Fullani
genau so wie unten zitiert mache ich das. Zusätzlich habe ich mit der Pausendecke für Nevis einen klaren Ort etabliert. Das ist für ihn einfacher als einfach so rumliegen. Klarer irgendwie.
Die habe ich ganz klassisch konditioniert, allerdings!!! Vooorsicht. Keine Erwartungshaltung schaffen mit der Decke.
Ich habe ihm zuerst gezeigt, das es sich lohnt dich darauf hinzulegen. Dann haben wir (alles zu Hause gell) die Belohnungszeit ausgedehnt.
Und ich habe dann für ihn die Decke an unterschiedliche Orte hingelegt, so dass er sie anlaufen musste. Das hat für ihn nochmals viel Verständnis gebracht. Aber auch da: das ist keine Spass-haben-Übung, das läuft alles ganz in Ruhe ab.
Und dann hat etwas uns unheimlich geholfen: ich gehe seit einer Weile jede Woche in einen Hundekurs. Alltagszeug. Da wird oft Theorie besprochen, wie man was genau aufbaut etc. In dieser Zeit liegt die Pausendecke da, Hund drauf, mit was zu kauen. Hund ist angebunden, ich muss mich nicht um ihn kümmern. Ausser er steht von sich aus auf.
Dieses einfach jede Woche „müssen“ hat extrem viel gebracht. Ich habe dann „müssen“. Weil zu Hause nimmt man sich einfach zu wenig Ruhe dafür. Oder bei den Fiepern hat man irgendwann die Geduld nicht mehr etc. Aber einfach das machen müssen, du das hat enorm viel geholfen.
So viel, dass er jetzt anfängt von sich aus sitzen oder liegen anzubieten wenn nichts läuft.
Naja - nicht immer. Gestern war schwierig. Es ist Schnee angekündigt, ich schiebe es jetzt einfach darauf 😁
ps: manchmal, wenn ich merke dass er gerade wirklich entspannt, dann mache ich nix. Keine Belohnung, keine Bestätigung. Dann lasse ich ihn einfach in Ruhe. Keine Belohnung ist manchmal besser als durch die Belohnung wieder Unruhe zu schaffen. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass das uns teilweise auch sehr hilft, weil Nevis halt auch sehr schnell anspringt. Nicht bestätigen ist schon fast Belohnung genug, blöd gesagt. Naja, natürlich nicht, aber es hält manchmal echt das wieder aktiv werden fern. Einfach mal in Ruhe lassen, wenn es gerade sehr gut ist.
In dem Alter belohne ich draußen ruhiges Verhalten, so wie Du es am Anfang beschreibst. Denn sonst hat man, was Du beim Test festgestellt hast: Der Hund ist gestresst, weil ihm die "Handlungsanleitung" fehlt. Damit wir dahin kommen, dass der Hund immer ruhiger wird, belohne ich gezielt körperliche Anzeichen für immer mehr Entspannung wie auf die Seite kippen, sich ruhig umgucken, den Kopf wegen Entspannung ablegen etc.
Dabei achte ich darauf immer am "Limit" zu sein mit der Zeitspanne, aber nicht drüber. Also dahin zu arbeiten, dass der Hund immer länger auf Belohnung warten kann ohne dabei hochzudrehen.
Je nach Ort und Tagesform des jugendlichen Gehirns kann die Frequenz der Leckergabe aber sehr variieren. Heißt: Manchmal gibt es recht viel, wenn ich merke, das wird sonst nix und manchmal kann ich es lange rauszögern.