Beiträge von Marula

    Zitat

    [...] mir geht das jedes mal an die Nieren zu sehen wie Medien und Politik ganze Arbeit in Sachen Gehirnwäsche leisten. Und dass es tatsächlich Menschen gibt, die darauf reinfallen. Mir geht es leider im Freundeskreis genauso. Obwohl selbst Hundebesitzer ist ihre Einstellung zu Listenhunden Folgende: Wenn sie verboten sind, wird das schon seinen Grund haben, die müssen ja dann wohl gefährlich sein. Außerdem sind sie hässlich.
    Und das von Menschen, die es in ihrem Leben eigentlich schon "weit gebracht" haben und die ich nicht als Bild-Niveau-Dummvolk bezeichnen würde und die ich auch sonst gerne nach Rat frage. Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr.


    Ja, geht mir ebenso. Nicht nur in dieser Sache.
    Erschreckend.

    Zitat


    Es ist ja auch unvorstellbar, dass man eine andere Meinung hat,
    das kann nur Unwissenheit sein, was?


    Bei dir ist es Unwissenheit, ja. Das merkt man im übrigen nicht nur in diesem Thema, sondern auch in anderen Threads in denen du dich geäußert hast. Aber wie andere schon sagte, Unwissenheit ist keine Schande, das kann man ja ändern.
    Lernresistenz und geistige Inflexibilität sind allerdings peinlich. Wobei dieses Empfinden ne gewisse Fähigkeit zur Selbstreflexion voraussetzen würde, insofern... Glück gehabt, du bist verschont geblieben.

    Kenne auch eine Züchterin, die ihre Welpenkäufer die Namen aussuchen lässt wenn sie wollen. Das sieht dann immer etws komisch aus wenn man Wurfgeschwister aufgelistst sieht die von Stil her völlig verschiedene Namen haben - einer was aus dem Anhang von Herr der Ringe, zwei traditionell spainsche, ein englischer Kettensatz und mehrere E`Lucys oder E`Sammys.
    Aber andererseits, ich fänds auch ganz nett wenn ich mir den Namen als Welpenkäufer aussuchen könnte.

    Wär ich selber Züchterin, würd ich ganz selbstsüchtig alle selber bennenen, hab so ne lange Liste, die krieg ich sonst nie alle abgearbeitet! :D

    Im wesentlichen gibts drei übergeordnete Kategorien wegen denen ein Hund vom Vetamt eingezogen werden kann, die hier ja auch schon genannt wurden:

    - Rasselisten, der Halter konnte keine gültige Haltungserlaubnis vorbringen/die Auflangen nicht erfüllen.
    - Gefährliche Hunde (gegen Mensch oder Tier).
    - Fälle von Vernachlässigung und/oder Misshandlung.


    In der Regel kann eine sofortige Wegnahme sowohl bei gefährlichen Hunden als auch bei Vernachlässigung/Misshandlung nur bei sehr extremen Fällen erfolgen. Bei weniger schweren Fällen wird meistens verwarnt und es werden Auflange gemacht und Fristen für deren Erfüllung gesetzt und erst, wenn der Besitzer dem nicht nachkommt, kann man den Hund eventuell irgendwann mal beschlagnahmen.

    Also kann man schon davon ausgehen, dass es sich entweder um Extremfälle oder aber um sich schon ewig lange hinziehende schlechte Situationen handelte, wenn ein Hund nach Beschlagnahmung durchs Vetamt im TH landet und nicht um irgendwelche Peanuts.

    In Deutschland darf man Welpen laut TSchG erst ab der 8. Woche abgeben.

    Zum Abgabealter gibt es ja zig Meinungen. Mir persönlich wären 8 Wochen zu früh, 10 Wochen grade so ok und 12 Wochen wesentlich lieber. Aber es gibt hier im Forum auch viele Leute, die ihren Hund beim guten, seriösen Züchter mit grade so 9 Wochen geholt haben und alles war super. In anderen Ländern sind noch frühere Abgabealter (ab 6 Wochen aufwärts) durchaus üblich, auch da sind deswegen nicht alle Hunde gestört.
    Und es ist ja nun nicht so, dass es mit auf den Tag genau 8 Wochen so eine magische Grenzlinie gibt, alles davor ist Tierqäulerei, alles danach aber automatisch supidupi 1A ok.

