Ich hatte einige Zeit lang eine vierbeinige Abrissbirne hier, die stark gemobbt und kontrolliert hat (Hunde und Menschen). Reinkommen von draussen war wie die Begrüssung durch einen Panzer, der dich auch noch in den Arm kneift.
Ich habe unseren Eingangsbereich durch ein schönes, stabiles Gitter abgetrennt.Eine "Schutzzone" geschaffen. Ich konnte ganz in Ruhe reinkommen, Jacke aufhängen, Schuhe ausziehen. Und sie da hinter dem Gitter wummern lassen. Weil Einwirkung in dem Moment durch MICH eh zu spät gewesen wäre. der Hund fährt ja schon hoch wenn er hört, dass gleich die Tür aufgeht. Einwirkung müsste von jemand anderem kommen, BEVOR der Hund hoch schraubt.
Daher meine Lösung: mich in dem Moment aus der Schussbahn nehmen. Hund komplett und vollständig ignorieren. Mit jeder Faser, scheissegal was der machte. Total was anderes denken, ins Handy gucken, die Flecken an der Wand studieren, Hände waschen gehen, egal. Hauptsache echtes ignorieren. Das ging wenige Tage und der Hund hat innerhalb 30sek. das Verhalten geändert.
Ich habe ihm so den Zugang auf mich entzogen, und seine alte Strategie ging nicht mehr auf. Bald war das Gitter weg und ich kam einfach so rein. Aber weiterhin totales ignorieren des Hundes. Weil es sofort wieder gekippt wäre.
Nach ein paar Wochen - in denen sehr viel im Alltag gemanagt und angepasst wurde, Thema Aufregung kontrollieren, Thema Grenzen setzen - konnte ich ganz normal reinkommen, allen Hunden kurz hallo sagen, auch der Wummsbummsbirne. Wollte sie zu heftig werden, reichte eine Ermahnung.