Beiträge von Marula

    Abgesehen davon ist gut aufgeschlossene Stärke wie die aus Brot für Hund hochverdaulich und wird nicht einfach nur so ausgeschissen.

    Meine kriegen auch immer mal nen Stückchen Brot, ich ess aber selber nicht so viel Brot und daher bleibt hier nicht so viel übrig. Dafür bekommen sie halt Nudeln, Reis, gekochte Haferflocken etc.
    Bei meinen Eltern stehen sie immer schon auf der Matte, wenn sie hören, dass mein Vater Brot schneidet.


    Kleiner Fakt am Rande:
    Wertvolle Jagdhunde wurden früher in ganz Europa mit sog. Hundebrot ernährt, das war hartes, lagerfähiges Brot aus verschiedenen Getreidesorten und Hülsenfrüchten, dass die Bürger als Steuer an ihren jeweiligen Herrscher abgeben mussten. Wenn es besonders nahrhaft sein sollte, wurde das vor dem füttern in Fleischbrühe aus ausgekochten Knochen oder in Milch eingeweicht.
    In älteren Hundbüchern sowohl aus Deutschland als auch im englischsprachigen Raum findet man immer noch den Ratschlag, Welpen und rekonvaleszenten Hunden in Milch eingeweichtes Brot zu füttern, z.B. Irish Wolfhounds und Greyhounds (Erwachsene und Welpen) bekamen oft "brown bread and (goats) milk".
    Galgos und andere spanische Jagdhunde bekommen ebenfalls viel trockenes Brot.
    Die ganzen nordafrikanischen (Sloughi und Azawakh) und orientalischen (Saluki, Afghane usw) Windhunde wurden traditionell überwiegend mit Brot oder Couscous oder Hirse + Milchprodukten und eventuell Ei und Olivenöl oä ernährt, in vielen Ländern bekommen sie heute noch genau das, Fleisch war da für die Hunde ein rarer Luxus, teilweise wurde es auch gar nicht gegeben, nie, weil der Aberglaube bestand, dass die Hunde, wenn sie einmal auf den Fleischgeschmack gekommen sind, fortan die Jagdbeute auffressen würden.

    War sicher auch ökonomischen Zwängen geschuldet und hochwertiges Protein aus Fleisch ist für Hunde schon auch ne gute Sache.
    Aber die Hunde sind damit gesund genug groß geworden, dass sie einge Jahre auf der Jagd Leistung bringen und sich dann noch erfolgreich fortpflanzen konnten, so ganz verkehrt kann es also nicht gewesen sein.

    So, jetzt bin ich das Katzengetier los. :D

    Nimmst du nur Windhunde in Betreuung? :D So einen halbfeuchten Retriever, der sich in jedes Wasserloch schmeißt, würde ich wohl auch nur ungern auf mein Sofa lassen… Wobei ich seit gestern auch bei den windigen Abstriche mache. War bei einem Kommilitonen zuhause, der hat einen wunderschönen Irischen Wolfshund, den ich ordentlich durch geknuddelt habe. Der hat schon ein bissl seinen Bart vollgesabbert und meine Finger waren nach dem streicheln nicht mehr soooo sauber ^^ Da bin ich mit dem kurzen Whippetfell schon ganz fröhlich.

    Ich würd ja einen Windhund schon vorziehen, wenn ich auch manchmal für den Hund zuständig wäre.
    Ich mein, ich treff quer durch alle Rassen immer mal Hunde, die wirklich nett und sympathisch sind, gestern eine Mischlingshündin aus Golden Retriever x Großpudel, neulich mal einen Cocker Spaniel x Border Collie Mix den ich auch genommen hätte, eine Bekannte hat einen ganz tolle Malihündin...
    Aber bei den Windhunden ist der Prozentsatz an Hunden, die ich mag, von Anfang an schonmal deutlich höher und es passt auch mit meinen Hunden am besten.

    Meine Mutter findet Barsois wunderschön, mein Vater mag Greyhounds. Er hätte auch gern einen großen Hund, Robin ist ihm grade richtig. Mama würde auch etwas kleiner nehmen, aber ein Whippet wäre ihr auch schon bald wieder zu klein. Sie hat jahrelang eine Bernerhündin ausgeführt, die mochte sie auch wirklich gern, aber die war zwar reinrassig, aber für die Rasse sehr klein und zart und ungewöhnlich lebhaft. Die meisten Berner gefallen ihr nicht weil zu groß, zu schwer, zu langsam und im Wesen her zu trantütig.