    Wenn`s ein nicht so toller "Züchter" ist (nicht so ideale Aufzuchtbedingungen, macht sich wenig Mühe mit der Sozialisation), ich aber aus irgendeinem Grund doch einen Hund da nehmen möchte, dann würde ich ihn lieber so bald wie möglich holen, also mit Punkt 8 Wochen, und dann selber vernünftig aufziehen. Denn wenn der Welpe die nächsten 4 Wochen nur mit Mama und Geschwistern in der Waschküche oder im Stall in ner Pferdebox lebt, lernt er da auch nix für`s Leben.
    Wenn es ein richtig guter Züchter ist, hätte ich auch keine Bedenken, den Welpen ein paar Wochen länger dazulassen.


    Deine Freundin hat den Hund jetzt, nun muss sie das beste draus machen. Da nützt nun hätte, könnte, sollte nix mehr. Behandelt ihn einfach, wie man auch einen Welpen ab der 8. Woche behandeln würde, sind ja eh nur ein paar Tage Unterschied.

    Weil du das "seit einer Weile selbstständig fressen" erwähnst: Ja, das tun die in dem Alter schon länger. Auch da, einfach so füttern wie man es bei nem Welpen sonst auch machen würde, wegen den paar Tagen muss man nix besonderes beachten.


    Wegen den Impfungen: Eigentlich impft man erst ab der 8. Woche. Es KANN aber auch in Ausnahmefällen zumindest gegen Staupe und Parvo schon ab der 5. Woche geimpft werden. Und ich würde auch nicht ausschließen, dass es TÄ gibt, die einen 7 Wochen alten Hund schon SHPPi impfen...
    Hat deine Freundin denn einen Impfausweis mitbekommen? Den müsste der Welpe ja haben wenn er vom TA geimpft worden ist.
    Wenn nicht, dann wäre das (wie die frühe Abgabe an sich auch) ein sehr deutliches Zeichen, dass sie an jemand unseriöses geraten ist.

    Ich würde ihr dringend raten, den Kleinen bald mal ihrem TA vorzustellen. So oder so wäre ja in den nächsten Wochen die Nachimpfung fällig und auch sonst sollte er mal gründlich untersucht werden, auch damit man sich bei eventuellen "Mängeln" schnell an den Verkäufer wenden kann.

    Ich weiß nicht, ob sie für die Art von Therapiearbeit, die du dir vorstellst geeignet sind, aber: Es gibt diverse Greyhounds, die als Therapiehunde arbeiten, z.B einige Hunde aus dieser Zucht:
    http://www.katatjuta.at/katatjutas-greyhounds.html

    Die meisten Therapie-Greyhounds werden allerdings soweit ich weiß eher z.B. mit Demenzkranken, als Begleithunde für Gesprächstherapie, bei PTSD und ähnlichem eingesetzt. Sie sind in den USA als Therapiehunde und auch als Servicehunde durchaus verbreitet, wenn auch nicht mit den Anzahlen bei Labradoren etc vergleichbar.
    Weiß nicht, wie gut die sich mit agressiven Jugendlichen machen würden, weil ich von Therapiearbeit selber keine Ahnung hab und mir da nicht so recht was drunter vorstellen kann, was der Hund dabei aushalten müsste.


    Sie sind zwar leicht, aber groß (um die 70 cm, um die 30 kg). Das ist ja eher nicht das was du dir vorstellst.
    Sie haaren auch. Sind zwar sehr weich und samtig (die Leute sind immer überrascht, wie weich die sich anfühlen), aber die Haare spießen sich trotzdem ÜBERALL ein und gehen NIE WIEDER raus. :lol:
    Außerdem haben sie beträchtlichen Hetztrieb - sind zwar reine Sichtjäger, aber das wäre eine Sache, die man im Alltag abseits der Therapiearbeit halt wollen/könne muss und die sicher für die meisten Leute ein großes NoNo ist. In der Regel wird man sie bei sichtig flüchtendem Wild niemals abrufbar kriegen.

