Beiträge von wildsurf

    Nur weil der für die Arbeit nach dem Schuss eingesetzt wird heisst das nicht, dass die nicht zünftig Jagdtrieb haben. Das verstehen viele irgendwie etwas falsch. (Nicht gegen dich gell)

    Dank dem riesigen will to please ist der halt gut händelbar.

    Aber da ist der Trieb, sonst könnte man keinen Apportier Hund auf halbtote Tiere schicken. Und das ist nun mal Fakt im Jagdalltag. Nicht jedes Tier ist tot nach dem Schuss. Der Hund muss sich das aber holen und schnellstmöglich bringen damit der Jäger es erlösen kann. Da muss ein Hund hartnäckig dranbleiben. Manchmal im kalten Wasser auch 10min verfolgen.

    AL Hunde sind an fremden Menschen nicht soo mega interessiert. Das ist ein Thema der Showlinie.

    Man muss bezüglich Sensibilität aufpassen, welche Zucht man wählt. die Zucht zu schnellen Sporthunden ruiniert die Wesensstärke. Das ist nun ma leider so, bei allen Rassen. Eine sehr beknackte Entwicklung und ich komme züchterisch immer mehr weg davon. Lieber weniger Speed, dafür mehr Coolness. Hatte dahingehend interessante Gespräche mit vielen Züchtern.

    Sensibel heisst nicht verhuscht. Sensibel heisst, sehr empfindlich auf alles, was vom Mensch kommt.

    Die können brutal Gelände hart sein, aber hochgradig sensibel auf die Einwirkung durch den Hundeführer. Das ist teilweise eine Gratwanderung. Zucht lässt grüssen. Es lehrt dich, dir eigenen Emotionen absolut unter Kontrolle zu halten.


    Ja Golden sind die ersten 2 Jahre sehr lebhaft, aber nichts was man nicht kanalisiert bekommt. Sie nieten einfach jeden um, der hinter ihm steht, weil das Hinterteil plus Schwanz ein Eigenleben führt :D

    Das ist kein komplizierter Hund. Bloss einer mit viel Energie und Wille für alles, was nach Arbeit und Fun riecht.

    Der Garten wird gut bewacht, da höre ich von allen wie gut gemeldet wird.

    Ich vermute mal, da der Hund meistens ohne Leine frei laufen konnte, hat er viel machen können was er wollte. Wie er wollte. Relativ frei und ohne strikte Leitplanken.

    Also fehlt Frustration aushalten, es fehlt an Impulskontrolle, Toleranz gegen Reize etc.

    Alles Dinge, die halt auch in die Leinenführigkeit mit rein spielen.

    Meiner Ansicht nach braucht ihr einen sehr guten Trainer, der in allen Bereichen mit euch arbeitet. Im Alltag Übungen integriert um diese Themen abzudecken.

    Es wird euch nichts nutzen, nur am "nicht ziehen" zu basteln.

    Die Geschichte mit Chip oder nicht Chip muss von jemandem mit viel Erfahrung beurteilt werden.

    Nicht einfach nur von jemandem, der die Hunde beaufsichtigt.

    Wenn diese Person nämlich deinem Hund auch keine Grenzen setzt, und auch einfach nur machen lässt, ist es ja logisch, dass ein intakter Rüde um die Hündinnen scharwenzelt.

    Das ist 100x interessanter als "spielen mit anderen". (Was für eine blöde Aussage!)

    Für mich tönt dein Hund nett, händelbar, aber etwas "Grenzen los". Dadurch logischerweise auch gestresst mit neuen Reizen. Denn das muss man kanalisieren, üben, managen.

    Er hat bisher nichts falsch gemacht. Nur nicht so viel gelernt. (Mal weg von Kommando Sachen)


    Du hast den AL Golden auf deiner Liste.

    Deine Aufzählung der Wünsche ist zu 100% passend dazu.

    Was spricht dagegen? Welche Aspekte der Rasse gefallen dir nicht?

    Das Hirn des kleinen Hundes entwickelt sich stetig.

    Mal klappen Dinge, mal nicht mehr.

    Das muss immer wieder neu angeschaut werden. Heute kann er das, morgen nicht. Das ist völlig normal.

    Der Hund ist gerade mal 5 Monate alt.


    Und eine ziemlich Reiz offene Rasse.

    Kann sein, dass er nach 20min wieder zu Hause sein müsste weil er einfach nicht mehr kann im Kopf.

    Also macht er es, wenn er bereits angeleint ist, und ihr euch wieder bewegt.

    Kürz mal den Spaziergang etwas. Evtl hat er mehr Input, wenn du mit ihm unterwegs bist und vielleicht mehr Sachen übst.

    Evtl machst du weniger mit ihm, wenn dein Freund dabei ist. Dann ist der Hund gegen Ende weniger "drüber". Nur eine Idee gell.

    Es ist so:

    Der Hund (im Übrigen du auch ) hat 100% "Energie/Aufmerksamkeit" zur Verfügung.

    Die wird unterwegs verbraucht. Der Spaziergang darf also nur so lange dauern, dass ihr zurück zu Hause seid, bevor die 100% aufgebraucht sind. Sonst wird es schwierig, ohne Theater wieder zurück zu kommen.

    Trägt er gerne zB einen Futterdummy? Das könnte man als Notlösung machen. Also bevor !! er anfängt mit dem Theater, Dummy tragen lassen.

    Nicht erst, wenn er schon gaga ist. Sonst züchtest du ein neues Problem heran.

    Wenn der Eindruck entsteht dass er sich beruhigt hat, etwas Hochwertiges gegen den Dummy tauschen und dieses verstauen. Ist aber wahrscheinlich nur ein Notnagel, für zum "überbrücken".

    Der dominiert dich nicht. Bitte komm von diesen uralten Ansichten weg.

    Entweder Der macht ein Spiel daraus, weil er genau weiss dass es jetzt nach Hause geht.

    Oder er ist gefrustet. Oder hinüber von den Eindrücken. Oder...

    Bellen tut er, weil Sennenhunde das nun mal extrem schnell anbieten, wenn ihnen was nicht passt, sie gefrustet sind, etwas einfordern wollen, etc etc.

    Ruhige, klare Führung hilft enorm. Und nicht immer anleinen, wenn er gerufen wird. Sonst verdaust du dir den Rückruf.

    Gehampel würde ich konsequent ignorieren, du willst das nicht noch verstärken. Lass ihm damit auflaufen. Wenn niemand darauf eingeht, ist es auch nicht lohnenswert.

    Die Alternative ist rigoros abstellen, aber das kannst du wahrscheinlich nicht und würdest eher kontraproduktiv wirken.

    Bellen allerdings würde ich auch sofort beenden. Das kann sonst ein Selbstläufer werden.

    Lass dir Zeit, bei allem was du mit dem Zwerg machst. Egal ob rausgehen, ob anleinen, ob ... lass dir Zeit. Atme.

    Ehrlich, die Hunde haben extrem feine Antennen dafür, ob dich was nervt und können mit Übersprungshandlungen reagieren.