Beiträge von wildsurf

    Du schreibst, dein Hund schläft. Liegt in der Wohnung.


    Du selbst hast aber Herzrasen und Stresspusteln, schwitzt und bist immer nervös wenn der Bürotag kommt.


    Merkst du was? Woran du arbeiten kannst?

    Der Hund ist hier wahrscheinlich nicht das Problem 😉

    Ehrlich, das ist ungesund. Du solltest dir zuliebe das Ganze angehen. Damit du wieder entspannt sein kannst. 🍀

    Meine Beobachtung bei so Kandidaten ist, dass aktives üben von zB Geschirr an und ausziehen kontraproduktiv sein kann, solange das noch mit Stress belastet ist.


    Dann lieber irgendwann am Tag einen grossen Klecks LeParfait oder so ne Hundetubenpaste auf den Boden schmieren. Wirklich viel, es muss 10sek lang reichen. Geschirr zumachen. Schlecken lassen. Fertig.

    Nichts mehr.

    Später wieder nen grossen Klecks auf den Boden schmieren. Geschirr ausziehen. Schlecken lassen. Fertig.

    Sobald die Hände sich im Sichtfeld des Hunde bewegen und Leckerchen ins Spiel kommen, wird das wieder hektisch und man hat zu wenig Hände.

    Das Üben von Manipulation an Pfoten etc. würde ich unter Anleitung aufbauen.

    Oder - wenn du gut nach geschriebener Anleitung lernen kannst: medical Training.

    Nichts anderes ist das. Aushalten von Dingen, die zu Beginn komisch sind.

    Aber auch da, in der Ruhe lieht die Kraft. Und solange ihr beide mit Händen und Zähnen gegeneinander seid, ist alles was mit Händen am Hund rum tatscht ein Problem.

    Da muss erst mal Ruhe rein. Vom Verständnis her.

    Die Unfallgefahr hat für uns massiv zugenommen |)

    Der alte Herr kann nämlich zufrieden daher traben, und aus heiterem Himmel einfach im 90 Grad Winkel abbiegen.

    ZACK!

    Pech, wenn du dann gerade neben ihm bist. Dann haut es dich fast über den Hund :lol:

    Das Seniörchen hat mit der Zeit angefangen, nach dem fressen ins Wohnzimmer zu hüpfen, sich ausgiebig auf dem Teppich die Gosch zu schrubben und aus lauter Wonne ins Zimmer zu kläffen.

    14 Jahre lang nie gebellt - und dann das 😁

    So. Jetzt macht er es anders. Wenn er merkt, es gibt jetzt dann langsam mal was zu futtern, rennt er in Wohnzimmer und bellt wie verrückt :lol:

    Vorfreude ist doch die schönste Freude. 😁


    Etwas 100m neben unserem Haus ist das Altersheim. Da hat es ein öffentliches kleines Restaurant drin. Die Wirtin hatte auch mal Hunde, und wenn wir vorbeigehen gibt es an der Küchentür einen Keks für den Hund.

    Was macht Caron, wenn er mal in der Nacht raus muss? Hää? Jaja. Der rennt schnurstracks zur Hintertür vom Restaurant um zu schauen ob jemand da ist. Völlig vergessen ist der Drang zum pinkeln :lol:

    Tagsüber ist es unmöglich, an dem Restaurant vorbei zu gehen ohne abzubiegen. :lol:

    Ich hab ein paar Bekannte, die ihre Hunde mit der Webcam überwachen, ob sie ruhig sind, was sie tun etc.

    Ich finde das schrecklich. Wieso? Weil ich die Besitzer als extrem gestresst erlebe. Am liebsten würde ich jeweils sagen, "stell doch einfach die Kamera ab und lass den Hund mal in Ruhe sein".


    In seltenen Fällen mag diese Überwachung ja nützlich sein.

    Aber ganz ehrlich: du baust dir deine Probleme selber.

    Du stresst dich selbst. Schalt die Dinger ab und arbeite in Ruhe.

    Doch. Wir haben Einzeltraining und auch Welpenschule. Mir wurde geraten das Geschirr kaum auszuziehen und ihn mit Leckerlis belohnen, wenn er brav bleibt.

    So üben wir das aktuell auch. Aber zum Beispiel in der Früh, wo er dringend raus muss, aber auch komplett überdreht ist, ist das ein Ding der Unmöglichkeit.


    Hmm 🤔 ja das hilft euch nicht.

    Weil: wenn du Leckerchen gibst wenn er - aus deiner Sicht - brav ist, gerade davor aber nicht das erwünschte Verhalten gezeigt hast, dann kann es sein dass du das unerwünschte Verhalten davor bestätigst.

    Verhalten bestätigen hat hauptsächlich mit korrektem Timing zu tun. Und mit dem Wissen, ob man gewisse Handlungen des Hundes bestätigen sollte oder besser nicht.

    Sonst kann es dir unbeabsichtigt passieren, dass du die Aufregung des Hundes bestätigst. Du denkst zwar, er ist jetzt ja lieb und bekommt dafür einen Keks.

    Er aber denkt, aha sich aufregen und kurz innehalten ist erwünscht.

