Beiträge von wildsurf

    „Lernen ist wie eine Wendeltreppe - man kommt immer wieder an der selben Stelle (Thema) vorbei, aber hoffentlich jedes Mal auf einem höheren Niveau.“

    Ich finde, was du über das Galgöchen schreibst, enthält ganz viele Lernschritte, manche schon gefestigt, manche noch wackelig.

    Hut ab, wie ihr das alles meistert!

    MK werden aus meiner Sicht viel zu wenig genutzt. Die haben so einen grossen Nutzen.

    Was ich machen könnte ist, dass Newton zuerst frisst und Hunter abliegt. Und dann Newton abliegt und Hunter frisst. Fändet ihr das eine gute Idee? Ich möchte den Futterneid auf keinen Fall irgendwie schüren. Das wären meine Bedenken bei diesem "Verfahren".

    damit schaffst du noch mehr Spannung in die Situation. Würde ich nie und nimmer machen. Löse das Grundproblem getrennt vom fressen!

    Und die Fress-Situation kann man entspannen, indem man die Hunde in getrennten Räumen füttert. Ohne Sicht zueinander.

    So dass jeder in seinem Tempo fressen kann, denn auch Hunter steht ja anscheinend beim fressen voll unter Strom.

    Jagdprobleme löst man ja auch nicht wenn der Hund gerade voll im Jagdstress steht. Sondern getrennt davon im Alltag. So als Vergleich.

    Hunter wirkt für mich aus deinen Erzählungen etwas führungslos in gewissen Themen. Und du attestierst ihm - so liest es sich für mich - mehr als dass er wirklich ist. Ich glaube der junge Mann ist vor allem eines: ein grössenwahnsinniger Frechdachs ohne Manieren.

    Ich würde den Kerl wenn er total ignorant und frech ist auch mal trennen von Newton. Auszeit. Welpengitter oder so. Und bei Newton imAlltag mal schauen, wo du ihm mehr Entscheidungsfreiheit lassen kannst um ihn etwas zu stärken.

    Aber er wird sich nicht grundlegend ändern! Sei froh. So ein deeskalierender Rüde ist nämlich auch Gold wert. Etwas mehr Arbeit für dich. Aber akzeptiere Newtons Art, es ist nicht sein Job, den Flausebengel zu erziehen.

    Bist du sicher, dass dein Junghund souverän ist mit anderen Hunden? Oder sind die einfach klarer in der Kommunikation und somit ernster zu nehmen?

    Zu Hause mit bekannten Rüden ist das ja manchmal so ne Sache. Die tolerieren einfach oft unglaublich viel.

    Wohingegen fremde Hunde gleich klar und deutlich „bis hierhin und nicht weiter“ signalisieren.

    Futter ist hier eine beliebte Ressource. Deshalb wird damit regelmässig gearbeitet.

    Trockenfutter verstreut in der Wiese. Gemeinsam Joghurt Deckel abschlecken. Gemeinsam eine Schüssel ausschlecken. Alles, damit der Jungspund von Anfang an lernt, Futter ist nichts, was verteidigt werden muss. Futter ist easy, ist für alle da und niemand muss darum kämpfen. Ich stelle das allen gemeinsam zur Verfügung, allerdings nur denen, die sich benehmen.

    Nevis ist da relativ entspannt. Mojito war hardcore. Mit den ganzen Übungen aber als Junghund auch recht schnell runtergekommen und jetzt ebenfalls total entspannt.

    Bei anderen Ressourcen bin ich zwar beobachtend dabei, greife aber nicht ein.

    Wenn Nevis dem Caron ein Plüschtier aus demFang klaut, war es Caron ganz einfach nicht wichtig genug. Wenn es ihm nämlich wichtig ist, merkt das Nevis sofort und lässt ab, beziehungsweise geht gar nicht erst hin.

    Bei Caron hat Nevis sehr viel Narrenfreiheit. Manchmal benötigt Caron von mir etwas Unterstützung. Das weiss er und das signalisiert er mir auch deutlich. Dann helfe ich ihm mit dem Jungspund.

    Mojito erzieht da viel klarer und konsequenter. Nevis darf auch bei ihm viel, aber sehr klar reglementiert was genau und was nicht. Und wehe der Kleine übertreibt. Dann rappelt es, zurecht. Aber immer fair. Mojito musste das aber erst lernen, dass er das darf. Dass er das kann.

    Mojito ist ein Ressourcen Geier. Das darf Nevis auch ruhig merken. Nicht jeder Hund ist gleich tolerant. Das ist Kommunikation. Sich zurück nehmen, nicht einfach so bei jedem Hund hin ohne nachdenken.

    Es wird auch hier eines Tages wohl eine Diskussion geben zwischen Mojito und Nevis, wenn der Kleine mal so jährig ist. Das kündigt sich aber an, der probiert ja dann immer mehr. Und dann muss ich lenkend aber nicht restlos reglementierend bereit sein.