Beiträge von Marula

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    wir hatten ne Maische-Tonne ausm Baumarkt[...]


    Ich auch. Spottbillig und tut ihren Zweck auch nach Jahren noch, ist geruchsdicht und alles. Schön aussehen ist Geschmackssache, ich find die schlichte blaue Tonne auch nicht hässlicher als die Curver-Teile (was genau ist an denen eigentlich so toll? Ich frag nicht ironisch, mich würd nur interessieren, warum die so beliebt sind.). Bei mir steht sie eh im Schuppen bzw in der Abstellkammer, insofern ist mir das Aussehen egal.

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    Öhhhmmm..... nö. Da geht schon noch was.


    Ok, das war etwas überspitzt, du hast anscheinend etwas mehr Ahnung als der durchnittliche DWZRV-Züchter oder Funktionär. ;)


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    Man kann DLA-Gene bestimmen und damit Rassen mit besonders kleiner/enger Basis ein möglichst breites immungenetisches Spektrum ermöglichen. Das macht glaub ich noch niemand obwohl es echt sinnvoll wäre. Es gibt aber andere, angewandte Tests zur "Partnerwahl".


    Doch, die Züchterin meines zukünftigen Rüden macht DLA (ist allerdings nicht in Deutschland). Wobei der Test derzeit erstmal nicht mehr kommerziell/öffentlich verfügbar ist, aber ihre jetzigen Hunde und die letzten Verpaarungen sind noch alle getestet und der aktuelle Wurf ist auch komplett beprobt für die Weiterentwicklung des Tests. :D


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    Man kann auch Mikrosateliten-Marker bestimmen und Individuen entsprechend clustern - und dabei bei der menschgemachten Definition von Hunderassen ankommen. Das geht natürlich nicht so recht in den Fällen, in denen der Mensch seine Definition nicht einhält und Rassen vermischt oder aufspaltet (wofür die Greys ja das Paradebeispiel sind) oder mal eben zwei Farbschläge als Rasse definiert.


    Ja, und dann erklär das (das das SO nicht funktioniert) mal den Idioten die jetzt nach einer Trennung von Renn- und Showgrey krähen, weil sie die eine respektive die andere Gruppe schon immer doof fanden und jetzt glauben, dass es eine ganz tolle Idee ist, die kleine, eh schon stark ingezüchtete Show-Population von der zwar großen, aber stark vom Popular Sire geplagten Renngreypopulation zu trennen.

    Weil es ja auch nicht sein kann, dass man eventuell in ein paar Jahren mal dankbar für den rasseinternen, aber praktisch unverwandten Outcross sein könnte (grade in den USA ist das in den letzte Jahrzehnten auch schon hin und wieder mit gutem Erfolg praktiziert worden). Wie kurzsichtig kann man sein?

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    Aber Du hast natürlich Recht, daß man Elternschaft ziemlich zuverlässig feststellen kann! Warum erklärt man nicht alles, was jetzt Whippet (oder Grey oder oder) ist, als ebendieses und prüft zukünftig die Abstammung? Wird das nicht bei den Belgiern / Xern ähnlich gemacht? Mit Hinterlegung der "DNA" aller Hunde....


    In Deutschland wird das gemacht, da gehört der genetische Fingerprint zur Ankörung. Es werden glaube ich nicht alle Welpen routinemäßig auf richtige Vaterschaft getestet, aber wenn Zweifel aufkommen oder es einen einfach interessiert, ist das möglich.
    Benutzt man ausländische, auch im Ausland stehende Zuchtrüden, TG-Sperma von lange verstorbenen Rüden etc weicht sich das ganze auf, und vor allem auch, wenn man Zuchttiere aus dem Ausland importiert, egal ob als Welpe oder erwachsen.

    Selbst wenn bei denen selber die richtige Abstammung angegeben und per DNA-Fingerprint bestätigt wurde, ist ja trotzdem nicht gesagt, dass der Großvater nicht doch was anderes war. Haben diese Hunde gültiges FCI- (oder KC oder AKC, oder...) Papier, müssen sie hier auch eingetragen werden, und haben sie die Vorraussetzungen zur Körung erfüllt, darf damit nach jetzigem Stand auch gezüchtet werden, selbst wenn wirklich die Urgroßmutter ein Greyhound statt nem Whippet war, solange der Betrug nicht anderweitig zweifelsfall nachgewiesen wurde,

    Bei den Whippet/Grey-Mixen (oder vermuteten Mixen) ist halt das Problem, dass die oft aus den Niederlanden oder Ungarn kommen, auch bei einigen US-Rennlinien gibt es diese Vermutungen.