    Sonst sind sie allerdings wirklich sehr leichtführig und gut zu erziehen, haben nicht viel von der Sturheit und Eigenständigkeit die man Windhunden nachsagt, sondern sind im Gegenteil sehr auf Gefallen und Mitmachen aus. Es gibt nicht viele Leute, die viel mit Greyhounds tricksen oder ihnen überhaupt irgendwas beibringen, erstens fordern sie es nicht und zweitens ist das irgendwie nicht die "Zielgruppe" der Besitzer - Windhundbesitzer sind in der Hinsicht fast alle faule Säcke.
    Können tun die aber ne Menge wenn man sie ein bisschen fördert.

    Apportieren bieten sie meistens von selber nicht an, hab keine Ahnung in wie fern man das bei Hunden die es von selber nicht machen fördern kann. Wenn das also wirklich ein totaler Herzenswunsch ist und nicht nur ne "wäre schön, muss aber nicht zwingend"- Vorraussetzung, dann ist ein Greyhound ne schlechte Wahl.


    Ein gut gezogener Greyhound, egal ob aus Show- oder aus Rennlinie, hat ein offenes, menschenfreundliches Gemüt. Eher ein Familien- als ein Einmannhund. Es gibt welche, die sind Fremden gegegnüber erstmal abwartend-neutral und brauchen ne Einladung bevor sie angedackelt kommen und welche, die sich gleich jedem offenherzig ans Bein werfen. Das ist ein bisschen verschieden. Aber jede Art von Scheu ist absolut nicht rassetypisch.

    Sie sind in der Regel sehr sensibel gegenüber Menschen, also gegenüber Stimmungen, und auch sehr zart in ihren Reaktionen (nicht so "bollerig" wie z.B. viele Labradore"), aber dabei nur wenig "umweltempfindlich".
    Also sowas wie Geräuschangst, erschrecken bei plötzlicher Berührung oder so ist eher nicht die Regel. Erwachsen sind sie meistens im Gegenteil eher das Auge im Sturm und der Fels in der Brandung.

    Hohe Reizschwelle, definit ja. Sie tauchen regelmäßig in Statistiken mit den am wenigsten "aggressiven" Hunderassen auf und wenn ihnen wirklich mal was nicht geheuer vorkommt, dann gehen sie in der Regel rückwärts statt nach vorn. Auf Machtspielchen einlassen oder sowas gar selber initieren tun sie sich meistens nicht, da geben sie meistens sang- und klanglos nach.

    Meine Rüden z.B., die beide nicht aus einer speziellen Zucht kommen und wahrscheinlich auch nicht besonders toll aufgezogen wurden (beide aus dem TS), haben kein Problem mit Bahnfahren im dicksten Vorweihachtsverkehr in der Großstadt und wenn sie dabei plötzlich von irgendwem im vorbeigehen angefasst oder versehentlich gerempelt werden, dann ist das völlig ok und easy. Auch auf Mittelaltermarkt, Studentenparty oä fühlen sie sich wohl, Sylvesterfeuerwerk lässt sie kalt. Wohlgemerkt alles ohne irgendwelches üben.

    Sie reagieren auf Menschen im Rollstuhl/am Gehwagen/mit spastischer Bewegungsstörung/mit Krücken oder auch auf betrunkene/bekiffe Zeitgenossen ebenso freundlich mit "Hallo, wer bist denn du?" wie auf ganz normale "korrekte" Annäherung. Zwei meiner Onkel sind körperlich und geistig behindert, beide mit nicht ganz normalen Bewegunsabläufen/Körpersprache und oft etwas abrupt bei ihrer Annäherung zu den Hunden. Das war nie auch nur ansatzweise ein Problem.

    Das sind wohlgemerkt meine eigenen Hunde, aber es sind nicht die einzigen Greys die ich kenne und die so drauf sindl.
    Bei TS-Greys hab ich durchaus auch schon sehr ängstliche, scheue Hunde erlebt (ich denke durch extrem schlechte Vorerfahrungen), bei normal aufgewachsenen Greys bisher gar nicht.


    Joa. Weiß also nicht, ob sie für dich was wären, zumal deine bisherigen Favoritenrassen auch optisch eher in ne andere Richtung gehen, aber vielleicht liest ja später nochmal jemand diesen Thread für den es interessant ist. :smile:

    Ich hab eine kurzhaarige Salukihündin.

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    Ein paar andere User mit Salukis gibt es hier auch, wüsste jetzt aber keinen außer mir der regelmäßig im Forum schreibt.

