    Kenne auch Züchter, wo die Internetseite und die Facebookpräsenz hui und die reale Zucht pfui ist.
    MÜSSEN tut für mich also hauptsächlich ne Kontaktadresse! ;)


    Freuen tue ich mich bei Homepages über:
    - Kurze Vorstellung der züchtenden Person und der Zuchtstätte.
    - Aussagekräftige Vorstellung der im Haushalt lebenden Hunde, aller Hunde, aber natürlich besonders der Zuchttiere. Da muss kein schwafeliger Roman stehen, aber so Eckdaten wie Geburt und Tod, Krankheiten falls es mal welche gab, Ergebnisse von Untersuchungen, Ergebnisse von Prüfungen und eventuelle Titel. Und ein paar gute Fotos auf denen man auch was erkennt.
    - Bisherige Würfe, idealerweise mit Erwachsenenfotos von der Nachzucht und gern mit ein paar Infos zu Nachzuchten (wie oben, Eckdaten und Untersuchungsergebnisse).
    -Geplante Würfe

    [...]
    Jeder Tierpfleger wird dir auf die Frage welches das gefährlichste Tier im Zoo ist mit Menschenaffen (Schimpansen) antworten ..nicht Löwe oder Eisbär... mit denen ist defintiv nicht zu spaßen. Eine gewissen Intelligenz+Agressionsbereitschaft+Kraft sind keine gute Kombi..

    Das stimmt. Eine Freundin von mir, promovierte Biologin, war ne Weile in einem deutschen Zoo festangestellt und kennt jetzt noch recht viele Zooleute.
    Die sagte das gleiche: Menschenaffen, vor allem Schimpansen, und Elefanten sind mit Abstand die gefährlichsten Zootiere.

    Deswegen werden zumindest Menschenschaffen (und inzwischen manchmal auch Elefanten) heute meistens ohne direkten Kontakt gepflegt. Da geht keiner ins Gehege. Die machen mit den Tieren zum Beispiel Klickertraining, damit sie kleinere medizinische Prozeduren mit sich machen lassen (durch's Gitter!), aber zum saubermachen, für Wartungsarbeiten etc werden die Tiere idR per Schieber in andere Gehege gesperrt und für größere Aktionen werden sie separiert und betäubt.


    Unabhängig davon, ob das Vorgehen in diesem Fall nun richtig war oder nicht - man sollte nun auch nicht alle Menschenaffen über einen Kamm scheren. Der Vergleich mit dem Fall Nash hinkt aus meiner Sicht, denn da kam es zu einem Angriff durch einen Schimpansen. Und Schimpansen haben ein deutlich höheres Aggressionspotenzial als Gorillas (da hätte sogar das Risiko bestanden, dass sie das Kind zu fressen versucht hätten).

    Stimmt auch wieder... Gorillas und Orang Utans können zwar auch ziemlich gefährlich sein, grade Handaufzuchten (wie dieses betreffende Tier hier eine war) aber Schimpansen haben nach allem was ich weiß sowohl innerartlich als auch zwischenartlich ein höheres Aggressionslevel.


    Aha. Wer kann denn das beurteilen? Ich bin kein Tierarzt, ich kanns nicht.

    ich bin Tierarzt und JA, so eine Betäubung per Pfeil dauert recht lange und ist nicht sooo zuverlässig.

    - Man hat wahrscheinlich kein genaues aktuelles Gewicht, so dass man die Dosis des Narkosemittels nur schätzen kann.

    - Die Narkose geht in den Muskel, das Mittel wirkt langsamer als wenn man es direkt in die Blutbahn (Vene) gegeben hätte. Einige Minuten dauert das auf jeden Fall. In Verbindung mit dem ersten Punkt ist auch noch zu sagen, dass Tiere aller möglichen Arten bei i.m. Narkosen viel größere individuelle Unterschiede zeigen was die Dauer bis zum Eintritt der Vollnarkose betrifft als bei i.v. Narkosen. Gib 2 Katzen mit je 4 kg die gleiche Dosis Narkosemittel i.m. und die eine schläft nach 10 min wie ein Stein, während dich die zweite noch anblinzelt und faucht wenn du sie greifen willst.

    - Bei Aufregung (Kind im Gehege, schreiende Leute drum rum) wirkt eine Narkose durch die körpereigenen Stresshormone nochmal langsamer und die Gefahr von paradoxen Reaktionen steigt (Exzitationen/Aufragungserscheinungen statt Narkose).