    Ich fände ja, ein Silken Windhound wäre sehr toll, die gefallen mir gut, sie sehen aus wie Barsois in klein, sind aber idR doch etwas größer als Whippets und Silken Windsprites.
    Oder alternativ eine kleinere Greyhoundhündin.

    Naja, aber meine Ma ist auch ziemlicher TS-Fan, kann also auch sein, dass sie einfach ins TH gehen und gucken, was da so sitzt. Wobei sie dann auch wieder ziemlich anspruchsvoll ist - neulich hat sie wohl mal die Seite von unserem lokalen TH durchgeschaut und meinte dann nachher, da wären ja "keine schönen Hunde, alles nur so Kampfhunde und Schäferhund und alte Hunde".

    Letztlich werd ich mich wohl überraschen lassen, ist ja auch eigentlich nicht meine Sache.


    IW's und ihre Bärte, igitt. Das hab ich bei den Hunden meiner Bekannten auch immer gehasst, wenn sie saufen waren und dann mit ihrem Triefmaul ankamen und gestreichelt werden wollten.
    Gesabbert haben die meisten von ihren nicht, einer aber schon, und nach dem fressen waren die Bärte so oder so immer unappetitlich.


    @Marula deine rennen doch auf der Bahn, oder? Ich spiele nun mit dem Gedanken Oona laufen zu lassen - ableinbar wird die wohl leider eh nicht (merkt genau, wenn ne Leine dran ist, läuft aber mit Schlepp annehmbar).
    Was sollte man dabei im Vorfeld beachten? Tierarztcheck? Was "braucht" man dazu?

    Also, streng genommen hab ich noch keinen aktiven Rennhund, Janaah hat ja grade erst erste Babyschritte gemacht und wird hoffentlich nächstes Jahre um diese Zeit seine Lizens haben oder dabei sein, sie zu machen.

    Vom TA einmal extra durchchecken lassen kann man machen, kann man sich aber mMn auch sparen, wenn der Hund bisher beim impfen usw ab und zu mal befundlos abgehört wurde und insgesamt nen normalen, fitten Eindruck macht.
    Ich mein, wenn man ganz sicher gehen will, dann lässt man einen Herzultraschall machen um Veränderungen, die man beim auskultieren nicht hört, sichtbar zu machen, aber ich persönlich finde das Risiko vertretbar, einen Hund ohne vorherigen Schall laufen zu lassen.

    An Zubehör brauchst du nicht viel, ein Halsband oder Geschirr, was du schnell an- und ausziehen kannst, und ein zweites HB/Leine-Set oder eine Moxonleine, damit jemand deinen Hund im Ziel wieder einfangen kann.
    Maulkorb, Renndecke etc braucht man erst, wenn der Hund Lizens machen und später im Wettbewerb laufen soll.



    Emma hat eine C-Hüfte und eine Patella Luxation 2. Grades. Deshalb ist für sie lt. TA extremes Toben, Haken schlagen, Agility usw. tabu.

    Aber sie muss ja Rennen, ohne ist sie einfach nicht glücklich. Könnte sie rein zum Spaß auf die Rennbahn?Da wäre die Strecke ja gerade, keine Haken, mit ordentlichem Aufwärmen . . . oder absolutes Tabu bei Emmas Vorgeschichte?
    Fahrradfahren usw. ist ja sogar gut zum Muskelaufbau, aber das ist halt doch etwas Anderes wie Full-Speed mal ein paar hundert Meter gerade aus.

    Ne C-Hüfte kann Probleme machen, muss aber nicht. Gibt auch Hunde, die damit ihr ganzes, langes Leben symptomlos laufen. Ne Patellamux zweiten Grades ist ähnlich anzusiedeln.
    Hat sie denn schonmal Probleme mit dem Bewegungsapperat wegen diesen Sachen gehabt, oder war das mehr oder minder ein Zufallsbefund?

    Wenn sie keine großartigen Probleme damit hatte/hat, dann würde ich sie so ruhig auf der Rennbahn laufen lassen. Man kann es ja erstmal ein paar Mal mit ner Graden versuchen und wenn das gut geht langsam steigern.

    Ja, so zum gucken wollte ich auch immer mal hin, aber dieses Jahr nicht, ist einfach zu weit...

