Wenn sie kastriert ist, Probleme mit dem Fellwechsl hat, träge und dick ist, dann würde ich auch mal die Schilddrüsenwerte überprüfen lassen. Muss nicht daran liegen, kann aber, und mit einer nicht eingestellten SD-Unterfunktion macht man sich das Abnehmen sehr schwer.
Beiträge von Marula
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Die Tierschutzhunde kommen ja nicht alle aus derartig miserablen Quellen.Und ich hab ja nun auch explizit von recycelten Vermehrerhunden gesprochen, nicht von "allen Tierschutzhunden", oder?

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Ich hatte vor den beiden Züchterhunden ja auch insgesamt drei Hunde aus dem Tierheim. Die Charaktere spalteten sich in: anspruchsvoll, gefährlicher Hund mit ausgeprägtem Aggressionspotential und Traumhund ohne große Macken.
So unterschiedlich die Zeit mit diesen drei Hunden auch war, eines war den letzten beiden (bei der ersten Hündin hatte ich auf Grund der schweren Krankheit andere Maßstäbe und Erwartungen) gemeinsam.... es war unterm Strich sch*** frustrierend.
Ich denke, je nach dem Anspruch den man an einen Hund stellt, hat man damit wenig, bis keine Probleme, aber ich möchte (und brauche) Hunde mit denen ich arbeiten kann. Kommt es bei einem Welpen, dass er einfach nicht das nötige Potential mitbringt, ist es schade, aber ist eben so.
Wesentlich schlimmer und zermürbender fand ich es bei Mark und Naomi... zwei Hunde die (fast) alles mitgebracht haben, mit denen man viel hätte machen können und mit denen man weit hätte kommen können... und mit denen am Ende doch so gut wie nichts machbar war, weil die Vorbesitzer zu lange rumgepfuscht und vernachlässigt hatten.Bei Mark waren wir den Großteil seines restlichen Lebens damit beschäftigt immer wieder aufs Neue zu klären, dass wir keine Menschen (inkl uns) anfällt, wenn einem etwas nicht nach der Nase steht und bis Naomi sich von der jahrelangen Vernachlässigung so weit erholt hatte, dass sie körperlich belastbar war, war sie bereits zu alt für alles weiterführende.
Und darauf habe ich einfach keine Lust mehr.
Geht mir momentan auch ein bisschen so.
Ich würd nicht ausschließen, dass ich auch mal wieder einen TS-Hund nehme, in passender Situation vielleicht sogar einen schwierigen Hund, aber momentan ist mir einfach nach was massgeschneidertem.
Kenne recht viele Leute, die mit TS-Hunden angefangen haben und denen es irgendwann ähnlich geht.
Aber auch solche, bei denen es genau andersrum ist, z.B. eine Dame, die früher eine Windhundrasse gezüchtet hat und in Sport und Show aktiv war, aber jetzt (Jahrzehnte später) einfach nicht mehr das Bedürfnis danach hat und nur noch gemütlich mit ihren Hunden spazieren gehen will. Die hat jetzt ältere Galgos aus dem TS.
Und ich weiß auch von Leute, die seit Jahren immer beides haben und machen.Ich erlebe es ja auch nur durch Jules Tierheim, aber ist schon interessant.
Die sind da direkt an der Basis, was die an Hunden rein bekommen, ist teilweise der Horror.
Und keine davon wurde frei gekauft.Die meisten wurden beschlagnahmt, weil auch Ungarn ein relativ gutes Tierschutzgesetz hat.
An der Umsetzung hapert es noch.Aber so manches mal ist man einfach nur fassungslos,gerade,wenn man dann hier im Umfeld mitbekommt, wie wenig es die Welpenkäufer interessiert.
Es ist ne gute Tat so einen Hund zu nehmen, keine Frage.