    - Der anfängliche Schmerzreiz durch den Pfeil und die dann langsam einsetzende Orientierungslosigkeit und teilweise Übelkeit durch das Narkosemittel machen Tiere in der Einschlaf- und Aufwachphase alles andere als berechenbar - es ist schon so mancher TA, so manche TMFA und auch so mancher Besitzer von seinem noch etwas berauschten oder noch nicht ganz weggetretenen Hund gebissen worden. Selbst liebe Hunde können bei der Aufwachphase aus der Narkose manchmal echt komisch werden und die Einschlafphase ist prinzipiell der gleiche Vorgang, nur umgekehrt.

    - Man kann die Narkosetiefe von weitem nur schlecht beurteilen. Wenn ich eine verwilderte Katze in ner Lebenfalle hab, die wir mühselig durchs Gitter gespritz haben (wegen Kastration), dann kann ich die mit nem Kuli antippen oder sie ins Gesicht pusten um zu gucken ob sie schon "weg" ist.
    Siehe oben, manche sind dann schon tief im Land der Träume, andere werden auf ein Mal wieder ganz schön lebendig. Mach das mal mit nem 200+ kg Tier und nem Kleinkind dabei, wenn der noch nicht ganz müde war, sondern doch nur ein bisschen duselig, na dann viel Spaß...


    In so Naturdokus sind da auch fast immer ein paar Schnitte zwischen der Szene mit dem Schuss und der Szene, wo das Tier neidersinkt und der Szene, wo der Wildbiologe dann an das Tier rangeht. Weil das eben nicht so huschhusch und ganz einfach geht.
    Das geht schon, aber jeder, der es in der Praxis schonmal versucht hat, merkt ganz schnell, dass es auch ne Menge Trial und Error ist und die Fehlversuche landen naturgemäß selten auf Film.

    Und man rein aus praktischen Gesichtspunkten:
    Selbst wenn man dieses eine Tier betäubt hätte, es ware ja wohl noch andere im Gehege, also hätte (grade in der geladenen Situation) trotzdem keiner reingehen können. Hätte also wahrscheinlich nichtmal was genützt.


    Hm - wenn ich mir vorstelle, wie schnell meine Frieda letztens vor der OP in Narkose gefallen ist - hätte ich sie nicht gehalten, wäre sie einfach umgeplumpst und vom Tisch gefallen. Schneller geht Erschießen sicher auch net.

    Wie gesagt, das war dann wohl in die Vene und nicht in den Muskel gegeben. Bei ner i.m. Narkose sacken die nicht so schnell zusammen, sondern dämmern über mehrere Minuten (meistens so zwischen 5-15) langsam weg.


    Das ist nicht mutig, es ist nur nicht hysterisch!
    Wie gesagt: Wenn jemand mit einer Waffe danebensteht und den Gorilla jederzeit erschießen könnte, warum sollte man da Angst haben? Wenn mich der Gorilla angreifen würde, wäre ich auch dafür, dass geschossen wird. Aber solange gar nichts passiert? :ka:

    Und wenn die dann kein freies Schussfeld mehr haben und statt dessen dich erschießen? Oder das Tier nur anschießen und es dadurch erst so richtig aufgeregt wird? Das ist ja nicht Hollywood, wo man so einfach mal aus zig Meter Entfernung mitten im Getümmel nen sauberen Kopfschuss setzt, echter Schusswaffengebrauch funktioniert so nicht.

    Dann lieber ein sauberer Schuss wenn das Tier grade ruhig steht und man freies Schussfeld hat, ohne das Kind zu gefährden.


    Ich find's auch wahnsinnig schade, besonders weil Menschenaffen vom Intellekt schon nochmal was ganz besonderes sind (eben unsere nächsten Verwandten), aber unter den gegebenen Umständen kann ich verstehen, warum so gehandelt wurde.

    Würde mich da auch mit Schuldzuweisungen zurückhalten.
    Wenn überhaupt, dann sollte man den Fehler wohl bei der Gehegekonstruktion suchen, also beim Zoo.
    Der Mutter würde ich dafür keine wirkliche Schuld geben - Kinder sind manchmal schnell und unberechenbar, wie Tiere und... shit happens... wenn einem der Hund vor's Auto rennt fallen einem nachher auch zig Sachen ein, die man hätte besser machen können, aber nachher ist man immer schlauer. Man kann einfach nicht jede Sekunde 100% da und wachsam sein.

    Und diejenigen, die diese Entscheidung zum schießen getroffen haben, beneide ich auch nicht, ich kann mir nicht vorstellen, dass die sich damit leichtgetan haben, auch wenn's schnell ging (gehen musste).