    Kommt denn am WE jemand von den Windhundfans hier nach Dortmund? Ich wollte wohl jetzt morgen schon fahren. Bin zwar verlockt, statt dessen lieber nachmittags zu nem Windhundtreffen zu fahren, aber mal gucken - vielleicht bin ich ja auch ganz motiviert und fahre vormittags nach Dortmund (nicht ganz ne Stunde Anfahrt für mich) und nachmittags zu dem Treffen mit Freunden. Irgendwie haben die Wochenenden in letzter Zeit nicht genug Tage und das Jahr nicht genug Wochenenden für alles, was ich an Hundekram gerne unternehmen würde. :D


    Heute Abend werde ich erstmal den Kater wieder los, meine Eltern sind wieder aus dem Urlaub da und holen ihn ab. Zum Glück! Mit den Hunden geht es zwar soweit ganz gut und das Katzenvieh fühlt sich hier auch wohl, aber irgendwie nervt es schon. Ich mein, ich würd ihn wieder in Urlaubspflege nehmen, keine Frage, irgendwo muss er ja hin, aber ne eigene Katze? Nee, da bin ich von geheilt.

    Ich bin zwar mit Katzen aufgewachsen und mag sie nach wie vor recht gern, hab auch immer mal mit dem Gedanken gespielt, mir eine eigene anzuschaffen (Devon Rex und Orientalisch Kurzhaar sind toll), aber die Krux ist, dass ich die an meinem jetztigen Wohnort nicht rauslassen würde - die Straße ist zwar nicht viel befahren, aber wenn, dann rasen die hier durch's Feld schon ziemlich, und ich will meine Miez nicht von der Straße kratzen. Ich werd ja sicher in den nächsten Jahren auch noch das eine oder andere Mal umziehen, da kommt das auch nicht so gut, Katzen mögen ja Ortswechsel nicht so. Und so ne reine Wohungskatze ist irgendwie auch nix.

    Mit Hunden, selbst mit mehreren Hunden, ist man finde ich schon flexibeler. Merken meine Eltern jetzt ja auch.
    Die ganzen Jahren hatten wir immer gesunden und realtiv junge Katzen. Entweder es war jemand zuhause (mein älterer Bruder ist relativ früh nicht mehr auf die Familienurlaube mitgekommen) oder die Katzen bleiben halt draußen, konnten in den Schuppen und hatten ihr Plätzchen auf der überdachten Terrasse und zweimal am Tag kam die Nachbarin zum füttern und nach dem Rechten schauen.

    Jetzt sind die Kinder alle aus dem Haus, beide Katzen werden ältern und wollen gar nicht mehr so viel raus, sind ziemliche Stubenhocker geworden, und der eine braucht 2x tgl seine Tabletten, die die Nachbarin nicht reinkriegt.

    Tja, nen Hund könnten sie einfach mitnehmen, meine Eltern machen ja eigentlich immer Campingurlaub mit eigenem Wohnwagen.
    Den Kater nicht. Wenn ich den nicht genommen hätte, hätte er in ne Pension gemusst und ob er sich da, von Fremden, seine Pillen hätte eingeben lassen, ist auch noch fraglich. Außerdem hätte er da auch so ziemlich gelitten, er ist bei Fremden eher scheu.


    Und ne Wohnungskatze, boah, nee. Allein dieses ständige Katzenklo säubern (3 tgl ca.) und die Katzenstreu überall. Und da sag nochmal einer, Hunde im Haus wären dreckig...
    Das Viech schmeißt mir die Blumen vom Fensterbrett und die Gläser von der Anrichte, das hatte ich mit den Hunden nie...

    Bei meinen Eltern zieht, nachdem die beiden jetztigen Kater verstorben sind (sind 12 und so um die 15 Jahre alt, unsere letzte Katze wurde 18 Jahre) wohl auch ein Hund ein.
    Wenn es auch ein Windhund wird (ausgeschlossen ist das nicht, meine Elten mögen meine Köter schon ziemlich gern), dann nehm ich den sogar gern in Urlaubspflege...

