Beiträge von wildsurf

    Beatrice, das Wichtigste ist nicht, dass man es perfekt macht, nur dass man erkennt woran man arbeiten muss und dann Lösungen sucht. Und darin bist du ja wahre Profi :bindafür:

    ihr werdet das Hundchen schon schaukeln. Und mit jedem Tag, an dem Naama merkt dass auch Herrchen verständlich kommunizieren kann, wächst ihr Vertrauen und es wird mit grossen Schritten vorwärts gehen. Die zwei werden sich schon finden :-)

    dein Mann muss ja gerade sehr viel in Sachen Kommunikation, eigene Impulskontrolle etc. lernen. Eigentlich das Gleiche wie Naama :D

    hach ist das schön :muede: wie habe ich sie vermisst :verzweifelt: gesucht, erwartet, darauf hin gefiebert :dead:

    DIE PUBERTÄT


    was gibt es schöneres, als einen Junghund auf Autopilot, ohne Hirn, ohne Denken, ohne Verstand - vier Füsse plus 24 kg Körpermasse die komplett selbstgesteuert durch die Gegend eiern :lepra:


    :applaus: ich bitte um einen grossen Applaus für - MOJITO.... er hat es geschafft, in den Club der Mond-Rakete-one-way-Kandidaten :applaus:

    Nun, gewisse Passagen sind etwas... gewöhnungsbedürftig... :D

    Aber gegen Ende gar nicht soo verkehrt. Es ist doch so, dass der Jungrüde (Blick unter meinen Stuhl - aha, es pennt gerade) tatsächlich immer wieder mal ab einem gewissen Alter Anflüge von "aufmerksamkeitheischenden Aktionen" zeigt. Nein, will ich nicht, wird beendet. Punkt, ohne Diskussion, ohne laut, ohne Trara. Hund soll sich benehmen, auch wenn die Hormone gerade das Hirn fluten.

    Was aber ganz vergessen (oder nicht zitiert, oder ausgelassen) wird, ist das Thema Stress. Stressabbau. Übersprungshandlungen. Gehört für mich auch dazu und ist, je nach Situation ein Ventil. Der Jungrüde weiss sich evtl. gerade nicht mehr anders zu helfen. Da wäre Stressmanagement gefragt, ebenfalls ohne laut, ohne Trara.

    Wir haben die unterschiedlichsten Hunde im Training. Auch zB einen Mops. Auch der kann trailen. Zum Spaß reicht es lange und mehr wollen die Wenigsten.
    Bei kleinen Rassen ist im Sommer eher die Hitze im Zusammenhang mit dem aufsteigenden Geruch ein Problem. Die laufen dann manchmal fast unter dem Trail. Aber auch darauf kann man Rücksicht nehmen und auf anderen Untergründen trailen. Lösungen gibt es wie Sand am Meer - man muss nur etwas denken und kreativ sein :-)

    Es gibt - wie ich finde - treffende Sprüche zu diesen drei Rassen:

    In der Zeit, in der du 1 Flat ausbildest, bildest du 2 Golden oder 3 Labradore aus.


    Ein Labrador sagt: Zeig mir, was du willst, warum brauche ich nicht zu wissen, denn ich mache es doch auf meine Weise.
    Ein Golden sagt: Zeig mir, was du willst und erkläre mir warum, dann werde ich es tun.
    Ein Flat sagt: Ich weiß schon, was du willst und auch warum du es willst, wenn du mir jetzt Platz machst, werde ich dir zeigen, wie man es besser machen kann.

    Es gibt dazu auch ein Buch:"Die drei Charaktere" von Anke Bogaerts


    Allen drei gemeinsam ist die Herkunft als Jagdhund. Ihre Führigkeit. Ihr dem Menschen gegenüber aufgeschlossenes Wesen. Ihre Fröhlichkeit. Ihr Faible für schlechtes Wetter, Sumpf und Wasser. Ihre Vorliebe, Dinge zu apportieren. Ihr umgängliches Wesen auch mit anderen Hunden. Ihre Unerordnungsbereitschaft.
    Unterwolle haben alle am Wasser arbeitenden Jagdhunde! Sie alle miefen wenn sie nass sind. Aber wenn sie trocken sind sollten die Hunde nicht miefen - dann läuft was falsch mit der Fütterung oder der Gesundheit.

    Unterscheiden tun sie sich nicht nur im Aussehen. Der Labrador z.B. neigt eher als die anderen zwei zum überdrehen wenn er nicht konsequent geführt wird, dafür ist er in der Arbeit etwas einfacher zu führen. Der Golden ist etwas sturköpfiger als die anderen beiden Rassen und fragt eher nach, benötigt etwas mehr Geduld. Der Flat hat eher seine eigene Vorstellung wie die Arbeit umgesetzt werden soll. Auch ist er eher ein Spätzünder in Sachen Erwachsen werden und braucht noch viel mehr Geduld. Er ist eher der Anspruchsvollere der drei Rassen.

    Wichtig ist auch immer der Charakter. Sowohl untereinander als auch innerhalb der Rasse kann man sehr unterschiedliche Hunde haben. Dann können sich Lab und Golden ähneln, aber auch Lab und Lab sehr unterschiedlich sein.

    Arbeitslinie ist nicht gleich Arbeitslinie. Jagdliche und spez. jagdl. Leistungszucht werden anders selektiert als die Standardzucht, auch Showlinie genannt. Dabei unterscheiden sich aber die Züchter stark voneinander. Es gibt welche, die NUR auf Gesundheit und Aussehen züchten. Dann gibt es aber auch die, die ihre Hunde auch auf Arbeitsfähigkeiten testen. Hunde, die aus Standardzuchten stammen, die aber nicht nur hübsch aussehen, sondern auch sehr gut apportieren, sich als Therapie- oder Rettungshunde eignen etc.
    Und es gibt Züchter, die jagdlich selektieren aber nicht so leichte "Windhunde" züchten. Es gibt alles :-)

    Was welcher Züchter genau züchtet, findet man auf dessen Webseiten heraus. Mittlerweile beschreiben die Züchter sehr gut, was ihre Vorstellungen vom Hund sind den sie züchten.
    Auf der Seite vom DRC findet man alle nötigen Informationen. Wer was wann wo etc.


    Man sollte sich die Hunde der unterschiedlichen Linien sehr genau anschauen. Nicht nur optisch variieren sie manchmal sehr stark.

    Ob man einen Hund aus Leistungszucht oder Standardzucht möchte sollte man an seinem Alltag festmachen. Kann ich mit einem sehr sensiblen, sehr schnellen Hund umgehen? Oder ist ein etwas "langsamerer", weniger sensibler Hund glücklicher in meiner Familie? Arbeite ich täglich mit ihm oder ist es eher ein "Hobby", 1x pro Woche?

    Klar unterscheiden sich die Hund vom Charakter her auch in einem Wurf. Aber ein guter Züchter kann dir sagen, wofür seine Hunde am ehesten geeignet sind. Oder eher: wer mit seinen Hunden glücklich wird.

    @Tastatur: Hund bleibt Hund, egal welcher Rasse. Ich habe ja explizit geschrieben, dass die Alltagsdinge wichtiger sind als irgend welche Kommandospielereien. Weiss nicht in wiefern sich nun ein Junghund von nem anderen Junghund unterscheidet - alle müssen sie das friedliche Miteinander und den unkomplizierten Alltag lernen. Nicht anderes habe ich geschrieben. Ich mache solche Dinge nicht an der Rasse fest, sondern an den Beteiligten.