Beiträge von wildsurf

    18 Monat ist die Zeit , wo nochmals eine grosse Unsicherheitsphase durchgemacht wird. Da ist der Hund plötzlich in Situationen unsicher, die vorher kein Problem waren.

    Ich würde das nicht einfach so laufen lassen.

    Biete ihm eine Alternative an, und zwar früh genug, bevor er bellen muss.

    Was du beschreibst von der Körperhaltung ist das Unsicherheit. Ich würde schauen, dass er gar nicht in diese fällt.

    Leite ihn an, dass er bei Sichtung von Menschen sich zu dir dreht - Keks. Und dann leite ihn mit Futter an den Leuten vorbei. Sprich ihm dabei an

    "Feiner Baku, gut machst du das. Prima Hund."

    Bei sehr engen Wegen würde ich vielleicht warten, bis die Leute vorbei sind. Eventuell ist das such ein Thema, dass es zu eng für ihn ist momentan.

    Wir spielen auch drinnen.

    Aber wir immer ist das vom Hund und seinen Menschen abhängig. Bei manchen geht das, bei anderen überhaupt nicht.

    Hier lernen die Hunde von Anfang an, dass man nach dem Spiel wieder in die Ruhe kommen kann. Das Runterfahren ist mir sehr wichtig.

    Klappt das zuverlässig, wir im Garten wild getobt und gezergelt, gerannt und gespielt.

    In der Wohnung dürfen die Hunde miteinander raufen, allerdings nur ruhiges Maulgerangel und so Sachen. Will ja nicht renovieren :emoticons_look:

    Mit den Welpen habe ich immer auch drinnen gespielt. Nicht wild, aber zB Leckerchen durch die Kartonröhre kullern lassen und der Zwerg darf sie fangen, oder mit Kartonkisten gemeinsam etwas erlebt etc. Mal mit einem Spielzeug Sachen gemacht. Freigabe üben, wir as auch immer. Geht alles spielerisch und drinnen.

    Ist wie immer individuell

    Massai

    Hör auf dein Bauchgefühl!

    Und ich würde versuchen, nicht zuuu sehr zu gucken wie es bei anderen läuft. Nicht zu sehr die Hunde zu vergleichen. Dafür sind alle viel zu verschieden.

    Also gucken aus Interesse, ja. Aber nicht "messen". Hmm 🤔 weisst du wie ich meine?

    Eher ein annehmen wie es bei euch läuft. Und das liest sich doch bisher sehr entspannt und gut lenkbar.

    Ich stell mal ein Video ein von heute. Weil es mich so gefreut hat, wo wir gerade stehen.

    Nevis reagiert stark auf optische Reize.

    Bis vor Kurzem war er dann sofort auf den Hinterbeinen um einen besseren Überblick zu haben. Und die Anspannung war enorm, dazu grosse Hektik nach dem Reiz. (Also vor allem wenn mehrere Reize nacheinander kamen, dann musste er erst einmal runterkühlen bevor man weitergehen konnte.


    Situation vor dem Video:

    Kurz davor flatterte rechts ne Krähe aus der hohen Wiese, dann anschliessend eine aus dem Feld links, und ein Mensch von vorne. Das führte zu etwas mehr herumhummeln (wie man im Video sieht) und viel zu mir gucken weil.. innere Aufregung.

    Im Video interessant:

    Nach dem ruhigen abwenden vom Reiz gegen Ende des Videos, wollte er sich mit Geruch jagen abreagieren. Das sieht man am hektischer werden der Rute. Das wird hier so schnell wie möglich unerbittlich abgebrochen. (Aus Gründen der Verhaltenskette und der daraus resultierenden extremen Aufregung)


    Wieso ich so stolz auf den Schlumpf bin? Weil wir mittlerweile kommunizieren und er so fein wird. Er macht das so so toll. Wenn ich da an Situationen vor 1 Jahr denke, meine "leichte" Verzweiflung... :pfeif:

    Fetten riesigen Dank an die unermüdlichen Helferlein hier 💞


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    sehr unpraktisch, die Spaziergänge nicht für Jagdersatztraining zu nutzen denn unsere Spaziergänge sind seine "Tagesaction" da drinnen vornehmlich Ruhe herrscht.

    Und schon hast du die Erwartungshaltung deines Hundes bedient 😉

    Er weiss nämlich genau, es geht raus und da passieren tolle Action Dinge. Jedes Mal.

    Du züchtest dir so etwas heran, was du nicht möchtest. Wie in der Welpenzeit, jetzt einfach auf andere Art.