    Ja, wenn denn jetzt grade die Tonpolizei unterwegs ist, dann kann ich ja auch sagen, dass ich solche Beiträge wie die Antworten auf die Frage von "Dackelbenny" nicht sehr konstruktiv finde.
    Qualzuchten

    Das klingt klingt für mich im Subtext und zusammen mit den Smilies einfach nur nach "Die haben doch sowieso alle einen an der Murmel, jetzt wird sogar schon der DACKEL als Qualzucht bezeichnet."
    Und da ich eine der aktivsten Schreiberinnen in diesem Thread bin und mich genau zu diesem Thema schon geäußert hatte, nehme ich das persönlich.

    Wenn man meint sich zu nem Thema äußer zu wollen, zumal in diesem Tonfall, das bereits ein paar Seiten zurückliegt, dann vielleicht erst nochmal nachlesen und dann schreiben? Wenn man nicht mehr genau weiß wo im Thread es war, gibt's da auch noch das nützliche Werkzeug "Suchfunktion". Ich benutzte die auch.

    Wie kommst du jetzt auf persistierende Milchzähne, was haben denn die damit zu tun?

    Naja, dieses Gerücht geistert halt durchs Internet: Fehlende bleibende Zähne und/oder persitierende Milchzähne würden durch die Tollwutimpfung verursacht werden. Ich persönlich halte das von Spinnerei von Züchtern, die damit eh schon Probleme in ihren Linien haben, grade auch, weil ich das auffällig oft von Züchtern von Kleinhunden höre. Ist auch sehr praktisch, wenn man die Zahnfehler gleich auf den Welpenkäufer abwälzen kann, der doch tatsächlich gegen den Rat des Züchters schon vor dem Zahnwechsel TW geimpft hat. Wenn er das nicht gemacht hätte, wäre das niiiiiiiie passiert und man selber hatte natürlich mit den Welpen die man behalten hat niiiiiiiie solche Probleme.
    Die zig Tierschutzhunde die im Tierheim oder noch im Ausland als Welpen geimpft werden, da passiert komischerweise in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle gar nix ungewöhnliches.
    Wissenschaftlich bewiesen ist es aber weder in die eine noch in die andere Richtung.

    Nur damit man sich nicht missversteht, es ist in TW-freien Ländern wie Deutschland kein Problem, TW nach dem Zahnwechsel zu impfen, es sei denn man will mit unter nem halben Jahr schon auf Veranstaltungen. Aber es ist mMn auch kein Problem, es ab 12 Wochen zu machen.

    Sorry, aber das kann ich nicht glauben ... 2cm, hast du dir das mal auf dem Linial angeguckt?

    Wurden nur die Eierstöcke oder auch der Uterus entfernt? Wie soll man beim konservativen Eingriff bei einem 2cm Schnitt überhaupt an den Eierstock drankommen?

    Kann ich mir auch nicht erklären. Ist ja keine Katze, wo man sich die Ovarien am Haken hochziehen kann, da kommt man tatsächlich mit 1,5 bis 2 cm aus. 2 cm kommt beim Hund nichtmal bei nem winzigen Chihuahua hin.


    Minimalinvasiv ist natürlich schön, aber auch ganz schön teuer. Wenn man einen routinierten Operateur hat, dann geht auch die normale Kastration ziemlich schnell und sauber und auch wenn es immer mal Komplikationen gibt, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, so stecken doch die meisten Hündinnen eine normale Kastration ziemlich gut weg.
    Wenn ich denn kastrieren (lassen) wollte, würde ich aus Kostengründen und weil ich die Strapazen bei einer herkömmlichen Kastration nicht als so schrecklich schlimm empfinde, die herkömmliche Kastration wählen, es sei denn, ich hätte jemanden an der Hand, der mir die endoskopische sehr günstig bieten kann.

    Ich hab heute einen Golden Retriever x Pudel kennengelernt (ich find den Namen "...-doodle" auch schrecklich, das klingt so albern, irgendwie entwürdigend...).
    Ich mag sonst "Strubbelhunde" nicht so, aber die war echt ein Träumchen.

    Grundsätzlich die Figur wie ein Golden Retriver (auch selbe Größe, der andere Elternteil war ein Großpudel), aber durch den Pudel etwas schlanker und insgesamt "straffer". Das Gesicht auch nicht so kurz und der Scädel nicht so rund und breit wie beim Golden, sondern alles nen Tacken länger und etwas schmaler.
    Hellblond, Haarstruktur ein längeres, pflegeleichtes, weiches Rauhhaar, wenig, aber nicht gar nicht haarend (laut Besitzern) und nicht ewig wachsend, sondern mit ner bleibenden Länge von vielleicht 5-10 cm am Körper und deutlich kürzer im Gesicht.