    Zitat

    Sagt mal, mich würd ja mal interessieren, wie ihr auf eure Windhunde gekommen seit. Ich find sowas immer sehr spannend...Es sind ja nun mal doch keine Allerweltshunde, die man an jeder Hausecke sieht...

    Ich wollte immer einen Hund, meine Familie hatte aber nie soooo viel dafür über. Wir hatten Katzen und Kleintiere, außerdem hab ich geritten.
    Mir haben schon immer sportlich-athletisch aussehende Hunde gefallen, die meisten auch eher kurzhaarig: Dobermann, Weimaraner, Deutsch Kurzhaar, Setter, außerdem Staffs (Muckihunde *hehe*). Ob ich mir einen davon auch wirklich angeschafft hätte weiß ich nicht, so weit waren die Pläne nie gediehen.

    Ne Bekannte hatte Irish Wolfhounds. Bei der hab ich ab und zu die Hunde betreut wenn sie übers WE weg war oder auch mal so zwischendurch.

    Die IWs fand ich zwar nett, aber auch ziemlich trampelig und phlegmatisch und außerdem sind solche Zottelkolosse auch vom Aussehen her nicht so meins.
    Die hat sich dann aber zu den Wölfen noch einen "Greyhound" angeschafft, meinen Lawrence. Das war 2004.

    Bei ihr hat es aus verschiedenen Gründen nicht geklappt mit ihm. Sie dachte, das ist genauso eine Schlafmütze wie die IWs. So von wegen: "Die Leute können ihre Hunde bloß alle nicht erziehen, ich hab auch WINDHUNDE und MEINE jagen nicht!" Ähm, ja, sorry, aber ein IW ist auch einfach nicht mit nem Grey zu vergleichen in der Hinsicht.
    Hatte einen Zaun von ca. 1m und wohnte im Naturschutzgebiet wo das Rotwild bis in den Vorgarten kam. Die Wölfe interessierte das nicht groß, Lawrence ging natürlich auf Pirsch wann immer sich die Gelegenheit bot.
    Ableinen traute sie sich nicht, erziehen hatte sie nicht drauf und er haute bei jeder Gelegenheit ab (Haustür nen Spalt weit offen - Hund weg, Kofferaum aufgemacht - Hund flutscht raus, Leinen wechseln wollen, Karabiner nicht vorher umgeschnallt - Hund verschwindet...).

    War teilweise mehrere Tage unterwegs, wurde von diversen Jägern beim wildern gesehen (und netterweise nicht erschossen, da die Besitzerin da vom Dorf war und man sich ja kannte), die lokale Autowerkstatt rief an: Sie hätten ihn morgens schlafend in der Wanne mit den Öl-Lappen gefunden. Er ging Freunde der Besitzerin im Dorf besuchen und leerte überall die Katzenfutternäpfe auf den Terrassen und die Mülleimer aus, und bei einer denkwürdigen Gegebenheit lief er zu seiner Tierärztin, immerhin 4 km Luftlinie, und schlüpfte da zusammen mit einer anderen Kundin ins Wartezimmer.
    Die Besitzerin war wie gesagt nicht so erziehungskompetent. Wenn er nach einen zweitägigen Ausflug pottendreckig vor der Tür stand, fiel ihr nix besseres ein, als ihm kalt abzuduschen und grob (weil wütend) mit der Wurzelbürste zu schrubben. Wenn er sich an der Leine aufspielte, hatte sie keine bessere Idee, als ihm mit selbiger eins überzuziehen, und zwar nicht zu knapp.
    Außerdem war sie eine Vertreterin dieser tollen Dominanztheorie, von wegen man müsste einen Hund auch mal auf den Rücken drehen damit er weiß wer der Boss ist, wenn der nicht hört wird ordentlich im Nacken geschüttelt und lauter solche Späße... :hust:

    Nun ist Lawrence zwar ein wirklich lieber, geduldiger Hund, aber er ist KEIN wehrloser Opfertyp. Bei solcher Behandlung dreht der sich um und langt zu. Was dann auch im Falle der damaligen Besitzerin mehr als einmal vorgekommen ist und einmal sogar ärztlich versorgt werden musste. Sollten mMn viel mehr Hunde machen, die meisten sind finde ich viel zu gutmütig. Naja, anderes Thema.