    Ich glaube für dich ist das ein wunderbares Lernfeld. Und genau so würde ich da ran gehen. Ohne so wahnsinnig viel Kopf. Sondern versuch es für dich als Training zu sehen, weniger "machen zu müssen".

    Wieso braucht denn der Hund extra Action draussen? In dem Alter ist draussen sein eh grundsätzlich schon "wow".

    Da würde ich nicht noch zusätzlich Aufregung rein produzieren.

    Wegen dem "extra" gehen für zB Fährten: ersetz doch einfach einen Spaziergang durch eine Arbeit.

    Du legst ihm eine Fährte, holst ihn aus dem Auto, 10min pinkeln und schnüffeln und ab in die Arbeit. Nach 15 min wird der happy und müde in die Box kippen und pennen. Fertig. Ab nach Hause.

    Mit dem Programm von Fiedler würde ich sehe vorsichtig sein, wenn du eh schon dazu tendierst zuviel zu wollen/machen. Es verleitet schnell, sehr viel Aktion und Ersatz und Belohnung und Ansprache zu verwenden. Manchmal auch zu viel für "Unerfahrene".

    Es hat sehr gute Sachen dabei, aber du schreibst ja schon selbst, dass du bereits wieder ins "viel machen" kippst.

    Bei eurer Konstellation würde ich sagen: weniger ist definitiv mehr 😉

    Pass unbedingt auf, wie hoch der Kerl pusht bei euren Spaziergängen und den "Übungen".

    Die Stressspirale muss auch mal wieder runter gehen.

    Du weisst ja: nach jedem Jagd-Push werden massiv Hormone ausgeschüttet. Es braucht seine Zeit, bis diese wieder abgebaut sind.

    Kommt der nächste Push bevor sie ganz abgebaut sind, löst er bereits viel früher aus. Weil er hormonell noch auf hohem Niveau ist.

    "Kühlt" man das nicht lange genug runter, löst der Hund immer früher und je nach dem immer heftiger aus auf Reize.

    Also vorsichtig mit zu viel.

    Lieber viel und ruhig bestätigen, was er an Ruhe anbietet. Oder an Umorientierung. Aber nicht gleich wieder mit Leckeren und Action. Lieber sich mal nur verbal ruhig loben. Auch bei Jagdgeiern ist ein verbales Lob sehr viel wert.

    Der Hund soll auch lernen: ich sehe was, ah ok Frauchen hat es auch gesehen, ist aber anscheinend nicht interessant. Kann man ganz in Ruhe weitergehen. Ohne extra Handlung oder Action.

    Das mit dem Spuren ausarbeiten muss man abwägen je nach Hund.

    Ich persönlich würde das ganz gezielt machen.

    Kumpel, ich hab dir ne mega geile Fährte gezogen, die gehen wir jetzt ausarbeiten. (Aber nicht im Kontext des Spaziergangs).

    Ansonsten ist bei mir Fährten aufstöbern verboten. Wegen dem pushen. Wegen der Ansprechbarkeit.

    Ja ich weiss, manche sehen das anders. Ich bin da mittlerweile einfach konsequent mit meinen Hunden. Jagd-Geschnüffel gibt es nicht, nur um sich hochzufahren. Dafür gibt es richtig tolle Arbeit und so intensiv, dass der Hund danach den Rest des Tages selig schläft.

    Interessant ist ja die Annahme der Themenstarterin, dass ein Hund seine Zähne nicht unter Kontrolle hat.

    Ein Hund hat die volle Kontrolle darüber, was genau er mit seinem Maul veranstaltet. Das sind keine grobmotorischen "in alles Hacker".

    Das Maul ist sensorisch extrem fein in der Wahrnehmung und kann auch in hoher Aufregung kontrolliert werden.

    Das sollte einem zu denken geben, wenn die Zähne in der Haut landen

    Das ist nix mit "dumm gelaufen!"

    Klar gibt es sie, die Zusammenstösse beim gemeinsamen Spiel, beim raufen etc.

    Das ist aber keine gezielte Beschädigung.

    Du, das kann entspannt aussehen. Aber die kleinen Würmer sind eben drinnen im Zuhause am entspanntesten. Da fühlen sie sich sicher.

    Das ist ein völlig normaler Ablauf. Das wird sich geben, je sicherer sie wird.

    Leinenführigkeit ist etwas, was in Fleisch und Blut übergehen muss und sehr viel Zeit benötigt. Aber ich stelle das niemals unter Kommando.