Beiträge von PipilaPfütz

    Paula, 40 cm, 8 kg, 5 Jahre alt, kaputte Hüften/Becken nach Autounfall

    Unser Pensum beträgt 5-20 km pro Tag, immer stramm bergauf-bergab (wir sind im Hochtaunus unterwegs) und oft läuft sie auch die großen Runden am Pferd mit. Null Probleme damit, zwischendurch läuft sie oft noch lange Strecken zusätzlich bei der Dummyarbeit. Das einzige was bei ihr ab und zu Probleme macht ist wenn sie zu wild rumtobt oder Bällchen/Tannenzapfen fängt, diese wilden Stops machen sich dann mal bemerkbar, aber die langen Strecken sind absolut prima selbst bei ihren kaputten Knochen.

    Ein Hund ist ein Langstreckenläufer und ich denke da stehen die Kleinen den Großen in nichts nach (außer es handelt sich um Rassen denen schon körperliche Nachteile angezüchtet sind).

    Also daß ihr diese völlig fiktive *G* Person jetzt ausgerechnet Ulla nennt, trifft mich schon ein wenig.... :???:

    Ich hab das aber auch schon selber original so miterlebt.
    Ich hatte zusammen mit einem befreundeten Ehepaar einen Offenstall gepachtet. Er (130kg Lebendgewicht) nahm dann irgendwann Western-Reitstunden und als als ein Platz im Stall frei wurde kaufte er sich ein Quarterhorse. Ich war beim Aussuchen dabei und habe ihn probegeritten, das war ein ganz freundliches, tolles, liebes, solide ausgebildetes, braves Pferdchen - einfach super auch für einen Anfänger.

    Bereits auf dem Heimweg wurde das Telefon gezückt und die Bekanntschaft mit geschwellter Brust drüber informiert daß man nun ein ganz tolles Pferd mit einer unglaublich tolles Abstammung hat, das Pedigree des Pferchens konnte ich nach der Heimfahrt schon selber auswendig runterbeten. Blöd nur, daß man auf Papieren nicht reiten kann...

    Dann nahm das Drama seinen Verlauf. Ich hatte ihn blöderweise dazu überredet, das Pferd nach einer Woche mal auf die Koppel rauszulassen. Der hat sich natürlich gefreut wie bolle, hat rumgebockt und sich eine kleine Abschürfung vorne am Ballen geholt - absolut nix wo ich auch nur zweimal draufgeschaut hätte. DRAMA!!! Pferd wurde fortan nur noch im Paddock gelassen, Koppel viiiieeel zu gefährlich und ich war natürlich die Böse.

    So ging das dann weiter, das Pferd wurde nie geritten (der Trainer sagte immer, Herrchen wäre noch nicht so weit), wurde immer unleidlicher und dann fing es auch an daß man ihm mit wachsender Leidenschaft alle nur erdenklichen Krankheiten angedichtet hat und von einer Vielzahl von ganz innovativen Heilern betreut wurde. Als ihm dann sein Stallabteil mit Tüchern in bestimmten Farben behängt wurde (je nach Stimmung und gerade aktueller Krankheit ne andere Farbe) hab ich beschlossen den gemeinsamen Stall zu verlassen. Ich war ja eh die unverantwortliche Pferdequälerin, deren Pferd barfuß laufen mußte und die nicht bei jedem Pups den Tierarzt holte.

    Hi Jana,
    bei einem Auto mit Klima spricht ja nun wirklich nichts dagegen.

    Das Einkaufen in den Supermärkten kann in der Tat zum Problem werden, da die Parkplätze meist völlig schattenlos sind. Wir haben das dann so gelöst daß entweder nur einer rein ist oder bei größeren Einkäufen haben wir uns abgewechselt, auf jeden Fall war immer einer draußen und ist mit dem Hund in den Schatten gegangen.

    Hallo Janna,

    wir hatten unsere Hündin vor 2 Jahren in den Pyrenäen dabei und ich muß sagen, es war gerade auf den Autofahrten schon grenzwertig. Ich konnte ihr zuletzt nur noch mit nassen Handtüchern behelfen, auf die sie sich legen konnte, ansonsten wäre es echt unerträglich gewesen. Die Hitze wäre für mich ein Grund, den Hund daheimzulassen bzw. woanders hin zu fahren, ansonsten ist so ein Campingurlaub für einen Hund eigentlich eine ganz tolle Sache.

    Ich muß mich jetzt leider auch mal mit einreihen hier *seufz*
    Die 33 Seiten vorher werd ich dann so nach und nach noch lesen...

    Mein Problem mit Paula ist folgendes:

    Sie stammt aus Ungarn, wurde im August 2007 überfahren auf der Straße gefunden und aufgepäppelt. Zurückgeblieben ist eine nicht gerichtete mehrfache Beckenfraktur (Hinterbeine sitzen jetzt an unterschiedlichen Stellen, Knochenteile drücken auf den Darm) und ein gelähmter Schwanz sowie eine Inkontinenz in Fällen wo sie mehr als normal trinkt. Und große Angst vor allem was wackelt (also auf sie drauffallen könnte), dazu noch Angst vor Krachern und Gewitter.