    Außerdem war einer ihrer IWs Epileptiker und Lawrence hat auf den nicht grade freundlich reagiert wenn er einen Anfall hatte. Was nicht ungewöhnlich ist, viele Hunde gehen einen krampfenden Artgenossen an und wollen den alle machen. Aber das ging natürlich gar nicht, zumal der kranke Hund das "Baby" der Besitzerin war, ihr besonderer Liebling bei dem sie bei der Geburt dabei war. Da kann ich den Konflikt noch am ehesten verstehen.


    Ich hab mich dagegen mit diesem Hund von Anfang an ausnehmend gut verstanden. War da grade übers WE zu Besuch als sie ihn bekam und er hat die ersten Nächte neben meinem Bett geschlafen. Wenn ich da war, war die Besitzerin abgeschrieben. Das fand sie natürlich auch nicht so schön.
    Als sich das nach und nach (diese ganzen Sachen sind ja nicht alle auf einen Schlag aufgetreten sondern nach und nach) zuspitzte und sie sagte, dass sie ihn defintiv abgeben will, hab ich also Interesse angemeldet. Hatte zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich schon mehr Internetrecherche zum Thema Greyhound gemacht als sie vor der Anschaffung des Hundes, das war damals bei ihr nämlich ne reine Spontanentscheidung nach nem hübschen Foto - Auslandstierschutz vom feinsten! :headbash:
    Schulabschluss und Studium waren da schon in Sicht.

    Sie hat mich (so seh ich es zumindest heute) noch zusätzlich unter Druck gesetzt, indem sie meinte, sie würde ihn sonst an die TS-Orga zurückgeben und die hätten ihr gesagt, da er ein Beißer wäre, würden sie ihn eventuell einschläfern "müssen". Das kann ich mir jetzt im Nachhinein nicht mehr vorstellen, hab inzwischen die Person kennengelernt, die für diese total missglückte Vermittlung zuständig war und traue der das nicht zu - andererseits, wer weiß was für Horrorgeschichten sie denen da am Telefon aufgetischt hat und zu welchen Schlüssen sie dann von ferne gekommen sind. :roll:
    Das hätten sie aber wohl kaum gemacht, wenn sie den bei richtiegr Behandlung komplett harmlosen Hund dann erstmal wieder bei sich gehabt hätten.


    Jedenfalls, eigentlich war die Abmachung, dass ich erstmal ein paar Monate studiere, sehe wie ich reinkomme und ob ich das mit einem Hund während des Studiums überhaupt schaffen könnte. In meiner ersten Wohnung war auch gar kein Hund erlaubt und es war im vierten Stock ohne Aufzug.

    Am ersten Abend allein in der neuen Wohnung, am Vorabend des allerersten Studientages, hat die alte Besitzerin mir den Hund vorbeigebracht. Noch keine Wohnungseinrichtung, noch nichtmal Teppich drin, nur ne Matratze, Bettzeug und nen Koffer mit dem notwendigsten. Der Hund hatte einen Napf, ne halbvolle Tüte Aldi-Trockenfutter, Leine und Halsband und seinen Impfpass.


    Ja... so war das. Das war im Oktober 2006.
    Erst im Nachhinein ist mir klargeworden, was für ein Glück ich mit diesem Hund hatte, z.B. dass er völlig problemlos absolut überall und wirklich stundenlang alleinebleibt, auch in einen komplett fremden Wohnung vom allerersten Tag an.
    Und was für Glück mit den Nachbarn und den Vermietern, die den Hund geduldet haben bis ich knapp 6 Monate später ne andere Wohnung gefunden hatte.

    Wir hatten ein paar Startschwierigkeiten, er war ja eh noch nicht so toll erzogen (vorher in Irland erst Vorgeschichte unbekannt, dann Straßenhund, dann Pound, dann Auffangstation) und die fast 2 Jahren bei der Vorbesitzerin haben ihn in mancher Hinsicht auch verdorben bzw er hat da viel Scheiß gelernt. Und ich hatte wenig Ahnung.
    Aber wir haben uns ganz gut zusammengerauft. Nach ein, zwei Jahren war er ein echter Verlasshund, auch ohne Leine (solange der Hase nicht grade vor seiner Nase rumspringt).