Aber hier im Forum wird doch auch grade deswegen so intensiv von Vermehrerwelpen abgeraten, weil die oft gesundheitlich ziemliche Wracks sind. Abgesehen von Infektionskrankheiten und Parasiten, die man zwar bekämpfen kann, die aber grade in der Entwicklungszeit oft bleibende Schäden hinterlassen, wird da ja auch intensiv Inzucht betrieben, es werden absichtlich "Sondermodelle" wie Teacups und Plattnasen und Merles produziert, es werden (mehr oder weniger) reinrassige Hunde verpaart ohne Rücksicht auf rassetypische Erbkrankheiten...
Ich kenne einige Vermehrerhunde und auch wenn manche davon gesundheitlich ok sind, sind die meisten ziemliche Verreckerle mit zig Dauerbaustellen und auch ner ganzen Latte an rassetypischen Krankheiten. Grade so Hunde wie Chihuahuas, Französiches Bulldoggen, Labrador und Golden Retriever, die eh schon gesundheitlich vorbelastete sind wenn sie nicht aus sehr seriöser Zucht sind, da tut man sich meiner Erfahrung nach keinen Gefallen mit, wenn man die aus so einer Herkunft kauft, weder finanziell noch emotional.
So, und nu kommt der gleiche Hund oder sogar noch der Hund, der sogar beim Vermehrer schon Ausschuss gewesen wäre, aus dem TS statt direkt vom Erzeuger.
Moralisch in meinen Augen schon irgendwo besser, und wenn man das sehenden Auges macht, Respekt. Auch diese Hunde haben nen schönes Zuhause verdient.Aber grad in der Situation fällt es mir schwer, den TS einem normalen Hundeinteressenten als Alternative zum guten Züchter zu empfehlen. Die meisten Leute wollen ja keinen Pflegefall und keinen teuren Dauerpatienten, aber genau dafür hat man bei solchen waschechten Vermehrerhunden ein meiner Erfahrung nach nicht kleines Risiko, das nicht wirklich dadurch sinkt, dass der Hund zwischendurch mal im TH war.
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Ich finde die Ansicht "meinen Welpen kann ich so erziehen wie ich ihn haben will" ist der häufigste Anfängerfehler.
Ich frage mich immer woher die Leute (Anfänger) ihr Wissen haben einen Welpen aufzuziehen..
Ich habe bis heute keinen Welpen aufgezogen, halte mich als Hundehalter relativ fähig und habe trotzdem extreme Sorgen meinen zukünftigen Welpen total zu versauen und nichts auf die Reihe zu bekommen.
Nelson, der komplett kaputt und gestört zu mir kam und ich in akzeptable Bahnen bekommen habe stell ich mir gegen Welpenerziehung einfach vor.Die Angst finde ich übertrieben.
Natürlich kann man nicht aus jedem Hund alles machen wenn man ihn nur früh genug erzieht und gut genug sozialisiert, manches ist bei manchen Rassen von der Genetik her einfach nicht drin - auch mit noch so toller Ausbildung wird ein Saluki selten ein top Agility-Hund oder ein S&R-Profi werden.
Aber ein rassetypisch veranlagter, gut aufgezogener Welpe ist keine tickende Zeitbombe, den behandelt man liebevoll und wie jeden anderen Hund auch und dann wird der auch groß. Das haben schon die hohlsten Früchte hingekriegt. Wenn Hunde großziehen so schwierig wäre, gäbe es den Hund als solchen nicht.
In Wahrheit sind die meisten Hunden sowohl einfacher als auch toleranter als die meisten Menschen es verdienen und wenn man dann noch wenigstens ein bisschen kompetent ist, dann werden das auch keine Psycho-Wracks. -
Momentan, als nächster Hund, kommt für mich nur ein Rassehund vom guten Züchter in Frage. Ich möchte gern sportlich ein bisschen mit den Hunden machen und dafür braucht man bei meiner Rasse bzw dem entsprechenden Sport nunmal Papiere. Eventuell möchte ich später auch selber züchten, auch das geht vernünftig nur im Verein und mit Papier.