    Gäbe es nur unsere westlichen Windhundrassen mit ihren eh geschlossenen Zuchtbüchern und keiner signifikanten Population außerhalb davon, hätte ich gar nicht so viel gegen die Rasse-Gentesterei. Das wäre dann eine nette Spielerei, aber praktische Auswirkungen hätte es keine gar sooooooooo großartigen, außer dass man eben den einen oder anderen Mogler erwischen würde.

    Wobei gelegentliches Schummeln was die Reinrassigekeit betrifft gar nicht mal schlimm finde, ich bin mir 100% sicher, dass es solche Einkreuzungen auch früher schon gegeben hat. Jede Rasse hat da ihre kontroversen Linien, wenn man die nicht mag, dann hält man sich fern, und wenn man wieder auf den gewünschten Typ zurückzüchtet, dann kommt man da auch irgendwann wieder an, das ist keine schwarze Magie.

    Diese enge Rassedefintion wird aber den Orientalen absolut nicht gerecht. Da hat man nunmal große, unregistrierte Landrasse-Populationen, die sehr inhomogen vom Typ sind und die mehr oder weniger stark ingezüchteten westlichen Populationen z.B. beim Saluki sind nur ein kleiner Ausschnitt davon.
    Noch schlimmer beim Afghanen, der ja nun wirklich ein Inzuchtrasse par excellence ist, die auf winziger Basis gegründet wurde und seit 100 Jahren fast ohne Frischblutzufuhr besteht (einige wenige Ausnahmen gab es, aber diese Linien machen nur einen winzigen Bestandteil der zuchtbuchmäßig erfassten Gesamtpolulation aus). Es liegt irgendwo relativ nahe, dass man da auch Hunde haben wird, die nach östlicher Definition durchaus Salukis sind, aber von unserer Zuchtbuch-Population genetisch abweichen. Was ja irgendwo auch Sinn und Zweck ist, wenn man sich schon die Möglichkeit offen halten will, zur Blutauffrischung unregistrierte Hunde einzusetzen.

    Bisher konnte und kann man die, entsprechender Phänotyp und sonstige erfüllte Bedingungen vorausgesetzt, registrieren und dann kören lassen und damit züchten. Die Nachkommen kriegen dann drei Generationen Import- bzw Registerpapier und dann sind sie ganz normal im Zuchtbuch.
    Das hat der Rasse bzw den Rassen (Sakuki, Sloughi, Azawakh... beim Afghanen wurde diese Möglichkeit bisher leider fast gar nicht genutzt) insgesamt nicht geschadet, auch ohne Gentest.

    So wie aber die meisten Leute, von denen ich bisher Meinungen gehört/gelesen hab, sich den "Reinrassigekeits-Gentest" erträumen, befürchte ich eher, dass das bei den Orientalen nur eine weitere Hürde wird, um die Zucht mit Importen zu erschweren, die dann vielleicht auch den einen oder anderen Hund ausschließt, der 20 Jahre vorher noch einen guten Beitrag zur Zucht hätte leisten können, weil er nach Phänotyp usw registriert worden wäre.

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    Doch, da spricht ehrlich gesagt einiges dagegen. Dilute ist nunmal rezessiv und selbst wenn ich davon ausgehe, dass es grundsätzlich auch reinrassige Labbis mit Dilute Gen gibt (was ich ehrlich gesagt für unwahrscheinlich halte - denn dann würden genauso öfters Welpen in Silber fallen, wie beim Flat gelbe), dann muss ich gezielte Farbzucht betreiben um das zu festigen.


    Braun ist ebenfalls rezessiv, war beim Labrador auch mal eher eine Außenseiterfarbe. Wenn man, bei ansonsten von Wesen, Exterieur und, wenn's interessiert, Arbeitsanlagen (denn sein wir mal ehrlich, es gibt genug Labbizüchter auch innerhalb von VDH/FCI sowie KC und AKC, denen Arbeitseigenschaften am Arsch vorbei gehen), die Sonderfarben zulassen würde, gäbe es mit Sicherheit einen gewissen Boom und auch Züchter, die nur nach Farbe züchten.

