Beiträge von Marula

    Es gibt durchaus katzenverträgliche Greys!

    Meiner ist auch ein ehemaliger Profi-Renner aus Irland und lebt mit zwei Katzen zusammen. War in seinem Fall lange Gewöhnungsarbeit, aber geht inzwischen tiptop (er ist auch in unserer Abwesenheit unbeaufsichtigt mit den Katzen frei im Haus und ich mach mir da gar keine Sorgen, ebensowenig draußen im Garten).
    Es gibt aber auch genug, die keine großartige Gewöhnung brauchen.

    Und genrell einen katzenverträglichen Windhund zu finden sollte auch keine schwarze Magie sein (also, wenn man nicht auf Greys festgelegt ist), da gibts quer durch alle Rassen welche mit denen das gut geht. Wenn du eh einen halbwüchsigen oder ausgewachsenen Hund aus dem TS willst, kann man das ja vorher testen. Wobei ein schlechter Katzentest nicht heißt, dass das nie was werden kann, meiner wäre am Anfang auch mit Pauken und Trompeten durchgefallen, aber sowas von! :D
    Aber man muss sich ja für den Anfang keinen antun, bei dem das ungewiss ist.


    Heißt aber alles noch nicht, dass fremde Katzen draußen auf dem Feld nicht trotzdem Beute sind.

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    Es ist gar nicht böse gemeint, aber dieses "ochja, hast halt Glück gehabt" das kommt sobald man sich nach Jahren andauernder Arbeit traut zu sagen, dass der eigene (Wind-) Hund nicht total krass abgeht wenn er nur den Hauch von etwas Jagbarem im Kopf hat, kann ich einfach nicht mehr hören, sorry.


    Muss man sich glaube ich dran gewöhnen. Krieg ich auf häufiger mal, wenn ich erwähne oder wenn andere sehen, dass meine drei (jetzt ja nur noch zwei) durchaus viel freilaufen und ziemlich gut hören.

    "Ach, das ist ja schön, aber mit meinen geht das nicht, die haben zu starken Jagdtrieb!"


    Ist halt auffällig, dass ich den dritten Hund in Folge hab, den ich mir nicht nach möglichst geringem Jagdtrieb ausgesucht hab (und die teilweise auch entsprechende Vorgeschichte hatten, Lawrence z.B. hat defintiv vorher schon Wild gerissen), und dass sie alle in ungefähr gleich gut hören, und das andere den dritten Hund in Folge mit so derartig unbändigem Jagdtrieb haben. ;)

    Aber mal gucken, drei ist natürlich auch eine zu kleine Probenmenge. Wenn's nach dem zehnten immer noch gut aussieht, dann fang ich an zu prahlen. :lol:


    Wenn jemand natürlich einen oder mehrere recht gut kontrollierbare Hunde hat und einen, der aus der Reihe tanzt, dann liegt ja schon der Verdacht nahe, dass der Hund schon ein bisschen doller ist.

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    Ich bin ganz ehrlich - ich könnte mir keinen Mann vorstellen, der mit Hunden so rein gar nix anfangen kann. Das wäre für mich jedes Mal wie ein persönlicher Angriff, wenn er meinen Hund ablehnt. Also quasi so, als würde er meinen rechten Arm nicht mögen, oder meine linke Gesichtshälfte oder so - der Hund gehört halt irgendwie zu mir.

    Dasselbe mit der Tierhaarallergie - das würde ja bedeuten, dass wir schon im Vorfeld, also vor der großen Entscheidung fürs Leben, nie wirklich lange zusammen sein könnten, denn er könnte dann ja nicht bei mir im Haus sein oder ich nicht länger bei ihm ohne Hund.


    Dito. Mit jemandem mit schwerer Tierhaar-Allergie könnte ich gar nicht erst so viel Zeit verbringe, dass ich sagen könnte, ob's der Traummann wäre oder nicht.
    Und jemand, der keine Hunde mag, kann ja logischerweise nicht der Traummann sein, das schließt sich einfach aus.


    Kein ganz so großes Interesse an Hunden haben wie ich wäre im Prinzip schon ok, aber grundsätzlich gut leiden mögen müsste er Hunde schon.
    Es ist einfach schwierig, wenn einer einen großen Teil seiner Zeit mit einer bestimmten Sache verbringt und einen großen Teil seiner Energie und Konzentration darauf richtet, diese Sache also im Alltag einfach sehr prominent ist... und der andere Partner duldet das zwar, kann da aber so gar nix mit anfangen. Dafür spielt die ganze Hundelei eine zu große Rolle (die ich auch nicht missen möchte) in meinem Privat- aber auch in meinem Berufleben.


