Beiträge von wildsurf

    Du selber musst konsequent sein, sonst kann es der Hund nicht lernen :ka:

    Kein Freilauf mehr im Vorgarten. Kein bequemliches rauslassen.

    Hund an die Leine und raus aufs Feld.
    Sonst lernt er nie dass er sich hauptsächlich dort lösen soll. Wie auch, wenn die Toilette so direkt vor dem Haus ist ;)

    Also, nimm dich an der Nase und ab mit dem Hund auf die Spaziergänge. Garten ist tabou in nächster Zeit. ;)

    Ppps :D

    Ich glaube ich würde eine Pause einlegen.
    Nimm den Druck raus bei euch beiden.
    Mach mal eine Weile „nur“ lustige Alltagssachen und überleg in Ruhe, was es für euch sein soll. Wie hoch der Druck sein darf.

    Man kann auch als Hobbyist seinen Hund auf höchstem Niveau ausbilden. Aber ohne ernsthaften Hintergrund. Das nimmt extrem Druck raus.

    Nur so als Überlegung. Denn evtl ist euer Team einfach nicht dafür vorgesehen ;-)

    Kommt ganz drauf an, wie lange und wie intensiv die Geländesuche betrieben wurde.

    Und wie gut der Trainer ist.
    Hunde sind extrem lernfähig. Ich habe auch schon einen GS Hubd ungestellt auf MT. Aber: man muss extrem genau arbeiten, darf keine Lücken lassen und der Hundeführer muss richtig schnell richtig viel lernen.

    Ob der Hund dann den Sprung schafft zeigt sich erst wenn blind gelaufen wird und die Hilfen wegfallen - was bei son einem Hund auf keinen Fall zu früh passieren darf. Wenn er zu früh alleine gelassen würde, käne sofort das GS Muster durch.

    Daher fraglich ob einsatztauglich.

    Allerdings:
    als Alltagsbeschäftigung überhaupt kein Problem.
    Saubere Rituale, sauberer Aufbau und dem trailen steht nichts im Wege. Wenn man das denn möchte.

    Ps: nicht nur der Hund muss sich eigenen für Einsätze. Der Störfaktor Mensch muss das auch leisten können ;-)

    Pps: guter Alltagsgehorsam muss kein Hindernis sein. Wenn man berei ist, das etwas aufzuweichen. Und wenn man gut angeleitet wird.

    Ich war früher sehr streng und ehrgeizig. War mit den Leistungen nicht zufrieden und habe immer 100% Leistung eingefordert.
    Aus einem Hund der super gesucht hat, wurde ein Hund der relativ unsicher war (hat sich immer vergewissert, dass das was er tut auch wirklich richtig ist) und wollte sich nicht mehr von mir lösen.
    Er ist zur VP hin, hat diese beschnuppert und zeigte nicht wirklich Interesse. (Hat die VP's teils auch gemieden)


    Ich habe dann sehr viel an mir gearbeitet und mit der Zeit taute er auch weiter auf. Mittlerweile ist das auch wieder besser geworden und er zeigt auch mehr Interesse an der Suche.

    Allerdings ist der Trieb noch nicht auf dem Level wie ihn sich die Ausbilder und ich wünschen würden.

    Und genau hier liegt der Hase begraben.

    Jegliche Fehler, die im Basisaufbau gemacht werden, schleppt mann mit.

    Man kann sie zwar wieder korrigieren, aber sie sickern immer wieder durch.
    Jedes Mal, wenn der Hund etwas neues lernt, einen Entwicklungsschritt macht oder aus irgend einem Grund stressige Zeiten im Training sind, kommen die alten Fehler wieder durch.

    Sie holen einen immer wieder ein. Damit muss man leben und damit kann man umgehen.
    Wenn man sich das bewusst ist, sind diese damaligen Fehler nicht tragisch. Wenn man sie akzeptiert.
    Man weiss dann wenn sie wieder auftauchen, aha ich muss aufpassen, da ist was am tun.

    Geh nicht davon aus, dass dein Hund genau so wieder sein wird in der Arbeit wie du es zu Beginn gesehen hast.
    Er hat seither viel gelernt, sich entwickelt, wurde geprägt.
    Wie du und ich ist er nicht mehr derselbe wie vor, sagen wir, 1 Jahr.
    Daher ist es enorm wichtig, ihn sonzu nehmen wie er ist und nur das zu verlangen, was er fähig ist, zu geben.

    Ich habe die letzten 10 Jahre als Mantrailer Hunde gesehen, die Granaten waren. Offensichtlich.
    Und Hunde, die wir mit viel Geduld und viel Zeit und Fingerspitzengefühl sehr, sehr weit gebracht haben.
    Die keine „offensichtlichen“ Granaten waren. Die eher die ruhigen, fleissigen, genauen Arbeiter waren.

    Es ist an uns Hundeführern und Trainern mit dem zu arbeiten, was der Hund uns geben kann. Damit happy zu sein. Und zu akzeptieren, dass jeder Hund seine Stärke hat. Die muss man sehen und fördern und sich darüber freuen.

    Was ich dir mitgebe: mach es zu deiner Freude. (Trotz Einsatzziel) Vergleiche bitte deinen Hund nicht mit anderen. Er ist so wie er ist einzigartig und gibt alles für dich.

    Dann fällt auch die Erwartungshaltung ab. Das ist extrem wichtig.
    Gerade wenn es so offensichtlich um Meideverhalten geht.