    Wir haben sie seit Oktober 2007. Ihre Angst vor allem was wackelt haben wir schnell festgestellt, das war aber nie ein Problem im Alltag - sie geht halt zum Beispiel niemals durch eine angelehnte Tür oder schreckt vor allem was sich bewegt zurückt.

    Vom ersten Tag an hat sie immer ganz dicht an mich rangedrückt mit im Bett geschlafen, da gab es überhaupt keine Ausnahme. Bei Krachern oder Gewitter hat sie auch im Bett unter der Decke bei mir Schutz gesucht.

    Vor ein paar Monaten hatten wir dann nachts Sturm, der einen Fensterladen losgerissen und mehrmals in der Nacht an die Hauswand (direkt neben meinem Bett) geknallt hat. Ich bin da selber tierisch erschrocken so mitten in der Nacht und seitdem fing das Problem mit Paula an - sie traute sich nur noch stundenweise mit ins Bett, beim kleinsten Windgeräusch flüchtete sie nach unten. Das ganz hätte sich wahrscheinlich ganz langsam wieder entspannt, aber nun haben wir auch noch eine junge Katze, und die hatte dann nix blöderes im Kopf als ein paarmal im Morgengrauen mit der Schlafzimmertür zu wackeln - Panik beim Hund und Flucht aus dem Schlafzimmer.

    In diesen Angstmomenten ist es nicht möglich, sie einfach festzuhalten und an der Flucht zu hindern, beruhigen kann ich sie dann auch nicht.

    Früher hat sie sich auch immer tagsüber ein paar Stunden allein oder mit der Katze verkrümelt und auf dem Bett Siesta gehalten, jetzt geht sie freiwillig gar nicht mehr in den ersten Stock und kommt nachts auch gar nicht oder nur mal morgens gegen 6 Uhr kurz zum Kuscheln.

    Wenn wir woanders schlafen, liegt sie wieder die ganze Zeit bei mir, es liegt also wirklich an unserem Schlafzimmer.

    Seit dem Vorfall mit dem Fensterladen ist z.B. auch ein buntes Mobile vor unserer Haustür furchtbar gefährlich - teilweise traute sie sich fast nicht mehr ins Haus deswegen.

    So recht weiß ich noch nicht wie ich sie wieder von ihrer Angst wegbekomme, ich habe jetzt vor zu einem spezialisierten TA zu gehen und es mit Bachblüten zu versuchen und parallel mit Clicker das Schlafzimmer wieder positiv zu belegen. Vor weiteren Geräuschen, Sturm oder der spielenden Katze kann ich sie ja nun absolut nicht bewahren.

    Hihiii, super Sachen die ihr hier erzählt!

    Den Hamsterblick kann Paula auch, in der Stadt hat sie mal irgendwelche Riesen-Erdnußflips vom Boden aufgesammelt, das hab ich grade noch gesehen und "Aus" gesagt, daraufhin hob sie den Kopf und guckte mich mit dicken Backen an "Iiiiich hab doch gar nix...." Ich mußte sooo lachen.

    Katz und Hund arbeiten bei uns auch zusammen, Katz kickt Zeug von der Arbeitsplatte und Hund frißt es dann.

    Und wenn Herrchen sich anzieht, dann muß er immer nochmal extra Socken fangen gehen, die klaut sich dann nämlich immer schnell die Katze und verschwindet damit.

    Oh je, Paula ist auch so ein Müllschlucker. Pferdeäpfel hab ich ihr unterwegs abgewöhnen können, aber im Stall ist ja nicht unterwegs und somit frißt sie dann dort umso mehr. In Kombination mit Hufabschnitten vom Schmied gibt das dann eine schöne Kotzerei ein paar Stunden später.

    Auch sonst frißt sie alles was sie erwischt, selten daß ichs noch abfangen kann, der Gipfel meiner Ekelskala ist dann immer mit (fremden) Durchfallhaufen erreicht....

    Daheim klaut sie nie was, selbst wenn der Tisch mit Wurst und Käse vollgepackt ist - mit einer Ausnahme: KUCHEN. Bei Kuchen kann sie absolut nicht widerstehen, da vergißt sie sich komplett und nutzt jede Gelegenheit. Und obwohl sie sonst eine eher empfindliche Verdauung hat, ein ganzes Stück Sahnetorte geht völlig problemlos durch den Hund ;o)

    Taschentücher werden daheim nicht gefressen, nur zerpflückt und damit das ganze Arbeitszimmer eingestreut.