    Heißt ja auch nicht, dass man wegen sowas ein Menschenfeind ist, der seine Tiere über jeden Menschen stellt. Ich hab meine Familie und meinen Freundeskreis und schätze die sehr.
    Eine romantische Beziehung ist ja nun auch nicht das eine und einzige erstrebenswerte Ziel im zwischenmenschlichen Bereich. Wenn man eine hat, schön, wenn nicht, auch ok. So seh ich das zumindest.

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    Mir geht dieses Thema durch den Kopf, weil ich [...] gehört habe, dass ohne eine Kastration Gebärmutterkrebs ein nicht ganz unwahrscheinliches Risiko ist.


    Gebärmutterkrebs ist auch bei unkastrierten Hündinnen super, super, super selten. Was schon eher mal vorkommt sind Mammatumore, also "Brustkrebs". Da sagen einige Studien, die in den letzten Jahren viel und gern zitiert wurden, dass das Risiko dran zu erkranken viel kleiner ist, wenn man noch vor der ersten oder wenigstens noch zwischen erster und zweiter Läufogkeit kastriert. Bei später kastrierten Hündinnen macht es dann keinen Unterschied mehr, die haben ein ebenso hohes Riskio wie unkastrierte.
    Allerdings hieß es jetzt wohl auch wieder, dass besagte Studien soooooo toll wohl gar nicht gemacht wären und dass es sein kann, dass der Brustkrebs-Präventationseffekt gar nicht so groß ist. Dafür erhöht sich wohl die Wahrscheinlichkeit, an einigen anderen Tumorarten zu erkranken. Also, Kastration als Krebsprophylaxe... nach meiner jetzigen Stand eher nicht sooooooo sinnvoll.

    Was man bei intakten Hündinnen als großes/größtes Risiko hat ist Pyometra, also Gebärmuttervereiterung. Da muss man seine unkastrierte Hündin halt gut im Auge behalten. Die Anfangsstadien sind oft recht dezent und grade bei älteren Hündinnen kann das, wenn nicht rechtzeitg operiert, schnell zu einem lebensbedrohlichen Notfall werden.


    Es gibt sonst auch noch die Möglichkeit des sogenannten Ovarie Sparing Spays (OSS, Ovarschonende Kastration, Hysterektomie).
    Dabei wird nur der Uterus entnommen, aber die Eierstöcke bleiben drin. Hat den Vorteil, dass die Hündin weder Pyometra kriegen kann noch während der Läufigkeit blutet (ist ja nix mehr da wo Blut rauskommen kann...) und außerdem sich natürlich nicht mehr fortpflanzen kann, aber dass sie den kompletten Hormoneinfluss noch hat. Der Nachteil ist, dass sie den kompletten Hormoneinfluss noch hat. ;)
    Sie riecht also noch attraktiv für Rüden, würde sich auch noch decken lassen, kann nachher scheinschwanger wederden und das ganze Pipapo.
    Dafür ist aber z.B. das Risiko für Inkontinenz kleiner und das für die verschiedenen Tumorarten ist ebenso hoch oer niedrig wie bei gar nicht operierten Hunden.

    Es machen aber wohl nur sehr wenige Ärzte eine Hysterektomie, verbreiteter ist die Ovarhysterektomie (Eierstöcke + Uterus raus) und, bei der endoskopischen Kastration, die Ovarektomie (Uterus bleibt drin, nur die Eierstöcke kommen raus).

    Ich hab seit einige Wochen für meine 60 cm große und 19 kg schwere Salukihündin das Webmaster Harness in M.

    Bin ich bis jetzt recht zufrieden mit, sitzt gut. Rutscht im Freilauf trotz tiefer Brust und schmalem Körperbau gar nicht, wenn die Leine dran ist minimal auf die Seite, wo die Leine grade runterhängt. Sie scheint es gern zu tragen, bewegt sich unbefangen damit.
    Zu warm finde ich es auch nicht, aber mein Hund friert eh andauernd. :D

    Hatte es angeschafft, da sie es sich bei meinen Eltern, die sie eine Weile in Betreuung hatten, angewöhnt hatte, aus Jux und Dollerei rückwärts aus dem Halsband zu schlüpfen. Bei einem schmalen Windhundkopf kann man das Halsband gar nicht so eng stellen, dass ein entschlossen rückwärts ziehender Hund es nicht runterkriegt, also musste ein Geschirr her.

    Aus dem Webmaster kommt sie nicht raus. Ich wüsste auch nicht wie, außer vielleicht zerbeißen, denn bei dem tiefen Brustkorb und der schmalen Tallie ist es einfach unmöglich, dass der letzte Gurt nach vorn wegrutscht.