    Zudem wird hier sehr widersinnig argumentiert. Angeblich fressen die Tiere ja wahllos alles in sich rein und es kann nicht sein, daß sie da unterscheiden, andererseits meiden sie manche Sachen, was einige anführten. Ja, nun warum denn dann das, wenn sie von dem Instinkt getrieben sind, alles zu fressen. Das würde ja nun dem Trieb zu überleben, wegen dem sie ja nun alles fressen, so wohl die Argumentation, zuwider laufen..

    Die sind ja nicht dumm und haben halt gelernt, dass es immer ausreichend Futter gibt und
    das, wenn ihnen was nicht mundet, spätestens nach einigen Tagen was anderes serviert wird. Außerdem sind manche wählerischer und andere sind eher Allerfresser, so wie bei uns auch. Wenn es nicht genug und keine freie Auswahl gäbe, dann würden die meisten wählerischen Hunde auch die unbeliebten Nahrungsmittel fressen.

    Was ist denn daran so unglaubwürdig, dass Hunde auch Geschmacksvorlieben haben können ohne dass das einen tiefergehenden Hintergrund hat?


    [...] Aber die Hunde, die kein Frostfleisch fressen, haben da eben ein Gespür für entwickelt. Oder sind da besonders anfällig. Wissen kann der Hund es ja nicht, daß das Fleisch vorher gefrostet war.

    Natürlich weiß ein Hund das... Fleisch, das eingefroren war, hat doch ne ganz andere Konsistenz, ist viel stärker ausgewässert und die chemischen Veränderungen, die sich durch's einfrieren und wieder auftauen ergeben, kann ein Hund mit Sicherheit riechen. Hunde können mit großer Wahrscheinlichkeit auch Medikamentenrückstände im Fleisch wahrnehmen (ich mein, die können Schwankungen im Blutzucker bei Diabetikern, Veränderungen in der Atemluft bei Lungenkrebserkrankten und Veränderungen im Urin bei Blasenkrebspatienten wahrnehmen...), ob sich sich dran stören ist dann wahrscheinlich wieder idividuell, ebenso wie manche Hunde halt kein Problem mit glibberigen Innerein haben und andere doch.


    Es macht evolutionär gesehen schon Sinn, dass man z.B. süßes, fettiges, stärkehaltiges oder Fleisch eher dem Blattsalat oder der Gurke vorzieht, weil es einfach mehr Energie enthält, was in Zeiten, wo es nicht immer für jeden genug gab, einfach das wichtigste war.
    Es macht auch Sinn, dass man Sachen, die ekelig schmecken, z.B. bitteres oder sehr scharfes, eher meidet, weil das oft unverträglich ist.
    Und es macht auch Sinn, das man Sachen meidet, die einem nicht bekommen sind.

    Insofern kann ich mir auch vorstellen, dass Hunde, wenn ihn von irgendwas z.B. ziemlich unmittelbar schlecht geworden ist, dieses Nahrungsmittel meiden.

    Aber grade sowas wie zum Beispiel ne Allergie, wo man oft die ersten Folgen erst Stunden bis Tage nach der Mahlzeit sieht und meistens überhaupt keine Magen-Darm-Symptome aufgetreten sind? Wie sollen Hunde das denn in Zusammenhang bringen?
    Oder Medikamentenrückstände, wo der Hund ja mit großer Wahrscheinlichkeit gar keine Symptome hat, weil es nur noch Spuren vom Wirkstoff sind, die ihm kurzfristig erstmal nix ausmachen?
    Da glaub ich nicht dran, das Hunde das als "schlecht für mich" einstufen. Aber ist halt auch nur mein persönlicher Glaube. ;)

    Ich glaube ja gerne, dass Futter - egal welches - abgelehnt wird; allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass der Hund da irgendwelche Stoffe (Antibiotika, etc.) riecht und es deshalb ablehnt.

    Generell glaube ich nicht, dass Fleisch - egal welcher Sorte - Ablehnung findet.

    Nee, das hat schon auch mit Geschmacksvorlieben zu tun. Die wiederum sind aber natürlich ein Zivilisationsproblem, hat der Hund Hunger, frisst er fast alles, aber kann er wählen, was besonders lecker und was weniger lecker ist, dann tut er das auch.

    Viele Hunde, die nur eine Sorte Trockenfutter kennen, tun sich ja schon schwer damit, ne andere Sorte Trofu zu akzeptieren. Zwar nicht so schlimm wie bei Katzen, aber diese Futtergewöhnung ist ein reales Ding.

    Meine erwachsen auf Frischfutter umgestellten Hunde mochten am Anfang, wie viele Hunde, keine rohen Innereien, ich hatte den Eindruck, sie mochten die glitschige Konsistenz nicht. Das hat ein bisschen Gewöhnung gebraucht.
    Der jüngste, der bei der Züchterin schon mit Rohfutter entwöhnt worden ist, frisst alles an Fleisch - glibberige Innereien, roher Fisch... dafür ist er bei Trofu seeeeeeehr wählerisch.

