Beiträge von wildsurf

    Bei den Vetbeds gibt es unterschiedliche Varianten. Musst mal googeln es gibt welche mit Gummiunterseite. Gegen die Nässe. Bei DryUp hab ich auch mal was gesehen, das keine Nässe durchlässt.

    Zergelt sie mit dir? Also richtiges zergeln, bei dem nicht der Mensch zieht, sondern der Hund aktiv packt und zieht?

    Manchen hilft das, mehr Mut zum fest greifen aufzubauen.

    Und andere sind einfach mega vorsichtig.

    Was du machen kannst, damit sie üben kann:

    Gib ihr - ohne Erwartungen! - im Alltag etwas zum tragen. Etwas, das von der Grösse und Material her passt.

    Wenn ihr zB unten ins Haus reinkommt und hoch geht, oder in der Tiefgarage aussteigt und rauf geht (oder wie auch immer ihr wohnt) biete ihr das Teil zum tragen an.

    Fertig.

    Völlig egal wie weit sie es trägt, ob es runter fällt etc. Du nimmst es dann einfach im vorbeigehen kommentarlos auf. Es geht bloss darum, dass sie üben kann, etwas zu tragen. Und zwar ohne dass der Mensch reinfunkt oder Druck aufbaut - auch unbewusst.

    Daher mag ich das. Sei es die Geldbörse, ein Socken, ein Handschuh, ein weiches Spielzeug. Total egal. Hauptsache der Hund kann spielerisch üben, etwas ins Maul zu nehmen. Das kann einige Wochen dauern.

    Es geht nicht ums apportieren. Nur ums üben. Erst wenn das passt, kann man anfangen mit „bring was zu mir“. Sonst sind es zu viele Schritte auf einmal. So vorsichtige Kandidaten haben dann gerne schnell zu viel Druck.

    Ist der Futterdummy wirklich zu gross oder nimmt sie ihn nicht gerne ins Maul?

    Preydummy und Co gibt es ja auch für kleine Hunde. Aber kleiner ist nicht immer besser.

    Trägt sie allgemein nicht gerne oder nur den laberigen Futterdummy nicht? Manche Hunde tragen lieber etwas festes schwereres. Das können sie besser greifen.

    Trägt sie gerne Spielzeug? Tragen und apportieren lernen kann man gut mit anderen Dingen als unbedingt mit Dummy oder Futterdummy

    Frisch gekocht, hochwertige Büchsen, hochwertiges TroFu, je nach dem wo wir sind, was wir machen etc. Hauptsächlich frisch gekocht.

    Ist nicht das erste Trockenfleisch. Total gaga sind sie auf balf. Aber das gibt es nur selten weil super teuer und super stinkig :D

    Hab jetzt mal 5kg Fresco Rind gekauft für die Ferien.

    Die Hunde spinnen total auf das Zeug.

    Mit der Menge hab ich es noch nicht ganz im Griff, aber da sie eh abwechslungsreich gefüttert werden, ist das nicht so wichtig für 2 Wochen.

    Ich mache noch viel deutlicher den Unterschied zwischen schnüffel Zeit und „laufen“.

    Wenn ich schnüffeln lasse, dann darf er in seine Welt abtauchen. Darf erkunden. So intensiv wie er will. Und wenn wir 5min am gleichen Fleck stehen. Das ist seine Zeit. Da muss er auch nicht dauernd auf mich hören, weil ich kaum etwas verlange. Ich gehe dann auch nicht weiter , ich bleibe ca 3 m hinter ihm stehen, ohne ihn zu drängeln. Slow motion, extrem erholsam.

    Hat dazu geführt, dass der Pimpf sehr zufrieden wurde auch auf kurzen Strecken, und weniger „ich muss da hin“ Anfälle hat. Schnüffel Bedürfnis ist sozusagen gestillt. Die Strecke kann dann tatsächlich nur 100m betragen. Die wurden dann aber gründlich abgearbeitet. :-)

    Machen wir eher Strecke, dann ist die Leine bei Nevis kurz oder 20m Schlepp. Bei Mojito halblang oder Flexi. Er kennt das „weiter“ bereits sehr gut. Das bedeutet dann, er kann unterwegs zwar schnüffeln, allerdings gebe ich das Tempo vor. Und ich verlange dann Interaktion mit mir und Reaktionen auf meine Anweisungen. Dann wird auch was geübt.

    Bei „Strecke machen von A nach B“ ist bei allen die Leine ganz kurz. Nix mit schnüffeln oder pinleln. Dann haben wir ein Ziel wo wir hin müssen.