    Also, optisch für einen Struppi ganz ansehnlich. Ich persönlich find zwar das Fell vom Golden Retriever schöner, aber ist ja Geschmackssache. Ich kann übrigens verstehen, warum man optisch keinen reinen Pudel will, ich find die sehen abgeschoren zwar besser, aber auch nicht sooooooooo toll aus (also, der Körperbau schon, den mag ich wohl, aber die Haarstruktur). Man muss die Löckchen halt mögen.

    Charakterlich wirklich, wirklich lieb, nicht ein böser Knochen im Leib. So im Umgang ein bisschen aufgeweckter als die doch oft recht phlegmatischen und etwas treu-doofen Goldens.
    Was aber stimmt ist, dass sie ordentlich Jagdtrieb hatte, das gab ja auch Corinna weiter vor schon zu bedenken, dass das anscheinend bei dieser Mischung öfter vorkommt. Das hatten sich die Besitzer auch so ganz anders vorgestellt!


    Also, ich kann schon verstehen, warum man diese Mischung mag und gern haben will. Wenn man einen Züchter findet, der hinsichtlich Gesundheitsuntersuchungen die eigenen Ansprüche erfüllt (die nicht zwingend die gleichen sein müssen wie in nem Zuchtverein, sind sie ja bei den meisten anderen Mischlingen auch nicht und trotzdem sind Mischlinge nicht kränker als Rassehunde) und sich im Klaren ist, dass die Hunde sich halt verschieden entwickeln können was z.B. das Haarkleid und die Ausprägung des Jagdtriebs angeht... warum nicht.

    Wie viel Geld man für einen Hund bezahlen muss, bestimmt letztlich der Markt, da muss man sich halt überlegen ob es einem das wert ist oder nicht. Für die meisten 0815-Hundehalter ist es auch völlig spinnert, sich einen Rassehund vom VDH-Züchter für 1500 € zu kaufen, da hat halt jeder seine Prioritäten.


    Es ist aber sicher ein valider Einwand, dass man da ein hohes Risiko läuft, auf profitorientierte Modehunde-Vermehrer reinzufallen. Da muss man sich schon auskennen. Das sehe ich grade bei Hundeneulingen (dazu gehören auch Leute, die vielleicht seit 20 Jahren Hunde haben, aber in der Zeit eben nur zwei verschiedene Familienhunde, und die sonst nicht weiter im Hundewesen involviert sind) schon kritisch.


    Als anderes Extrem was das Fell angeht kannte ich nen Labrador x Großpudel, der war zwar vom Wesen her toll und unkompliziert (auch sehr beherrschbarer Jagdtrieb), aber von der Fellpflege her tatsächlich ähnlich aufwendig wie ein Pudel.
    Der Haken: Die Leute wollten gern einen langhaarigen Strubbelhund im "Naturlook", nur leider ist das Pudelfell dafür dann doch nicht geeignet. Entweder kurz und pflegeleicht oder lang und pflegeintensiv, aber lang und nicht pflegen geht nach hinten los...

    Donaueschingen ist mir dieses Jahr zu weit. Ausstellen würde ich da zumindest Janaah eh nie, wenn ich mir die Richter der letzten Jahre und dementsprechend die Salukiergebnisse angucke, war das schon immer ziemlich showlasting. Nee, lass ma... da bräuchte ich erst nen anderen Hund für, und zwar einen von der Sorte, die ich gar nicht will.

    ich weiß nicht mehr genau, glaube aber ja :pfeif: :p

    Es ist schade, wenn es scheinbar gar nicht gelesen wird was man so schreibt, vor allem dann, wenn man sich die Mühe gegeben hat, eine differenzierte Antwort zu schreiben:
    Qualzuchten

    Warum soll der Dackel denn eine Qualzucht sein? Immerhin wurde er ja nicht der Optik wegen mit dem langen Rücken gezüchtet sondern für die Arbeit im Dachs- oder Fuchsbau und ja, der Dackel wird ja auch heute noch viel in der Jagd eingesetzt? (Ja, ich will auch mal ;) )

    Andere Hunde die auch in den Bau gehen, zum Beispiel Jack Russell Terrier (da kenne ich etliche, mit und ohne Papier, die jagdlich geführt werden) oder Podengo Portugues Pequeno, sind auch niederläufig und ebenfalls von den Proportionen her etwas länger als hoch, haben aber insgesamt einen viel kompakteren Körperbau mit kürzerem Rücken.
    Der lange Rücken hat nix mit der Funktion als Erdhund zu tun, der war wahrscheinlich einfach ein Zufallsprodukt bei den ersten niederläufigen Urahnen der jetztigen Dackel und wurde dann zum Rassemerkmal.