    Ich erinnere mich auch noch dunkel, dass mein Seniorhund vor Jahren, als ich mit Frischfütterung angefangen hab, kein rohes Geflügel mochte. Heute sind Hähnchenschenkel mit Rückenstück sowie Putenhälse sein liebstes.

    In Spanien werden Galgos zum Teil mit viel Altbrot gefüttert - viele Halter von TS-Galgos berichten, dass ihr Galgo lieber nen Stück hartes Weißbrot nimmt als ne Wurst. Auch Gewöhnungssache, Sozialisation auf's Futter sozusagen.

    In Mexiko können z.B. auch schon kleine Kinder viel schärferes Essen vertragen (und mögen es auch) als hier die harten Männer. :D

    ... nicht zu vergessen, Kadaver von eingeschläferten Haustieren.Quelle: Schwarzbuch Tierfutter.

    Das ist nun nicht die seriöseste Quelle... außerdem wäre das z.B. im Test unter Schadstoffe aufgefallen (Überreste von Narkosemitteln) und es wurde ja auch PCR gemacht um eben die anderen Tierarte nachzuweisen. Ich denk da wäre Hund oder Katze aufgefallen.
    Kann ja mal einer hinschreiben, ob sie auch nach Hund und Katz gesucht haben...

    Ich will nicht ausschließen, dass das jemals irgendwo vorgekommen ist oder irgendwo auf der Welt vorkommt (siehe Gammelfleischskandal beim Menschen...), aber ich glaube das dürfte bei in Deutschland hergestelltem Futter die ganz große Ausnahme sein.


    Ich würde mir viel eher darüber Gedanken machen was in unseren Nutztieren sonst noch drin ist als über Mais :flucht: Bin ffest davon überzeugt, dass so manches Nutztier im rechten Licht anfängt zu leuchten :flucht:

    Mag sein, dass medikamentenverseuchtes Fleisch im Tierfutter landet, wenn Rohwaren (gefrorenes Fleisch, Fleischmehle) spottbillig im Ausland eingekauft wird - wenn das schon bei Menschenessen passiert, warum dann nicht auch bei Tierfutter...

    Aber bei in Deutschland aufgewachsenen und geschlachteten Tieren, also bei "unseren Nutztieren" braucht man sich da relativ wenig Gedanken machen. Die Kontrollen für Bauern und Tierärzte sind mittlerweile so hoch und die Kontrollen am Schlachthof so engmaschig, dass Rückstände selten sind (in der Milch z.B. auch).
    Wenn überhaupt, dann gehen solche Fälle eher mal auf die Kappe von kleinen Hobbyhaltern, die so 5-50 Tiere haben und mehr oder minder für den Eigenbedarf schlachten (oder Pferdefleisch, da wird auch noch viel Schmuh getrieben, wobei das mit der Einführung der Equidenpässe zum Glück langsam, aber stetig abnimmt). Die großen, die davon leben, können sich das gar nicht mehr leisten, das gibt Riesenärger.


    Auch spezielle Diäten kann man sich selbst zusammenstellen.

    "Man" kann, richtig.

    Ottonormalverbraucher kann das nicht und/oder will es nicht. Viele Hundehalter sind ja schon damit überfordert, ihren Hund mit Fertigfutter (mit oder ohne passende Empfehlung auf der Verpackung) nach Augenmaß zu füttern und dabei halbwegs schlank zu halten und wenn ich erkläre, dass sie für nen Durchfallhund Schonkost aus je 1/3 Rundkornreis, Möhren und magerem Hühnchenfleisch mit ner Priese Salz kochen sollen, dann sie sie vollends verwirrt. Wie, kochen? Ich reiß' mir doch auch nur ne Tüte auf!?


    Die meisten Leute WOLLEN wirklich kein Futter selber machen und schon gar keine Spezialdiäten für kranke Tiere. Sogar mit professionell berechnetem Futterplan ist das den meisten Tierbesitzern zu aufwendig. Einem sehr großem Teil der Leute fallen ja schon die augen aus dem Kopf, wenn man ihnen erklärt, was ne Ausschlussdiät ist, wie sie geht, und wie lange sie geht.


    Als TA muss ich sagen, dass ich sehr froh über die angepassten Diätfuttermittel bin, besonders bei den Themen Niere, Harnsteine, Magen-Darm-Geschichten (sehr empfindlicher Darm Richtung IBD) und Allergien.