    Ganz grob gesagt.

    Verstehst du was ich meine?

    Als erstes würde ich bei euch Management einführen. Also überlegen, wie kannst du gewisse Situationen, die immer wieder kommen, vorher durch schlaues managen entschärfen.

    Am Morgen: habt ihr einen Garten, dann lass ihn da raus. Tür auf und raus mit dem Zwerg, ohne anfassen.

    Habt ihr keinen Garten, lass dem Hund das Halsband an über Nacht, am Morgen nur die Leine dran und raus. Nichts am Hund machen, nur Leine dran und raus.

    Du hast ein Welpengitter? Ein schweres aus Metall, 80cm hoch und gross genug?

    Dann geht er nachher sofort da rein wenn ihr von draussen kommt.

    Lass ihm Sachen da, womit er Spass haben kann. Kartonverpackung, Kauseil, ein Stück Jeans einer alten Hose. Dinge die kaputt gemacht werden dürfen.

    Er ist dann wach und munter. Wenn ihr dann also nicht sofort auf einen Spaziergang geht, muss die Energie raus!

    Schon mal gesehen was passiert, wenn ein Wurf Welpen erwacht am Morgen? :lol: innerhalb von 2min ist Action in the house :D

    Die Zwerge sind fit am Morgen. Ausgeschlafen. Bereit für die Welt.

    Alternativ - und das gefällt mir noch besser: montier ein Türgitter in der Küche. Dann kann er da sein und hat viel Platz. Aber auch mit Dingen die Spass machen und kaputt gemacht werden dürfen.

    In der Zwischenzeit hast du Zeit für "was auch immer" bis ihr spazieren geht oder so.

    Wenn ihr im Wohnzimmer seid, lass ihn im Weplpengitter. Gib ihm nicht dauernd die Möglichkeit, einfach so zu euch zu kommen und in eure Arme zu beissen.

    Umgekehrt schützt es den Hund davor, dass ihr zu viel an ihm rum tatscht. Denn das kann unter Umständen ein Problem bei euch sein. Manche Hunde vertragen es nicht, wenn der Mensch dauernd an ihnen rumknuddelt. Ihn in seiner Individualdistanz stört. Ja, darauf reagieren Hunde.

    Ich habe schon erlebt, dass jemand sein Sofa mit dem Welpengitter umstellt hat. Einfach damit der Hund keinen Zugriff mehr auf die Menschen hatte und lernte, dass das nicht erwünscht ist. Und das ganz ohne Kampf. Allerdings hat der Hund dann nicht die Einrichtung zerstört.


    Dann empfehle ich dir eine gute Trainerin zu suchen, sie zu euch nach Hause kommt. Euch zeigt, wo ihr euren Umgang verbessern könnt. Der Hund spiegelt euch. Daher ist es sehr oft am effizientesten, wenn man schaut wo der Mensch was ändern kann damit das Verhalten des Hundes sich ändert.

    Dann: der Zwerg ist nicht mehr so klein. Schau dass der lang genug draussen ist. Nicht 1h am Stück spazieren, aber locker 1h draussen sein. Mal gehen, mal was entdecken. Mal Pause machen. Lange Pause! Einfach mal am Waldrand sitzen und nichts tun.

    Aktiv sein können ist genau so wichtig wie ruhen. Sonst fliegt er dir um die Ohren. Und zwar nicht aktiv sein im Sinne von vorwärts bewegen und Kilometer abspulen.

    Sondern draussen die Welt sehen, erleben, spüren, hören. Sitzen, staunen, auf etwas herum beissen. Im Gras wälzen, in der Erde buddeln.

    Und immer wenn ihr von draussen rein kommt, werden die Eindrücke ihn "überwältigen", also Management! Ab in die Küche oder ins Welpengitter. Das bringt Ruhe zwischen euch.

    Weil jedes Mal wenn du ihn korrigieren musst, habt ihr eine negative Interaktion, auf die er sehr stark reagiert. Aus Überforderung, Abwehr, was auch immer.

    Ganz allgemein gesagt: lass mehr die Hände weg vom Hund, lass den Hund mehr sein. Dann wird es ruhiger zwischen euch. Welpen sind nicht immer zum kuscheln gemacht. Weil, wenn ein Welpen jemanden in die Lippen beissen kann, wieso hat man ihn so hochgenommen dass er die Lippen erreicht hat? Und wieso hat man ihn nicht einfach in Ruhe gelassen? Offensichtlich hat man die Körpersprache des Welpens ignoriert. Und dann reagieren die halt teilweise heftig.

    Ihr schafft das schon. Aber ihr müsst Anpassungen vornehmen.

    seit ein paar Tagen ist etwas in unserem Garten.

    Es flatterte plötzlich heran, verschwand im Schilf des Nachbarn. war relativ klein, und es tönt wie eine Fledermaus. Diese hochfrequenten speziellen Zirppfiffe. Ich höre es immer wenn ich im Garten bin. Tagsüber, nie im Dunkeln. Da ich es nicht orten kann, macht es mich fast kirre weil ich es immer höre, aber nicht sehe.

    gefunden 😊


    Dogs-with-Soul
    21. August 2018 um 16:20