Außerdem hab ich ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie meine Hunde sein sollen, so genau, dass auch ein TS-Hund dieser Rasse das wahrscheinlich nicht erfüllen würde, auch wenn es ab und an mal Salukis im TS gibt.ABER ich könnt mir auch mal wieder einen TS-Hund vorstellen, wenn es der richtige Hund und die richtige Situation ist.
Mein wunderbarer Lawrence war ja mehr oder weniger aus dem TS (auch wenn ich ihn dann als Übernahme von Privat bekommen hab), aus zigster Hand und mit nicht so toller Vorgeschichte. Und obwohl ich einiges an Anfängerfehlern gemacht hab und, ja, auch einiges ausbügeln musste was er an Ballast mitschleppte, so war er doch im Grunde ein unkomplizierter Hund, der mir vieles verziehen hat. Und dazu bestechend schön und kerngesund, souverän mit anderen Hunden und mit allen Menschen und vom ersten Tag an fähig, ein unstetes Studentenleben nicht nur mitzumachen, sondern sogar zu genießen.
Dadurch, dass er so viel erlebt hatte, war er auch eine ganz anders entwickelte Persönlichkeit als meine doch recht behüteten Züchterhunde. Ich würde keinen Hund absichtlich dem aussetzten wollen, aber manche gehen davon kaputt und andere wachsen dran, und die, die wachsen, das sind einfach Wahnsinnshunde.Andererseits habe ich auch einen nicht so perfekten Tierschutzhund (erhebliche Sozialisationsmängel mit anderen Hunden, an denen wir lange zu knabbern hatten, und gesundheitliche Altlasten durch zu hohe Belastung im Sport in seinem Vorleben) und einen wenig wesensfesten Rassehund vom Züchter, auf den man immer ein wachsames Auge haben muss, damit er nicht aneckt.
Daher würde ich beides nicht auf ein Podest stellen.Kein Hund bisher war aber so einfach wie mein jetztiger Junghund von ner Tiptop-Züchterin, genau so gezogen und aufgezogen wie ich es mir vorgestellt hab. Und bisher erfüllt er auch meine anderen Anforderungen ganz wunderbar.
Aber man braucht auch für die Auswahl passenden eines Züchters und eines passenden Welpen/Junghundes der Wunschrasse etwas Erfahrung (oder Glück...), NUR der Kauf beim VDH/FCI-Züchter garantiert das auch noch nicht.
Und wenn man diese Erfahrung hat und weiß was man will, dann kann man auch im TS fündig werden, natürlich je einfacher, desto unspezifischer die Anforderungen sind.Ein Hund lebt ja leider nicht so lange, da ist jedes Jahr mehr für mich wertvoll. Daher tendiere ich momentan eher ein bisschen zum Welpen oder Junghund als zum erwachsenen Hund.
Ich find die Aufzucht auch nicht so schrecklich anstrengend, muss ich sagen. Selber hatte ich zwar noch keinen Welpen wirklich von 10 Wochen oder so an, aber ich kenne doch ne Menge...Andererseits, Lawrence war auch schon 5-6 Jahre alt und hätte ich deswegen auf ihn verzichtet, hätte ich einen tollen Hund verpasst.
Ich denk bewusst suchen würde ich eher einen jungen Hund (muss kein Welpe sein, darf aber), aber wenn ein älterer kommt und es passt, warum nicht.
Einen Senior möchte ich aber vorerst eher nicht nehmen, eben weil ich doch recht gern aktiv mit meinen Hunden bin und ein Alterchen da nicht so mitziehen kann, und weil man nur so kurze Zeit damit hab. Da bin ich egoistisch, ich will mich nicht öfter verabschieden als nötig.Vor einiger Zeit dachte ich auch noch, dass ich vielleicht als nächstes mal gezielt einen mehr oder weniger problematischen Hunde meiner Rassen aus dem TS nehmen würde. Inzwischen hab ich die Erfahrung dazu.