    Wer selber kochen oder frisch füttern will, dem empfehle ich gern, wo er sich selber Infos suchen kann oder gebe ne Adresse von Kollegen, wo er sich was berechnen lassen kann. Aber das sind wirklich die wenigsten und besser, der Harnstein löst sich mit Hills oder RC auf als dass der Halter völlig überfordert ist und der Harnstein entweder bleibt (größer wird, operiert werden muss...) weil der Halter nix an der Ernährung ändert oder der Hund nachher neben Harnsteinen auch noch Mangelerscheinungen vom Selbstgemachten hat.

    Ist doch ganz einfach:

    Wenn der eigene Hund verträglich und erzogen ist und der, der einem entgegenkommt, ebenfalls nen entspannten Eindruck macht und auch freiläuft, dann laufen lassen.


    Wenn der eigene Hund entweder nicht verträglich oder nicht erzogen (vor allem nicht abrufbar) ist - an der Leine lassen bzw anleinen.
    Wenn der andere Hund unentspannt wirkt oder angeleint ist oder wenn der Halter ihn strikt ins Fuß nimmt oder vom Weg runter ausweicht - selber auch anleinen bzw an der Leine lassen.

    [...]

    Ich frage mich, warum ausgerechnet bei Hund und Katze die Nährstoffe täglich mg-genau gedeckt sein müssen? Also unbedingt gedeckt sein müssen, daß die "guten" Sorten so dargestellt werden, als würden sie die Hunde nach kurzer Zeit durch Nährstoffmangel umbringen.
    Wir Menschen rechnen doch auch nicht aus, wie viel wir wovon brauchen und ernähren uns auch nicht danach, daß täglich mg-genau die Nährstoffe gedeckt sind. In der Natur rechnet auch kein Wolf oder Streuner, was er so braucht.
    Warum also? Um die Leute ja bei den billigen Sorten zu halten? Werbung?
    Es ist ja nicht so, daß Hunde ausschließlich nur ihr Hundefutter bekommen. Die meisten bekommen auch was nebenher.

    Nee, eben nicht. Die meisten Hunde bekommen ihr Leben lang ausschließlich Fertigfutter, viele sogar lebenslang und die anderen zumindest und monate- bis jahrelang immer die selbe Sorte. Die meisten Leute füttern höchstens mal ein paar Nudeln oder Kartoffeln vom Tisch dazu, bloß nix gewürztes (man weiß ja, Gewürze und besonders Salz sind praktisch Gift für Hunde!) und ab und zu mal so ne Billig-Kaustange. Bloß kein rohes Fleisch, das macht krank.

    Da ist es dann schon wichtig, dass das Alleinfutter auch wirklich alles abdeckt und keine groben Zusammensetzungsfehler hat.

    Blöd wird es nur für die Allergiker, wenn die reagieren und man selbst nicht weiß wieso jetzt.

    Das war glaube ich ein Futter, was extra für sensibele Hunde beworben wurde, ich meine es war das Hills (Vattern hat die Zeitung jetzt mit in den Urlaub genommen, ich kann's nicht mehr nachgucken). Da ist das halt schon sehr schlecht.


    Ansonsten stimme ich dir zu. War auch ganz aufschlussreich, was bei den Billig-Trofus alles an tierischem Protein drin war, einmal durch den ganzen Zoo, sozusagen: Rind, Schwein, Pferd, Esel, Schaf, Ziege, Huhn, Ente, Gans und Fisch waren es glaube ich bei einem... alles dabei, da hat mancher Barfer nicht so viel Abwechselung im Napf. xD

    Wieso die zB den Packungsaufdruck bemängeln - keine Ahnung.

    Stimme ich dir im großen und ganzen zu, hab ich ja weiter vorn schon gesagt, dass es mir auch nicht so wichtig ist, ob die bunten Bilder auf der Verpackung falsche Erwartungen wecken (wer bei Eiern aus Bodenhaltung an die grüne Wiese und die Strohnester auf der Verpackung glaubt, ist nunmal einfach dumm und/oder informationsresistent heutzutage) oder ob die Deklarationsliste etwas klein irgendwo seitlich am Sack versteckt ist.

    Nur stimmen sollte der Packungsaufdruck schon, und da find ich den Test gar nicht so schlecht: Wenn da drauf steht "Glutenfrei", dann sollte auch kein Gluten drin sein. Das war bei einem der getesteten Futter der Fall (also, es wurde Gluten gefunden obwohl es explizit als glutenfrei beworben wurde).

    Sowas sollte mMn öfter und flächendeckend getestet werden, ob grade Futtersorten mit irgendwelchen Exklusivversprechen das auch halten.