    Die gibt's aber so auch. Und so könnte man die wenigstens ordentlich, nach den gleichen Kriterien wie die Standardfarben, züchten, für die Minderheit der Welpenkäufer, denen sowas überhaupt wichtig ist. Das würde keinem wehtun, am wenigsten den dann ja ordentlich getesteten und seriös gezücheteten Hunden.

    Schlechte Zucht kann man nicht dadurch verringern, dass man gute Zucht verbietet, und die Farbe selber ist für das eine oder andere ja erstmal nicht ausschlaggebend.

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    Nur weil es vielleicht ursprünglich mal diese Farben gegeben hat, heißt das noch lange nicht, dass die heutigen Silberlabbis daher stammen. Die These der Einkreuzung ist viel wahrscheinlicher. Ein rezessives Gen, wie Dilute kann man nicht so einfach heraus züchten, ohne das man jedes Zuchttier testet und jeden Träger von der Zucht ausschliesst. Bei dominanten Genen ist das viel einfacher. Da braucht man keinen Test. Da früher definitiv kein Hund auf so etwas getestet wurde, müssten heute immer wieder mal silberne Labbis fallen. Ähnlich wie bei gelben Flats. Da das nicht passiert, und ich glaube nicht, das heute noch Welpen im großen Stil um die Ecke gebracht werden oder verschwinden, denke ich, dass es in der heutigen Population kein Dilute beim Labbi gibt. Es sei denn, es wurde eingekreuzt. Dafür spricht auch das Aussehen vieler silberner Labbis.


    Ich schrieb ja auch, das viele silberne Labradore auch für mich stark nach Weimaranerkreuzung aussehen. Persönlich denke ich auch, dass die Sonderfarben wahrscheinlich auf Einkreuzungen zurückzuführen sind. Theoretisch ist es trotzdem möglich, dass es von Natur aus in der Rasse war.

    Mir persönlich ist es eh egal ob es so oder so war, mich macht auch eine Einkreuzung nicht wild, solange es dann nicht nur um die Farbe geht - woran es allerdings leider bei vielen Züchtern scheitert.

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    Der Whippet auf dem letzten verlinkten Bild sieht so aus, als hätte er die Myostatin-Gen Mutation. Ist das eigentlich ein größeres Problem bei den "Rennern"?


    Richtige Bullie-Whippets, also die, die hompzygot für den Myostatin-Gendefekt sind, sehen ganz anders aus, viel unproportionierter.
    Und die einfachen, heterozygoten Träger kann man optisch defintiv nicht von einfach nur normal gut bemuskelten Rennwhippets (wie dem auf dem Foto) unterscheiden.
    Vorkommen tut das bisher nur in ausgesprochenen Rennlinien.

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    Und der Gentest für Reinrassigkeit wird dann bei Verdacht gemacht oder einmal bei allen oder ....?


    Dieser elende Mars-Gentest auf "Reinrassigkeit" ist 100%-iger kommerzieller Blödsinn, weil Reinrassigkeit kein biologisches Konzept ist, sondern eine menschgemachte Defintionssache.

    Zeigt sich schön bei der Mars-Studie der vom DWZRV betreuten Windhundrassen am Beispiel Greyhound, da liegen die Showgreyhound auf der einen Seite ebenso weit entfernt von den Renngreyhounds wie auf der anderen Seite der Magyar Agar.

    Sind nun Showgrey, Renner und MA drei verschiedene Rassen, Showies und Renner eine Rasse (aber mit zwei deutlich getrennten Populationen...) und der MA eine andere oder sindShowgreys, Renner und MA alles die selbe Rasse?
    Antwort: Kommt drauf an wo man die Trennlinie ziehen will. Das Ergebnis sind erstmal bloß Punkte auf Papier bzw auf dem PC-Bildschirm, die uns was über Geneverteilung in mehr oder minder isolierten und mehr oder minder verbundenen Populationen sagen, aber nichts über wirklich Rassedefinierende genetische Merkmale... weil es solche nicht gibt.

