Ohjeh. Alles Gute für deine Maus 🩷
Beiträge von wildsurf
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Handle ich nach dem Grundsatz: Verhalten, das sich lohnt, wird öfter gezeigt, ist das als langfristiger Management- und Trainingsansatz viel zu kurz gedacht, bzw. da läge noch sehr viel mehr drin. Das, was Du beschreibst, ist ein Notanker (und als solcher, solange er funktioniert und hilft, Schlimmeres zu vermeiden, absolut legitim). Training als solches ist es nicht. Es ist Management.
Das, was ich meine, ist eine aufkonditionierte Umlenkung / Umorientierung, die, idealerweise, in einem Hund resultiert, der sich auf den Reiz hin 'automatisch' zu mir hinwendet.
Ich belohne den Hund nicht dafür, dass er aufs Fahrrad reagiert, sondern dafür, dass er sich umlenken lässt. Ein kleiner, trainingstechnisch wichtiger Unterschied: das eine ist reines Management und der Lerneffekt, so wie ich ihn möchte, eher gering. Das andere ist tatsächlich der Versuch, eine nachhaltige und langfristige Verhaltensänderung beim Hund herzustellen.
Gerade bei hochsensiblen Hundetypen mit fehlgeleitetem Hüteverhalten, die dazu bestenfalls noch zu blitzschnellen Verhaltensketten neigen, wäre ich äusserst vorsichtig, den Hund über den triggernden Reiz an sich zu belohnen.
Danke fürs aufzeigen dieses extrem wichtigen Unterschiedes!
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Die Verunsicherung aktuell ist normal. Die drei Hunde sind noch überhaupt nicht geübt im Zusammenleben. Der Vorfall bedeutet ertmal gar nichts.
Es gab ne Situation, es gab ne Reaktion.
Jetzt sind alle etwas „huch, wie geht es jetzt weiter, wer bewegt sich wie“
Bis Hunde miteinander wirklich eine Gruppe bilden dauert es manchmal Monate. Bei dir ist es ja so, dass es für deine beiden keine Konstanz gibt. Da kommen und gehen Hunde in schnellem Wechsel. Keine Gewöhnung, keine Gruppe oder Einheit. Daher kann man jetzt auch überhaupt nicht sagen, ob das irgendwie von Bedeutung ist was da abgelaufen ist. Manchmal ist es auch „shit happens“.
In jeder Gruppe rumpelt es mal. Auch in einer stabilen „Langzeitgruppe“ ist dann zuerst mal etwas Eiertanz, weil man gucken muss wie man jetzt gemeinsam weiter macht. Das legt sich meistens schnell wieder und es geht normal weiter, wenn es einfach was Kleines war.
Und: das gehört halt schon auch zur Gruppenhaltung, das es mal rumpeln kann. Durchatmen, objektiv bleiben und nicht übervorsichtig werden, damit die Hunde im normalen Modus bleiben. Wenn nötig kann man managen. Ganz entspannt ☺️
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war kalt heute, bleibt kalt die nächsten Tage. Daher heute den Pflanzen die Heizung ins Treibhaus gestellt. Denke sie werde es sehr schätzen.
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ich hab immer etwas Sorge hier reinzuschauen. Man hofft und bangt, dass die beiden das Ganze überleben
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Es gibt einen äusserst interessanten Forschungsbericht zum Thema lernen unter Frust. Es wurden dafür sehr viele Studien (am Mensch) über mehrere Jahrzehnte zu dem Thema analysiert Veröffentlichung
Kurz gesagt: Frust kann sehr förderlich sein für den Lernprozess, WENN es richtig gehandhabt wird. Frust und Verwirrung gehören unabdingbar zur Entwicklung und zum lernen dazu.
Wenn der Lernende allerdings in seinem Frust hängen gelassen wird, die Verwirrung nicht aufgelöst wird, findet kein Lernprozess statt. Im Gegenteil, der Wille zu lernen wird kleiner.
Ich gehe davon aus, dass der gezielte Umgang mit Frust im Lernprozess genauso delikat ist wie Strafe. Beides ist schwierig, beides gehört dazu. Aber beides wird inflationär angewendet und kann alles ruinieren.
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Ich muss zuerst die Jahresplanung mit div. Leuten abgleichen, bevor ich planen kann.
Wenn ich etwas zusage, dann definitiv und nicht provisorisch, das ist ja zum planen sonst doof.
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Geh mit Leuten mit zum Spaziergang und ins Training, die den Typ Hund führen der dir gefällt.
Dann kannst du die Hunde live sehen, in unterschiedlichen Situationen, kannst vielleicht auch unterschiedlich alte Hunde kennen lernen.
Dass du als Interessierte nicht beim Training zuschauen durftest erstaunt mich etwas. Ich kenne es eigentlich anders. Aber ist vielleicht von Region oder Sportart abhängig. -
Hast du schon mit einem Verhaltenstierarzt über eine Behandlung gesprochen?
Lass den Hund mal abklären damit ihr allenfalls auf anderen Wegen helfen könnt. Training ist das Eine (was du ja anscheinend mit enormem Aufwand sehr toll machst) aber das Training muss auch auf fruchtbaren Boden fallen.
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Ich topfe immer um
Ich will wissen, wie die Wurzeln aussehen.
Und viel grösser wird der Stress dadurch auch nicht.
Dafür sehe ich sofort, wenn was nicht stimmt. Oder alte Aufzuchttöpfe noch in den Wurzeln hängen etc