    Und dann muss der Trainer fähig sein, den richtigen Trainingsweg für diesen Hund zu sehen und darauf zum Erfolg zu kommen. Für jeden Hund gibt es den richtigen Weg.
    Kann sein dass es etwas steinig ist, dass man umdenken muss, unkonventionell denken muss, mehr Zeit lassen muss, what ever.
    Aber ein guter Trainer holt ohne Stress und zu hohe Erwartungen das Beste aus dem jeweiligen Team raus.
    Kann sein, dass dafür ein Unweg nötig ist. Ein Ausflug in andere Sportarten um den Knoten zu lösen. Ideen muss man haben.

    Tönt vielleicht pathetisch - ist aber so

    Prüfe ob dein Weg passt. Und sonst ändere die Richtung. Ob mit dem aktuellen oder zusätzlichem Trainer musst man anschauen.

    Lernt der Hund auch getrennt davon, dass er seine Nase zum suchen einsetzen kann?
    Dass das Spass macht?

    Sucharbeit/Suchspiele ergänzen sich, trainieren die Nase, die Fähigkeiten des Hirns, die Konzentration.
    Nicht alle Such-Arten sind kombinierbar. Aber das, was kombinierbar ist, hilft dem Hund in der Nasenarbeit.

    (Nur als Beispiel: Geländesuche bitte nicht mit Mantrailing kombinieren wenn der Hund mal in den Einsatz soll, die Suchmuster „beissen“ sich)

    Gerade zB ZOS kann ohne Probleme spielerisch daneben betrieben werden.
    Es fördert das Knobeln. Nicht jeder Hund hat von Natur aus das Zeug zum Knobler.

    Manche müssen das richtiggehend lernen. Wenn man diese Hunde spielerisch dahin bringt, dass sie immer länger und ausdauernder knobeln, werden sie mit der Zeit auch in der „Arbeit“ ausdauernder und hartnäckiger.

    Wenn man die Geduld aufbringt und nicht „nur“ die Erfahrungen in der Arbeit gemacht werden, werden auch diese Hunde immer freudiger knobeln.

    Zusätzlich hilft das Alter. Mit jedem halben Jahr werden sie reifer und aufnahmefähiger. Und dadurch auch leistungsfähiger.

    Bei Dummy „Arbeit“ denken viele, dass das ja einfach so judihui just for fun ist.

    Kann es auch sein. Für Hund und Mensch. Manchmal ist es aber nur für sen Mensch judihui und für den Hund ziemlich stressig.

    egal wie das Dummy ausschaut, für viele Hunde geht es dann um Beute.

    Und wenn es um Beute geht, müssen Spielregeln definiert werden!

    Hunde kapieren sofort, dass wenn sie das Dummy gefunden haben, sie es abgeben müssen.

    Wenn man das Schritt für Schritt sauber aufbaut, läuft das ohne Stress und Hektik abnund man kann das Ganze wirklich just for fun als Spass für alle betreiben.
    Denn alle Beteiligten wissen genau, was läuft.

    Wenn aber die nötigen Lernschritte fehlen - oder noch blöder - Fehlverhalten (aus Sicht des Menschen) aufgebaut wurde, dann wird es schwierig.

    Und der schwierigste Schritt ist nun mal, diese Beute dem Menschen zu bringen und abzugeben.
    Denn Beute ist Ressource. Je nach Hund ist sie sehr wichtig, oder weniger wichtig.
    Dabei können extreme Stressmomente entstehen.
    Nicht umsonst ist das Bringen und die Abgabe quer durch alle Bücher immer und immer wieder ein Thema.

    Hilfe mein Hund haut mit dem Dummy ab.
    Hilfe mein Hund knautscht
    Hilfe mein Hund kommt nur noch langsam zurück
    Hilfe mein Hund will nicht ausgeben
    Etc.


    Es ist also auch für just for fun nötig, dem Hund geduldig und klar zu erklären, wie die Spielregeln sind und was erwünscht ist und was nicht.

    Je mehr sich der Mensch nervt, desto mehr Druck entsteht und desto eher versucht der Hund was Anderes. Abhauen, knautschen, ausweichen,...

    Wenn beide lernen, wie es zusammen funktioniert, DANN ist es für beide Spass.
    Sonst eigentlich nur für den Mensch.

    Dann könntest du ihr die Transport-Box schmackhaft machen.

    Weiche Decke reinlegen und etwas, was sie wirklich sehr gerne frisst.

    Lass sie das einfach fressen. Ohne dass du sie „einsperrst“ zum transportieren. Wenn sie dann von sich aus gerne in die Box geht, kannst du sie wieder „transportieren“.

    Also Ziel: Box = gemütlich und lecker ;-)

    Sonkannst du vielleicht eiren Konflikt umgehen.

    Ich hoffe der Link funktioniert und ihr versteht es. Hat viele Sequenzen in Schweizerdeutsch.

    Es ist eine sehr gute Folge von Netz Natur, sie beleuchtet die Jagd und die ganze Diskussion darum aus allen möglichen Winkeln.

    Ich finde sie haben sehr gutr Fragen gestellt und versucht, neutral die Situation zu analysieren.
    Das Ganze polarisiert ja hier unmer mehr und wird extrem emotional und festgefahren.


    Die Schweiz und die Jagd - NETZ NATUR - SRF