Allerdings hab ich dazu momentan einfach keine Lust. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, für solche Hunde was zu finden, und hab daher schon eine Spur von schlechtem Gewissen. Aber wenn ich ehrlich bin, möchte ich einfach den Stress nicht. Hundehaltung ist für mich Spaß und Freizeitvergnügen, Ausgleich zum Beruf und da hab ich genug Stress. Meine Hunde dürfen gern ein bisschen anspruchsvoller sein, aber bitte die gewollte Art von anspruchsvoll, nicht die nervenraubende Variante.Ob ein TS-Hund aus dem Ausland oder aus Deutschland kommt, ist mir komplett egal.
Einen Hund aus Privatübernahme würde ich je nach Umständen und nach Hund nehmen, warum auch nicht?
Einen Hund aus nem echten Ups-Wurf würde ich nehmen, wenn die Rassen passen, mir die Eltern und die Aufzucht gefallen und der Preis nicht zu traumtänzerisch ausfällt.
Einen Hund aus nem bewussten, mit Sinn und Verstand geplantem Mischlingswurf würde ich nehmen (wenn die beteiligten Rassen und Eltern und die Aufzucht passen) und dafür je nach Herkunft, Verwendungszweck etc auch das gleiche Geld wie für einen Rassehund mit Papier hinlegen. Wobei diejenigen gezielten Mixe die mir gefallen (Lurchers, Longdogs, Staghounds etc) idR nicht so teuer sind wie Papierhunde.
Einen Hund einer nicht FCI-anerkannten Rasse und daher automatisch von nem verbandslosen Züchter würde ich bei bestimmten Rassen nehmen, Vorraussetzungen siehe oben.
Wenn jemand nen Welpen aus nem naiven, einigermaßen ordentlich aufgezogenen "Wir wollten so gern mal nen Wurf von unserer Hündin"-Wurf kaufen will, bitte. Wenn das ihren Ansprüchen genügt, sollen sie machen.
Ich kenn zu viele Leute, die solche Würfe recht ordentlich aufgezogen haben und zu viele Hunde aus solchen Würfen, die ganz normal und unauffällig vor sich hin leben und sehr geliebt werden, als das ich das verurteilen würde.
Für mich wäre es nix.Das einzige was ich wirklich nicht nachvollziehen kann ist der Kauf bei profitorientierten Hundeproduzenten. Da hört die Toleranz auf.
Sobald es sich finanziell nicht lohnt, wird es uninteressant.
Ideal wäre natürlich wenn er für keinen Welpen einen Abnehmer findet, aber die Devise lautet: Gewinn so gering wie nötig halten.
Wenn er drei "liebevolle Upswurf Welpen" für je 100€ verhökert bekommt und drei Welpen für Minimum 70€ pro Hund im Tierheim abgibt - die meisten lassen sich nicht vorhandene Impfungen, Chip und Co erstatten - wird das Ganze sehr schnell uninteressant und solche Leute überlegen drei Mal, ob das Vermehren sich lohnt.Also, bei uns stellen solche Flaschen ihre Welpen in nem Karton vor's TH oder vor die nächste TA-Praxis oder inserieren sie als "zu verschenken". Die, die im TH ne Abgabegebühr zahlen, das sind ja fast noch die Guten.
Im Gegenzug nimmt hier aber fast niemand für Mischlingswelpen nur 100 €, egal ob Ups oder geplant. Das geht so bei 200-250 € für 2x entwurmte und einmal geimpfte Mixwwelpen los und geht bis 500-600 € bei beliebten Mixen.
Die sagen sich "Weniger als das TH nehm ich auch nicht, ICH biete schließlich unverdorbene, süße Welpen und die sind sogar schon entwurmt und geimpft!" und scheinbar werden diese Preise auch gezahlt. -
Ich bin kein Biologe, aber nach allem was ich bisher gelesen hab, sind die Prozesse bei der Artentstehung nicht ohne weiteres mit denen bei der Domestikation (und erst recht nicht bei der Rassebildung) gleichzusetzten.
Ein Beispiel für eine kleine, hermetisch abgeriegelte Population von Wildtieren wo es nicht so richtig funktioniert (hat), wären die Isle Royale Wölfe.