    Die Definition dafür, was noch nahe genug am Standard, sowohl dem phänotypischen als auch dem genetischen ist, muss immer noch der Mensch treffen.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Was man derzeit zuverlässig per Gentest feststellen kann ist Vaterschaft und sind bestimmte Gendefekte. Sonst nix.
    Das selber denken und nachforschen kann man also in der Frage der Reinrassigkeit nach wie vor nicht an Labore abgeben.

    Wobei Silber als Dilute von Braun und Charcoal als Dilute von Schwarz (also isabell und blau...) durchaus schon im ursprünglichen genpool der Rasse Labrador drin gewesen sein können, ebenso wie Braun als Modifikation von Schwarz bei vielen Rasse schon ewig drin ist.

    Es reicht wirklich EIN Hund in der Gründerpopulation, der dieses Gen nur getragen hat, selber gar keine Sonderfarbe gehabt haben muss. Dann kann es auch zig Generationen später wieder vorkommen, dass mal zwei Träger aufeinander kommen.

    Wenn nun altgediente Labradorzüchter sagen: "Nein, völlig ausgeschlossen, gab es noch nie, die wurden auch nicht ertränkt und an die Wand geklatscht, die kamen einfach nicht vor"... ok, kann man ihnen glauben.

    Für mich sehen auch viele Labradore in silber ein bisschen nach Weim aus, und zwar nicht nur die Farbe, sondern auch Statur, Kopfform und Ohren.

    Andererseits, die Farbe kann man ja auch bei wiederholten Rückkreuzungen auf den Labrador relativ leicht erhalten, dabei aber trotzdem auf Labradortyp und -wesen selektieren. Wenn da nun also jemand vor 50 Jahren gemogelt hat, wen kümmert's? Mich nicht, solange neben der Farbe auch noch auf andere Eigenschaften selektiert wird.

    Was mich kümmert ist einzig und allein wenn kürzlich erfolgte Mischungen als "reiner XY" verkauft werden, einmal wegen Betrug und dann weil man eben auch charakterlich was ganz anderes kriegt als die Ausgangsrassen.
    Und was mich kümmert ist reine Farbzüchterei auf Kosten der Gesundheit und des Wesens.

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    Jain. Es ist toll, wenn man als Typ zum Hund passt und DIE Voraussetzung überhaupt, bei der Rassewahl.
    ABER: Nichts kann Erfahrung ersetzen. Manche Dinge lernt man erst, wenn man selbst Besitzer eines Hundes ist, manche Dinge stellt man sich anders vor als Hundeneuling, vieles stellt man sich viel zu einfach vor. Ausserdem ist man in seinem handeln noch ziemlich unsicher ... mit gewissen Rassen beisst sich das ungemein und dann werden weder Hund, noch Hundehalter glücklich.

    Man sieht es schon hier im Forum, da werden Welpen zu reissenden Bestien gemacht, die Stubenreinheit ist die absolute Feuerprobe, usw. Wie soll so Jemand einen kackdreisten jungen Malinois händeln, einen Herdenschutzhund der entdeckt, dass die Welt ihm gehört oder einen 70cm großen, unerzogenen Beauceron? Einen Jagdterrier, der nachts Tochters Hamster aus dem Käfig fischt?

    Wenn ich Züchter wäre und ich würde spüren, der Mensch vor mir, der hats einfach, der wird klarkommen, da wird es vielleicht einen passenden Hund für im Wurf finden - okay. Aber ich denke schon, dass es Hunderassen gibt, womit sich absolute Anfänger keinen Gefallen tun...


    Dito.

    Das mit "schwierig" und "einfach" ist für mich tendenziell mehr eine Sache der persönlichen Passform als der Erfahrung, aber Erfahrung hilft ungemein, vor allem auch dabei, realistisch einzuschätzen was man will und kann.


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    Für mich persönlich sind Sichtjäger einfacher zu händeln.


    Für mich auch. Ich finde jeden Setter und Beagle schwieriger zu kontrollieren als meine Windhunde, die übrigens nur alle Jubeljahre mal nen eingezäunten Auslauf von innen sehen (wenn ich Lust auf Quatschen mit anderen Hundebesitzern hab) und die jeden Tag von der Leine kommen ohne den halben Wald leerzuwildern.

