Beiträge von wildsurf

    Wird euer Hund ruhig, wenn er von euch klare Aufträge bekommt? Wird er ruhig wenn er z.B. in seinem Körbchen sein muss und dieses unter keinen Umständen verlassen darf?

    Es gibt Hunde, die aufgrund von erlebtem, von Veranlagung etc. nicht damit klarkommen, in für sie belastenden Situationen alleine agieren zu müssen. Denen kann man helfen, in dem man im betreffenden Momentan ALLES regelt, ALLES reglementiert, und NICHTS dem Hund überlässt. So dass der Hund von dir Führung und Sicherheit erlebt in für ihn stressigen Situationen.

    Ich glaube euer Problem ist mehrschichtig und hat wenig bis gar nichts mit der Türklingel an sich zu tun, sondern mit der gesamten Situation, die sich dann abspielt.
    Allerdings: ich würde jetzt nicht unzählige Forum-Tips ausprobieren, sondern zuerst einen ganz klaren Fahrplan aufstellen. Sehr genau analysieren, vielleicht sogar filmen: was passiert GENAU mit dem Hund, wenn jemand kommt, läutet etc. WIE verhält er sich, was macht er, welche Vorzeichen sendet er aus, wie bewegt er sich, wohin geht er, welche Handlungen spult er ab.

    Und dann würde ich eine sehr kompetenten Trainer nach Hause holen und das mit dem anschauen. Auch Alltagssituationen draussen. Evtl. könnt ihr irgendwo andocken, wo ihr alleine nicht drauf kommen würdet.

    Ich freue mich. Am Montag geht es mit Mojito zu einer ZOS Trainerin. Ein von 2 liz. in der Schweiz. Ich möchte den Aufbau überprüfen lassen und dann bekomme ich hoffentlich ein paar Anhaltspunkte für das weitere Training.

    Was haben denn meine Hunde damit zu tun? Du meinst sie haben keine Motivation?
    Dann hast du mich falsch verstanden oder noch nie Arbeitsgolden im Einsatz gesehen :D Und ich habe hier einen jagdlich ernsthaft interessierten Hund.

    Ich habe davon gesprochen, dass man oft mehr erreicht an "Auslastung " wenn man knackig kurz statt lange arbeitet. Vielleicht habe ich ja ungenau geschrieben... Ich sehe das bei den meisten Hunden: lieber ne ordentliche Denkaufgabe als lange lange lange lange - "gerade aus". Gib ihnen was zu knobeln, Denksport. Jetzt klarer? Sonst frag einfach.

    Ich mache grundsätzlich lieber kurze Übungen, dafür in schwierigem Gelände. Ich sehe bei meinen (!) Hunden, dass sie mit viel mehr Motivation und Elan dabei sind, als wenn etwas über sehr lange Distanzen geht, aber flach, ohne Abwechslung etc. ist. Gerade für Nasenarbeit mit Schleppe/Dummy etc. ist es doch wunderbar, ein richtig anspruchsvolles Gelände auszuwählen und sich dort zu beschäftigen.

    @Flügelfrei

    Wir sind da mit der Trainingsgruppe gerade dran.
    Es wird alles kombiniert. Zuerst mit diesen orangen Voran Tellerchen links und rechts vom Hund. Hund sitzt, schaut dich an, man gibt Pfeiff- und Sichtzeichen für Stopppfiff, dann Hand und Kommando für links oder rechts.

    Immer nur auf einem Teller Futter deponieren.
    Das gleiche Spiel für schräg nach hinten und gerade nach hinten.

    Dann gleiches Spiel mit Dummies statt Futter.

    Das für den Grundaufbau auf wenige Meter (3-5m reichen).

    Aber wir kombinieren danach im Training immer nur eine Richtung mit zB einer Markierung. Nie mehrere Richtungen gleichzeitig.

    ZB. Eine Markierung entlang eines Maisfeldes, danach vom gleichen Startpunkt aus ein Stopppfiff mit eineeisen nach rechts. Fertig. Pause.

    Wenn der Stopppfiff noch nicht sicher sitzt, wird der Hund frontal zu mir an die Ecke des Feldes gesetzt und wie in der Basis Übung mit Stopppfiff und einweisen rüber geschickt aus dem sitzen.

    Unbedingt das Gurtband regelmässig nachspannen! Die dehnen sich alle. Ist übel falls es zum Ernstfall kommen sollte!
    Ich hab (neben den Hundegittern im Heck) eine Flugbox auf der Rückbank, mit Gurten festgezurrt. Darunter eine sehr dicke Wolldecke damit die Box nicht wackelt da sie länger ist als ein Sitz breit ist.

    @Theobroma

    Kannst du nicht eine Reise daraus machen?
    Nach DE fahren, einen zugelassenen aber günstigen Hänger auftreiben und mit dem beinahe-weissen-eher-teilbraunen Arabär gemütlich wieder in den Norden gondeln.

    Ich glaube wenn es vom Preis her einigermassen hinhauen würde, wäre das mein Weg. Dann weiss ich dass das Pferd in guten Händen ist, ich kann Pausen einlegen und mit ihm spazieren gehen und ihn selbst betreuen. Wenn man sich genug Zeit lässt, ist das auch alles stressfrei.

    Klar, man muss es zeitlich hinbekommen mit Arbeit, Familie etc.