    Ob ich ohne diesen Hund je auf den Windhund gekommen wäre? Weiß nicht. Ich hatte vorher ab und zu im Nachbarort Whippets gesehen, die fand ich gelinde gesagt nicht so schön, wegen dem runden Rücken, der eingeklemmten Rute und dem zittern. Fand immer, die sehen sehr bedauernswert aus.
    Bekannte von meiner Mutter hatten einen Saluki, das war (meiner damaligen Meinung nach) der unerzogenste Hund den ich kannte. OK, sonderlich gut erzogen war der auch wirklich nicht, aber über vieles was ich damals unmöglich fand, muss ich heute lachen weil es so typisch Saluki ist/war und ich es jetzt durchaus charmant finde.

    Meine Gassihunde, ein Gordon Setter, ein Bovier und eine Schäferhund/Collie-Mischlinghündin... die waren alle ganz nett, aber von denen hätte ich keinen geschenkt haben wollen. Auch andere Hundetypen die ich bisher kennengelernt hab passen einfach zum größten Teil nicht so zu mir wie die Windhunde.

    Vielleicht, wenn ich mir irgendwann mal einen Dobermann oder Deutsch Kurzhaar gekauft hätte bzw mir ein toller Hund einer anderen Rasse einfach "passiert" wäre, vielleicht hätte ich mich da eingefuchst und würde von der Rasse bzw dieser Art Hund jetzt genauso schwärmen?

    Naja, ist ja müßig, ohne Windhund geht`s jetzt nicht mehr.

    Zitat

    Mir sind es die höheren Preise einfach wert, wenn ich dafür gesündere Lebensmittel haben kann. Da mein Hund mit seinen 9kg auch nicht der Größte ist, hält sich das finanziell auch im Rahmen.


    Joa, für mich selber achte ich da auch drauf. Regional kauf ich auch öfter mal (wohne ländlich, hab zwei ganz schöne Hofläden/Bauernläden auf dem Arbeitsweg), aber nicht umbedingt Bio.
    Für die Hunde, muss ich ganz ehrlich sagen, kann ich es mir nicht ausschließlich leisten, vor allem nicht beim Fleisch. Das füttere ich bedarfsgerecht, also keine riesigen Mengen, aber ich brauch trotzdem um die 30 kg im Monat und es soll ja auch nicht nur Pansen und Lunge sein...
    Dazu dann eben noch KH (ca. 250 g täglich für alle zusammen) und 300-400g Gemüse tägl., mal Milchprodukte, hin und wieder ein Ei, den einen oder anderen Zusatz, Öl, Knochen & Kausachen. Geben im Monat um die 100 € für Hundefutter aus.


    Ich könnt natürlich auch sagen, ok, dann nur einen (kleinen) Hund und der kriegt dann alles vom feinsten. Aber ich will nunmal gern mehrere Hunde und ich mag mittelgroße bis große Hunde. Irgendwo muss man halt seine Prioritäten setzen.

    Zitat

    Hi,
    ja...... da hat wohl jeder einen anderen Anspruch, aber wohl auch eine eigene Geschichte [...]


    Ist ja auch kein schlechtes Zeug, absolut nicht.

    Hab nur so ein bisschen den Eindruck, das das bei Hunden oftmals eher ne Mode ist im Zuge des "Getreide ist böse!"-Fanatismus. Pseudogetreide geht dann ja grade noch so, wenn man "sowas" :fear: schon braucht. Jetzt weniger in diesem Thread als allgemein.
    Dabei hat man ja auch so schon ne Menge Auswahl und Abwechselung und traditionell haben`s hierzulande Haferflocken, Graupen, Nudeln (bzw früher altes Brot) und Kartoffeln für Hunde ja auch immer ganz gut getan.


    Ich hab übrigens auch nen eigenen Kochtopf und ein paar andere Extra-Utensilien für die Hunde. Wobei das eigentlich Quatsch ist, da kommt ja nix böses rein. Fleisch koch ich meistens eh nicht mit (das gibts hier roh), das ist also in der Regel nur ein komplett harmloser Eintopf aus Getreidigem und Gemüse, manchmal mit Ei oder MiPros. Hat meinen Vater schon manches Mal verleitet zu probieren und dann empört zu murmeln "DAS kriegen die Hunde?". :D

    Zitat

    Man muss auch keinen Kanister nehmen, ich hab ja geschrieben dass es auch die Liter Portionen gibt.
    Aber es gibt auch Leute die eben wirklich GROßE Mengen brauchen ;)


    Bei mir geht auch ein bisschen was durch, da eben auch 3 größere Hunde und ich fütter Öl auch nicht nur teelöffelweise wegen der Fettsäuren, sonder auch als Energiequelle. 1 l brauche ich meistens schon so in der Woche.

