Bist du sicher, dass dein Junghund souverän ist mit anderen Hunden? Oder sind die einfach klarer in der Kommunikation und somit ernster zu nehmen?
Zu Hause mit bekannten Rüden ist das ja manchmal so ne Sache. Die tolerieren einfach oft unglaublich viel.
Wohingegen fremde Hunde gleich klar und deutlich „bis hierhin und nicht weiter“ signalisieren.
Futter ist hier eine beliebte Ressource. Deshalb wird damit regelmässig gearbeitet.
Trockenfutter verstreut in der Wiese. Gemeinsam Joghurt Deckel abschlecken. Gemeinsam eine Schüssel ausschlecken. Alles, damit der Jungspund von Anfang an lernt, Futter ist nichts, was verteidigt werden muss. Futter ist easy, ist für alle da und niemand muss darum kämpfen. Ich stelle das allen gemeinsam zur Verfügung, allerdings nur denen, die sich benehmen.
Nevis ist da relativ entspannt. Mojito war hardcore. Mit den ganzen Übungen aber als Junghund auch recht schnell runtergekommen und jetzt ebenfalls total entspannt.
Bei anderen Ressourcen bin ich zwar beobachtend dabei, greife aber nicht ein.
Wenn Nevis dem Caron ein Plüschtier aus demFang klaut, war es Caron ganz einfach nicht wichtig genug. Wenn es ihm nämlich wichtig ist, merkt das Nevis sofort und lässt ab, beziehungsweise geht gar nicht erst hin.
Bei Caron hat Nevis sehr viel Narrenfreiheit. Manchmal benötigt Caron von mir etwas Unterstützung. Das weiss er und das signalisiert er mir auch deutlich. Dann helfe ich ihm mit dem Jungspund.
Mojito erzieht da viel klarer und konsequenter. Nevis darf auch bei ihm viel, aber sehr klar reglementiert was genau und was nicht. Und wehe der Kleine übertreibt. Dann rappelt es, zurecht. Aber immer fair. Mojito musste das aber erst lernen, dass er das darf. Dass er das kann.
Mojito ist ein Ressourcen Geier. Das darf Nevis auch ruhig merken. Nicht jeder Hund ist gleich tolerant. Das ist Kommunikation. Sich zurück nehmen, nicht einfach so bei jedem Hund hin ohne nachdenken.
Es wird auch hier eines Tages wohl eine Diskussion geben zwischen Mojito und Nevis, wenn der Kleine mal so jährig ist. Das kündigt sich aber an, der probiert ja dann immer mehr. Und dann muss ich lenkend aber nicht restlos reglementierend bereit sein.