Der Aufbau rückwärts wird zwar immer noch gerne für jeden Hund empfohlen, aber sehr viele Hunde haben damit enorme Probleme und man kann sich das Festhalten/ Tragen so richtig versauen.
Manche Hunde lernen es über freudiges tragen in jeder Lebenslage. Ohne Anspruch auf Korrektheit, ohne Anspruch auf irgendwas!
ZB nach dem Einkaufen etwas vom Auto reintragen dürfen. Egal ob der Hund es korrekt trägt, oder unterwegs fallen lässt. Scheissegal. Und nicht wegnehmen! Lob ihn freudig dass er sooo toll etwas tragen kann.
Dieser Fokus auf Perfektion vermiest ganz vielen Hund zuerst einmal die eigentliche Freude am tragen.
Wenn der Hund nach einiger Zeit spielerisch unterschiedliche Gegenstände trägt, auch Treppen rauf und runter, kann man anfangen das Ganze in eine Form zu bringen. Immer noch spielerisch, immer noch ohne Dummy.
Sonst versaut man sich den Dummy als Arbeitsgegenstand im blödsten Fall so richtig nachhaltig.
Draussen im Garten kann man spielerisch mit Gegenständen knifflige Suchen machen. Und wenn der Hund es gefunden hat, FEIERE ihn als gäbe es mein Morgen. Nicht abnehmen, nicht den Gegenstand anschauen. Freue dich, lobe ihn, wenn er nah zu dir kommt streichle ihn.
Aber nimm ihm keine Gegenstände ab. Das muss lustvoll sein für den Hund, nicht immer so ernst und korrekt.
Und dann verstecke wieder was. Lass ihn suchen, finden und herumtragen. Renn mit ihm wenn er was gefunden hat , oder was auch immer ihm Spass macht.
Erst wenn er freudig zu dir kommt und dir zeigt, was er da tolles hat, kannst du tauschen. Gib ihm was und bedanke dich für das was er dir gibt.
Parallel dazu kannst du ein Handtarget aufbauen. Mit Futter und Klicker.
Ohne Dummy, ohne Gegenstand.
Damit du eines Tages die Hand als Target anbieten kannst, damit der Hund da andockt. Mit etwas im Mauls was er gerade trägt.
DANN erst geht es um die Abgabe. Ohne Stress. Ohne Druck und ohne Perfektion.