    Den Preis finde ich schon gesalzen, aber nun gut, wenn es denn auch länge hält... sieht jedenfalls ganz sportlich aus und wirkt auch solide verarbeitet.

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    Guten Morgen,

    man ey wo wohnt ihr denn? Ich lauf mir jeden Winter Blasen in 2 Revieren um Kaninchen beizen zu können und euch springen sie dem Hund ins Maul :headbash:

    Gruß Herr Froehlich


    Bei uns (ländliches OWL) gibts auch kaum bis gar keine Kaninchen. Feldhasen, Fasan, Rehe, sieht man alles reichlich, Rebhühner ab und zu, Wachteln hört man gelegentlich... aber Kaninchen... Fehlanzeige. Ein paar am Damm vom Mittellandkanal, sonst sehr wenig.

    Aber als ich in Hannover studiert hab, DA gab es viele Kaninchen! In den Parks, auf Friedhöfen und städischen Grünanlagen, in Kleingärten, am Bahndamm bzw auf dem Straßenrandsteifen direkt vor meiner Haustür, keine 5 min vom Hauptbahnhof... auf dem Unigelände haben sie immer sämtliche Campus-Hunde in den Wahnsinn getrieben.
    Da ist man als Falkner ja auch praktisch der einzige, der sie überhaupt bejagen kann, mit der Waffe dürfte schwierig sein wegen dichter Bebauung und weil ständig, überall und zu jeder Uhrzeit Leute rumlaufen.


    Die Kaninchen waren aber zumindest auf der Alten Bult (ehemalige Pferderennbahn, jetzt ua beliebtes Hundeauslaufgebiet) nicht ganz dumm. Die blieben in der Nähe ihrer Baue, die in dichten Brombeergebüschen lagen, und verschwanden bei Hundesichtung - nicht immer ganz flott, aber doch passend. Die konnten das schon ganz gut einschätzten, obwohl man auch immer mal wieder hörte, dass ein Hund eins erwischt hätte. Naja, natürliche Selektion, würde ich sagen, gab ja noch reichlich und ab und an erwischt es halt mal einen dummen und/oder kränklichen.

    Und dann gabs noch die Kaninchen am Kinderkrankenhaus. Da war hinten ein ziemlich hundesicherer Zaun drum gezogen und die Karnickel wussten genau, dass die Hunde ihnen da nix anhaben konnten. Da konnte der Hund am Zaun kläffen auf und ab rennen solange er wollte, 5 m weiter saßen sie und mümmelten gemütlich Gras. :D


    Meine hätten in Hannover im Stadtwald nur einmal beinahe einen Fuchs erwischt. Der war früh morgens dabei, eine Mülltonne an einem Spielplatz auszuräumen, und das war recht knapp, der ist grade noch so in einem dichten Verhau aus Astschitt und Brombeeren verschwunden bevor sie ihn zu fassen kriegen konnten.

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    Was für ein schrecklicher Thread...


    Find ich gar nicht. Viele Hunde von Foris haben doch ein sehr schönes Alter erreicht, einige für ihre Größe gradezu biblisch. :smile:

    Stimmt schon, emotional hat es mir, als ich meinen Senior Ende Juni einschläfern musste, auch nicht geholfen, dass er ein sehr schönes Alter hatte. Es ist so oder so immer zu kurz... :sad2:
    Inzwischen, mit etwas Abstand, finde ich das aber schon einen tröstlichen Gedanken.

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    Bemerkenswert daran- hier sieht man ganz deutlich, dass das alte Märchen "Mischlinge sind gesünder und leben länger" einfach nicht stimmt. So auch meine persönliche, traurige, Statistik.


    Auf den Einzelfall bezogen vielleicht nicht, da kann man auch mit nem Mix Pech haben. Insgesamt ist aber schon ein bisschen was dran.

    Hatte woanders, in etwas anderem Zusammenhang schonmal was dazu gesammelt/zusammengeschrieben, vielleicht in diesem Thread auch ganz intressant:
    https://www.dogforum.de/was-ist-an-ras…hling#p11038054

    Ne Bekannte von mir hat einen sog. "Germanischen Bärenhund" (und besteht auch drauf, dass ihr Mix, dessen Mutter ein Leonberger/Bernhardiner und dessen Vater ein Neufundländer/Kaukasenmix war, ein Rassehund ist... ;) ) und einen Do Khy, also einen tibetanischen Herdenschützer, diesen mit "echten" VDH-Papieren.