    Hi,
    ich vermeide es eigentlich gänzlich meine Paula im Wald suchen zu lassen, lediglich maximal einen Meter von Wegrändern weg. Das hat für mich 2 Gründe - einmal habe ich ihr beigebracht daß sie eben nicht in den Wald laufen darf und das will ich mir durch die Dummyarbeit nicht wieder verderben und zum anderen habe ich auch Bedenken daß sie doch mal mit einem Fuchs verwechselt wird (ist mir sogar selber schon passiert). Wenn sie mal wirklich zu weite Kreise in den Wald hinein sucht, dann rufe ich sie zurück und weise ihr die Richtung nochmal neu.

    Eine tolle Beobachtung habe ich am WE bei der Dummysuche gemacht - ich habe Paula an einem Feldweg abgelegt, parallel läuft eine ca. 150 Meter lange Heckenreihe. Ich bin dann den Weg entlang, und am Ende der Hecke dahinter wieder zurück gelaufen und habe dort den Dummy versteckt. Der Wind blies recht kräftig parallel zum Weg von uns weg. Paula hat dann zuerst offenbar ewig nur meine Fährte in der Luft verfolgt, durch den Wind ist sie deshalb lange erfolglos weit hinter dem Ende der Hecke gekreist. Normalerweise ist sie ein Hund, der recht schnell aufgibt und wieder zu mir zurückkommt, diesmal hat sie aber durchgehalten und sich irgendwann auf die Spur am Boden besonnen, diese dann gezielt aufgenommen und den Dummy hinter der Hecke gefunden und gebracht.

    Ich war saustolz auf mein Hundchen, weil sie durch die Dummyarbeit wirklich endlich gelernt hat, eine Aufgabe durchzuziehen, selber mal die Taktik zu wechseln und nicht (wie früher ständig bei kleineren Übungen) bei der kleinsten Schwierigkeit bei mir um Unterstützung nachzufragen.

    Ich hab auch die Aufzucht einer damals 8-wöchigen Findelkatze hinter mir. Bei uns war nachts auch eine Zeitlang Remmidemmi, aber da muß man eben durch. Sie brauchen eine Weile bis sie durchschlafen, bei unserer ging es aber relativ schnell.
    Den Hund hat sie auch genervt, aber der Hund hat dann einfach mit die Erziehung übenommen und unsere Katz läßt sich zum Glück super erziehen, nach 1-2 mal Motzen durch uns oder den Hund hat sie begriffen was sie nicht soll (z.B. nachts um 3 vom Bett aus in einem Riesensatz oben auf die Vorhangstange springen und alles runterreißen, alle Kleiderbügel einzeln von der Garderobe fallen lassen, auf dem Hund herumlaufen...). Es ist zwar erstmal total ätzend so schön aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden, aber wir mußten trotzdem immer wieder über ihren Blödsinn lachen.

    Jetzt ist sie 8 Monate alt, schläft schon lange nachts durch und ist erst morgens so ab 7 Uhr munter ohne uns groß zu nerven.

    Ich glaub Du solltest wirklich nochmal gründlich nachdenken ob Du die richtige Einstellung zu Deinem Tier hast!

    Auch Kleinhunde sind richtige Hunde, nur leider hält es kaum jemand für nötig, sie auch als solche zu behandeln.

    Meine Paula gehört mit 40cm/8kg zwar nicht mehr zu den ganz winzigen, ich erlebe die Problematik mit ihr aber auch jeden Tag.

    Es ist einfach wichtig, auch diese Hunde ordentlich zu sozialisieren, damit sie nicht meinen, ihre mangelnde Körpergröße und damit ihre eventuelle Angst vor großen Hunden durch Gekeife ausgleichen zu müssen.
    Das ist mit meiner Maus leider auch ein ewiges Auf und Ab. Wenn alles glatt läuft, ist sie mit jedem anderen Hund verträglich und kommuniziert ganz normal. Hat sie mal wieder erfolgreich einen allzu penetranten Jack Russel in die Flucht geschlagen, kriegt sie prompt den Größenwahn und motzt öfters kleine Hunde an.
    Wurde sie wieder mal von einem großen Hund heftig angegangen oder niedergetrampelt, dann keift sie danach wieder wochenlang absolut jeden noch so freundlichen Großhund gleich mal vorsorglich an... Es steckt einfach eine gewisse Arbeit dahinter, seinen Hund verträglich zu halten (wobei das jetzt sicher völlig unabhängig von der Größe ist, nur wird es bei großen Hunden als das Problem angesehen, das es ist und bei Kleinhunden lächeln die meisten drüber weg).

    Rattler sind im übrigen durchaus ernsthafte Arbeitshunde, die - wie der Name schon sagt - dazu gezüchtet wurden, Haus und Hof von Ratten und anderen Schädlingen freizuhalten. Daß alles was klein ist heute zur Deko verkommen muß ist eine traurige Entwicklung, diesen Hunden deshalb aber fast schon die Daseinsberechtigung abzusprechen finde ich sehr kurzsichtig.