Beiträge von wildsurf

    Ich hab mir das jetzt durch den Kopf gehen lassen.

    Und bin nach wie vor unsicher.

    Verhindert das Verbieten der Aufregung auch den Impuls, flüchtendem Wild nachzugehen?

    Und wo habt ihr das etabliert Lucy_Lou und Die Swiffer ? Mit welchen Sachen habt ihr angefangen? Das müssen ja sehr kleine Reize sein.

    Ich kann es mir gerade noch nicht so richtig vorstellen, wie so ein Aufbau konkret aussieht und was der Hund dabei auf lange Sicht lernt.

    Was ist der Vorteil gegenüber dem was zB du Die Swiffer mir empfohlen hast? Also das selber Abwenden vom Reiz markern?


    Verwirrende Sache gerade :rollsmile:

    Vielen lieben Dank für eure Antworten und Inputs. 🙏

    Wie gesagt, ich hab kein Thema damit, Aufregung zu verbieten. Mache ich auch, hab ich von klein an auch umgesetzt. Er kann seeehr gut toben :roll:

    Ich überlege nur - kann sein dass ich das viel zu kompliziert mache/ denke - ob es mir im Freilauf dann auch gelingt, auf Distanz etc.

    ----

    Ah ups, da war noch ein neuer Beitrag. Sorry nicht gesehen. Ach ist das mühsam am Handy :dead:

    Die Swiffer

    Wir hatten vor ein paar Wochen das Thema mit den Mauerseglern das erste Mal. Da hattest du mir den Tipp gegeben mit dem markern wenn er sich abwendet.

    Das habe ich gemacht, das hat den Erfolg gebracht, dass er nicht mehr in die Leine jumpt, sondern auf allen vieren steht. Dass er dabei still ist. Die Aufregung ist aber noch nicht "unter Kontrolle".

    Nein, die Aufregung ist nicht die Gleiche, wie wenn er findet "und ich rege mich jetzt auf, weil ich das kann!". Dies breche ich auch ab.

    Wieso unterscheiden? Hmm 🤔 also... Jagdverhalten aus Impuls heraus abbrechen - ist das auf lange Sicht sinnvoll? muss man dann nicht immer und immer abbrechen? Lernt der Hund dabei etwas? (Ernst gemeinte Frage gell)

    Ok dann bin ich jetzt total verwirrt.

    Ich habe einen Hund, der nach kurzem verharren sofort ins sehr ernsthafte hetzten geht. Das heisst, trotz verharren ist die Spannung schon sehr hoch.

    Daraus kann ich ja nicht direkt ins abwenden und weitergehen "hinarbeiten". Ich muss doch den Weg über das Verharren (was we zum Glück ja anbietet) und abwenden gehen. Oder nicht?

    Durch das Markern des Verharrens habe ich den Fuss so in die Tür bekommen, dass er nicht mehr nach 1 sek lospreschen will, und auch nicht mehr schreit.

    Heute hat er von sich aus auch den Blick abwenden können. Immer noch stehend.

    Nächster Schritt wäre jetzt doch, von sich aus abwenden, Spannung wieder runterfahren, weitergehen.

    Lucy_Lou

    Verbieten hab ich kein Problem mit - aber kommt das nicht zu früh für Nevis? Er weiss ja noch nicht, was er stattdessen tun soll.

    Einfach nur verbieten ohne Alternativverhalten wird bei ihm - so meine momentane Sicht - nicht nachhaltig funktionieren. Dafür ist er bei starken Reizen zu "und OB ich das jetzt will !!!"


    Vielleicht liege ich aber auch falsch :ka:

    Interessant, dass genau diese Tierchen es deinem Nevis so angetan haben.

    Hast du mal probiert, dich einfach hinzusetzen mit ihm und die Fliegedinger zu beobachten, im Sitzen, in Ruhe, einfach ne Stunde da hocken und zu den Mauerseglern einfach nur coexistieren. Spult ihn das runter?

    Er ist Marke "und egal wie und wo, ich finde etwas um mich daran zu pushen".

    Setz dich mit ihm irgendwo hin, nichts läuft, und er spult sehr ausdauernd diverse Strategien ab. Nicht dass ihm das was nützen würde. Und nicht, dass ich daran nicht arbeiten würde. Aber bevor er sich da nicht ohne Reize managen kann, gehe ich eher nicht an seine Super-Auslöser ;-)

    Er ist da ein "bisschen" ausdauernd, was seine Jagdpassion, sein Wille und seine Kreativität angeht.

    Caron bekommt heute die nächste Dosis und es ist auch nötig. Er stolpert wieder mehr. Allerdings läuft er konstant gut bergauf, was bisher ein Indikator war.

    Er hat leider vorne links durch die Überbelastung einen Senkfuss entwickelt, der ihm manchmal Mühe macht.

    Er bekommt ja auch noch Kortison, das aber in sehr niedriger Dosis, 0,5mg pro Tag. Hat seiner Schulter und dem "Thema im Rücken" sehr geholfen.

    Manchmal studiere ich, ob er das Kortison wohl wirklich noch benötigt. 🤔 oder ob ohne die linke Pfote wieder mehr belastet wird, was schlecht wäre