    Sie hat ein Haus am Dorfrand, keine direkten Nachbarn, großer Garten, Stall direkt ans Wohnhaus angebaut, und 5 ha arrondierte Pferdekoppeln. Nach vorne raus ist alles solide eingezäunt, aber nicht besonders hoch, nach hinten raus ist "nur" Stromzaun, wo ein entschlossener/geschickter Hund sicher drunter durch kommen könnte, wenn er wollte.

    Die beiden Hündinnen wachen gut, was auch ihre Funktion ist, sind aber keine Kläffer. Besucher werden mit Frauchens Segen freundlich begrüßt (der Do Khy ist zurückhaltender als der Bärenhund), nachts, so meint Frauchen, werden sie wesentlich wachsamer und sie würden niemandem raten ungebeten das Gelände zu betreten.
    Sie haben kein Interesse an Spaziergängen mit der Familie, die Do Khy Hündin wollte wohl so mit 2-3 Jahren ab und an allein im Umfeld des Hauses spazieren/patroullieren gehen, das hat sich aber mit der Zeit (und mit einige Male gezielt ordentlich Saft auf den Stromzaun an den Stellen, wo sie sich das durchschlüpfen angewöhnt hatte) gelegt.

    Sie dürften rein, wenn sie wollte, wollen sie aber nicht wirklich. Im Sommer steht die Tür zum Garten fast permanent offen, dann wandern sie manchmal rein und gucken schnell in der Küche nach dem Rechten. Sie hätten draußen in einem zugfreien, isolierten Schuppen auch Hundebetten. Aber lieber bleiben sie draußen, vor allem nachts. Im Winter lassen sie sich einschneien oder pennen bei den Pferden im Stroh.

    Mit fremden Hunde verstehen sie sich wohl nicht sonderlich, Besucher sollten besser keine Hunde mitbringen. Selbst Rüden sind eigentlich nur während der Läufigkeiten willkommen. Schon die beiden zu vergesellschaften war ein größerer Akt, da die zuerst dagewesene Bärenhündin gar nicht wild auf die Gesellschaft war.
    Die Besitzerin fällt zum Glück nicht gleich vor Entsetzen ohnmächtig um, wenn sich 2 so Kälber in der Wolle haben, was anfangs mehrmals vorkam, jetzt aber wohl gegessen ist.


    Die Hunde sind, so wie sie sind und da WO sie sind, völlig problemlos. Ob sie es auch in anderer Haltung wären, weiß ich nicht. Aber so stelle ich mir artgerechte Herdenschutzhundhaltung bei Hobbyleuten (also solchen, die sie eben nicht für den Herdenschutz haben) vor. Bei manchen Rassen bzw manchen Exemplaren müsste man aber wahrscheinlich noch besser einzäunen.

    Lawrence, Greyhound-Mix (andere Zutaten wahrscheinlich ein kleiner Schuss Saluki und eventuell noch was anderes...), 73 cm, knapp 30 kg

    Wurde ca. 13-14 Jahre alt.
    Genaues Alter unbekannt, da ursprünglich mal Fundhund, aber auf diese Spanne lässt es sich grob eingrenzen.

    Eingeschläfert wegen "Altersschwäche".

    Er hatte zwar ein paar bekannte Zipperlein, aber nix davon hätte akut tödlich sein müssen.
    Er hat einfach irgendwann das fressen eingestellt und wurde immer weniger, alle Untersuchungen blieben befundlos, und eine Woche später, er hatte schon sehr abgebaut, habe ich mich dann entschlossen, ihn zu erlösen.

    Ja, so ungefähr sehe ich das auch.

    Zudem: Es wird ja immer gesagt, er mache auch nicht alles falsch, man könne sich auch was gutes rausziehen usw.

    Vielleicht, aber das, was er richtig macht, was auch bei ihm gut ist (viel Bewegung/Auslastung, Ruhe und Gelassenheit beim Hundeführer fordern...), das sind ja nun alles keine weltbewegenden, neuen Erkenntisse. Das sind richtig, richtig alte Hüte und ich find's nicht sonderlich beeindruckend, wenn man erst nen CM brauch, um auf diesen Trichter zu kommen.

    Ich mein, in jedem Erziehungsratgeber von vorgestern steht doch drin, dass sich die Stimmungen des Halters/Hundeführeres auf den Hund übertragen und das man daher ruhig und selbstbewusst an die Sache rangehen muss. Und jeder Dorftrainer auf dem örtlichen HUndeplatz kann einem erzählen, dass ein energiegeladener, junger Hund vielleicht irgendeine Art körperliche und geistige Auslastung braucht um nicht irgendwann zu platzen.
    Da hat CM nun echt nicht das Rad neu erfunden. Das was da gut ist, beeindruckt mich ehrlich gesagt nicht besonders, und das was schlecht ist... noch weniger.