    In Maßen ist da sicher auch nix verkehrtes dran, es gibt diese Form von Hund ja schon ewig, auch schon lange vor dem Zeitalter von moderner Tiermedizin und Hundeausstellungen, und eben auch bei vielen Gebrauchshunden (gibt ja auch einige niederläufige Laufhunde, die heute noch als reine Arbeitsshunde gezüchtet werden).
    Man sieht aber erstens auch da eine gewisse Tendenz zu "höher, schneller, weiter" oder in dem Fall zu "länger, tiefer, noch mehr Brustkiel", und zweitens muss man sagen, dass auch Dackel aus jagdlicher Leistungszucht von der allbekannten Dackellähme nicht verschont bleiben.

    Ich persönlich fände es schöner und denke es wäre auch für die Hunde gesünder, wenn die Dackel etwas mehr Bein und einen deutlich kürzeren Rücken hätten. Dann hätten sie immer noch das Handycap der instabileren Zusammensetzung der Knorpelringe der Bandscheiben durch die Mutation, die die Achondroplasie hervorruft (wie sehr, sehr, SEHR viele andere Rassen auch), aber zumindest wäre die "Statik" besser.

    Dann hat sie die Impfung mit ca 6 Wochen bekommen?
    Kannst Du vergessen..... In dem Alter findet wegen der maternalen Antikörper keine (ausreichende) Immunantwort statt.

    Jein... bei besonderer Gefährdung macht man gegen Parvo und Staupe schon mit 6 Wochen einen Puppy-Impfung um Welpen zu erwischen, bei denen der Schutz der maternalen Ak eventuell schon früher nachlässt als bei anderen. Es gibt ja immer die, die sich mustergültig an den Durchschnittswert halten und die, die früher oder später dran sind. Und für die, wo der maternale Schutz früh versagt, kann eine P+S Impfung mit 6 Wochen lebensrettend sein, grade in Ländern, wo der Infektionsdruck höher ist als hier.

    Wir haben einige Züchter (hier in unserem "sauberen" Deutschland") im Klientel, die schon Probleme mit diesen beiden Krankheiten hatten, die jetzt alle Welpen mit 6 Wochen zum ersten Mal P+S impfen lassen und damit sehr gut Erfahrungen (keine Verluste mehr) machen. Grade diesen beiden Erreger halten sich ja ewig lange, Parvo in der Umgebung und Staupe in symptomlosen Ausscheidertieren.

    Gegen TW mit 8 Wochen schon zu impfen ist dagegen eher sinnfrei. Selbst wenn die maternalen AK schon weg sein sollten, ist es schlicht nicht nötig.
    Aus medizinischer Sicht nicht, weil die TW ja eh in Europa selten ist und für einen normalen Welpen in Menschenhand in der Regel erstmal keine reale Gefahr besteht sich anzustecken, und aus rechtlicher Sicht nicht, weil die Impfung vor der 12 Woche eh nicht anerkannt wird.

    Jetzt muss ich mal klären ob die Impfung wirksam ist und was Gesetz dazu sagt, dazu werde ich einfach meinen vertrauten Tierarzt anrufen und der aus Polen wird auch nun was dazu sagen. Nächste Impfung steht in 2 Wochen an. werden ihn aber auch vorher anrufen.

    Brauchst du nix klären und kannst dir auch das Telefonat mit dem TA sparen. Es ist wirklich so, vor 12 Wochen Erstimpfung und dann 21 Tage warten geht legal nix.


    Ob man es riskieren will, den Welpen schon vorher ohne gültige TW-Impfung zu holen, muss jeder selber wissen. Die reale Gefahr für die deutsche Bevölkerung und Hundepopulation dürfte in diesem Fall ziemlich gering sein.
    Ich würd's wohl, auch aufgrund meiner bisher eher entspannten Erfahrungen mit Grenzkontrollen innerhalb der EU mit und ohne Hunde, machen, aber das muss jeder mit sich selber ausmachen.