    Ich nehm einfach immer abwechselnd Raps, Sonnenblume, Olive, Distel und Maiskeimöl in Literflaschen für den menschlichen Bedarf (außerdem abwechselnd dazu andere Fettsorten wie Schmalz, Rindertalg usw). Hab also immer nur eine Flasche offen und die wird dann ja auch schnell verbraucht und dann gibts halt ne andere Sorte.

    Teurere Öle wie Walnuss, Kürbiskern, Sesam usw gibts bei mir für die Hunde nicht, nehm ich nur für mich selber zum kochen. Nachtkerzen- Borretsch-, Leindotter-, Argan-, Schwarzkümmelöl und was es noch alles gibt hab ich für mich selber auch nicht da, geschweige denn für die Hunde.
    Hab mal ne Weile Lachsöl zugefüttert, wie man so schön sagt "als Kur". War auch ein gutes. Dann mal ne Weile vernüftige Lachsölkapseln. Beides zusammen schon einige Monate. Konnte bei den Hunden null komma gar keinen Unterschied zu sonst feststellen.

    Ist sicher alles nicht schlecht, bei Hautproblemem ja auch nachgewiesenermaßen hilfreich, aber ob man es nu wirklich braucht oder ob es eher so ein netter, modischer Bonus ist?

    Ist ein bisschen wie mit den happig teuren Pseudogetreidesorten. Klar kann man Buchweizen, Quinoa und Amaranth in Bioqualität füttern. Warum nicht. Wenn ich nur einen und/oder kleine Hunde hätte und tgl nur ein paar EL oder ne Handvoll bräuchte, würde ich das vielleicht auch machen, macht ja irgendwo auch Spaß den Köter mit Luxus zu überhäufen. Wenn man nen Allergiker hat ist es auch gut, dass es sowas gibt.

    Aber eigentlich, beim normalen, gesunden Hund, hat man auch mit den üblichen KH-Quellen schon nen ganz gute Auswahl. Reis, Haferflocken, diverse Weizenprodukte wie z.B. Nudeln oder Bulgur, außerdem Kartoffeln - das gibts hier tagein, tagaus. Ab und zu mal Maisgrieß/Polenta oder Gerstegraupen, ganz selten Hirse, wenn von mir was über ist.

    Da hat sicher jeder einen anderen Anspruch, mir reicht das jedenfalls so und die Hunde sind bisher auch bei guter Gesundheit.

    Zitat

    Petition hab ich gezeichnet, hoffentlich hilft es was!


    Supi, freut mich.

    Es ist einfach zum kotzen. Grade diese Jahre sterben jetzt die letzten damals aus den großen Rennbahnauflösungen aus aus Rom und Barcelona vermittelten Hunde weg, mit 13, 14 Jahren, und nu geht das schon wieder von vorne los.

    Zitat


    Hach, Hamiltons Schwester ist auch blau und die ist ein echter Hingucker!


    Joa, blau ist schon ne schicke Farbe. Und ja zum Glück bei den Windigen auch nicht mit irgendwelchen Hautkrankheiten belastet wie beim Dobermann. Ich wollte eigentlich als Zweithund gern nen blauen Grey, hatte erst nen blau-weißen Mantelschecken im Auge und dann einen blaugestromten. Naja, letztlich wurde es dann doch der schwarz-weiße Kuhhund.
    Ist ja auch eigentlich nebensächlich... aber blau und gestromt (je dunkler, desto besser) wären beim Grey schon so meine Wunschfarbe. Oder schwarz als Mantelschecke, das mag ich auch gern.


    Was mir bei den Whippets auffällt ist, dass es die Schwarzen und die richtig satt Roten mit schwarzer Maske (auch ne schöne Farbe...) eher in den Rennlinien zu geben scheint, während viele erfolgreiche Showhunde momentan gestromt mit weiß sind, oft auch sehr "pastellig", hell-sandfarben mit blauer Stromung z.B.
    Scheint grade so eine Mode zu sein.