Andererseits hat man auch Tiere wie die Neuguinea Dingos, wo auch in Gefangenschaft teilweise generationenlang enge Inzucht betrieben wurde und die trotzdem relativ fit sind.Das scheint ein komplexes Thema zu sein.
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Klar gibt es Übertypisierung, das streitet niemand ab. Aber stellt das mal in Relation, es gibt über 200 anerkannte Rassen, davon sind eine Hand voll die gängigen Beispiele für Qualzucht.
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Die Rassehundezucht hat sich also nicht per se schlecht entwickelt, nur darüber macht keiner eine Reportage. Übertypisierung ist halt leider die Schattenseite.
Im Grunde stimme ich schon mit dir überein. Ich finde Rassehunde in ihrer ganzen Vielfalt eine tolle Sache und das Prinzip der relativ gut gegebenen Berechenbarkeit von Optik und Wesen, das man bei einem Rassehund hat, sehr praktisch.
Ich denke auch, dass es so einige Rasse gibt, die man sich bedenkenlos anschaffen kann, weil es um ihre Fitness ganz gut bestellt ist, sowohl was die Anatomie als auch was Erbkrankheiten betrifft.Man hat aber bei der Rassehundezucht (mindestens) zwei verschiedene Problemkomplexe, die beide auch mit dem organisierten Hundewesen und ganz speziell auch mit dem Ausstellungswesen zusammenhängen:
Der erste ist eben die hier thematisierte Qualzucht, die bei Hunden größtenteils durch anatomische Übertypisierung entseht.
Übertypisierung beginnt schleichend und auch bei Rassen, wo es heute noch kein Thema ist, sollte man vielleicht mal drüber nachdenken, ob immer mehr oder weniger oder was auch immer von irgendeinem Merkmal wirklich sein muss, auch wenn es jetzt noch nicht schadet.Das zweite ist die Art der Zucht, eben in (meistens) streng geschlossenen Populationen, auf kleiner Basis, oft einer Art von Selektion unterworfen, die weder der Fitness noch dem Erhalt der genetischen Vielfalt in so einer Mini-Population förderlich ist.
Das ist kein Problem von Qualzucht, es ist ein Problem, das auch Hunderassen mit gesunder Anatomie betrifft und in der Tat gibt es ja einige Rassen, die von außen erstmal unbedenklich aussehen, die aber hinter der hübschen Fassade doch einiges an Problemen mitschleppen.
Und es ist definitiv ein Problem, was auch sehr viel mit der seit ca. 100-150 Jahren praktizierten Art der Hundezucht und auch wieder mit dem Ausstellungswesen zu tun hat.Eigentlich ist das aber in diesem Thread nicht wirklich Thema, ganz vermeiden lässt es sich allerdings nicht, weil sich die beiden Komplexe immer wieder überschneiden, wie eben zum Beispiel bei der schon üppig diskutierten Frage, ob nicht solche Sachen wie Erbkrankheiten mit noch unbekanntem Erbgang, die in bestimmten Rassen sehr häufig auftreten, auch Qualzucht wären, oder bei Überlegungen zu Kreuzungsverpaarungen.
Kann noch jemand etwas zu meiner Frage sagen - halt auch bei anderen Rassen? Wenn nicht, reicht mir auch ein Hinweis, wo ich das nachlesen kann..
Der DWZRV hat vor kurzem, den Anforderungen des VDH folgend, eine neue Körordnung rausgegeben, nach der jetzt ein gesonderter Wesenstest für die Zuchtzulassung nötig ist (neben einer positiven Formwertbeurteilung auf einer Körveranstaltung und einer Formwertnote von mindestens sg oder besser von einem deutschen Richter auf einer normalen Ausstellung, für manche Windhundrassen außerdem noch Untersuchungen wie z.B. Herzultraschall).
Nachzulesen hier:
http://www.dwzrv.de//files/koerordnung2013.pdfIch hab noch keinen Wesenstest gesehen, da das ganze ja noch so neu ist gab es noch nicht so viele Körveranstaltungen.