    Sarah42

    Wenn es dich interessiert, es gibt von Anja Fiedler eine gute Webinar Reihe zu dem Thema. (Bei Kosmos Verlag online erhältlich)

    Ob einem die Frau passt ist egal, auch ob man nach ihrem Lernweg arbeiten will ist egal. Aber sie zeigt schön auf, welche Bausteine dazugehören, wie man damit arbeiten kann, wo man einen Fuss in die Tür bekommt etc. Muss nicht jedem gefallen, der Stil. Ich fand es sehr informativ. Auch was Hormone anstellen etc wird aufgezeigt. Mit vielen Videos und Übungen.

    Halt alle Bausteine bis zum abwinken üben, die dazugehören.

    Impulskontrolle im Alltag, Grundgehorsam erlernen und einfordern, Wege nicht verlassen, Abruf von immer spannenderen Dingen, Belohnung situativ angepasst (hat hier grossen Fortschritt gebracht), Ansprache, sich nicht immer komplett wegbeamen in die Hundewelt, Umkehrsignal (nicht Rückruf, ich nutze das, um ihm zu sagen er soll die Richtung ändern, kann aber in seiner Hundewelt bleiben), Barrieren nicht überschreiten (also nicht in Felder etc. abzwitschern), Erregungs-Kontrolle (bei Aufregung erst weitergehen wenn wieder runtergefahren wurde), etc. etc.

    Ich versuche, die Lerntheorie korrekt anzuwenden, damit de3r Hund keine Verhaltensketten bastelt, die mir dann mal um die Ohren fliegt. Solche Sachen eben.

    Ich möchte, dass er eines Tages ein möglichst viel freilaufender, gut kontrollierbarer Hund ist. Das wird aber ein Stück Arbeit, die aber wichtig ist. Denn aus Erfahrung weiss ich - er ist gleich schnell wie ein Reh.... 1x erleben reicht.

    Daneben wird gearbeitet, so dass er seine Anlagen voll und ganz ausleben kann. Auch richtig müde und zufrieden ist. Das wird hier mit Dummy Arbeit und Mantrailing erreicht.

    Es gibt kein Patent-Rezept. Es ist und bleibt sehr viel Arbeit. Immer und immer wieder. Wenn man dies durchzieht, bekommt man einen saucoolen Hund, der kontrollierbar ist. Hat man keine Lust auf den Aufwand, bleibt der Hund an der Schleppe oder Flexi in kritischen Situationen oder Umgebungen.

    Und es bleibt eine ewige Arbeit. Mojito zum Beispiel ist jetzt 6, sehr gehorsam, sehr folgsam, sehr gut ausgebildet (darf ich so sagen :D ). Hat während des Lockdowns nix gemacht ausser 2 Monate lang mit meinem Freund spazieren zu gehen und hat dabei so einiges angestellt, und ist seither in der "Nacherziehung". Jetzt wird wieder nachpoliert. Gehorsam aufgefrischt. Kontrolle nachgebessert.

    Und täglich grüsst das Murmeltier :lol:

    der Pimpf macht sich langsam. Sieht langsam aus wie ein Hund und tatsächlich haben wir immer öfters Momente wo ich denke, ach guck, jetzt kann er das händeln. Noch vor kurzem wäre er ausgetickt. Manchmal kann man schon fast sagen, er wird angenehm :D worauf dann wieder bekloppte Tage folgen :lol:

    Das Thema jagen ist mit ihm eine sehr interessante Angelegenheit. Er ist ein sehr ernsthafter Kerl bei dem Thema. Sonst ein riesengrosser Kindskopf, aber arbeiten und jagen, das ist was ganz anderes. Mal sehen, wie wir das hinbekommen.

    Sagt mal, kann man - in unserem Fall - dem Filz vorbeugen?

    Das Problem hier ist etwas komplex.

    Caron hat ein leichtes Kastratenfell und ist 13. Golden Retriever. Nicht schlimm, aber zu seiner doch sehr grossen Fellmenge und unglaublich dichten Fell, kommt eben eine ganz feine Unterwolle dazu. Vor allem an den Hinterbeinen und am Bauch.

    Den Bauch habe ich Anfangs Sommer kurz geschnitten. Somit verfilzt es weniger. Aber die Hinterbeine.... Und jetzt kommts:

    Er wälzt sich unglaublich gerne. Im feuchten Gras. Im Laub. Im Sand. Auf Kies. Vor Wonne und Lebensfreude. Dazu wird wohlig gegrunzt und mit allen vieren gezappelt. Das werde ich ihm auch aufn keinen Fall verbieten.

    Und das produziert wunderbare Filzplatten. An den Hinterbeinen und zwischen den Oberschenkeln.

    Die Dreadlocks (durch das Wälzen) aussen an den Oberschenkeln bekomme ich mittlerweile - dank diesem Thread - mit einem Moser Unterwollrechen raus. Der ist super dafür.