Beiträge von wildsurf

    Hier spielt jeder mit jedem. Und alle haben sie in der jeweiligen Kombination ganz eigene Spielverhalten und Abläufe. Wenn man gerade etwas schlapp ist, wird auch gerne im Liegen Maulgerangel gespielt. Unterbrochen von Ohren lecken, Pfoten beknabbern, ins Bein zwicken etc.

    wieso traurig? Weil er sich an Regeln halten soll um von seinem Trip runter zu kommen? Der Hund soll MIT dem Menschen Spass haben, nicht ohne ihn.

    Momentan macht er so ziemlich was er will. Er knallt sich das Hirn raus, zerrt und jault im Auto weil er total durch den Wind ist. Weil er in eine Erregungslage gebracht wurde, die bereits jetzt nicht mehr kontrollierbar ist.

    Es geht doch nicht darum, dem Hund alles für immer zu verbieten - man muss mich nicht absichtlich falsch verstehen!

    Es geht darum, den Hund wieder auf ein normales Erregunglevel zu bekommen. DANN kann er auch alles wieder tun.

    Bei einem Balljunkie sind sich alle einig, das sman ihn da raus holen muss. Bei einem Umwelt-Junkie aber denken viele, man nehme dem Hund den Spass. Nein, man nimmt den Stress raus, um dann wieder Spass haben zu können.

    Nein. Gar nicht hinlassen. Fertig buddeln. Das ist ein Selbstläufer, den du momentan nicht kontrollieren kannst.

    Wenn er so zerrt, 2-4m Leine dran und fertig. Kein hochschrauben.

    Für solche Kandidaten gibt es sehr strenge Regeln:

    - Keinen Schritt weg vom Weg

    - Kein stöbern in Büschen

    - Kein rennen auf Wiesen

    - Kein hirnloses hin und her flitzen (damit pusht der sich auch)

    - Frauchen wird nicht herum gezerrt

    - Kein buddeln in der Erde

    - Kein exzessives Gras fressen

    - Kein sich festglotzen oder jagen

    Tönt öde. Aber ich kann dir nur ans Herz legen, den Hund konsequent streng zu führen. Dann wird er angenehm und kontrollierbar.

    Mit der Zeit kann man selektiv wieder Dinge lockern.

    Aber zu Beginn habt ihr beide sehr viel zu lernen auf dieser Art von Spaziergang. Also nimm Futter mit, belohne korrektes Verhalten, unerbinde unerwünschte Aktionen.

    Das kann gut sein, generell hat er eine riesen Erwartungshaltung, zb wenn wir mit dem Auto irgendwo hinfahren und ich aussteige, ist er völlig haltlos und fiebt vor Freude, er würde am liebsten durch die Scheibe springen grinning-dog-face

    Das hast du selber so anerzogen.

    Wenn jedes Mal, wenn ihr wo hin fahrt oder geht zum spazieren, etwas spannendes oder Action passiert, lernt der Hund ratzfatz nen riesen Mist.

    Nämlich genau das, dass immer - oder fast immer - was lässiges passiert.

    Womit du dir selber einen hoch in der Erregung stehenden Hund ranzüchtest.

    Das wird übrigens nicht einfach so besser - im Gegenteil! Mit der Zeit kann das sehr unangenehme bis unkontrollierbare Zustände annehmen.


    Willst du das lösen?

    Setz ihn auf kalten Entzug - und dich gleich mit. Denn meistens hat der Hundehalter viel mehr Mühe, das Programm zu ändern.

    Ruhige, langsame! Spaziergänge OHNE jegliche schnelle Action, Spiele etc.

    Nichts. Nur schnüffeln, schlendern, spazieren. Und das am besten an der 15m Schlepp gesichert.

    Kein hirnloses herum rennen. Keine Spiele. Keine Action

    Und auch du: ruhig, langsam! Und stehen bleiben wenn der Hund schnüffelt, so dass er nicht immer wieder von deinem weitergehen „mitgezogen“ wird.

    Und dann die gleiche Strecke wieder zurück. Damit der Hund lernt, dass nicht IMMER etwas Neues, Aufregendes kommt.

    Man kann sich nämlich auch sehr gut an Gerüchen hochschrauben.

    Die Kopf-Beschäftigung kannst du separat irgendwo zu Hause machen.

    So bekommt man den Hund von seinem Trip wieder runter.

    Er ist nämlich ein Suchti. Süchtig nach dem Flash, dem Kick, der ja meistens kommt wenn ihr raus geht. Hirn overkill.