Beiträge von wildsurf

    Noch kurz als Info:

    Je öfter, bewusster und korrekter eine Bewegung abgefragt und ausgeführt wird, desto besser korrespondieren das zentrale Nervensystem mit Muskeln, Sehnen und Bänder.

    Die Nerven werden so zu starken "Daten Autobahnen", wodurch die korrekte Bewegung auch besser und öfters ausgeführt werden kann ohne Training.

    Also: nur was ich korrekt trainiere kann ich korrekt abfragen.

    Im Vordergrund steht für deinen Hund nicht, dass er irgendwie auf 4 Beinen läuft. Das wäre die chirurgische Ansicht.

    Sondern dass sein Nervensystem ganz bewusst seine vier Beine benutzt und einsetzt. Das ist die Neuro Reha.

    Im ganz langsamen Tempo und z.B. entlang einer Wand ist ein korrektes Gangbild möglich. Bei Konzantration (Schnüffeln) auch.


    Unebener Boden ist gut. Sand sehr anstrengend (sollen wir aber zwischendurch mal einbauen). Uneben mit Ästen, Mulden etc klappt bestens, da wird sehr aufmerksam auf allen Pfoten drüber gegangen.


    DAS ist euer Training. Im Kleinen fängt Erfolg an. Vor allem wenn es um Nerven und Rezeptoren geht.

    Ja aber wie soll denn die Propriozeption aufgebaut werden, wenn er einfach über das Zeug rast?

    Training der Rezeptoren erfolgt teilweise in slow motion.

    Er zeigt dir genau was er braucht.

    Langsames, konzentriertes Training auf unterschiedlichen Böden. Sehr, sehr langsam.

    Willkommen im Neuro Training.

    Da ist es eben NICHT egal, wie er läuft. Nerven und Rezeptoren Training ist anstrengend, langsam, nervig und penibel.

    Was ist denn eine Handlungsalternative für jagen aus Stress?

    Gerade wenn die Gefahr besteht, daraus ne Verhaltenskette zu basteln wäre ich da schon raus.

    Einfach aus dem Grund, dass ich dem Hund was aufdrücke was keinen Sinn macht. Ich bastle mir ein Verhalten, damit er ein anderes Verhalten nicht zeigt weil ich will dass er die Situation aushält.

    Klar kann man das machen. Es macht nur für mich überhaupt absolut keinen Sinn für den Hund.

    Ich kann ja auch ohne Hund mit Kollegin spazieren.

    Weil ich muss dann nämlich sonst ziemlich aufpassen, dass der pseudo Jäger nicht doch in dem Verhalten hängt.

    Einfach im Kleinen und von mir nicht registriert weil abgelenkt.


    Wenn die Situation allerdings 2x im Jahr ist, joa, dann Leine an den Hund, Augen zu und durch.

    Aber für regelmässig wäre das nichts für mich.

    Das passt für mich nicht zusammen.

    Es wurde besser, und jetzt schlechter.

    Er geht über Cavaletti, setzt sich aber immer öfters hin.

    Im "Schritt" geht er Pass. Wieso? Was stimmt da nicht?

    Wie geht er wenn er slow motion Bewegungen machen MUSS? Kein ausweichen, kein wegdrehen. Super slow motion entlang der Wand. Wie geht er dann? Korrekten Schritt?

    Was macht er wenn er extrem langsam über unebenen Untergrund geht? ZB einen gepflügten Acker?

    Was passiert, wenn er nicht sehen kann wohin er tritt?

    Ich habs auch eher pauschal verstanden und gedacht, nein, meine Hunde müssen das nicht aushalten weil es ihnen nicht gut tut. Sie haben null Mehrwert davon, im Gegenteil.

    Allerdings bin ich jemand, die sagt eher mal "die Hunde kommen nicht mit", weil ich auch mir dann den Stress erspare. Ich kann dann einen Spaziergang mit Anderen geniessen und muss nicht managen.

    Ich denke das ist so individuell wie es Menschen und Hunde gibt.

    Die Frage ist, was reizt den Nerv so stark, dass er meint so reagieren zu müssen.

    Engstand am Spinalkanal? Könnte per Kortisonspritze vielleicht beruhigt werden.

    Extrem verhärtete Muskulatur? Kann gelockert werden, Ursache suchen.

    Reagiert das Bein hauptsächlich auf Berührung, oder auch auf Temperatur? In allen Bereichen des Beines gleich oder an einer Stelle besonders?

    Die Pfoten sind normal kitzlig/ empfindlich und der Stellreflex ist gut?

    Solange da was schmerzt, wir er nicht belasten. No way.

    Da würde ich in der Klinik nochmals checken lassen beim Orthopäden, es muss abgeklärt werden ob die Hinterhand Muskulatur überhaupt noch nervlich versorgt wird.

    Wenn ja, muss das Training angepasst werden. Wenn ein Training eine negative Entwicklung auslöst, muss man den Weg überdenken.

    Hmm 🤔 ich lese gerade, dass ihr mit den Schmerzmitteln an der obersten Dosierung seid. Vom Orthopäden verschrieben?

    Dann aber unbedingt abklären woher die Schmerzen kommen, die den Hund dermassen vom belasten abhalten.

    Oder andere Schmerzmittel diskutieren.