    Nasenhunde nerven, da hab ich ja keine Chance zum mithalten. :D
    Das ist auch ein Grund, warum ich, trotzdem ich die Ibicencos und den Cirneco sehr interessant finde und mir eventuell mal einen vorstellen könnte, da vor der eigentlichen Anschaffung nochmal sehr gut drüber nachdenken würde. ;)

    Nein, sicher nicht jeden Hund, aber es geht auch mit solchen, die Anfangs wirklich starkes Interesse an Katzen haben und/oder die draußen Katzen totmachen wollen oder das auch schon gemacht haben.

    Mein Greyhound Robin wollte anfangs defintiv alles was klein und pelzig war killen, und der war auch nicht mehr ansprechbar: Geweitete Pupillen, am zittern vor Anspannung, das Herz so sehr am rasen, dass man es durch die straffe Leine schlagen gespürt hat, am wimmern vor Aufregung. Kam er nahe genug ran, hat er auch versucht zuzufassen, auch wenn es aus einer ruhigen Situation heraus war und die Katze nicht weggelaufen ist, sonder nur ruhig irgendwo saß oder sogar selbstbewusst auf ihn zukam.

    Inzwischen lebt er schon seit Jahren friedlich mit zwei Katzen zusammen, sowohl im Haus als auch im Garten, sie sind auch unbeaufsichtigt miteinander allein und alles. Das würde ich nicht machen, wenn ich Zweifel an ihm hätte.


    Eine Greyhound- und Galgobekannte hat ebenfalls eine Katze zu ihren... ich glaub 8 Hunde oder so sind es insgesamt, alles Greys und Galgos + ein Podenco, gemischt aus dem TS und vom Züchter, mit Jagderfahrung und ohne.
    Die sind auf fremde Katzen total scharf (haben im Garten auch schon eine erwischt), die eigene Katze darf aber alles.


    Wenn man auf Nummer sicher gehen will, lässt man es besser ganz, das ist einfach so, denn 100% garantieren, dass der Hund sich benimmt, kann einem keiner, und ein Fehler kostet die Katze unter Umständen das Leben. Das muss man mit sich ausmachen.


    Ansonsten, wenn man es versuchen will, sollte man viele Rückzugsorte für die Katze schaffen: Plätze, wo sie drunter oder leicht draufspringen kann, immer mehrere pro Zimmer. Auch gern zusätzlich mindestens ein Zimmer, wo die Hunde gar nicht rein dürfen/können, z.B. über eine steile Treppe oder ein Babygitter.

    Und dann dem Hund einerseits unmissverständlich klarmachen, das Katze sowas von verboten ist (aber sowas von!) und gleichzeitig beide langsam desensibilisieren.
    Am Anfang kann man zumindest phasenweise komplett räumlich trennen und je nach Situation sind Leine und Maulkorb beim Hund nicht verkehrt bzw bitter nötig.


    Je ruhiger und gelassener die Katze ist, desto besser. Eine erwachsene, hundeerfahrene Katze, oder ein eher mutiges Kätzchen sind besser als ein Schisserchen.
    ZU mutig sollte sie aber auch nicht sein, am besten sind Katzen, die einerseits ruhig und relativ angstfrei sind, andererseits aber auch angemessen vorsichtig.


    Nur meine Meinung: Ein Hund der bei ner selbstbewussten Katze Halt macht und nur bellt, der ist kein Killer. Einer der es ernst meint, der geht auch da drauf und packt zu, dem ist völlig egal was die Katze macht, Beute ist Beute.
    Bei so einem können auch noch Unfälle passiere (grade bei zwei Hunden hat man ja auch noch eine andere Dynamik) aber da ist nicht Hopfen und Malz verloren.

    Bevor ich die Hunde hatte, hab ich jahrelang leidenschaftlich geritten und hatte auch immer ne feste Reitbeteiligung, war mindestens 4x, eher 5-7 x die Woche im Stall. Ein eigenes Pferd war lange Zeit der sehnlichste Wunsch.

    Inzwischen muss ich ehrlich sagen, dass mir die Hunde wichtiger sind. Ich hab zeitgleich mit der Anschaffung des ersten Hundes meine damalige Reitbeteiligung aufgeben müssen, wegen Studium und Umzug. Eigentlich wollte ich mir ne neue suchen am neuen Wohnort, aber dann waren mir Studium (heute Beruf) und Hund/Hunde erstmal genug.

