Pass unbedingt auf, wie hoch der Kerl pusht bei euren Spaziergängen und den "Übungen".
Die Stressspirale muss auch mal wieder runter gehen.
Du weisst ja: nach jedem Jagd-Push werden massiv Hormone ausgeschüttet. Es braucht seine Zeit, bis diese wieder abgebaut sind.
Kommt der nächste Push bevor sie ganz abgebaut sind, löst er bereits viel früher aus. Weil er hormonell noch auf hohem Niveau ist.
"Kühlt" man das nicht lange genug runter, löst der Hund immer früher und je nach dem immer heftiger aus auf Reize.
Also vorsichtig mit zu viel.
Lieber viel und ruhig bestätigen, was er an Ruhe anbietet. Oder an Umorientierung. Aber nicht gleich wieder mit Leckeren und Action. Lieber sich mal nur verbal ruhig loben. Auch bei Jagdgeiern ist ein verbales Lob sehr viel wert.
Der Hund soll auch lernen: ich sehe was, ah ok Frauchen hat es auch gesehen, ist aber anscheinend nicht interessant. Kann man ganz in Ruhe weitergehen. Ohne extra Handlung oder Action.
Das mit dem Spuren ausarbeiten muss man abwägen je nach Hund.
Ich persönlich würde das ganz gezielt machen.
Kumpel, ich hab dir ne mega geile Fährte gezogen, die gehen wir jetzt ausarbeiten. (Aber nicht im Kontext des Spaziergangs).
Ansonsten ist bei mir Fährten aufstöbern verboten. Wegen dem pushen. Wegen der Ansprechbarkeit.
Ja ich weiss, manche sehen das anders. Ich bin da mittlerweile einfach konsequent mit meinen Hunden. Jagd-Geschnüffel gibt es nicht, nur um sich hochzufahren. Dafür gibt es richtig tolle Arbeit und so intensiv, dass der Hund danach den Rest des Tages selig schläft.