Bisher hatten zwei mal mindenst sg von deutschen Richtern auf der Ausstellung (die Berichte musste den korrekten Zahnstatus und ein ebensolches Wesen erwähnen) und bei einigen Rassen eben die nötigen Untersuchungen gereicht.So wahnsinnig schwierig liest sich das ganze für mich nicht. Die absoluten Krücken sollte man damit raussortiert kriegen, ein wesensfester Hund muss es deswegen trotzdem noch nicht sein.
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Tallienhöhe kommt ein Whippet auf jeden Fall rüber, die Frage ist halt, ob es es will.
Für so mal in den Garten gehen und da gemeinsam Zeit verbringen reicht das bei einem braven Hund. Bei einem "Donnerschlag" von Hund oder wenn auf der anderen Seite die Rehe und Hasen laufen oder wenn der Hund auch mal allein in den Garten dürfen soll (z.B. im Sommer Terrassentür den ganzen Tag offen), dann sollte er wenn es geht höher sein.
ich hab letztes WE tatsächlich eine Whippethündin getroffen, die so klein und zierlich war, dass ich fragen musste, ob das ein Ami-Windspiel war, zumal auch die Farbe passte (seal mit weiß, irish marked). Aber nein, war ein Whippet... die Beistzerin sagte, dass sie das schon öfter gefragt worden sei.
Am gleichen Tag auch mehrere Whippets gesehen, die fast so groß waren wie meine Salukihündin, und die hat knapp 60 cm und um die 19 kg. -
Ich weiß nicht, ob und wenn ja in welcher Größenordnung die Beinbrüche bei den US-Windspielen seltener sind. Vorkommen tun sie aber scheinbar auch nicht so selten, wenn man sich mal auf US-amerikanischen Seiten zur Rasse, auf facebook-Gruppen und so weiter umguckt, dann ist das da schon immer wieder ein Thema.
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4-6 Jahre ist für Orientalenhündinnen kein Alter, das gilt denke ich auch für Tazys.
Recht viele Salukizüchter machen erst in dem Alter den Erstwurf und dann mit 6-8 den zweiten und das geht in der Regel problemlos.
In den Ursprungsländern werden die Hündinnen oft auch bis zu mindestens diesem Alter intensiv auf der Jagd eingesetzt und haben schlicht "keine Zeit" für einen Wurf.Beim Saluki kommt noch hinzu, dass man da die DCM-Problematik hat. Das tritt oft erst bei Hunden zwischen 4-6 auf. Auch wenn der jüngere Hund symptomlos und das Herz im Schall normal ist, kann sich das später noch entwickeln.
Je länger man also wartet, desto höher sind die Chancen, dass die Hündin wirklich gesund ist und bleibt. Und bei nem 8-10 jährigen Rüden, bei dem noch alles ok ist (und wo die Verwandschaft auch noch fit ist), da kann man auch recht sicher sein, das da nix mehr kommt, insofern lohnt sich auch da der Einsatz älterer Tiere.Deswegen könnt ich auch echt brechen, wenn ich sehe, dass Salukis aus zwei- und dreijährigen Eltern auch selber zwei- bis dreijährig wieder Eltern werden. Da hat man unter Umständen schon die dritte Generation in der Wurfkiste liegen, bis die Großeltern des neuesten Wurfes anfangen Symptome zu zeigen.
Sowas mag ausnahmsweise MAL ok sein, wenn man z.B. eine ganz bestimmte Kombination von Blutlinien machen möchte und die Hündin sonst zu alt wird für den noch recht jungen Rüden (andersrum wäre ja kein so großes Problem, gibt ja TG-Sperma), man aber sonst ein höheres Zuchtalter hat.
Aber von nem Salukizüchter, der routinemäßig mit Hunden unter 4 Jahren züchtet, würde ich nicht kaufen, das halte ich bei der Rasse für unseriös. Im Grunde gilt: Je älter, desto besser.Und dann kommt ja auch hinzu, dass das Interesse an Tazywelpen glaube ich nicht soooooooo gewaltig groß ist - man muss sie dann ja auch unterbringen.