    Und heute muss ich sagen, dass ich bei den Hunden einfach mehr Hobby für's Geld kriege. Pferde sind unglaublich teuer und, wenn man es ordentlich macht, auch unglaublich zeitintensiv. Bei den Hunden kann ich mir mehrere leisten, es passt besser in meinen Alltag (keine Fahrerei, ich kann sie auch in der Wohung immer um mich haben und muss nicht erst in den Stall), Hundesport zu betreiben oder eventuell auch mal zu züchten ist logistisch und von den Kosten ein viel kleinerer Aufwand als selbiges mit Pferden...

    Für mich passt das also voll und ganz mit dem Windhund als Rennpferd des kleinen Mannes... der kleinen Frau in den Fall... :D

    Pferd wird's hier nur noch geben, wenn ich mal in nen Topf mit Geld falle und dann ganz viel Zeit und Kohle überhab, um beides relativ intensiv zu betreiben, weil mir halbe Sachen einfach keinen Spaß machen.

    Da konzentriere ich mich lieber ganz auf die Hundelei und erfreue mich von weitem an Pferden, auch wenn es mich schon manchmal im Hosenboden juckt mich wieder in den Sattel zu schwingen, grade wenn ich draußen mit den Hunden unterwegs bin und Reiter treffe.


    Aber kennen tu ich da das ganze Spektrum, von der leidenschaftlichen Reiterin, die eigentlich auch gern nen Hund hätte, aber aus dem selben Grund drauf verzichtet wie ich auf die Reiterei, über die vielen Reiter die zwar Hunde haben, aber wo das Pferd ganz klar die erste Geige spielt und der Hund nur so mitläuft, bis zu den Leuten, die eigentlich mehr Hunde-orientiert sind, aber noch irgendwo aus alter Zeit oder von den Kindern oder so ein Pferd rumstehen haben.

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    Sorry, ich mache sicher Fehler, aber die Rassewahl war keiner davon.


    Seh ich bei mir genauso. Ich mach auch das eine oder andere falsch, mit Sicherheit, wer denn nicht?
    Aber meine Hunde passen grundsätzlich schon zu mir, sowohl von der Rasse als auch die jeweiligen Individuen. Beim ersten war das Zufall (der kam recht spontan), bei den nächsten nicht, die sind schon mehr oder minder gezielt ausgesucht worden und die Erwartungen haben sich auch zum größten Teil mit der Realität gedeckt.

    Ich denk bei den meisten hier im Forum kommt das schon hin, denn sein wir mal ehrlich, wer seine Freizeit in Hundeforen verbringt, der hat sich entweder schon vor der Anschaffung überdurchschnittlich viele Gedanken gemacht oder macht es jetzt.
    Und Leute, die sich im Kopf viel mit dem Thema Hund beschäftigen, die ziehen meistens auch die Konsequenz und ändern was, wenn es mit dem Hund nicht passt (passende Beschäftigung, Abgabe in ein passenderes Zuhause oder was auch immer).

    Wobei ich schon sehr oft erlebt hab, auch bei gut informierten Hundeleuten, dass denen erst beim zweiten Hund so wirklich klar wurde was sie genau wollten. Der erste war dann meistens trotzdem gut erzogen, unauffällig und dem gings auch nicht schlecht, aber erst der zweite, der passte dann wie die Faust auf's Auge.


    Dagegen bei den meisten Kunden von mir, für die ist ein Hund halt da und läuft so mit. Hund ist Hund, die sind alle mehr oder weniger gleich und sehen nur ein bisschen unterschiedlich aus. Höchstens weiß man noch, das große Hunde lieb und ruhig und kleine tückisch und kläffig sind und dass alle Hunde einen Rudelführer, einen Leitwolf brauchen, weil man das mal im Fernsehn gesehen hat.

    Und wenn es so einfach nicht funktioniert, dann ist immer erstmal der Hund schuld und dann die anderen/die Umwelt.
    Bevor man mal zugibt, dass die Probleme auch an einem selber liegen könnten (wenn man denn auf den abwegigen Gedanken überhaupt schonmal gekommen ist...), wird sich mit Händen und Füßen gewehrt. Ist doch auch irgendwo nur menschlich, mache ich vielleicht auf anderen Gebieten auch so, aber eben nicht bei den Hunden. ;)